Sonntag, 2. August 2015

Von der deutschen Presse unisono verschwiegen: US GIs mit Kriegswaffen auf Wiener Flughafen erwischt

 Wie der Österreichische "Kurier"  am 29. Juli meldete, sind auf dem Wiener internationalen Flughafen Schwechat US-Amerikanische Soldaten dabei aufgefallen wie sie M 16-Gewehre und Pistolen in ihrem Handgepäck mitführten. Die Soldaten befanden sich auf dem Weg in die Ukraine. In Wien gab es Probleme mit dem Anschlussflug. Die GIs mussten zum umbuchen den Transitbereich des Flughafens verlassen. Dabei fielen die Schusswaffen in ihrem Gepäck auf. Die Soldaten wurden, wie es hiess, zur Einvernahme abgeführt, die Waffen eingezogen. Nach kurzer Zeit wurden sie wieder freigelassen und erhielten ihre Waffen zurück. Allerdings durften sie ihren Flug nicht fortsetzen, sondern mussten in die USA zurückkehren.

 In der gesamten deutschen Presse, mit Ausnahme der Zeitung "Junge Welt", die übrigens die Auszeichnung erhalten hat, vom deutschen Verfassungsschutz beobachtet zu werden, kein Wort von diesem ungeheuerlichen Vorgang. Wohlgemerkt, in der gesamten veröffentlichten Meinung hat es das Ereignis nicht gegeben. War es Absprache, höhere Weisung oder vorauseilender Gehorsam gegenüber unseren "amerikanischen Freunden". Jedenfalls beeilte sich der "Kurier" einen Tag später, am 30 Juli, die Sache zurechtzurücken:
"Was machen amerikanische GIs in der Ukraine? Die Antwort: Sie trainieren und beraten. In der Westukraine, genauer in der Region Lviv (Lemberg), läuft seit April ein breit angelegtes Training für ukrainische Nationalgardisten, das zuletzt auch auf Angehörige der Armee und von Spezialeinheiten ausgeweitet wurde. Beteiligt sind rund 300 amerikanische Trainer. Laut Beschreibung der US-Army geht es dabei vor allem um Defensiv-Taktiken und medizinische Erstversorgung Verwundeter."
 Wir sind beruhigt, die GIs in der Ukraine sind dort lediglich um zu "trainieren und beraten". Und natürlich "geht es dabei vor allem um Defensiv-Taktiken und medizinische Erstversorgung Verwundeter". 

 Wer hätte je einen US-Soldaten dabei gesehen, wie er in einem kleinem und wehrlosen Land wie, sagen wir Vietnam oder Kambodscha, Irak oder Afghanistan, aggressiv und offensiv Menschen abschlachtet, wie er in Häuser eindringt Frauen und Kinder bedroht und die Männer auf nimmer wiedersehen abführt, wie er in irakischen Gefängnissen Häftlinge foltert, mit Agent Orange die Wälder eines ganzen Landes entlaubt, wohl wissend, das dieses Gift die Erbanlagen der Menschen verändert, wie er Munition mit angereichertem Uran verschiesst um Panzer zu knacken und damit auf hunderte Jahre ganze Landstriche verseucht?

 Nein US-Soldaten besteigen bis an die Zähne bewaffnet in den USA ein Flugzeug der zivilen Luftfahrt, um mit den armen aber dämlichen Ukrainern die "medizinische Erstversorgung Verwundeter" zu trainieren. Ein Akt der tätigen Nächstenliebe.

 Und noch etwas wollte der Kurier, oder sollte man besser sagen, der Pressereferent der US-Botschaft in Wien nicht unerwähnt lassen:
"Direkt an der Front sind keine amerikanischen Soldaten im Einsatz – auch wenn das russische Stellen gerne behaupten."
 Vielleicht aber auch waren die GIs als Berater des ukrainischen Militärs unterwegs, so wie damals in Vietnam. Wie die Sache endete ist bekannt. Auf das kleine Vietnam regneten mehr Bomben nieder als im gesamten zweiten Weltkrieg auf die Köpfe unschuldiger Zivilisten auf beiden Seiten der Kampflinien.

