Freitag, 17. April 2015

Die ARD hat ihn endlich gefunden: Putins Troll - ein vierzigjähriger Tunichtgut

 Eine sehr lange Zeit hat das gedauert, bis die Tagesthemen endlich einen Putin-Troll präsentieren konnten. Diesen einen Troll, den der Schweizer Tagesanzeiger bereits in seiner Ausgabe vom 27. März stolz präsentierte. Gute vier Minuten, inklusive der Anmoderation durch Tagesthemen-Anchormann Thomas Roth versuchte die ARD dem deutschen Fernsehzuschauer das Bild einer dunkel-düsteren, russischen Propagandafabrik im Herzen des ehemaligen Leningrads näher zu bringen. Und wer wäre besser geeignet als die Moskaukorrespondentin Golineh Atai, eine Geschichte zu erzählen, deren Faktenarmut durch ein paar gestellte Bilder und ein Interview mit einem höchst dubiosen Zeitzeugen zu einer Nachricht aufgebauscht wurde.

 Doch der Reihe nach: Schon Thomas Roth lässt keinen Zweifel daran, wohin die Reise gehen soll:
"Ein Troll, das ist in der germanischen Mythologie ein Wesen, dass Schaden bringt. Ein paar tausend Jahre später gibt's diesen Troll immer noch, nur treibt er sich jetzt im Internet herum. Und dort versucht er unter falscher Identität auf Onlineforen z.B. Meinungen zu beeinflussen. Trolle sind vermutlich weltweit auch Mittel der modernen Meinungsmanipulation geworden. Im russischen St. Petersburg scheint es eine Art Anwerbezentrale für Trolle zu geben. Gegen Bezahlung versuchen diese dann im Russisch-Ukrainischen Konflikt gezielt Meinung für die russische Seite zu machen. 
Golineh Atai hat einen ehemaligen russischen Troll getroffen, der aus diesem schmutzigen Geschäft des Täuschens ausgestiegen ist."
 Golineh Atai nimmt uns mit in die Welt der Dunkelmänner. Sie zeigt uns die perfekte Tarnung des Zentrums der russischen Meinungsmanipulation:
"Ein Gebäude in einem verschlafenen St. Petersburger Wohngebiet." 
"Ein Gebäude in einem verschlafenen St. Petersburger Wohngebiet"

Aber das Mysteriöse, das Unheimliche lässt nicht lange auf sich warten:
"Die Vorhänge zugezogen. Ein Businesszentrum steht geschrieben."
"Die Vorhänge zugezogen"

"Ein Businesszentrum steht geschrieben"

Eine etwas merkwürdige Beschreibung für ein ganz normales Metallschild mit der Aufschrift: Geschäftszentrum, Savushkina Nr. 55. Aber "steht geschrieben" klingt so schön nach Mysterium.
"Nichts weiter deutet auf das Innenleben hin. Die Meisten, die hier arbeiten sind jung, 18 - 20, vielleicht."
 Die Kamera zeigt drei Frauen, wie sie einem Kleinbus entsteigen. Eine telefoniert mit dem Handy und wie um die Geheimhaltung an diesem Ort zu dokumentieren, verdeckt die Frau ihren Mund mit der Hand, damit niemand das Gesagte von den Lippen ablesen kann, wie in einem schlechten amerikanischen Krimi.

 Eine andere Frau, den Kopf durch ein Tuch verhüllt um nicht erkannt zu werden, in der Statur nicht unähnlich Frau Atai, schlüpft durch eine Glastür in das Innere des Gebäudes:
"Niemand will erzählen, was genau er hier macht."
 Aber kein Schweigen kann so eisern sein, als dass es nicht von Miss Investigativ, Golineh Atai aufgebrochen würde.

Umschnitt: Die Kamera zeigt uns einen Mann in gestreiftem Hemd, an der Knopfleiste ein Mikrofon, an einem Schreibtisch sitzend, wie er etwas in ein Laptop tippt.
"Marat bewarb sich dort als Troll. Einen Vertrag gab es nicht. Das Gehalt bar auf die Hand. Zwölf-Stunden-Schichten, kaum Gespräche. Wer zu spät kam zahlte Bussgelder."
 Golineh Atai verschweigt uns den Nachnahmen des Mannes. In Geheimdienstkreisen, das wissen wir aus unzähligen Agentenfilmen, werden keine Namen genannt. Dort muss der Vorname reichen. Vielleicht verrät uns Atai aber auch deswegen den Namen nicht, weil nicht so klar ist, wie der Mann wirklich heisst. Im März nannte der Schweizer "Tagesanzeiger" ihn Marat Burkhard. Auch in anderen Publikationen wird dieser Name genannt.

 Aber der Mann taucht schon einmal im "Tagesanzeiger" auf. Damals, anscheinend noch nicht in Putins Diensten in geheimer Mission unterwegs. Nämlich am 05. August 2010. Diesmal trägt er den Namen Marat Mindiyarov und er berichtet über das Leben in Moskau während der grossen Waldbrände, die damals rund um die Stadt tobten. Er habe, so teilt uns der "Tagesanzeiger" damals mit, von 2006 bis 2010 in der Schweiz, im Kanton Bern gelebt. Zur Zeit, also im August 2010 arbeitete er in Moskau in einem Hostel und als Touristen Guide.

