Donnerstag, 24. März 2016

Der Tote aus dem Dupont Circle Hotel und die Wahrheitsliebe des Spiegelredakteurs Benjamin Bidder

 In einem Washingtoner Hotel ist ein Mensch gestorben, offensichtlich durch Gewalteinwirkung mittels eines stumpfen Gegenstandes gegen seinen Kopf. Nichts aussergewöhnliches, möchte man meinen, kommen in Washington doch fast täglich Menschen durch Gewalt ums Leben. Der Tote heisst Michail Lesin. Er wurde 57 Jahre alt. Täter und Umstände der Tat liegen zur Zeit noch im Dunkeln.

 Den meisten Deutschen dürfte dieser Tote völlig unbekannt sein, und die Umstände seines Todes daher völlig egal. Michail Lesin war unter Jelzin und unter Putin, in dessen erster Amtszeit, Minister für Presse, Telerundfunk und Mittel der Massenkommunikation. Danach war er Berater für Medienfragen in der russischen Präsidialverwaltung. Baute dort den russischen Auslandssender "Russia Today" federführend mit auf und übernahm schliesslich 2013 den Vorstandsvorsitz der Medienholding "Gazprom-Media". Die meisten Deutschen werden auch nach diesen Informationen bedauernd mit den Achseln zucken und im gleichen Moment die ganze Sache schon wieder vergessen haben.

 Nicht so die fleissigen Schreiberlein in den deutschen Redaktionsstuben. Ein toter Russe in Washington, dazu noch aus dem Umfeld Präsident Putins - daraus müsste sich doch 'was machen lassen. Die Wadenbeisser mussten ran, die, denen vollkommen Wurscht ist, was sie schreiben, Hauptsache sie können ätzen, verunglimpfen und ein wenig an der Wahrheit drehen.

 Beim Spiegel ist für diese Arbeit, für das Wühlen im Dreck, die gepflegte Unterstellung und die geschickte Verdrehung, Benjamin Bidder zuständig.

 Der ging denn auch unverzüglich ans Werk und machte aus einem zu Tode gekommenen Menschen einen Bulldozer:
"Mord an Putin-Berater: Der mysteriöse Tod des Bulldozers",
überschrieb er seinen Artikel auf "Spiegel Online".

 Eines muss der Neid Benjamin Bidder und der Spon-Redaktion schon lassen: Das Handwerk der unterschwelligen Propaganda beherrschen sie aus dem FF. Das beginnt schon in der Überschrift. Da ist von Putin-Berater die Rede. Nun war Lesin aber zum Zeitpunkt seines Todes schon seit Jahren nicht mehr im Beraterstab der russischen Präsidialverwaltung. Er war auch kein Vorstandsvorsitzender der "Gazprom-Media" mehr. Michail Lesin war Privatmann. Der ganze Artikel ist noch keine drei Worte alt, da tischt uns Bidder bereits die erste Lüge auf.

 Aber man muss das verstehen, der Lohnschreiber in Diensten westlicher Propaganda befindet sich in einer Zwickmühle: Schreibt er "Mord an Privatmann: Der mysteriöse Tod des Bulldozers", kein Mensch hätte auch nur ein Auge auf den Artikel geworfen. Bidder hätte vielleicht "Mord an ehemaligem Putin-Berater: Der mysteriöse Tod des Bulldozers" schreiben können, aber auch "ehemalig" bringt im Zusammenhang mit einem Toten aus dem weiteren Dunstkreis von Wladimir Putin nur Quote, wenn der Mann sich vor seinem Tod von Putin losgesagt, der Opposition angeschlossen und den westlichen Medien als Kremlkritiker angedient hätte.

 Hat er aber nicht. Lesin ist zwar 2009 vom damaligen russischen Präsidenten Medwedew als Berater entlassen worden, aber er schloss sich nie der Opposition an. Auch sein Rücktritt vom Vorstandsvorsitz der "Gazprom-Media" geschah aus, wie Lesin selbst sagt, familiären Gründen.

 Nun muss das nicht unbedingt stimmen. Auch hier bei uns, treten in Ungnade gefallene Manager gern schon mal aus "familiären Gründen" von ihrem Posten zurück. Aber solange man nichts in der Hand hat, muss man eben ein wenig tricksen. Da wird dann aus einem ehemaligen Berater der russischen Präsidialverwaltun, der bereits seit sieben Jahren ausser Dienst ist, ein "Putin-Berater".

Aber diese kleine Schummelei reicht Bidder nicht. Einmal dabei, kann man den Toten ja auch gleich gänzlich fertig machen. Wehren kann er sich ja nicht mehr. Also hängt man ihm noch schnell einen wenig schmeichelhaften Spitznamen an: Bulldozer, also einer, der alles platt macht, einer, der nur verbrannte Erde hinter sich lässt, der keine Rücksicht nimmt, sein Ziel mit brachialer Gewalt verfolgt, aber auch jemand, der nicht nachdenkt, einer, dessen geistige Fähigkeiten nicht zu seinen hervorstechendsten Eigenschaften zählen, ein brutaler, tumber Russe eben.