 Der Kurier weiss natürlich um die segensreiche Arbeit US-Amerikanischer Militärberater. Die Erklärung klingt allerdings ein wenig so, als sei sie von jenem Pressereferenten der amerikanischen Botschaft in Wien verfasst worden:
"Derzeit arbeitet Kiew daran, die Struktur der Armee an NATO-Standards anzupassen – mithilfe vor allem amerikanischer Experten. Dabei geht es etwa auch um die Einschulung auf neue Kommunikationsmittel und andere Militärtechnik, unter Umständen aber auch um taktische und strategische Konsultationen."
 Wie gut, dass in einem Krieg nicht geschossen wird, jedenfalls nicht wenn die USA daran teilnehmen. Die M-16 Gewehre und die Pistolen waren sicherlich nur dazu im Handgepäck der GIs, um den Ukraineren bei der Beratung die Stichhaltigkeit der Argumente der USA zu verdeutlichen.

 Sei's wie es ist: Alles hätte so schön harmonisch zwischen USA und Ukraine ablaufen können. Ein paar moskauhörige, den neuen Machthabern in Kiew unliebsame Ukrainer hätten irgendwo tot auf der ukrainischen Schwarzerde gelegen, die Ukraine und die USA hätten eine gerade Beweislinie bis direkt in den Kreml, zu Wladimir Putin, offen gelegt und die westliche Presse hätte sich, auftragsgemäss, über die Brutalität der russischen Okkupanten  erregt. Wenn, ja wenn es nicht diese paar dienstgeilen, trotteligen Österreichischen Beamten am Wiener Flughafen Schwechat und einen, scheinbar, nicht ordnungsgemäss gebrieften Journalisten beim "Kurier" gegeben hätte.

 Österreich, ein unsicherer Kantonist, wie man sieht. Deutsche Journalisten zumindest, wissen was sie dem Bündnis und unseren amerikanischen Freunden schuldig sind. Kein Wort von dem Vorfall, nirgends und nirgendwo.

Kommentare:

  1. Pistolen und M16??? Wir sind im 21. Jahrhundert WJ. Mit diesen "Waffen" lässt sich kein Krieg führen. Ihre Blogs werden von Woche zu Woche immer niveauloser und erinnern in der Wortsetzung stark an den Völkischen Beobachter. Wenn Sie sich dem östlichen Diktatoren so verbunden fühlen, dann emigrieren Sie doch.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dumm? Ignorant? Oder einfach nur seinem Dienstherren treu ergeben? Mit Pistolen und M-16-Gewehren lässt sich kein Krieg gewinnen, richtig. Dafür haben Ihre Dienstherren andere Mittel: Drohnen, Marschflugkörper, Raketen, Flugzeugträger, Boden-Luftraketen, Luft-Luftraketen um z.B. Passgierflugzeuge vom Himmel zu holen wie die Maschine des Iran über dem Perischen Golf, Chemische-, Biologische- und Atomwaffen, dazu Splitterbomben, Munition mit abgereichertem Uran dazu Napalm und Minen jeglicher Art für die gegnerische Zivilbevölkerung. Nein, mit Pistolen und M16-Gewehrenl ässt sich kein Krieg gewinnen, man kann damit aber ganz vorzüglich einen anzetteln. Den "Völkischen Beobachter" verbitte ich mir und wem es hier im Blog nicht gefällt, der kann gehen. Das mit dem emigrieren ist kalter Kaffe. Mir wurde schon vor etlichen Jahren, immer wenn den Leuten die Argumente ausgingen, empfohlen "Rüber zu gehen" in die DDR. Manche Sachen ändern sich halt nie: Dummheit und Ignoranz.

