Dienstag, 17. März 2015

ARD-Tagesschau präsentiert Scientologen als Kronzeugen für angebliche russische Menschenrechtsverletzungen

 Die ARD scheint sich zu nichts mehr zu schade zu sein, wenn es darum geht Propaganda gegen Russland zu machen. So brachte die Siebzehn-Uhr-Ausgabe der Tagesschau am gestrigen Montag einen Beitrag über die Anhörung Russlands zum „Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte“ vor dem UN-Menschenrechtskomitee.

 So eine Anhörung ist reine Routine. Jede der 171 Nationen, die das Abkommen unterzeichnet haben wird in regelmässigen Abständen in einer Anhörung, dem "Staatenberichtsverfahren" überprüft. Am Ende eines längeren Prozesses erlässt der Ausschuss dan die „Abschliesenden Erklärungen“.

So lange wollte die ARD aber nicht warten und fällte flugs selbst ein Urteil.
"Wie steht es um die Unabhängigkeit der Gerichte der Versammlungs- und Meinungsfreiheit? Wie um den Schutz von Minderheiten? Menschenrechtler sehen hier eine dramatische Verschlechterung."
 Dazu zeigt die ARD Bilder von Menschen vor Gericht, in den so sehr beliebten Gitterkäfigen, Festnahmen von Demonstranten und Jugendliche, die auf eine Einzelnen einprügeln und eintreten, als befänden sie sich in einer deutschen U-Bahn-Station. Für das abschliessende Urteil bedient sich die Sendeanstalt eines Vertreters einer eher umstrittenen Organisation. Konstantin Baranov von den „Youth for Human Rights“:
Es gab eine Flut neuer Gesetze. Die Regierung hat es kritischen Bürgern praktisch unmöglich gemacht, abweichende Meinungen zu vertreten, sich auch nur zu verteidigen.“
 In der Textzeile, die unten im Bild eingeblendet ist, wird „Youth for Human Rights“ als Menschenrechtsgruppe bezeichnet. In Wirklichkeit verbirgt sich aber hinter der "Menschenrechtsgruppe" die Scientology Sekte. Diese Vereinigung steht allerdings seit Jahren selbst in dem Verdacht, es mit den Menschenrechten nicht ganz so genau zu nehmen. So schrieb schon 1995 der Soziologe Hans-Gerd Jaschke in seiner Untersuchung "Auswirkungen der Anwendung scientologischen Gedankenguts auf eine pluralistische Gesellschaft oder Teile von ihr in einem freiheitlich demokratisch verfassten Rechtsstaat" für das NRW-Innenministerium , die Sekte habe totalitäre Grundzüge. Das Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend schreibt 1998 in seiner Broschüre "Die Scientology-Organisation - Gefahren, Ziele und Praktiken":
"Scientology ist nicht harmlos. Es handelt sich um keine Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft, sondern vielmehr um eine auf unbedingte Gewinnmaximierung ausgerichtete wirtschaftliche Organisation, deren Ideologie totalitäre Züge trägt und deren Weltbild das Bundesarbeitsgericht als menschenverachtend bezeichnet hat."
 In einigen Bundesländern wird die Sekte vom Verfassungsschutz beobachtet. Die Verbündeten im Kampf gegen Russland und dessen Präsidenten, Putin, scheinen rar zu werden. Anders kann man wohl den Versuch der ARD nicht werten, mit Hilfe einer verfassungsfeindlichen Organisation, Stimmung wegen angeblicher Verletzung der Menschenrechte zu machen. Tief sind sie gesunken , die ARD und ihr einstiges Flaggschiff, die Tagesschau.

Kommentare:

  1. Das sind auch keine Nachrichten wenn ein Videobeitrag über Tage zusammgestellt und zusammengeschnitten wurde , dahinter stecken immer PR-Firmen die das im Auftrag produzieren, die die Beiträge dann einfach ins Netzwerk einspeissen woraus sich alle Medienkonzerne bedienen.
    Ich würde sagen die Propaganda ist hier straff industrialisiert , es gibt genug US Interessen die sich Auftragsarbeiten leisten können und das als seriöse Berichte verkaufen.