 Und weil Lesin 1. ein Mann aus der zweiten bis dritten Reihe der russischen Führung und somit irgendwie mit Putin in Verbindung zu bringen ist und 2. weil er ein Bulldozer ist, kann dieser Mensch unmöglich durch ein ganz normales Gewaltverbrechen, wie Raub, Eifersucht oder durch eine Schlägerei im Suff vom Leben zum Tode befördert worden sein.

 Etliche Indizien lassen allerdings auf Letzteres schliessen. Lesin war anscheinend schwer alkoholkrank. Unmittelbar vor seinem Tod war er nach mehreren Zeugenaussagen auf einer mehrtägigen Sauftour unterwegs. So meldet die "Washington Post" am 11. März:
"Zwei Polizeibeamte berichteten, Lesin sei an einem Tag im Herbst letzten Jahres schlampig gekleidet und betrunken ia der Bar des Four Season Hotels in Georgetown erschienen und vom Barkeeper weggeschickt worden. Er nahm eine Flasche Schnaps mit sich - unklar ist, ob er sie bezahlte. Er checkte aus dem Hotel, in dem er ein Zimmer hatte aus und fuhr zum Dupont Circle Hotel. Die Überwachungskamera, die es dort gibt, zeigt ihn beim Hereinkommen zwar zerzaust, aber nicht merklich verletzt, sagte ein anderer Polizeibeamter."
Die Washington Post weiter:
"Am 3. November, zwei Tage bevor Lesins lebloser Körper gefunden wurde, wurde er zu einer Wohltätigkeitsveranstaltung erwartet, zu Ehren eines Philantropen und Vorstandschefs der grössten russischen Bank. Die Veranstaltung wurde vom Kennan Institut am Woodrow Wilson Center organisiert und sollte die Beziehungen zwischen Russland und den USA fördern.
Carolin Scullin, eine Sprecherin des Instituts bestätigte, Lesin sei eingeladen gewesen, habe aber seine Platzkarte für einen Platz an einem 10 Personentisch in einem Wert von $10.000 nicht abgeholt."
Die Washington Post zitiert dann den unabhängigen russischen Fernsehsender "Dozhd Television", der berichtete:
"Eine ungenannte Person sah Lesin kurz vor seinem Tod mit einer Gruppe von Freunden. Die Person sagte, dass Lesin möglicherweise in einen Kampf in der Nähe seines Hotels verwickelt worden sei. Ein langjähriger Freund und Geschäftspartner von Lesin, Sergey Vasiliev sagte, er glaube Lesin, der auch Mischa genannt wurde, sei nach einem schweren Anfall von Trunksucht gestorben.
In der Nacht vom 2. November, einem Monta,g war Lesin betrunken in seinem Hotelzimmer. Am Morgen ging er mehr Alkohol kaufen, sagte Vasiliev und fügte hinzu, er habe sich seine Meinung gebildet, nachdem er mit dem russischen Aussenministerium und Familienangehörigen über den Ablauf der Ereignisse gesprochen habe. 
Vasiliev wurde berichtet, dass am Morgen des 4. November ein Wachmann des Hotels in Lesins Zimmer gegangen sei, weil dieser sein Zimmer eine lange Zeit schon nicht mehr verlassen habe. Er fand Michail auf dem Boden, schlafend und betrunken. Er versuchte, ihn auf das Bett zu legen, aber Lesin leistete Widerstand, woraufhin der Wachmann das Zimmer verliess
Am nächsten Morgen fand die Reinigungskraft Lesin an der gleichen Stelle liegen, aber bereits ohne jedes Lebenszeichen. Vasiliev fügte hinzu, dass Mischa wenn er seine Zusammenbrüche hatte, manchmal stürzte und sich dabei schwer verletzte."
Die Washingtoner Polizeibehörden erklärten:
"Wir wissen nicht, was passiert ist. Wir wissen nicht, wie die Verletzungen entstanden sind."
 Sicherlich keine Beweise, aber Indizien, Zeugenaussagen, Hinweise, die es zumindest möglich erscheinen lassen, dass Michail Lesin seiner Alkoholsucht wenigsten mittelbar zum Opfer gefallen ist. Dieser Umstand wäre allerdings wenig geeignet für eine sensationlüsterne Überschrift und eine Story, die mit dem Zeigefinger in Richtung Kreml weist. Also blendet unser wendiges Schreiberlein Bidder die bekannten Tatsachen einfach aus und fragt scheinheilig:
"Wollte Wladimir Putins Ex-Minister überlaufen?"
 Es scheint für Bidder und den Spiegel bei allen Katastrophen, Unglücken und menschlichen Schicksalsschlägen im Leben des Michail Lesin nur noch einen Schuldigen an dessen Tod zu geben: Wladimir Putin. Hinter diesem Ziel muss alles zurückstehen. Da ist kein Platz mehr für unvoreingenommene Recherche. Und so ist denn auch dieser Artikel mehr als schlampig recherchiert. Nicht einmal die Altersangabe stimmt. Michail Lesin ist nur 57 Jahre alt geworden und nicht wie Bidder behauptet 59.

