Freitag, 23. Oktober 2015

Babylonische Verwirrung: Friedenspreisträger Navid Kermani möchte zu und zu gern in den Krieg ziehen

 Wir leben in biblischen Zeiten.

  Im alten Testament im 1. Buch Mose 11, Vers 1 - 9 heisst es:
"Alle Menschen hatten die gleiche Sprache und gebrauchten die gleichen Worte.Als sie von Osten aufbrachen, fanden sie eine Ebene im Land Schinar und siedelten sich dort an. 
 Sie sagten zueinander: Auf, formen wir Lehmziegel und brennen wir sie zu Backsteinen. So dienten ihnen gebrannte Ziegel als Steine und Erdpech als Mörtel.  
 Dann sagten sie: Auf, bauen wir uns eine Stadt und einen Turm mit einer Spitze bis zum Himmel und machen wir uns damit einen Namen, dann werden wir uns nicht über die ganze Erde zerstreuen. 
 Da stieg der Herr herab, um sich Stadt und Turm anzusehen, die die Menschenkinder bauten. Er sprach: Seht nur, ein Volk sind sie und eine Sprache haben sie alle. 
Und das ist erst der Anfang ihres Tuns. Jetzt wird ihnen nichts mehr unerreichbar sein, was sie sich auch vornehmen. 
 Auf, steigen wir hinab und verwirren wir dort ihre Sprache, sodass keiner mehr die Sprache des anderen versteht. 
 Der Herr zerstreute sie von dort aus über die ganze Erde und sie hörten auf, an der Stadt zu bauen. 
 Darum nannte man die Stadt Babel (Wirrsal), denn dort hat der Herr die Sprache aller Welt verwirrt, und von dort aus hat er die Menschen über die ganze Erde zerstreut."
 Woran es nun gelegen haben mag, was den Gott Jave so erzürnt ist unbekannt. Geht man allerdings von der Erzählung des Alten Testaments aus, so dürfte eine gewisse Hoffärtigkeit, eine Anmassung eines Teils der Menschheit, selbst Gott oder zumindest gottähnlich zu sein den "Schöpferdes Himmels und der Erde" erzürnt haben

 Die, die sich für die Eliten, die Herrscher dieser Welt halten, nehmen sich heraus alle Schätze dieser Welt als ihr Eigentum anzusehen. Sie machen sich die Erde untertan auf eine selbstherrliche, zerstörerische Art. Sie rauben die Bodenschätze, verpesten die Luft, vergiften das Wasser, holzen die Wälder ab und verseuchen die Böden, alles für ein paar Schnippsel Papier oder einer endlos erscheinenden Reihe an Nullen und Einsen auf den Computern der Banken. An den Börsen nachen sie geradezu aus dem Nichts Geld. Sie zetteln Kriege und Aufstände an und verdienen am Verkauf von Waffen. Waffen, die hinterhältig und ohne ansehen der Person töten. Bodenminen, Giftgas, Streumunition werden an jedermann verkauft, der genug Geld auf den Tisch legt.

 Wie auch immer: Irgendwann muss der einzig Gott eingegriffen haben und wie seinerzeit in Babylon, hat sich die Sprache begonnen zu verändern. Die Begrifflichkeiten der Worte haben sich gewandelt, haben sich teils ins direkte Gegenteil gewandelt.

 Die Eliten haben uns von "Reformen" berichtet, die angeblich alternativlos seien. Der Duden erklärt das Wort Reform als eine
"planmäßige Neuordnung, Umgestaltung, Verbesserung des Bestehenden (ohne Bruch mit den wesentlichen geistigen und kulturellen Grundlagen)".
Unsere Eliten verstanden aber unter dem Wort "Reform" plötzlich keine "planmässige ...Verbesserung des Bestehenden" sondern eine rückwärts gewandte Bewegung. Sie kürzten die sozialen Hilfen, führten anstatt der, bis dahin geltenden solidarischen Sicherungssysteme die "Eigenverantwortung" ein, nach dem Motto, "jeder ist sich selbst der Nächste".