    AntwortenLöschen
  2. Interessant. Auch, dass man mal wieder mit dem Billigschlagwort "Human Rights" agiert.

    Mit der üblen Folge, dass wenn Du eine einigermaßen vernünftige Staatsführung weltweit bist Du alles ausländischen NGO's in dieser Richtung unbedingt rausschmeissen solltest. Und damit auch die guten.
    Insbesondere die politischen Stiftungen, die vorbereitend an Regime Changes gearbeitet haben.

    Hoffentlich missbrauchen deutsche Politiker jetzt nicht auch noch die Goethe-Institute.

    AntwortenLöschen
  3. Deutschland ist ein durch und durch totalitäres Land. Staatsorgane schalten sich gleich, wenn es gegen einzelne Bürger geht.
    Dass der Rechtsstaat auf dem Papier keinen Eingang findet in die Köpfe und die Herzen der Menschen, die ihn vertreten sollen, wird bestätigt unter http://web.wengert-gruppe.de/wengert_ag/news/2003/SteuerstrafverfinDeutschland.pdf. Schon in Schulen und Universitäten werden unsere Kinder rücksichtslos getäuscht, denn die verbreiteten Lehren zur Gewaltenteilung sind falsch, weil obrigkeitsstaatliche Strukturen beibehalten wurden (vgl. http://www.gewaltenteilung.de/idee).
    Die Bundesregierung geht rücksichtslos mit den Bürgerrechten um (vgl. http://www.youtube.com/watch?v=dgsNB8JKDd8 und http://www.gruene-bundestag.de/cms/archiv/dok/294/294128.achtung_der_grundrechte.html). Auch die Petitionsausschüsse, Beamte und Richter gehen rücksichtslos mit Untertanen um. Gerichtlichen und behördlichen Entscheidungen fehlt wegen gewollter Verdrehungsabsicht der Tatsachen und der Rechtslage zumeist eine plausible Begründung, oft sogar die Sachbezogenheit (vgl. http://unschuldige.homepage.t-online.de/default.html). Beim Rechtsbruch bilden sich ungeachtet der theoretischen „Gewaltenteilung“ Seilschaften. Rechtsbrüche und Rechtsbeugungen sind systemkonform, vgl. z.B. http://www.odenwald-geschichten.de/?p=1740, http://www.odenwald-geschichten.de/?p=682 und http://de.wikimannia.org/Rechtsbeugung.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. > Deutschland ist ein durch und durch totalitäres Land.

      Damit ist auch klar, warum die vielen Russlanddeutschen und Russophile, die seit Monaten immer montags spazieren gehen, Russland so toll finden. Putin will ja zurück zur Sowjetunion und deren Satellitenstaaten im Ostblock zur Zeit des Stalinismus. Mehr Totalitarismus geht kaum.

      Löschen
  4. ARD: Was nicht sein kann das nicht sein darf.

    AntwortenLöschen
  5. Egon Bahr sagte zu den Schüler eine Klasse, in der er einen Vortrag hielt:
    http://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-Egon-Bahr-schockt-die-Schueler-Es-kann-Krieg-geben-_arid,18921.html
    "In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt."

    AntwortenLöschen
  6. Ah, das wird die Putinversteher sicher freuen: Der Moskauer Freischärler Igor Strelkow fordert im SpOn-Interview, Putin müsse in der ganzen Ukraine "für Ordnung sorgen". Er träumt zudem von der "historisch gerechten Wiederherstellung Russlands". Und weiter: "Kiew ist eine russische Stadt. Ich will die historisch gerechte Wiederherstellung Russlands. Die Ukraine war, ist und bleibt ein Teil Russlands. Ich träume davon, dass Russland zurückkehrt zu seinen natürlichen Grenzen, Minimum die Grenzen von 1939." Irre - nur zwei Antworten weiter: "Wenn Russland sich stärker einbrächte, wäre alles möglich, einschließlich des Sturzes des Regimes in Kiew. Für mich ist das eine Regierung von Nazis." Ahahaha, ein imperiales Russland in den Grenzen von 1939 fordern, aber die Gegenseite als Nazis titulieren - wie strunzdumm und verlogen muss man sein, um die eigene Doppelmoral nicht zu bemerken.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Spassiba für den Lesetipp. Super Vorschlag von Strelkow:

      > Ich träume davon, dass Russland zurückkehrt zu
      > seinen natürlichen Grenzen, Minimum die Grenzen
      > von 1939.