 Wäre die falsche Altersangabe noch entschuldbar, so kann die Behauptung Bidders, nachdem er über die Todesursache "Schlag auf den Kopf" berichtet hat:
"Weitere Details, Erklärungen für die seltsam lange Dauer der Untersuchung? Bislang Fehlanzeige",
nur noch als grobe Lüge angesehen werden. Ein Blick in die "Washington Post" beweist einmal mehr, dass es Bidder und dem Spiegel nicht um Berichterstattung, sondern um Meinungsmache geht. Aus dem Bericht der "Washington Post":
"Ein Beamter des D.C. Medical Examiner’s Office sagte, dass die Sektionsbefunde eine ungewöhnlich lange Zeit in Anspruch nahmen, weil Beamte Drogentests abgewartet hätten, und die Ergebnisse einem Peer-Review unterzogen hätten, ein Schritt, der nur in besonderen Fällen Anwendung fände"
Zur Erklärung des Begriffes Peer-Review ziehen wir einmal mehr Wikipedia zu Rate:
"Ein Peer-Review (englisch von Peer, Gleichrangiger und Review, Gutachten), auch Kreuzgutachten, ist im Wissenschaftsbetrieb ein Verfahren zur Qualitätssicherung von wissenschaftlichen Publikationen. Dabei werden unabhängige Gutachter aus dem gleichen Fachgebiet wie die Autoren herangezogen, um die Eignung zur Veröffentlichung zu beurteilen."
Als einen Kritikpunkt von Peer-Reviews nennt Wikipedia unter anderem:
"Es dauert meist etliche Monate, in manchen Fällen sogar Jahre, bis ein Fachartikel erscheint."
 Es gibt also eine einfache, jedem erklärliche Begründung für die Tatsache, dass die US-amerikanischen Behörden so lange gebraucht haben, bevor sie der Öffentlichkeit ihre Untersuchungen mitteilen konnten. Schlicht und einfach grosse Sorgfalt, ein Umstand, der Bidder bei seinen eigenen Artikeln gänzlich abgeht.

 Aber warum schreibt Bidder diesen Satz? Warum erweckt er den Eindruck, die Öffentlichkeit werde nicht ausreichend und zeitnah informiert? Ein alter Trick der Verschwörungstheoretiker. Durch seine Wortwahl von der langen Dauer der Untersuchung, einem Umstand, den er mit"seltsam" beschreibt, lässt er den Eindruck einer Verschwörung beim Leser entstehen, einer willkürlichen Verzögerung der Untersuchung. Warum diese Verzögerung? Natürlich weil irgendjemand etwas zu verheimlichen hat. Mit ein paar wohl gesetzten Worten, einer kleinen Lüge, untermauert Bidder seine wilden Spekulationen, Lesin könnte auf Geheiss des Kreml erschlagen worden sein.

 Anstatt Fakten zu liefern, strickt Bidder lieber weiter an seiner Verschwörungstheorie:
"Michail Lesin war eine der einflussreichsten Figuren in Moskau, ein Mann an den Schnittstellen von Politik, Medien und Big Business. Während seiner Amtszeit als Minister für Medien von 1999 bis 2004 und danach in seiner Zeit als Berater des russischen Präsidenten fiel es mitunter schwer zu sagen, ob Lesin gerade als Politiker handelte oder doch als Geschäftsmann. Meistens war es beides."
Dabei schrickt er auch vor massiver Geschichtsfälschung nicht zurück:
"1996 war er (Lesin) einer der Strategen einer umstrittenen Medienkampagne, die Amtsinhaber Boris Jelzin noch einmal überraschend zum Sieg bei den Präsidentschaftswahlen verhalf: Die Oligarchen finanzierten Jelzins Kampagne mit Millionensummen aus Angst vor einer Revanche der damals starken Kommunisten."
 Eine recht eigensinnige Darstellung der damaligen Ereignisse.

 Vor den Präsidentschaftswahlen stand die Sache schlecht für die Oligarchen. Jelzins Umfragewerte lagen bei 2 - 3%. Die Parlamentswahlen des Vorjahres hatten in einer Katastrophe geendet. Die Kommunisten und die radikalen Nationalisten hatten zusammen zwei Drittel der Sitze in der Duma gewonnen. Der eh schon schwerkranke Jelzin lag nach einem Herzanfall in der Sylvesternacht im Sanatorium Barwicha.