Im Laufe dieser "Reformen" änderte sich die Begrifflichkeit einer ganzen Menge anderer Worte. Ab jetzt stand nicht mehr die Gewinnmaximierung (ein Wort, das gänzlich fehlt im Neusprech) der Unternehmen im Vordergrund, sondern der Mensch. Immer wenn die Führung eines Unternehmens davon sprach, dass bei ihrem Unternehmen "der Mensch im Fordergrund stehe", folgten dieser Aussage zumeist grössere Massenentlassungen.

 Aber auch das Wort "Entlassung" oder "Kündigung" hatten keinen Platz mehr im Vokabular der Mächtigen. Die "Mitarbeiter" früher Arbeiter, Angestellte oder abhängig Beschäftigte, wurden folglich nicht mehr entlassen sondern "freigestellt", so als seien sie nun frei von Arbeit, Mühsal und Schufterei und könnten ihr Leben in vollen Zügen geniessen.

 Das ist aber keineswegs so. Der ehemalige "Mitarbeiter" muss sich umgehend, sobald er von seiner "Freistellung" erfährt bei der "Agentur für Arbeit", dem ehemaligen Arbeitsamt melden. Ein irreführender Begriff: "Agentur für Arbeit". So ist diese Institution keineswegs eine Agentur für Arbeit, sondern eine Agentur für Arbeitslose, jetzt "Freigestellte", denn sie kümmert sich nicht um Arbeit, erzeugt gar Arbeit oder verwaltet Arbeit, sondern arbeitslose Menschen, die "Freigestellten".

 Geht nun der "Freigestellte" oder die "Freigestellte" zur "Agentur für Arbeit", so ist er dort nicht mehr der alte Antragsteller oder die Antragstellerin, nicht mehr der oder die "Arbeitsuchende" sondern "Kunde" oder "Kundin". Was keineswegs bedeutet, dass die "Kunden" der "Agentur für Arbeit" sich nun in der glitzernden Welt der Konsumtempel befinden würden, sich quasi aus den übervollen Regalen Jobs nach ihrer Wahl heraus- und mit nach Hause nehmen könnten.

 Vielmehr erhalten die "Freigestellten" nun einen "persönlichen Ansprechpartner (pAp)". Wer nun glaubt, dass dieser "pAp" nun einzig und allein für ihn zuständig ist, ihm dient, so wie der persönliche Kammerdiener, der sieht sich getäuscht. Ihm zugeteilt, und nicht etwa vom "Kunden" aus einer Flut von Angeboten nach eigenem Gusto ausgesucht, sitzt ihm der gleiche übelgelaunte, obrigkeitshörige, uninteressierte Beamte gegenüber, wie schon seit Kaisers Zeiten. Es ist die Sprachverwirrung, die aus ihm einen "persönlichen Ansprechpartner (pAp)" gemacht hat.

 Nach spätestens einem Jahr regelmässigen Besuchs der "Agentur für Arbeit" und des dort übelgelaunt wartenden "persönlichen Ansprechpartners (pAp)" bezieht der "Freigestellte" nun kein "Arbeitslosengeld 1" mehr, sondern er wird weitergereicht und erhält nun "Arbeitslosengeld 2", besser als "Hartz IV" bekannt. Dieses "Arbeitslosengeld 2" hiess früher einmal Sozialhilfe. Die wurde ein wenig gekürzt, die Sanktionsmassnahmen wurden ein wenig verschärft, aber ansonsten, alles beim Alten.

Im Regelfall sagt der "Freigestellte" jetzt seinem "persönlichen Ansprechpartners (pAp)" adieu, denn nun gilt er als schwer vermittelbar. Sein neuer Kundenberater ist nun der "Fallmanmger". Und der ist wirklich neu. Er hat ungefähr die Kompetenzen eines Gefängniswärters gepaart mit denen eines Blockwarts und verhält sich im allgemeinen auch genau so.

 Zur allgemeinen Sprachverwirrung tragen nicht ganz unerheblich die vielen Anglizismen bei, die von den Eliten gern und häufig gebraucht werden.Es ist ein ganz spezielles "wording", dessen man sich in gewissen Kreisen bedient. Da wird der Hausmeister zum "Facility-Manager", der graue Kittel ist allerdings immer noch der gleiche. Der "Performer" ist der Macher, der, der etwas bewegt, ein Wettbewerb ist eine "Challenge", es wird nicht mehr gedruckt sondern "geprinted", eine Sitzung ist ein "Meeting" und eine Firmengründung ein "Start-Up". Volksverarsche sich elitär gebärdender ehemaliger BWL-Studenten.