      Dann kann der Russe gleich mal das 45 annektierte Ostpreußen mit Königsberg an uns zurückgeben.

      Löschen
    2. Der alte Trick von Putin. Er tut uns gegenüber so, als ob wir dankbar sein müssen, dass es ihn an der Macht in Russland gibt. Weil andere noch radikaler als er wären. Dabei ist er es, der die Radikalen in Moskau fördert.

      "Mit der Krim aber hat Putin erreicht, wovon viele Patrioten nur träumen konnten. Er hat sich in eine Situation gebracht, aus der es kein Zurück für ihn gibt. Ich hoffe, Putin versteht das. Erfolg kann er nur noch zusammen mit den Patrioten haben."

      Das dürfte wohl der Kernsatz sein. Putin ist jetzt Geisel und Komplize der Ultra-Nationalisten. Aus der Nummer kommt er nicht so leicht wieder raus. Die Geister, die ich rief... Und unsere Linke jubelt ihm zu. Unfassbar
      Der Typ lebt in seiner eigenen Realität. 1939 gab es kein Russland, es gab eine Sowjetunion mit der Teilrepublik RFSSR. Die Sowjetunion erstreckte sich nur auf das Territorium der Ukraine, weil die Bolschewiki die im Friedensvertrag von Brest-Litowsk anerkannte Ukraine 1921 in einem brutalen Krieg eroberten. Ich träume davon, dass Russland zurückkehrt zu seinen natürlichen Grenzen, Minimum die Grenzen von 1939. Was ist schon "natürlich"? Vor 2000 Jahren gab es kein Russland. Das könnte also auch der "natürliche" Referenzzustand sein, auf den man sich bezieht. In mancher Hinsicht wäre das vielleicht sogar besser. Russland ist ein riesiges Land voller Reichtümer, das aber keine Ahnung davon hat, was es damit tun soll. Ein verwöhntes Kind mit Minderwertigkeitskomplexen, die gott-weiß-woher kommen, als flächengrößter Staat und stärkste/zweitstärkste Nuklearmacht. Am Ende schwingt vielleicht die Unsicherheit mit, daß man selber weiß, es sich aber nicht eingestehen mag, das beides heute eigentlich nicht von Belang ist. An der Spitze der Menschheit steht man, weil man Kultur hat, nicht weil soundsoviele Quadratkilometer dem Land gehören, oder man soundsoviele Atomwaffen sein Eigen nennt, nicht einmal, wenn man in Rohstoffen badet, führt das automatisch zu Ansehen und Ruhm. Das ist der Neidkomplex Russlands. Man hat auf Masse gesetzt, statt auf Klasse, und langsam kommt das böse Erwachen.

      Löschen
  7. Wie schön, Jewgeni ist wieder da, mit ganz neuen Identitäten und ohne auch nur Ansatzweise in seinen Kommentaren auf den Post einzugehen, den er zu kommentieren vorgibt.

    Stattdessen lebt er wieder intensiv seinen Hass auf alles russische und besonders auf Putin aus. Es hat etwas gefehlt ohne die Dummschwätzerei dieses Menschen, der anscheinend zu viel freie Zeit hat.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. W.J., ich lese bei Ihnen immer, die NATO sei in puncto Russland ein Kriegstreiber.
      Das Gegenteil ist richtig. Wenn hier jemand treibt, dann ist es ja wohl Putin...