 Auf dem Weltwirtschaftsgipfel 1996 in Davos schmiedeten Boris Beresowski und sein bisheriger Erzfeind Wladimir Gussinskij ein Bündnis, um Jelzin die Wiederwahl zu sichern. Später traten dem Bündnis weitere Oligarchen bei ,und der Bund der Oligarchen erhielt im Volksmund die Bezeichnung "Sieben-Bankiers-Bande". Die Mitglieder waren:
  •     Boris Berezovski - LogoVAZ
  •     Michail Chodorkowski - Rosprom Gruppe
  •     Michail Fridman - Alfa Group
  •     Vladimir Gussinski - Meist Gruppe
  •     Vladimir Potanin - Oneximbank
  •     Aleksandr Smolenski - SBS-Agro
  •     Vladimir Vinogradov - Inkom Bank
 Die Gruppe engagierte den gerade eben wegen seiner unsozialen Politik und der ausgemacheten Schweinerei des "Aktien gegen Kredite-Programms" als Ministerpräsident entlassenen Tschubais, als Leiter für ihr Wahlkampfteam. In dem "Aktien gegen Kredite Programm"  hatten sich die Oligarchen soeben die Filetstücke der russischen Wirtschaft unter den Nagel gerissen.

 Die Sache funktionierte in etwa so: Die Banken gaben der Regierung Jelzin ein Darlehen und erhielten dafür als Sicherheit Anteile von den ertragreichsten Firmen Russlands. Konnte die Regierung die Kredite nicht innerhalb eines Jahres zurückzahlen, wovon auszugehen war, so gingen die Anteile in den Besitz der Banken über. Offiziell wurden die Firmenanteile versteigert. Es bedarf allerdings keiner Erwähnung, dass die Oligarchen um Beresowski, Chodorkowskij und Potanin mit allen legealen und illegalen Mitteln die Versteigerungen unter sich ausmachten und lediglich Spottpreise für das Vermögen des russischen Volkes zahlten. (Eine kurze aber recht gute Beschreibung des Programms finden Sie hier).

 Das Ganze hatte allerdings einen Haken: Die endgültige Überschreibung der als Sicherheit für die Kredite der Banken von der Regierung gegebenen Firmenanteile, konnte erst nach einem Jahr Laufzeit, also frühestens im August des Jahres 1996 erfolgen. Da aber die Wahlen für den Juni des Jahres angesetzt waren, bestand die Gefahr, dass der grösste Raub in der russischen Geschichte von einem Nachfolger Jelzins, zum damaligen Zeitpunkt war der Kommunist Juganow der aussichtsreichste Kandidat, rückgängig gemacht würde.

Der im Jahre 2004 ermordete Journalist Paul Klebnikow schreibt dazu in seinem Buch "Der Pate des Kreml - Boris Beresowski und die Macht der Oligarchen" auf Seite 286:
"Im Zuge dieser Auktion Aktien gegen-Kredite wurden staatliche Wertpapiere, die im Juli 1997 einen Börsenwert von 14 Milliarden Dollar hatten, den Oligarchen für weniger als eine Milliarde Dollar verkauft. Die Regierung Jelzin bedankte sich nicht nur im Rahmen dieser Auktion für die Unterstützung Beresowskis und seiner Kollegen. Den Geschäftsleuten wurden im Falle von Jelzins Wiederwahl weitere Privatisierungsgewinne in Aussicht gestellt (ebenfalls im Wert von Milliarden von Dollars)."  
 Es ging also keineswegs um die "Angst vor einer Revanche der damals starken Kommunisten", sondern schlicht und einfach um Milliarden von Dollar, die dem russischen Volk gestohlen worden waren, und die die dreisten Räuber unter allen Umständen, auch denen eines Putsches von oben, denn nichts anderes war die Wahlmanipulation von 1996, behalten wollten. Und es ging den Oligarchen um die Macht und ihren Einfluss. Denn nach der Wahl war Jelzin praktisch entmachtet. Ab jetzt bestimmten die Oligarchen ganz direkt und unmittelbar die Politik des Kreml. Einer von ihnen, Beresowski, zog sogar als Minister in das Kabinett Jelzins ein.