 Verhältnismässig harmloser Neusprech, allerdings, gemessen an dem, mit was uns seit geraumer Zeit Politik und Veröffentlichte Meinung versuchen hinters Licht zu führen. Immer wieder wird den Deutschen erklärt, es sei nun die Zeit gekommen, dass "ein grösseres Deutschland" "mehr Verantwortung" in der Welt übernimmt. Deutschland "fehle es am politischen Willen",  "gemessen an seiner Wirtschaftskraft" sich in den "Konflikten dieser Welt einzubringen". Bundespräsident Gauck formulierte das anlässlich seiner Rede während der 50. Konferenz für Sicherheitpolitik in München im Januar 2014 so:
"Hat Deutschland die neuen Gefahren und die Veränderungen im Gefüge der internationalen Ordnung schon angemessen wahrgenommen? Reagiert es seinem Gewicht entsprechend?
Hat Deutschland die neuen Gefahren und die Veränderungen im Gefüge der internationalen Ordnung schon angemessen wahrgenommen? Reagiert es seinem Gewicht entsprechend? 
Tun wir, was wir könnten, um unsere Nachbarschaft zu stabilisieren, im Osten wie in Afrika? Tun wir, was wir müssten, um den Gefahren des Terrorismus zu begegnen? Und wenn wir überzeugende Gründe dafür gefunden haben, uns zusammen mit unseren Verbündeten auch militärisch zu engagieren, sind wir dann bereit, die Risiken fair mit ihnen zu teilen? 
Nun vermuten manche in meinem Land im Begriff der „internationalen Verantwortung” ein Codewort. Er verschleiere, worum es in Wahrheit gehe."  
Manche vermuten ein Codewort, der Bundespräsident lässt die Katze aus dem Sack: "militärisch engagieren". Es geht ums totschiessen:
"Manchmal kann auch der Einsatz von Soldaten erforderlich sein.
Aber wenn schließlich der äußerste Fall diskutiert wird – der Einsatz der Bundeswehr –, dann gilt: Deutschland darf weder aus Prinzip „nein” noch reflexhaft „ja” sagen.
Die Bundesrepublik sollte sich als guter Partner früher, entschiedener und substantieller einbringen."
Aber es geht nicht einfach nur ums totschiessen, es geht darum, dass sich die westlichen Staaten das Recht herausnehmen, gegen jeden "Schurkenstaat" einen Vernichtungskrieg zu führen (Wie schnell ein Land zum Schurkenstaat wird zeigt uns Spiegel-online):
"Das Prinzip der staatlichen Souveränität und der Grundsatz der Nichteinmischung dürfen gewalttätige Regime nicht unantastbar machen.
Und ich weiß auch um das Spannungsverhältnis zwischen Legalität und Legitimität, das fortbestehen wird, solange der Sicherheitsrat in diesen Fragen oft gespalten ist."
 Mir fällt der alte Sponti-Spruch ein: "Legal - Illegal - Scheissegal!"
"Die Achtung der Menschenrechte ist nicht nur der Kern des Selbstverständnisses westlicher Demokratien. Sie ist eine ganz grundsätzliche Bedingung für die Garantie von Sicherheit, ja, für eine friedliche und kooperative Weltordnung. 
Zudem sollte es heute für Deutschland und seine Verbündeten selbstverständlich sein, Hilfe anderen nicht einfach zu versagen, wenn Menschenrechtsverletzungen in Völkermord, Kriegsverbrechen, ethnischen Säuberungen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit münden."
Die wohl perfideste Umdeutung eines allgemein gültigen Begriffs: "Die Menschenrechte". Im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland in Artikel 2 steht der Satz:
"Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit." 
 Ein Krieg verletzt dieses fundametalste aller Menschenrechte in eklatanter Weise. Es ist geradezu der Widerspruch an sich, einen Krieg zu führen zur Durchsetzung der Menschenrechte. Es kann keinen Krieg geben, der nicht als allererste Handlung die Menschenrechte verletzt, da es das Wesen des Krieges ist, Menschen zu verletzen und zu töten.