      Kampfjets der Nato sind über dem Baltikum aufgestiegen, um auf ein russisches Flugmanöver mit elf Militärflugzeugen über der Ostsee zu reagieren. Dabei wurden zwei Transportmaschinen sowie mehrere Jagdbomber identifiziert, teilte das litauische Verteidigungsministerium am Mittwoch in Vilnius mit. Die Flugzeuge hätten in der Nacht auf dem Weg von Russland in die russische Exklave Kaliningrad (zwischen Polen und Litauen) ihre Transponder ausgeschaltet, keine Flugpläne übermittelt und die Kontaktaufnahme verweigert, meldete die Agentur BNS. Auch Einheiten der russischen Kriegsmarine wurden in der Ostsee geortet. Etwa 55 Kilometer vor der lettischen Seegrenze seien drei U-Boote, ein U-Boot-Unterstützungsschiff und ein Forschungsschiff gesichtet worden, teilte die lettische Armee auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit. Seit Beginn der Ukraine-Krise wurden an den Grenzen der baltischen Staaten vermehrt russische Militärflugzeuge und Kriegsschiffe gesichtet.
      http://www.bild.de/politik/ausland/wladimir-putin/russische-jagdbomber-ueber-der-ostsee-40208578.bild.html

      Das Geschwader unter Führung des U-Bootjägers "Seweromorsk" habe die Straße von Calais passiert, berichtete Ria Nowosti unter Berufung auf die russische Marine. Bei den Anrainerstaaten seien weder ein Manöver noch Schießübungen angemeldet worden.
      http://www.focus.de/politik/ausland/regierung-kritisiert-manoever-russische-kriegsschiffe-fahren-in-aermelkanal-ein_id_4307614.html

      Die am Sonntag beobachteten Flüge von sechs Langstreckenbombern könnten nicht als Routine bezeichnet werden, teilte die NATO am Dienstag mit. Ähnliche Manöver seien bereits Ende Oktober über der Nordsee und dem Atlantik geflogen worden. Damals stießen russische Maschinen bis in die Nähe der portugiesischen Küste vor.
      http://www.focus.de/politik/ausland/ukraine-krise-umfangreicher-als-bisher-russische-fluguebungen-ueber-ostsee_id_4331261.html

      Zwei russische Kampfbomber haben sich am Mittwoch über der Nordsee dem Luftraum mehrerer Nato-Staaten genähert. Das niederländische Verteidigungsministerium habe die beiden Flugzeuge als russische Bomber vom Typ TU-95 identifiziert, berichtet AP.
      http://www.focus.de/politik/ukraine-im-news-ticker-provokation-ueber-der-nordsee-russische-kampfbomber-naehern-sich-nato-grenze_id_3795695.html

      Löschen
    2. schlimm finde ich, dass fast das gesamte deutsche kabarett mit ausname von dieter nuhr, extra 3 und der heute-show gleichgeschaltet zu sein scheint. wohin man lauscht und schaut, sind putinversteher am werk. am extremsten: die zwei typen von der zdf-"anstalt" und vor allem volker pispers aus düsseldorf. jan feischhauer hat ihn jetzt völlig zu recht scharf kritisiert:

      "Man darf vielleicht mal daran erinnern, dass Russland den Westen nie überfallen hat", ist eine der Pispers-Pointen, die im Augenblick besonders gut zünden. Vor ein paar Wochen, anlässlich der Verleihung des Deutschen Kleinkunstpreises in Mainz, hat er eine ganze Moderation um diesen Satz gebaut. Es gibt ein Video der Veranstaltung, auf dem man auch die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, unter den begeisterten Zuhörern sieht: Wenn der deutsche Kabarettist die Zeit zurückholt, als das Böse noch verlässlich im Westen wohnte, geht jedem guten Sozialdemokraten das Herz auf. Den Pispers-Witz sollte man den Polen erzählen, die 1939 das Pech hatten, nähere Bekanntschaft mit Pispers' Friedensrussen zu machen. Dass die Deutschen den Zweiten Weltkrieg begonnen haben, stimmt ja nur zur Hälfte: In Wahrheit waren es die Deutschen mit den Russen an ihrer Seite. Wenige Tage, nachdem die Wehrmacht von Westen in Polen eingefallen war, schlug die Rote Armee von Osten zu. In einem Vertragswerk hatten beide Länder eine Woche zuvor festgelegt, wer sich welche Beutestücke nehmen durfte. Polen wurde ziemlich genau in der Hälfte geteilt, Stalin erhielt laut Vertrag zusätzlich noch Estland, Lettland und Finnland. Aber vielleicht zählt Polen von Mainz aus gesehen ja gar nicht zum Westen, sondern ist weiterhin eines dieser ostelbischen Gebiete, in denen weder EU noch Nato etwas verloren haben. In dieser Woche jährt sich der Tag, an dem sich das friedliebende Russland die Krim einverleibte. Inzwischen weiß man Dank des russischen Staatsfernsehens, dass Putin schon über die Annexion nachdachte, als er die Welt in Sotschi zu Gast hatte, um unter den olympischen Ringen die Völkerverständigung zu feiern. Schwer zu sagen, was einen mehr verblüffen soll: die Kaltschnäuzigkeit, mit der die Lügenfassade eingerissen wird, die man vorher aufgebaut hatte - oder die achselzuckende Nonchalance, mit der im Lager der Russlandfreunde solche Enthüllungen zur Kenntnis genommen werden.