 Die schärfsten Waffen im Kampf um die Macht waren 1996 die Medienkoglomerate der Oligarchen. Ihnen gehörten die wichtigsten Fernsehsender und Radiostationen. Sie besassen die grössten landesweit erscheinenden Zeitungen und sie verfügten über wahre PR-Imperien.  Bidder aber will uns glauben machen, dass die Strippenzieher der Wahlmanipulation von 1996 alles ehrbare Kaufleute und lupenreine Demokraten waren, denen durch Putin ihre nur der Meinungsfreiheit und Demokratie verbundenen Meinungs- und Medienimperien entrissen worden seien. Eine wichtige Rolle bei diesem "Akt gegen die Pressefreiheit", so Bidder, habe Lesin gespielt:
"Er spielte eine Schlüsselrolle bei der Übernahme von TV-Sendern im Interesse Putins. Lesin brachte die Sender ORT (unter Kontrolle des Milliardärs Boris Beresowksi) und TW-Zentr (lange der Haussender des Moskauer Bürgermeister Luschkow) auf Linie. Den größten Widerstand leistete NTW, damals der angesehenste Sender in Russland und kontrolliert von dem Milliardär Wladimir Gussinskij. NTW hatte im Wahlkampf den ehemaligen Premierminister Jewgenij Primakow unterstützt und sendete hämische Spottsendungen über Putin."
 Typisch für Bidder und Spon die manische Fixierung auf Putin: "im Interesse Putins" - "sendete hämische Spottsendungen über Putin". Diese völlig willkürlich und teilweise an den Haaren herbeigezogenen Verbindungen sind Teil einer seit Jahren anhaltenden Kampagne, die die Entmachtung der Oligarchen nach dem Ende der Präsidentschaft Jelzins als einen Akt der Willkür brandmarkt. Dabei spielen die wahren Umstände überhaupt keine Rolle. Sie werden einfach nicht zur Kenntnis genommen.

 Sehen wir einmal von "TW-Zentr" ab, der der Stadt Moskau gehörte und der nach Bidder "lange der Haussender des Moskauer Bürgermeisters Luschkow" war. Bidder offenbart hier ein merkwürdiges Verständnis von  den Aufgaben eines öffentlichen Senders, den er als "Haussender" eines Politikers bezeichnet. Sehen wir also von "TW-Zentr" ab, so bleiben ORT und NTW, die alle beiden Oligarchen der ersten Stunde gehörten, Beresowskij und Gussinskij. Männern, die von Recht und Gesetz nur so lange etwas hielten, wie es ihnen nutzte. Ansonsten waren sie eher Gangster als Geschäftsleute.