Aber der Präsident hat noch einen, die "universellen Werte":
"Lassen Sie uns also nicht die Augen verschließen, vor Bedrohungen nicht fliehen, sondern standhalten, universelle Werte weder vergessen noch verlassen oder verraten, sondern gemeinsam mit Freunden und Partnern zu ihnen stehen, sie glaubwürdig vorleben und sie verteidigen."
 Ob "Menschenrechte" oder "universelle Werte" es geht immer nur um eines, um das, um was es schon immer ging, wenn Kriege vom Zaun gebrochen wurden: Um nationale Macht und um wirtschaftliche Vorteile.

 Um Macht und wirtschaftliche Vorteile geht es auch wenn westliche Politiker das Wort "Frieden" in den Mund nehmen, in jeglicher Zusammensetzung, "Friedenssicherung", "Friedenstiftende Massnahmen", "Friedensmission", oder gar "Friedenstruppen", wenn sie ein Land oder eine ganze Region "befrieden" wollen, dann sollten in Ländern der dritten Welt alle Alarmglocken klingeln, denn dann gilt es sich in Sicherheit zu bringen vor den "Frieden stiftenden" Bomben, Marschflugkörpern, Drohnen, der Uranmunition und den bunkerbrechenden Megabomben.

Das Wort "Frieden" als ein Synonym für Krieg, für Tod und Zerstörung. Nur so lässt sich erklären, wenn der Preisträger des "Friedenspreises des deutschen Buchhandels" 2015 Navid Kermani vor der geballten Versammlung deutscher und internationaler Intelektueller offen zu Gewaltaktionen und militärischem Eingreifen im Nahen Osten aufruft:
"Darf ein Friedenspreisträger zum Krieg aufrufen? Ich rufe nicht zum Krieg auf. Ich weise lediglich darauf hin, dass es einen Krieg gibt – und dass auch wir, als seine nächsten Nachbarn, uns dazu verhalten müssen, womöglich militärisch, ..."
 Kermani fordert nicht etwa ein Eingreifen der Vereinten Nationen, die nach dem zweiten Weltkrieg gegründet wurden um Not, Elend, Ungerechtigkeit, Depotismus und Krieg von der Erde zu verbannen. Er fordert nicht den Nahen Osten zu befrieden durch ein gemeinsames Vorgehen der Völker dieser Welt. Er fordert, Europa möge sich aufschwingen zum Weltpolizisten, zum Staatsanwalt, zum Richter und letztlich zum Scharfrichter. Er fragt nicht nach Völkerrecht, nach Legitimation. Er bezieht die Legitimität eines militärischen Einschreiten Europas in Syrien und im Irak einfach aus der Macht, dem Einfluss und der angeblichen moralischen Überlegenheit Europas.

 Dabei schwant ihm, dass es zu Katastrophen kommen kann:
"Wahrscheinlich werden wir Fehler machen, was immer wir jetzt noch tun. Aber den größten Fehler begehen wir, wenn wir weiterhin nichts oder so wenig gegen den Massenmord vor unserer europäischen Haustür tun, den des „Islamischen Staates“ und den des Assad-Regimes."
 Fehler, die vielen Menschen das Leben kosten werden, die zu weiterer Flucht und Vertreibung führen werden. Dabei begeht er einen kapitalen Denkfehler, wenn er denn überhaupt meint was er sagt, wenn er wirklich die Menschen vor dem Massenmord in Syrien und dem Irak bewahren will. Das erscheint mir eher zweifelhaft: Ist seine Analyse der Situation im Nahen Osten doch viel zu einseitig, sucht und findet er die Verantwortlichen für das jetzt bereits über zwölfjährige Morden und Sterben allein bei den Islamisten und bei dem Lieblingsfeind der USA, dem "Assad-Regime".

 Kermani blendet vollkommen aus, dass die Gewalt von aussen in den Nahen Osten getragen wurde, dass die USA nicht erst mit dem 2. Golfkrieg 1990 angefangen haben, mit kriegerischen Mitteln die Region nach ihren Vorstellungen umzugestalten, als sie unter fadenscheinigen Begründungen 1990 das erste Mal den Irak überfielen. Er blendet die zahlreichen Kriegsverbrechen und die Verbrechen gegen die Menschlichkeit aus, die Israel an seinen palästinensischen Nachbarn und Bürgern begangen hat und noch heute begeht.