      http://www.spiegel.de/politik/deutschland/kolumne-fleischhauer-die-spd-und-die-russland-liebe-a-1023938.html

      Löschen
    3. @Jewgwni 21. März 2015 um 00.15

      Tut mir Leid, aber so eine gequirlte Schei… kann wirklich nur jemand schreiben, der das Vakuum über seinem Hals mit zerknüllten Bildzeitungen ausgefüllt hat.

      Alles internationale Gewässer und internationaler Luftraum. Darin darf sich jede Nation frei bewegen.

      Dabei fällt mir ein: Was macht die Nato eigentlich mit ihren Schiffen im Schwarzen Meer? Wahrscheinlich wirbeln sie mit ihren Schiffsschrauben nur etwas Sauerstoff ins Wasser, weil die Fische dort unter akutem Sauerstoffmangel leiden. Das machen deutsche Schiffe übrigens auch am Horn von Afrika und vor dem Gazastreifen.

      Merke: Die Bildzeitung ist ein überaus ungeeignetes Mittel um das absolute Nichts in manchen Schädeln zu verschleiern. Versucht es doch mal mit Wasser - hat mehr Gehalt.

      Löschen
    4. > Die Bildzeitung ist ein überaus ungeeignetes Mittel um
      > das absolute Nichts in manchen Schädeln zu verschleiern.
      > Versucht es doch mal mit Wasser - hat mehr Gehalt.

      BILD unterhält Dolmetscher, die die wenigen kritischen russischen Medien nach Verwertbarem filtern. Das machen die Springer-Leute ganz exzellent. Ich kann das beurteilen, weil ich die Geschichten im russischen Original lese. Aufgedeckt haben Putins Staatstroll-Maschinerie die beiden russischen Zeitungen „Moi Rajon“ und „Nowaja Gaseta“. Beide veröffentlichten Dokumente und berichteten über ein Interview mit einer ehemaligen Angestellten namens Lena N. Sie war einer von 400 hauptamtlichen russischen Internet-Trolls, die von St. Petersburg aus agieren. Die Gute stieg aus, wollte den Job als Troll im Auftrag der Regierung nicht mehr machen. Ihre Entscheidung fiel, als sie den Auftrag bekam, zum Nemzow-Mord im Netz zu verbreiten, seine eigenen Leute hätten ihn umgebracht. „Es war notwendig, die Leute glauben zu machen, dass der Mord an Boris Nemzow von seinen eigenen Leuten geplant wurde, um die Proteste gegen den Kreml zu verstärken“, sagte Lena.

      Just in case you missed it: Der FSB/SWR hat in den letzten 6 Wochen 6 Leute ausgeknipst (Nemzow nicht eingerechnet)...

      http://www.bbc.com/news/world-europe-31855700

      ...mit dem Ziel, Janukowitsch derart einzuschüchtern, dass dem die Lust am Plaudern vollends vergehen möge.

