Dienstag, 28. April 2015

Deutsche Medien beweisen: Putin erschoss den ukrainischen Journalist Oles Busina

 Am Donnerstag den 16. April ist der oppositionelle Journalist Oles Busina im Hof seines Hauses in Kiew vor den Augen seiner Frau und seiner Tochter von Unbekannten erschossen worden. Einen Tag zuvor war bereits der ehemalige Abgeordnete der Partei der Regionen, des durch den Putsch im Februar gestürzten Präsidenten Janukowitsch, Oleh Kalaschnikow, vor seinem Haus erschossen worden. Damit setzten sich die Ermordungen und die mysteriösen Todesfälle oppositioneller Politiker und Journalisten fort.

 Am letzten Wochenende wurde die Chefredakteurin der ukrainischen Regionalzeitung  Neteshinsky Vestnik, die 44 jährige Olga Moroz, tot in ihrer Wohnung aufgefunden. - Offizielle Todesursache: Selbstmord. Am Montag dann, den 13. April wurde der Journalist Sergej Sukhobok von zwei Männern erschossen.

Selbstmord hatte nach Angaben des ukrainischen Innenministeriums auch Michael Chechetow begangen. Er starb am gleichen Tag wie der russische Oppositionspolitiker Boris Nemtzow. Chechetow, der ebenfalls ein ehemaliges Mitglied der Partei der Regionen und ehemaliger Leiter des staatlichen Grundstücksfonds, war aus einem Fenster seiner Wohnung gestürzt.

Am 10. März fand man den ehemaligen Abgeordneten der Partei der Regionen Stanislaw Melnik, erschossen auf. Angeblich hatte er sich mit einem Jagdgewehr selbst getötet. Bereits am 26. Januar erschoss sich angeblich, ebenfalls mit einem Jagdgewehr, der ehemalige Chef der ukrainischen Eisenbahn, Nikolai Sergienko.

Am 12. März hatte sich der ehemalige Gouverneur von Zaporozhzhye und Mitglied der Partei der Regionen, Alexander Peklushenko angeblich das Leben genommen.

 In seiner Wohnung hatte sich angeblich am 29 Januar der ehemalige Chef des Stadtrats von Charkiw, Alexei Kolesnik selbst erhängt. Ebenfalls selbst erhängt haben soll sich Ende Februar der ehemalige Bürgermeister von Melitopol, Sergej Walter. Auch der ehemalige Polizeichef von Melitopol, Sergey Bordyuga, starb unter mysteriösen Umständen.

 Von all diesen Todesfällen in der westlichen Presse praktisch kein Wort. Erst durch die Häufung der Mordanschläge in der letzten Woche, wurde hier der Mord an Öles Busina medial zur Kenntnis genommen. Aber im Gegensatz zu dem Hype, den alle Medien entfachten, als in Moskau Boris Nemtzow erschossen wurde, langte es in diesen Fällen nur zu schmalen Meldungen. Keine Stimme erhob sich und machte den ukrainischen Präsidenten Poroschenko verantwortlich für den Tod Business, so wie die Presse einhellig behauptete Russlands Präsident Putin habe den Mord an Boris Nemtzow zu verantworten.

 Erstaunlich schnell lieferten die ukrainischen Behörden dann die Verantwortlichen für den feigen Mord. Sie präsentierten ein Bekennerschreiben der UPA. Die UPA war der militärische Arm der OUN, der Organisation der Ukrainischen Nationalisten, einer rechtsfaschistischen Vereinigung in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts, die mit den deutschen Besatzern paktierte. Sie war verantwortlich für die Ermordung von tausenden ukrainischen Juden. In Polen gilt sie als verbrecherische Organisation, da sie ebenfalls für die Ermordung tausender polnischer Staatsbürger verantwortlich gemacht wird.

 Die OUN wiederum ist die Vorgängerorganisation der Partei "Allukrainische Vereinigung Swoboda", eine der Parteien, die unter ihrem Vorsitzenden Oleh Tjahnybok an den Protesten auf dem Maiden teilnahm und die massgeblich an dem Sturz der rechtmässig gewählten Regierung im Februar 2014 beteiligt war.