 Der Denkfehler, den Kermani begeht ist, dass Massenmord, wie er es nennt, nicht durch die Abwesenheit von Gewlalt, sondern durch ein Übermass an Gewalt entsteht. Wie aber will er durch das Hinzufügen zusätzlicher Gewalt dann ein weiteres massenmorden verhindern?

 Aber Kermani weiss das längst. Er will uns weismachen, dass die Folgen einer falschen Medikation dadurch beseitigt werden können, indem man die Dosis des Medikamentes erhöht:
"Oder wir lernen die falschen Lektionen, wenn wir aus den desaströsen Kriegen im Irak oder in Libyen den Schluss ziehen, uns auch bei Völkermord besser herauszuhalten."
 Was der Preisträger des "Friedenspreises des deutschen Buchhandels" wirklich umtreibt verrät er uns nur einen Satz später, wenn er sogar die Terminologie des Westens übernimmt:
"Nichts ist uns eingefallen, um den Mord zu verhindern, den das syrische Regime seit vier Jahren am eigenen Volk verübt."
 Assad ermordet sein eigenes Volk, so tönt es uns seit Jahren entgegen. Nicht das es an mir wäre einen ausgemachten Schurken wie Assad zu verteidigen. Nur sollte sich niemand wundern, wenn jemand, der sich verteidigt, der mit dem Tode bedroht wird, sich mit allen seinen Mitteln zu Wehr setzt. Auch tut Kerami so, als sei Assad das grösste Problem das die Region hat. Assad ist sicher eines der kleineren Probleme, die die Menschen auf der arabischen Halbinsel und in Kleinasien haben. Nichts würde sich zum Besseren verändern, würde Assad mit kriegerischen Mitteln beseitigt. Es ist nicht Assad der einem Frieden in der Region im Wege steht. Es ist die Ungerechtigkeit, die Armut, die Ausweglosigkeit und es ist das Überangebot an Waffen, das immer wieder den Hass auf andere schürt.

 Wessen Geistes mittlerweile die Träger des "Friedenspreises des deutschen Buchhandels" sind, dokumentiert der Ausspruch des Preisträgers von 2011. Der Algerier Boualem Sansal sagte bereits im März 2011 anlässlich einer Dikussion in Berlin:
"Gaddafi wäre schon tot, hätte sich Deutschland bei der UN-Abstimmung zum Militäreinsatz gegen Libyen nicht der Stimme enthalten."
"Friedenspreisträger" im Blutrausch.

Kommentare:

  1. Vom Alten Testament zu Begrifflichkeiten der Arbeitsagentur zur Gauck Rede vom Januar 2014 zu den Grundrechten der BRD zum Friedenspreisträger des deutschen Buchhandels. Das Ganze gespickt mit historischen Unwahrheiten:
    „Kermani blendet vollkommen aus, dass die Gewalt von aussen in den Nahen Osten getragen wurde, dass die USA nicht erst mit dem 2. Golfkrieg 1990 angefangen haben, mit kriegerischen Mitteln die Region nach ihren Vorstellungen umzugestalten, als sie unter fadenscheinigen Begründungen 1990 das erste Mal den Irak überfielen.“
    Saddam Hussein fiel in Kuweit ein und blockierte den Ölexport. Das Angreifen der USA und seiner Verbündeten erfolgte mit UN-Mandat Resolution 678 des UN-Sicherheitsrates. Zugegeben, ich war höchst amüsiert über das Fachwissen des Autoren:
    „Das ist aber keineswegs so. Der ehemalige "Mitarbeiter" muss sich umgehend, sobald er von seiner "Freistellung" erfährt bei der "Agentur für Arbeit", dem ehemaligen Arbeitsamt melden. Ein irreführender Begriff: "Agentur für Arbeit". So ist diese Institution keineswegs eine Agentur für Arbeit, sondern eine Agentur für Arbeitslose, jetzt "Freigestellte", denn sie kümmert sich nicht um Arbeit, erzeugt gar Arbeit oder verwaltet Arbeit, sondern arbeitslose Menschen, die "Freigestellten". Geht nun der "Freigestellte" oder die "Freigestellte" zur "Agentur für Arbeit", so ist er dort nicht mehr der alte Antragsteller oder die Antragstellerin, nicht mehr der oder die "Arbeitsuchende" sondern "Kunde" oder "Kundin". Was keineswegs bedeutet, dass die "Kunden" der "Agentur für Arbeit" sich nun in der glitzernden Welt der Konsumtempel befinden würden, sich quasi aus den übervollen Regalen Jobs nach ihrer Wahl heraus- und mit nach Hause nehmen könnten. Vielmehr erhalten die "Freigestellten" nun einen "persönlichen Ansprechpartner (pAp)". Wer nun glaubt, dass dieser "pAp" nun einzig und allein für ihn zuständig ist, ihm dient, so wie der persönliche Kammerdiener, der sieht sich getäuscht. Ihm zugeteilt, und nicht etwa vom "Kunden" aus einer Flut von Angeboten nach eigenem Gusto ausgesucht, sitzt ihm der gleiche übelgelaunte, obrigkeitshörige, uninteressierte Beamte gegenüber, wie schon seit Kaisers Zeiten. Es ist die Sprachverwirrung, die aus ihm einen "persönlichen Ansprechpartner (pAp)" gemacht hat. Nach spätestens einem Jahr regelmässigen Besuchs der "Agentur für Arbeit" und des dort übelgelaunt wartenden "persönlichen Ansprechpartners (pAp)" bezieht der "Freigestellte" nun kein "Arbeitslosengeld 1" mehr, sondern er wird weitergereicht und erhält nun "Arbeitslosengeld 2", besser als "Hartz IV" bekannt. Dieses "Arbeitslosengeld 2" hiess früher einmal Sozialhilfe. Die wurde ein wenig gekürzt, die Sanktionsmassnahmen wurden ein wenig verschärft, aber ansonsten, alles beim Alten.Im Regelfall sagt der "Freigestellte" jetzt seinem "persönlichen Ansprechpartners (pAp)" adieu, denn nun gilt er als schwer vermittelbar. Sein neuer Kundenberater ist nun der "Fallmanmger". Und der ist wirklich neu. Er hat ungefähr die Kompetenzen eines Gefängniswärters gepaart mit denen eines Blockwarts und verhält sich im allgemeinen auch genau so.“
    Dem zu Grunde liegen offenbar biographische Erlebnisse. Dem beruflichen Misserfolg ist vermutlich auch das Verächtlichmachen des deutschen Bundespräsidenten geschuldet. Völlig sinnentfremdet werden Passagen einer Rede vom Januar 2014 wiedergegeben. Herrn Gauck als Kriegstreiber darzustellen, interessiert sicherlich auch die Bundesstaatsanwaltschaft. Im Übrigen Herr Jungmann wird die zu erwartende Löschung meines Kommentares Sie nicht von Ihrer Schuld befreien. Selbst wenn Sie Ihren eigenen Artikel löschen, verbleibt diese Veröffentlichung für immer im www gespeichert. Nur der Status ändert sich.

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    1. Zunächst einmal vielen Dank dafür, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, grosse Teile meines Posts noch einmal zu wiederholen.
      Ihre Sorge über meinen beruflichen Erfolg kann ich zerstreuen. Ich bin in meinem langen beruflichen Leben nicht einen Tag arbeitslos gewesen.
      Die Äusserungen des Bundespräsidenten sind genau so, wörtlich, gefallen. Sie können ihre Wissenslücke hier schliessen:
      http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gauck-rede-im-wortlaut-deutschland-muss-bereit-sein-mehr-zu-tun-12778744.html
      Die Uno-Resolution 678 kam nur dadurch zustande, weil die USA die Weltöffentlichkeit belogen haben. Ich erinnere an die Geschichte mit den Säuglingen, die angeblich von irakisen Soldaten aus den Brutkästen gerissen und dadurch getötet wurden, dass man ihre Köpfe gegen die Wände schlug.

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    2. Es ist ja gut das wenigstens Sie verstanden haben was der Poster wollte, Mir hat sich außer einer Drohung gegen Sie nichts aus diesem Post erkennen lassen.

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