Freitag, 21. März 2014

Die gelebte Pressefreiheit der Swoboda und wie sie vom Tagesspiegel schön geredet wird


Was die Putschregierung in Kiew unter Pressefreiheit versteht, das kann sich, wer will, zur Zeit auf Youtube  und hier in diesem Blog ansehen.


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Aktivisten der faschistischen Partei Swoboda unter dem Anführer, dem Parlamentsabgeordneten und stellvertretenden Vorsitzen das Parlamentsausschusses für Rede- und Informationsfreiheit in der Ukraine, Ihor Miroshnychenko, drangen in das Büro des Direktors des staatlichen Fernsehsenders NTKU, Oleksandr Panteleymonov, ein und zwangen ihn unter Anwendung von Gewalt seine Arbeitsstelle zu kündigen.

 Anlass für diesen Gewaltexess war ein Bericht vom Vortag auf NTKU, der Ausschnitte der Rede des russischen Präsidenten Putin zeigte.

 So sieht sie also aus, die "klassische russische Propaganda" für die Atlantikbrückenmitglied Christoph von Marschall im Tagesspiegel vom 14.03. in seinem Artikel "Über Lügen in Zeiten der Krimkrise" alle Warnungen vor den Faschisten in Kiew hielt. Die Swoboda mutiert bei Marschall von einer faschistischen zu einer "rechtsnationalen" Partei. Und über dessen Vorsitzenden, Oleh Tjahnybok, der schon mal seine Getreuen aufrief: "Schnappt euch die Gewehre, bekämpft die Russensäue, die Deutschen, die Judenschweine und andere Unarten", schreibt Marschall: "Allerdings dürfte es schwerfallen, faschistische oder antisemitische Äußerungen von ihm aus den letzten Jahren zu finden. Die „Swoboda“ hatte vor 2004, als Tjahnybok an ihre Spitze trat, rechtsradikale Traditionen gepflegt. Er hat die Partei jedoch aus dem rechten Sumpf herausgeführt."

 Einen interessanten Einblick auf die Faktenkenntnisse des Herrn Marschall gibt die Tatsache, das er Oleh Tjahnybok zum Vizepremier der Ukraine ernennt. In der Tat gehört Oleh Tjahnybok der Kiewer Putschregierung gar nicht an. Vizepremier ist Tjahnyboks Stellvertreter in der Swoboda, Olesandr Sych. Aber wie heisst es doch so schön unter Journalisten: Bei einer guten Story können Fakten nur stören.

 Der Premierminister der ukrainischen Putschregierung, Arseni Jazenjuk, äusserte gegenüber unserer Kanzlerin Merkel, er habe "den Angriff von Abgeordneten der nationalistischen Regierungspartei Swoboda auf den Chef des ukrainischen Fernsehens "absolut verurteilt"." Kein Wort von einer Strafverfolgung wegen Körperverletzung, Nötigung und Hausfriedensbruch. Na dann soll für uns die Sache erledigt sein.

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