 Wie hatte die ARD-Korrespondentin Ina Ruck nach den Parlamentswahlen in der Ukraine am 26 Oktober so provozierend auf Twitter gefragt: "Wo sind eigentlich die vielbeschworenen "Faschisten der Ukraine?" Nun hat sie die Antwort.



Eine Wendung der Geschehnisse, die wohl die ukrainische Führung schnellstmöglich aus der Schusslinie bringen sollte. Politische Wirrköpfe, die einen „umstrittenen Blogger“ oder "Verräter" wie Sabine Adler im Deutschlandfunk, sich beeilte zu urteilen, oder „Skandalautor“ wie Busina von Inga Pylypchuk in der Welt genannt wird, erschossen.

 Sabine Adler im Deutschlandfunk gebührt denn auch die Ehre bereits am späten Abend des 16. eine erste Spur zu den Tätern zu legen:
"In der Ukraine seien viele Agenten im Auftrag des russischen Geheimdienstes FSB unterwegs."
Springers Welt braucht da fast zwei Tage länger. Am 18. April aber lässt die Zeitung Redakteurin  Inga Pylypchuk verkünden:
"In Kiew ist die Meinung verbreitet, dass Russland die Morde an dem Publizisten Busina und dem Ex-Abgeordneten Kalaschnikow initiiert hat."
Am gleichen Tag quälte sich Konrad Schuller in der "faz" noch mit einer Erklärung, die des Leserklientels der Zeitung angemessen, nicht so plakativ und platt daherkam, aber trotzdem die Schuld an dem Mord, irgendwie, dem russischen Präsidenten Putin in die Schuhe schob. Die Aufgabe war, die Faschisten in der Ukraine zu erklären, sie aber auch wiederum als praktisch nicht existent abzutun und gleichzeitig diese nicht existenten Faschisten als Handlanger Putins bloßzustellen.

 Schuller ist ein alter Fahrensmann, der für die "faz" schon so manches Ding gedreht hat. Wenn also nicht ihm, wem sollte dann die Quadratur des Kreises gelingen. Und so braucht auch Schuller nur einen Satz:
"Die beiden Möglichkeiten „Nationalisten oder russische Geheimdienstleute“ schließen einander übrigens nicht aus."
In seinem Artikel in der "faz", den er bezeichnenderweise:
"Morde und Spekulationen",
überschrieben hat, beruft er sich auf den Politologen Wolodymyr Fesenko vom "Ukrainian Center for Independent Political Research", das 2007, 71.201 Dollar, - 2008, 70.000 Dollar, - 2010, 99.980 Dollar, - 2011, 99.970 Dollar und - 2012, 56.950 Dollar, also in 5 Jahren zusammen 398.110 Dollar vom "National Endowment for Democracy" einem zu 100 Prozent von der US-amerikanischen Regierung finanzierten Institut.