      Löschen
    2. Die Replik auf den dümmlichen Kommentar ist auf den Punkt. War da etwa ein Obama- oder Merkel-Troll als "Anonym" am Werk? Oder ist Anonym vielleicht sogar ein Mitglied der transatlantischen Qualitätspresse, die ja leider vom Verfassungs-"Schutz" nicht kontrolliert, aber dafür mit "Material" zwecks unkritischer Veröffentlichung kostenlos, also auf Steuerzahlerkosten, beliefert wird? Steckt hinter "Anonym" vielleicht also einer der widerlichen Maulhuren aus dem servilen Staatsfernsehen persönlich, um ihren Frust loszuwerden, dass sie Abend für Abend mit ihrer Propaganda und der Desinformation und Manipulation der deutschen Gebührenzahler wider besseren Wissens aktiv sind oder sein müssen? Denn so blöd und/oder arrogant können außer Atai, Miosga und Atalay (gelernte Schneiderin udn ehemalige Boutiquebesitzerin aus Paderborn) selbst die staatlichen Verlaitbarungsjournalisten nicht sein, dass sie nicht bemerken müssten, wie sie das Volk im Auftrag Obamas und Merkels belügen, betrügen und aufhetzen (zur Zeit gegen Rusland). Aber das ist die Pressefreiheit, die der Drohnemörder und oberster Folterscherge Obama und sein ferngesteuerter Hosenanzug meinen. Das nenne ich wahre Pressefreiheit in Deutschland. CIA-gesteuert, US-ergeben, Obama-hörig und servil. TOLL! Und was sagen die tranatlantiaschen Maulhuren, aktuell zu den US-Schergen mit Kriegsgerät an Bord einer zivilen Maschine? Zu einem Skandal sondergleichen? All die Klebers, Atais, Eigendorfs und die Thomas mit den Scherenhänden Roths? Es ist wieder mal ein absolutes Armutszeugnis für die US-gesteuerten deutschen Staatssender und die korrumpierten Konzernmedien, auch zu Recht Qualitätsprese oder noch besser: Lügenpresse genannt. TOLL! Edgar Schneider, Berlin

      Löschen
    3. Schon witzig. Anonym hetzt gegen Anonym :-) LEUTE, Ihr habt Euch völlig verrannt. Eure verbalen Entgleisungen gepaart mit stumpfsinnigen Hasstiraden ändern rein garnichts. In Deutschland wird die Meinungsfreiheit gelebt. In Russland sterben staatskritische Journalisten... Das sind Fakten!

      Löschen
    4. völlig richtig. dazu passt folgende meldung:

      Syrien-Krieg: Russland warnt USA vor Luftangriffen auf syrische Armee

      Die USA wollen notfalls Assads Armee bombardieren, falls sie die von ihnen gestützten Rebellen-Kämpfer bedroht sehen. Russlands Außenminister verurteilt das als "kontraproduktiv" und fordert, die Einmischung in die syrische Krise zu stoppen.

      nee, is klar. nicht auszudenken, die amis würden assads schergen militärisch daran hindern, weiter fassbomben auf aleppo zu werfen. wo kämen wir da hin?

      Löschen
    5. Anonym schrieb: "Wenn Sie sich dem östlichen Diktatoren so verbunden fühlen, dann emigrieren Sie doch."

      es geschehen noch zeichen und wunder. *ich* war das nicht! bitte mehr davon.

      Löschen
    6. Anonym hetzt nciht gegen Anonym. Die Kommentarfunktion lässt Klarnamen nur zu, wenm an eine URL hat. Mein Name steht unter dem Kommentar. Auch hier. Edgar Schneider, Berlin

      Löschen
    7. Wenn du keine Gegenargumente vorbringen kannst, dann verschwende hier keine Bytes.

      Löschen
  2. @W.J.
    Nicht ärgern.
    Da hat sich ein antlantischer Imperialist als Troll auf Ihre Seite verirrt.
    Jetzt wird er gleich schreiben, dass ich einer von Putins Trolle bin.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. "antlantischer" :-) Man spricht, wie man schreibt. Passt zum Niveau des Autors.

      Löschen
    2. Es zeugt wohl eher von Niveaulosigkeit und bedenklicher argumentativer Schwäche, wenn ein Tippfehler in dieser Weise thematisiert wird. Schwach, sehr schwach!

      Löschen
  3. @ jewgeni
    Wie schon gesagt: Wenn die Argumente ausgehen....