  Wie Russland aussah, als unter dem Alkoholiker Jelzin diese Leute die Macht hatten, die nur an der eigenen Bereicherung interressiert waren, und was den Menschen in Russland geblüht hätte, hätte die Regierung diese Ganoven weiterhin machen lassen, was sie wollten, zeigt ein Blick auf die Kriminalität in den Neunzigern, an denen Männer wie Beresowskij und Gussinskij nicht unbedeutend beteiligt waren. Zitieren wir noch einmal aus Paul Klebnikows Buch "Der Pate des Kreml - Boris Beresowski und die Macht der Oligarchen":
"Mit 29 200 Morden im Jahr 1993 war die offizielle Mordrate in Russland doppelt so hoch wie die in den USA, obwohl letztere im selben Jahr Rekordhöhe erreichte. In Moskau stieg die Zahl der Morde zwischen 1987 und 1993 um das Achtfache. So entsetzlich diese Zahlen erscheinen, sie stellen lediglich einen Bruchteil der tatsächlich in Russland ermordeten Personen dar. Viele Mordopfer tauchen in den offiziellen Statistiken unter anderen Todesursachen auf - Selbstmorde, Unfälle, vermisste Personen. Besonders umfangreich war die Vermissten-Rubrik. Laut Andrej Paschkewitsch, dem Sprecher der Moskauer RUOP (Abteilung zum Kampf gegen das organisierte Verbrechen), »verschwanden« pro Jahr zusätzlich zu den Ermordeten weitere 40 000 Personen. Die Mehrheit davon, so Paschkewitsch weiter, sei mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einem Mord zum Opfer gefallen. Folglich betrüge die wahre Mordrate Russlands nicht etwa das Doppelte der amerikanischen, sondern läge um das Drei- bis Vierfache darüber. In Russland würden bekannte und wichtige Menschen umgebracht und die Strafverfolgungsbehörden sähen hilflos zu, unfähig, die Mörder zu fassen."
 Die Folgen der masslosen Bereicherungspolitik der Oligarchen für die Bevölkerung und die Wirtschaft Russlands schildert der "Beitrag Nr. 273" vom März 2005, erschienen in der Reihe „Volkswirtschaftliche Diskussionsreihe des Instituts für Volkswirtschaftlehre", Autoren: Vladislav Antropov und Albrecht Bossert:
"Die rasche Kürzung der Finanzzuweisungen führte zum Verfall der Grund- und Oberschulen, des Gesundheitswesens und vieler anderer Grundbestandteile des sozialen Systems. Die Sozialleistungen, die vom Staat noch zur Verfügung gestellt werden, sind von geringer Qualität, setzen oft „Schwarzzahlungen“ seitens der Bevölkerung voraus und sind damit faktisch nicht mehr kostenlos. Die staatlichen Leistungen erreichen auch nicht mehr alle Bürger: 1998 besuchten 12 v. H. der Kinder im Schulalter keine Schule, besonders in Kleinstädten und auf dem Lande. Die schwierige Lage im sozialen Bereich verschärfte den Anstieg der Kriminalität und die flächendeckende Ausbreitung der Korruption.
 Der sich verschlechternde Gesundheitszustand der Bevölkerung: In den 90er Jahren wuchs die Zahl der Krankheiten, darunter sind gefährliche Infektionskrankheiten, die schon längst ausgerottet schienen, wie z. B. Tuberkulose. Nach dem von der EU ermittelten Gesundheitsindex belegt Russland einen der letzten Plätze, zusammen mit Estland und Rumänien. Registriert wird auch ein Geburtenrückgang, der mit dem Produktionsrückgang und der Wirtschaftskrise in den einzelnen Regionen im Zusammenhang steht. Gleichzeitig wuchs die Sterblichkeitsrate fast während der ganzen 90er Jahre. Diese Faktoren bewirkten zusammengenommen, dass die Bevölkerungszahl in Russland zwischen 1992 und 1999 um 2,8 Mio. (oder 2 %) abnahm."
 Bidder interressiert das alles nicht. Die russische Bevölkerung ist ihm egal. Für ihn gilt nur eine Maxime: Putin und die russische Regierung so schlecht wie möglich aussehen lassen. So wird alles staatliche Handeln als Willkürakt dargestellt:
"Der Kreml ließ NTW-Büros von Polizisten stürmen, Gussinskij kam nach Lefortowo, in das Untersuchungsgefängnis des Inlandsgeheimdienstes. In der Zelle handelte Lesin persönlich die Bedingungen von Gussinskijs Kapitulation aus, mit dem er kurz zuvor noch selbst Geschäfte gemacht hatte. Der Milliardär gab nach und unterzeichnete das "Protokoll 6" genannte Dokument, für den Kreml unterschrieb Lesin. Gussinskij trennte sich von NTW, im Gegenzug garantierte der Staat die Einstellung der Verfahren."
 Bidder hätte nur im Archiv seines Arbeitgebers, des "Spiegel" nachschauen müssen, um zu sehen, welchen Blödsinn er hier verfasst. Aber dieser Blödsinn hat Methode. So schreibt Bidder: "Gussinskij kam nach Lefortowo", nicht ohne zu vergessen hinzuzufügen: "das Untersuchungsgefängnis des Inlandsgeheimdienstes". Den Lesern soll suggeriert werden, der russische Inlandsgeheimdienst, FSB, habe seine Finger im Spiel und somit indirekt auch Wladimir Putin. Bidder lügt ein weiteres Mal. Denn am 25. September 2000 schreiben Uwe Klussmann und Jörg R. Mettke in Nummer 39 des "Spiegel" in dem Artikel unter der Überschrift "Traust du mir etwa nicht?" unter anderem über Gussinskij:
"…der  schon  drei  Tage  im  üblen  Moskauer Butyrka-Gefängnis  hatte  brummen  müssen…"
 Bidder hätte auch die Wahrheit schreiben können, eben dass Gussinskij drei Tage im Butyrka-Gefängnis in Untersuchungshaft einsass, aber das hätte nun mal nicht zu seiner Geschichte und zu seinem Sendungsauftrag gepasst - also belügt er lieber dreist seine Leser. Das "Untersuchungsgefängnis des Inlandsgeheimdienstes Lefortowo" macht einfach mehr her.

 Sicher nur eine kleine Lüge, aber eine, die weiter strickt an der Mär von der ungerchtfertigten Übernahme NTWs und der Meinungsdiktatur Putins. Genauso wie das Verschweigen der Tatsache, dass Gussinskij wegen des Verdachts des Betruges einsass. Ein Verdacht, der immerhin so begründet war, dass Gussinskij am 6. Dezember 2000 zur Fahndung durch Interpol ausgeschrieben wurde.

 Auch "Gussinskijs Kapitulation" sieht im Licht der Wahrheit weniger nach Kapitulation, denn nach einem "goldenen Handschlag" aus. Gussinskij war praktisch Pleite. Die Internetplattform "Netstudien" schreibt unter der Überschrift "Russisch Monopoly - Wie entstanden Russlands grosse Vermögen?":
"1999 schuldete MediaMost (die Medienholding Gussinskijs) staatlichen Stellen einige 100 Millionen DM".
Dazu kamen noch einmal $473 Millionen, die er Gazprom schuldete. Schulden, die Gussinskij nicht zahlen konnte. Gazprom kaufte ihm daraufhin MediaMost ab, zahlte ihm $300 Mio. und übernahm seine Schulden. MediaMost war Geschichte und Gussinskij floh ins Ausland. Von dort aus setzte er die Mär von der Zwangsenteignung in die Welt, der der Spiegel sich nur allzugern annahm.