 Fesenko, der sich offensichtlich von den USA aushalten lässt, ist auch ein gern gesehener Gast bei der Konrad-Adenauer-Stiftung der CDU und der Heinrich-Böll-Stiftung der Grünen. Aus der Tatsache, dass ihm die UPA, die Konrad Schuller in der "faz" als eine "nebulöse Organisation" bezeichnet, ein Bekenner-Schreiben per E-Mail geschickt haben, in dem ihre Mitglieder sich bezichtigen, die Morde an Busina und Kalaschnikow verübt zu haben, zieht Fesenko den kühnen Schluss,
"dass die Mörder, wer immer sie sind, von Moskau gesteuert worden sein könnten, ohne das selbst zu wissen. Ukrainische Russlandhasser würden dann, wenn seine Theorie stimmen sollte, mit russischen Geheimdienstoffizieren unter einer Decke stecken."
Da muss selbst Schuller zugeben:
"Das klingt paradox", 
aber, wenn man unbedingt will, löst diese Argumentation dass große Problem des Rechtsfaschismus in der Ukraine. Faschistische Gruppen als fünfte Kolonne Putins. Bei Schuller klingt das dann so: Die
"vom Rechtsextremismus-Experten Anton Schechowzow vertretenen These, dass viele ultranationalistische Organisationen des Landes sogenannte „Vogelscheuchen-Projekte“ seien - also künstlich geschaffene Strukturen, die zur Zeit der autoritären früheren Präsidenten Janukowitsch und Leonid Kutschma vom Regime genährt wurden, um etwa durch „faschistische Aufmärsche“ die proeuropäische Opposition zu diskreditieren."
Daraus folgert Schuller beinhart:
"Schechowzow hat beim „Rechten Sektor“, der bekanntesten Organisation dieses Spektrums, auf entsprechende Verbindungen hingewiesen, und dass „faschistische Mörder“ in Kiew durchaus brauchbare „Vogelscheuchen“ für Moskaus Propaganda abgeben könnten, ist nicht ganz unlogisch."
 Dieser Argumentation kann sich auch Florian Kellermann vom Deutschlandfunk problemlos anschliessen. Unter der Überschrift "Mehr Fragen als Antworten", stellt Kellermann zwar keine dieser vielen Fragen, dafür präsentiert er aber fertige Antworten. Für Kellermann ist allein die Bezeichnung UPA, die die Killer von Kiew benutzten, ein ganz klarer Beweis, dass hier Putin seine mordgeilen Finger im Spiel hat:
"Diese Organisation kämpfte im zweiten Weltkrieg und bis Anfang der 1960er-Jahre gegen die Sowjetunion. In Russland gilt sie als bis heute als verbrecherische Gruppierung. So passt das Bekennerschreiben perfekt zur antiukrainischen Propaganda in russischen Medien. Diese setzten die historische UPA denn auch sofort gleich mit den heutigen Attentätern."
 Aber auf diese, sagen wir einmal, gewagte, Schlussfolgerung allein mag Kellermann seine Beweisführung nicht stützen. Fehlt doch das letzte Glied: Der direkte Verweis auf den Todesschützen Putin. Den liefert Kellermann mit seiner, geradezu unwiderlegbaren, Argumentation:
"Beobachter bemerkten auch, dass der russische Präsident Wladimir Putin sehr schnell vom Mord des Journalisten Busina Kenntnis hatte. Er kommentierte ihn live im Fernsehen, noch bevor selbst ukrainische Medien berichteten."
Man sieht neben Pest und Cholera, Dürren und Überschwemmungen, Heuschrecken und allen anderen biblischen Plagen, ist Russlands Präsident Putin auch für die politischen Morde einer aufgehetzten rechtsfaschistischen Soldateska in der Ukraine verantwortlich.

Kommentare:

  1. Wenn man weiss woher der Wind weht , dann kann man auch klar festmachen das es immer nur die Transatlantiker und die ganz Linientreuen sind , die uns mit solcher harter Propaganda "die nurnoch ins Absurde und Lächerliche abgleitet" beglücken.

    Konrad Schuller ist so eine Art Möchtegern-Transatlantiker der 2012 Friedens und Freiheitsmediallen von einem US Zigarettenkonzern bekam für ganz linientreue Berichterstattung aus der Ukraine bekam https://de.wikipedia.org/wiki/Liberty_Award

    Florian Kellermann ist ebenfalls ein bekannter Linientreuer Ukraine Berichterstatter und wusste während der Krim-Sezession über russische Propaganda auf der Krim im DLF zu berichten . http://www.deutschlandfunk.de/ukraine-die-krim-wird-zum-truppenstuetzpunkt-fuer-russland.1818.de.html?dram%3Aarticle_id=281854
    Das die Vorfälle am Ende des Artikels alle genauso eingetreten sind , die Florian als russische Hetze & Propaganda abweisst, das wissen wir Heute.
    Der Rechte Sektor hat einige Sowjet Denkmäler unter den Augen der Polizei zerstört und das diese Nato Doktrin sehr wohl existiert , das weiss seit der Friedman-Rede bei STRATFOR auch Jeder .
    Der einzige der lügt ist dann wohl der Florian Kellermann.

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  2. Aus Sicht des Kreml gibt es böse Nazis und gute Nazis. Die bösen sind in der Ukraine, wo sich die besten Vertreter der russischen Welt ihrer erwehren, heldenhaft und in der Freizeit. Die guten Nazis sind in Ländern der EU, wo sie gegen allgemeinen Werteverfall kämpfen, z.B. die italienische Forza Nuova, die Goldene Morgenröte in Griechenland, Jobbik aus Ungarn, die British National Party und Ataka aus Bulgarien.