    AntwortenLöschen
  4. Besonders lustig wird's wenn Anonym sich darüber beklagt, dass Anonym gegen Anonym hetzt und das Ganze mit der Platitüde krönt: "In Deutschland wird die Meinungsfreiheit gelebt. In Russland sterben staatskritische Journalisten..."

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Glauben Sie, dass Ihre Meinung irjenswie fundierter ist, weil Sie mit Klarnamen operieren? Das eine hat mit dem anderen absolut nichts zu tun. So wie bestimmte Mainstream-Medien, z.B. Springer gegenüber Israel, eine Agenda verfolgen, so haben Sie eine bezüglich Russland. Es geht Ihnen darum, Putin reinzuwaschen.

      > Von der deutschen Presse unisono verschwiegen:
      > US GIs mit Kriegswaffen auf Wiener Flughafen erwischt

      Sie haben recht. Ich habe von der Story erst bei Ihnen gelesen. Kudos dafüer. Ich dreh den Spieß jetzt aber mal um und schreibe:

      Von den Putinverstehern inkl. Jungmann unisono ignoriert:
      Reguläre russische Trupen operierten im Donbass

      Dafür gibt es hinreichend Belege (siehe Novaya Gazeta). Will damit sagen: Ihr Propaganda-Vorwurf in Richtung Systempresse verfängt nicht, weil Sie HÖCHSTSELBST Propaganda betreiben, indem Sie per bewusster selektiver Wahrnehmung nur jede Topoi verhackstücken, die die ukrainische Regierung, NATO, EU, USA, "den Westen" per se schlecht aussehen lassen. Klar, dass ist Ihr gutes Recht. Was auf Ihrem Blog passiert, entscheiden Sie und niemand sonst, d´accord. Die Eindimensionalität Ihrer Themenauswahl lässt allerdings den Schluss zu, dass Sie absichtsvoll handeln, vulgo: bewusst Themen ausklammern, die geeignet sind, die Politik der russischen Regierung fragwürdig erscheinen zu lassen. Einigen wir uns darauf: Sie beide, die "Lügenpresse" UND Blogger wie Sie, Hauß, Bröckers, Wisnewski & Co. machen Propaganda. Glauben Sie übrigens ja nicht, Sie seien handwerklich besser als z.B. Benjamin Bidder von SPIEGEL ONLINE. Dem ist nicht so. Der Gute hat es echt drauf.

      P.S.: UNHCR nimmt Rücksicht auf sächsische Nazis!

      Chef von Uno-Flüchtlingshilfswerk: “Asylsuchende aus dem Balkan blockieren das System”

      Sollen Asylbewerber aus dem Balkan schneller in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt werden? Der Direktor des Uno-Flüchtlingshilfswerks hält das für notwendig. Das sei “die beste Antwort an fremdenfeindliche Leute”.

      Löschen
    2. @ WJ
      https://de.wikipedia.org/wiki/Medien_in_Russland#Gewalt_gegen_Journalisten

      Soviel zur Platitüde

      Kleiner Tipp

      Aegroto, dum anima est, spes est.
      (Deutsch: Für den kranken besteht Hoffnung, solange er atmet.)

      Lassen Sie sich heilen von Ihren Verschwörungswahn...

      Löschen
  5. @W.J.: Die Qualität Ihrer Artikel spricht für sich und lässt sich auch nicht von einem Troll entwerten, der den Blog als Spielplatz entdeckt hat. Lassen Sie sich vor allem nicht provozieren, dann kann er Ihnen nichts.
    Ihr Blog ist für viele Menschen eine wertvolle Informationsquelle, die mit sorgfältigen Recherchen, treffenden Vergleichen und gesundem Menschenverstand punktet, alles Qualitäten, die man bei Mainstream-Medien insb. bei geopolitischen Themen schmerzlich vermisst. Ich lese viel und kommentiere wenig, nehme aber das wiederholte Störfeuer von Anonym zum Anlass, Ihnen wenigstens einmal positives feedback zu geben, stellvertretend auch für die vielen anderen stillen Leser, die für Ihre Artikel dankbar sind.

    AntwortenLöschen