 In einem Washingtoner Hotel ist Michail Lesin höchstwahrscheinlich an den Folgen seiner akuten Alkoholsucht gestorben. Die westliche Presse, allen voran der "Spiegel" und sein Lohnschreiber Benjamin Bidder würden daraus zu gerne eine düstere Geschichte um einen Mord des russischen Geheimdiensts machen. Dafür wird die Wahrheit verschwiegen und verdreht, es wird gelogen und die Leser werden manipuliert. Das, was sie russischen Medien vorwerfen, leben sie zuallererst selbst vor.

Kommentare:

  1. Wenn der russische Geheimdienst eine mißliebige Persönlichkeit im Ausland aus dem Weg räumen wollte, dann gäbe es mit Sicherheit effektivere, will heissen : unauffälligere Methoden als Schädeleinschlagen. Ich denke da an die verschiedensten Giftvarianten, die in der KGB/GRU Zeit nachweislich ausgeführt wurden und bestimmt noch im Repertoir des aktuellen russischen Auslandsgeheimdienst existieren. Und machen wir uns diesbezüglich nichts vor : der russische Geheimdienst ist ein Geheimdienst wie andere auch, d.h. selbstverständlich schreckt man auch vor physischer Liquidierung nicht zurück, wenn es, aus deren Sicht natürlich, sein muss. Aber eine offensichtliche Saufnase, die schon jahrelang nichts mehr zu melden hatte, die hätte man auch in Russland stilllegen können. Diese Typ Mensch ist nicht dafür bekannt, über seine Absichten Stillschweigen zu bewahren, hätte er wirklich "Überlaufen" ( schon irgendwie zynisch, dieser Terminus ) wollen.
    So benutzt man diesen undurchsichtigen Fall aufs Neue zum Putin Bashing. Der Ärger über die Verhinderung des Ausverkaufs Russlands durch die sog. Oligarchen, die von Putin sukzessive entmachtet wurden, sitzt noch immer sehr tief. Ich vermute nämlich, dass im Vorfeld schon erhebliche Gelder geflossen sind, die nun offenbar unwiederbringlich futsch sind. Außerdem glaube ich, dass die Verhandlungen darüber mit der Administration Putins erst vor nicht allzulanger Zeit gescheitert sind, das Putin Bashing setzte ja auch nicht unmittelbar nach seinem ersten Amtsantritt ein. Er war ja erstmal ein "lupenreiner Demokrat".

    MfG

    AntwortenLöschen
  2. Erneut ein Bericht, welcher sich durch eine kritische Analyse des Spiegel-Schmierfinken Bidder beschäftigt und und eine tiefgehende Recherche aufweist (welche ich vom dt. Journalismus nicht mehr erwarte).

    Der Todesfall von Lesin wurde in den dt. Medien veröffentlicht, aber beim Querlesen ist mir beim Spiegel damls der Glaube an Journalismus im Spiegelhaus entgültig abhanden gekommen - und daß nachdem Bild-Blome das Spiegel-Schmierblatt bereits verlassen hatte. Aber Recherche ist beim Spiegel nicht mehr gefragt, Tatsachen sind irrelevant und der Konjunktiv samt Vermutungen u. Verschwörungstherorien reichen für den Leser (erstaunlich, daß dieses Blatt Spiegel samt Spon überhaupt noch existiert).

    Die Zeitschrift Bunte liegt beim Inhalt u. der Glaubwürdigkeit weit oberhalb des Spiegels. Dafür scherte der Spiegel aus dem Gleichschritt der dt. medialen Propagandahetze gegen Putin aus u. maschiert als Speerspitze voraus u. versucht die Führerrolle zu übernehmen. Quasi der General unter den weapons of public and medial destruction.*

    Bidder sollte mit seiner Spiegel-Schmierblatt-Schwadron ein Praktikum im Ausland machen, damit wäre im Haus Spiegel noch eine Steigerung im Niveau zu erreichen.
    Österreich: Nachrichtenportal oe24 „Putin züchtet sich neue Killer-Delfine“
    Schweiz: Blick „Putin rüstet Delfin-Armee auf“

    Aber warum in die Ferne schweifen, wenn "Qualitätsjournalismus" sich auch bei dt. Medien widerspigelt:
    Focus: "Zum Töten abgerichtet: Putin schickt ukrainische Kamikaze-Delfine auf Mission"

    Ganslmeier, ARD-Korrespondent: "Das Merkel auch dem Druck Putins standhalten kann, wissen die Amerikaner seit die US-Medien ausführlich über ihre Begegnung mit Putins großem Hund berichtet haben. Trotz ihrer Hunde-Phobie habe sich Merkel nichts anmerken lassen. Weder habe sie geblinzelt, noch sei sie erbleicht, lobt der Reporter. Nicht einmal hat sie Angst gezeigt. Im Weißen Haus muss sich Angela Merkel jedenfalls nicht vor einem bissigen Hund fürchten. Obamas portugiesische Wasserhunde gelten eher als verspielt und rücksichtsvoll." (anläßlich USA-Besuchs von Merkel in 2014)