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    1. yup, völlig richtig. total verlogen. pputin schimpft auf die putschisten in kiew. dabei hat moskau gar nicht gegen putschisten - in anderen ländern. premier medwedew war neulich in bangkok, besuchte dort den thailändischen putschführer prayuth chan-ocha, der sich nach dem putsch im mai 2014 zum regierungschef ernennen ließ. mit ihm - o wunder - vereinbarte medwedew eine engere zusammenarbeit, unter anderem bei investitionen und im energiesektor. jetzt kommts: prayuth lobte russland als wahren Freund. “freunde beweisen sich in harten zeiten”, sagte er. “sie helfen und haben verständnis.” westliche demokratien haben IN TOTO kontakte auf minister- oder höherer ebene mit thailand eingefroren - wie es sich gehört. lediglich staats- und regierungschefs aus autoritär regierten nachbarländern wie kambodscha und burma waren seit dem putsch in bangkok, sowie minister aus china. china war eines der ersten länder, das die militärregierung anerkannte. klar, dass das autoritäre russland in person medwedews auch seine aufwartung machte. echt irre, die russische denke: ukrainische putschisten sind pfui, thailändische dagegen supi. da blicke noch jemand durch. doppelmoral im endstadium.

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    2. Helfen Sie mir mal auf die Sprünge - haben Astaka, Jobbik, Morgenröte & Co irgendwo einen Staatsstreich durchgeführt, mit direkter Unterstützung Russlands? Und in der Ukraine ist der "Machtwechsel" bestimmt ganz demokratisch verlaufen, richtig?

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    3. Nö, aber Sie verstehen nicht, worum es geht. Die von Ihnen genannten europäischen Freiheitsfeinde am rechten Rand haben die Witterung gen Osten längst aufgenommen. Diese Leute haben sofort verstanden, dass in Putin jemand zu Europa spricht, der ihre Zwangsvorstellungen und Ressentiments teilt. Putin revanchiert sich bei seinen Bewunderern, indem er sie als Verwandte im Geist anerkennt. "Was das Überdenken von Werten angeht, sehen wir in Europa denselben Prozess", sagte er im Rahmen seiner vorletzten Bürgersprechstunde im russischen TV. Er verwies auf den "Sieg von Viktor Orban in Ungarn", den "Erfolg von Marine Le Pen in Frankreich". Es war die einzige Stelle in dem vierstündigen Interview, bei dem er etwas Positives über Europa zu sagen wusste. Putin will die EU zerstören. Die europäischen Nazis wollen das auch. Noch Fragen?

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    4. richtig beobachtet. da wächst zusammen, was zusammen gehört. der angebliche antifaschismus russlands ist nur hohles gerede.

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  3. Das unsere Medien "krank" sind erkennen inzwischen immer mehr Menschen, aber das ist schon ein Fall für die Intensivstation!!!

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    1. Dieser Blog ist kein Zweigunternehmen von Spon.

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    2. schade. bidder hatte sehr gut erklärt, warum er den bohei um die nachtwölfe ablehnt. ich muss ihm allerdings widersprechen. der grund ist folgendes statement, das alexander saldostanow vorgestern an der polnisch-weißrussischen grenze gab:

      “Ihr müsst verstehen: Für mich ist diese Tour nach Berlin keine einfache Fahrt. Nicht nur Gedanken an gefallene Soldaten, das ist für mich ein Krieg. Ich bin jetzt an der Front, das müsst ihr verstehen. Mein Land ist in Gefahr, das spüre ich mit ganzem Herzen. Das ist Fakt. Wir werden in den Krieg getrieben. Die Feinde Russlands rücken zusammen. Das bekommen wir zu spüren. Das zeigen die Geschehnisse in der Ukraine. In Sewastopol (Krim) hat die Gerechtigkeit gesiegt. Ein Wunder für uns alle. Jetzt will man dieses Wunder in den Dreck ziehen, es uns wegnehmen. Doch das gelingt niemandem.”

      er sagt, er befände sich im krieg. im krieg auf deutschem boden? gehts noch? solche leute wollen wir hier nicht. danke, bundesregierung, dass ihr diesen honks die einreise verweigert habt.

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    1. Dieser Blog ist auch kein Zweigunternehmen der Bildzeitung.