      Es müsse ein Weg gefunden werden, dass die Halbinsel an die Ukraine zurückgegeben werde und die Region zugleich maximale Autonomie habe, sagte Janukowitsch dem russischen Fernsehsender NTV. Die Abspaltung der Krim bezeichnete Janukowitsch als Tragödie. Unter seiner Führung wäre die Annexion der Region durch Russland nicht geschehen, sagte der im russischen Exil sitzende Janukowitsch.
      http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-04/janukowitsch-putin-russland-ukraine-rueckgabe-der-krim

      Dieselbe Nummer wie weiland mit Ramsan Kayrow, als dessen Vater Achmad einem FSB-Bömbli in Grosny zum Opfer fiel. Am nächsten Tag zitierte Putin den Junior in den Kreml und machte ihm klar: “Wenn du nicht spurst, kann ich dich nicht schützen.” Seitdem sind die Tschetschenen per order di mufti gezwungen, ihrem ehemaligen Peiniger Putin öffentlich zu huldigen.

      Löschen
  8. +++ EILMELDUNG +++

    BILD.DE MELDET, ZITAT, "OBAMA STELLT DIE BISHER SELBSTVERSTÄNDLICHE DIPLOMATISCHE UNTERSÜTZUNG FÜR ISRAEL IN FRAGE!"

    Im Interview mit der „Huffington Post" sagte der US-Präsident über Netanjahu: „Ich habe ihn darauf hingewiesen, dass wir weiter glauben, dass eine Zwei-Staaten-Lösung der einzige Weg ist, Israels Sicherheit langfristig sicherzustellen, wenn es sowohl ein jüdischer Staat als auch demokratisch bleiben will.“ Die US-Regierung sehe sich kritisch an, was jetzt passiere. Obama weiter: „Wir sind weiter der Ansicht, dass der Status quo unhaltbar ist, und dass wir auch unter der vollständigen Berücksichtigung der Sicherheit Israels nicht einfach auf ewig den Status quo aufrecht erhalten können. Das ist kein Rezept für Stabilität in der Region. Deshalb müssen wir evaluieren, welche anderen Optionen möglich sind, um sicherzustellen, dass wir in der Region kein Chaos erleben.““

    Außerdem kündigt Obama ein baldiges Abkommen mit dem Iran an, mit dem das Land am Bau einer Atombombe gehindert werden soll.

    AntwortenLöschen
  9. Der SPIEGEL- was für ein dreckigs Hetz-und Interessensblatt.

    Bei der Griechenland-"Rettung", bei der es um das Überwälzen von Privatbankschulden auf den Steuerzahler ging, kamen minütlich Propagandameldungen. Heiliges Europa! Weltuntergang, wenn nicht....Wer dagegen ist, ist Nazi.

    Bekanntlich ist Varoufakis ja für die deutschen Gleichschaltungsmedien der Griechen-Putin. Aber der SPIEGEL kommt jetzt mit "Aufklärungsgeschichten":

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/griechenland-syriza-minister-soll-provision-kassiert-haben-a-1024891.html

    Mehr als ein Jahrzehnt hat man den GR-Schuldenkurs unterstützt; gerät die Rückzahlung durch Politikerentscheidungen in Gefahr- werden diese Politiker ganz aktiv torpediert. Auch persönlich.

    Ekelhaft.

    AntwortenLöschen
  10. Achtung wer in Deutschland schreibt, dass Russland der Aggressor und Griechenland Schuld sei, hat aus der Geschichte nichts gelernt. Aber es scheint, solange seine eigenen Vorurteile bestätigt werden. wie schon Goethe bemerkte: „Man muss das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns herum immer wieder gepredigt wird, und zwar nicht von Einzelnen, sondern von der Masse, in Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten. Überall ist der Irrtum obenauf, und es ist ihm wohlig und behaglich im Gefühl der Majorität, die stets auf seiner Seite ist.“

    Aber aufgepasst: Wer sein ganzes Wissen, aus den Medien bezieht, ist am Ende ziemlich genau doppelt so dumm, wie wenn man von Anfang an, einfach Analphabet geblieben wäre.“
    Was mich heute im 21 Jahrhundert umtreibt ist, obwohl die Geschichte bis heute, doch sehr gut von Historikern belegt, dass in einem Krieg die Wahrheit zu Erst stirbt, wird in über 90% weiterhin den Lügnern geglaubt, weil es seine eigenen Vorurteile bestätigt? Wie viele Millionen sind in den Kriegen auf Grund von Lügen und Vorurteilen bis heute getötet worden?

    AntwortenLöschen