    ----------------------------------------------------------------------------------------------------------

    *Erläuterung: weapons of public and medial destruction. Hiermit sind propagandistische Medien gemeint wie
    "Demokratiefernsehen" (ARD/ZDF/Deutschlandfunk)
    "Qualitätsmedien" (FAZ/Welt/SZ)
    u. sonstige (Schmier)Blätter (Spiegel, Focus, Bild, Welt usw.)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Habe neulich gehört, dass die (oft nicht mal festangestellten)Redakteure von Spiegel Online ca. 100- 150 EUR pro Artikel bekommen.

      Bidder bekommt sicher etwas mehr, weil er das schreibt, was halt von ihm erwartet wird.

      Löschen
  3. Mein Gott. Der Blog ist viel länger als der ursprüngliche Artikel. Sie sehen Gespenster Herr Jungmann. Wie Sie selbst im zweiten Absatz erwähnten, interessiert dieses Thema niemanden. Von ihnen als Putinversteher wäre es wünschenswert, tatsächliche Gründe für den Abzug der russischen Truppen aus Syrien benannt zu bekommen.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. @Anonym 24. März 2016 um 20:47:
      - Schieb doch nicht alles auf Jungmann. Wenn du die Gründe für den Abzug der russischen Truppen benannt haben möchtest, dann recherchiere selber und mach dann deinen eigenen Blog auf.
      - Dass "dieses Thema" niemanden interessiert, kannst du nicht belegen.
      - Jungmann wiederholt in seinem Blogbeitrag auch nicht einfach die Meldung von SPON, sondern analysiert unter anderem die Arbeitsweise von Bidder, sowie die Entstehung der mafiösen Strukturen unter Jelzins Führung. Dadurch wird der Beitrag eben länger. Aber ich denke, dass kann man verkraften.

      Löschen
    2. @Anonym
      Dümmer gehts nimmer: alleine die Verwendung des Begriffs "Putinversteher" zeigt unzweifelhaft Ihre (Geistes-)Haltung auf. Argumentativ nichts im Kasten, Diffamierung von Meinungen welche der der eigenen Meinung entgegenstehen. Darüber hinaus bieten Ihren sonstigen Ausführungen ebenfalls tiefe Blicke in die Leere Ihrer Gedanken.

      Und zu Jungmanns Ausführungen haben Sie außer "Der Blog ist viel länger als der ursprüngliche Artikel. Sie sehen Gespenster Herr Jungmann" nichts zu bieten. Anscheinend steigt die Zahl der Jewgeni-Versteher quantitativ an, wobei die nicht vorhandene Qualität (Hinweis: der Inhalt) ebenfalls steigt. Ergo: eine win-win-situation auf der Talfahrt nach unten.

      Löschen
    3. "Wie Sie selbst im zweiten Absatz erwähnten, interessiert dieses Thema niemanden." Thema, werter "Anonym", ist hier nicht der Tod Lesins, sondern die Schmierage von Herrn Bidder. Und die interessiert sehr wohl!

      Löschen
  4. Ob wir in diesem Leben solche gut recherchierten Beiträge noch einmal von den selbstpostulierten Qualitätsmedien wie SPON & Co lesen dürfen? Ich habe massive Zweifel.
    Danke für den erstklassigen Artikel.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. "Pressefreiheit"... ein Stützpfeiler der Demokratie.

      Dass Russland den Hetzer Bidder überhaupt dort arbeiten lässt- vielleicht spricht es für die Demokratie dort. Vielleicht aber auch dafür, dass die Verantwortlichen dort wissen, dass Typen wie Bidder so billige Propaganda betreiben, dass das im Westen auffällt, letztlich also kontraproduktiv ist.

      Die deutschen Leitmedien zerstören den Journalismus in Deutschland.

      Löschen
  5. Die "Panama Papers".... gezielt Personen diskreditieren, natürlich das Putin-Umfeld.

    Das ist KEINE journalistische "Aufklärung", sondern Beihilfe zur Bedrohung- wir hacken Euren Computer und den Computer aller Deiner Bekannten, wenn uns Dein Gesicht nicht passt.

    Das ist so eine Art "indymedia". Es wird immer düsterer, was bezahlte Gossenschreiber und Politverbrecher treiben.

    AntwortenLöschen
  6. . Das, was sie russischen Medien vorwerfen, leben sie zuallererst selbst vor.

    Schönes Schlusswort, mehr muss man nicht sagen. Ausgezeichneter Artikel mit ausgiebigen Hintergrundinfos! Das vermisse ich seit langem in unseren Medien...

    AntwortenLöschen