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    2. w.j. verwechselt input von lesern mit seinen postings. wäre er ein guter blogger und webmaster, würde er es den eh schon wenigen aktiven kommentatoren hier selbst überlassen, mit welchen quell-texten sie ihre argumente unterfüttern. bild und spon zitieren desöfteren die unbestechliche nowaja gazeta und das stinkt w.j. gewaltig. wenn die gazeta putin kritisiert, dann hat das immer hand und fuß. gegen diese hochanständigen journalisten, die wie ana politkowskaja ihr leben für ein demokratisches russland gaben, hat w.j. argumentativ nicht viel entgegenzusetzen und das wurmt ihn. als konsequenz nixt er diese kommentare, was ich unsouverän finde.

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    3. Argumente? Welche Argumente? Wenn Sie schon nicht in der Lage sind die hier veröffentlichten posts mit eigenen Texten zu kommentieren, dann haben Sie doch wenigstens so viel Anstand, vernünftige Quellenangaben zu machen. Fremde Texte, und mögen sie auch noch so hirnrissig sein, als seine eigenen auszugeben kann sehr teuer werden.

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    4. > Fremde Texte, und mögen sie auch noch so hirnrissig sein,
      > als seine eigenen auszugeben kann sehr teuer werden.

      kennen sie eigentlich das telemediengesetz? sie schließen schon wieder von sich, dem blogbetreiber, auf andere, vulgo: ihre kommentatoren. nicht mal der unbestechliche stefan niggemeier kann ihnen auch nur einen verlag oder autor nennen, der jemals urheberansprüche gegenüber blog*kommentatoren* gestellt hätte.

      > Argumente? Welche Argumente?

      tun sie doch nicht so scheinheilig! hier das bislang wichtigste: die nowaja gaseta konnte wasserdicht nachweisen, dass mindestes 300 reguläre russische soldaten und 31 russische panzer im donbass kämpften. bild hat den artikel der gaseta eins zu eins übersetzt und veröffentlicht. hier der wichtigste ausschnitt:

      Bereitwillig gibt der sibirische Soldat Dorzhi Batomunkuev (20, Militär-Identitätsnummer 2.609.999, Angehöriger der 5. Panzer-Brigade aus Ulan-Ude, Hauptstadt der russischen Teilrepublik Burjatien) Auskunft, wie er in die Ukraine gekommen ist: Noch als Wehrdienstleistender sei er im Oktober 2013 nach Rostow am Don verlegt worden. Die Vorgesetzten hätten etwas von einem Manöver gesagt, doch die Soldaten wussten Bescheid, spätestens, als die Panzer-Kennzeichen übermalt wurden: Es geht in die Ukraine. Erstes Ziel nach der Grenzüberquerung war Donezk. Seine Einheit beteiligte sich an der Einkesselung der strategisch wichtigen Stadt Debalzewo, die die Separatisten trotz der in Minsk verhandelten Waffenruhe noch einnehmen wollte. Im Radio hörten sie eine Diskussion, ob russische Truppen in der Ukraine sind. „Alle sagten nein, nein, nein. Aber wir waren doch da: 300 Mann nur aus Ulan-Ude. 31 Panzer gehörten zu unserem Bataillon.“
      http://www.bild.de/politik/ausland/ukraine/dieser-russische-soldat-kaempfte-fuer-putin-40010550.bild.html

      was haben sie dem entgegenzusetzen, w.j.? zeigen sie mir doch mal einen einzigen beweis für die behauptung, blackwater/academi-söldner hätten auf seiten poroschenkos mitgekämpft. die separatisten konnten bislang nichts dergleichen vorlegen.

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  6. Ganz interessant dass die ARD ganz offensichtlich Ina Ruck und Co. Rückendeckung gibt, auch für zynische und natürlich sachlich falsche Kommentare im Zusammenhang mit politischen Morden in der Ukraine. Und die aktive Beteiligung deutscher Politik und Medien an ethnischen Spannungen in fremden Ländern.

    Alles, alles ist jetzt medial möglich. Und macht die Vergangenheit so viel verständlicher. Deutsche Medien etwa nach dem Reichtstagsbrand. Damals herrschte bereits bei Journalisten ein Klima der Angst, heute verkaufen sie sich für Butterbrote- Propagandainstrument damals zu sein ist doch viel weniger verwerflich.

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