 Im März diesen Jahres berichtet der Tagesanzeiger über den Mann, der nach Golineh Atais Aussage, "ein ehemaliger Geographielehrer" ist:
"Über Burkhard, 40 Jahre alt, ist wenig bekannt. Ein schmaler Blog in radebrechendem Deutsch zeigt, dass er 2006 in Bern Literatur studierte, 2007 Arbeit als Réceptionist in Davos fand und 2011 in einem Vorort von Sankt Petersburg strandete : Ohne Geld, ohne Arbeit, ohne Liebe, in einer Stadt, wo ich nicht leben will, mit einem Leben, das ich nicht haben will. Damals in der Schweiz war sein Traum, Schriftsteller werden."
Zumindest erahnen lassen sich die Gründe für Marats plötzlichen Drang, den westlichen Medien als Kronzeuge für die Putinsche "Trollfabrik" zu dienen.
"Heute, nach der endlosen Schichtarbeit in der Agentur, schrieb er in seinem Blog, er habe nun Stoff für ein Buch",
weiss der Tagesanzeiger. Ein wenig PR kann da schliesslich nicht schaden.

 Diese reichlich zwielichtige Gestalt scheint ansonsten in seinen 40 Lebensjahren nicht viel zustande gebracht zu haben. So warnt eine St. Petersburger Kreuzfahrtgesellschaft öffentlich im Netz andere Arbeitgeber vor Marat Mindiyarov: Sie mögen sich nicht von den Geschichten täuschen lassen, die er erzählt. Marat zeige einen ungehobelten Umgang mit Vorgesetzten, Kollegen und Kunden, seine Arbeitsdiziplin lasse zu wünschen übrig (Fehlzeiten) und er habe bereits vor seiner Anstellung bei der Kreuzfahrtgesellschaft rund ein dutzend Arbeitsstellen inne gehabt.

 Das "Trans-Siberian Hostel" in Moskau beklagt sich, durch die Grobheit und den schlechten Service des Mannes einen Verlust an Besuchern und Einnahmen gehabt zu haben.

 In einem merkwürdig leeren Zimmer, ausser dem leeren Schreibtischen, einer Kaffeetasse und dem Laptop ist da nichts, kein Bild an der Wand, kein Schrank, keine Blumen, nichts, malt Marat das Bild eines ausbeuterischem Arbeitgebers:
"Die Atmosphäre war eine des Schweigens, der Depression. Wir hatten so viele Aufgaben, dass wir keine Zeit hatten herumzulaufen. Um dein Soll zu erfüllen musst du arbeiten, arbeiten, arbeiten."
 Ein in der Tat schweres Los für einen Arbeitnehmer. Wie gut geht es doch dagegen uns, die wir den grossen Vorzug und das Verfügen haben im Kapitalismus zu leben, wo bekanntlich der Arbeitnehmer, wenn er nicht gerade in der Hängematte liegt, seinen Tag damit verbringt herumzulaufen.

Ein merkwürdig leeres Zimmer. Die Szene wirkt gestellt.

Ein Wunder: Als die Kamera aus der Gegenperspektive filmt, hat sich Golineh Atai in einen Fernsehapparat verwandelt

 Dem Schweizer Tagesanzeiger berichtete er die Situation am Arbeitsplatz so:
"Er tippte endlos. Die Vorgabe war mörderisch. 135 Postings pro Schicht, jedes mindestens 200 Zeichen lang. Also drei Seiten «Tages-Anzeiger» in 12 Stunden. Wenigstens musste er nicht viel dabei nachdenken. Denn was er zu schreiben hatte, wurde ihm gesagt: Propaganda. (...) In seiner Abteilung arbeiten 20 Leute, in Tages- und Nachtschichten, streng kontrolliert und für Verfehlungen mit Busse bedroht: Schon eine Minute Verspätung kostete 500 Rubel."
Auch hier war Marats Arbeitseifer eher kurzfristiger Natur:
"Marat Burkhard war zwei Monate Angestellter in der berühmtesten Trollfabrik Russlands – der «Agentur zur Analyse des Internets» in Sankt Petersburg",
berichtet der Tagesanzeiger. Und auch die Arbeitseinstellung scheint eher suboptimal gewesen zu sein:
"Er machte den Job, wie er sagte, aus Abenteuerlust."
 Die ARD schildert Marats Einstellung zu Job und Arbeit etwas positiver:
"Aus Neugier hatte er sich beworben. Die Arbeit schien ihm jeden Tag absurder, wie in einem Ministerium für Wahrheit."
 Golineh Atai zeigt sich als belesene Persönlichkeit. Der Ausdruck "Ministerium für Wahrheit" erinnert an den Roman "1984" von George Orwell.

 Die Tagesthemen verkaufen uns die Story vom Troll Marat, als sei sie auf Golineh Atais eigenem Mist gewachsen. Wie sagte noch Thomas Roth in seiner Moderation:
"Golineh Atai hat einen ehemaligen russischen Troll getroffen, der aus diesem schmutzigen Geschäft des Täuschens ausgestiegen ist."
 Das ist, gelinde gesagt, eine dreiste Lüge. Aber wenn die Rosstäuscher von ARD-aktuell erst einmal loslegen, bleibt nichts wie es eigentlich ist. Wie wir gesehen haben, hat der Schweizer Tagesanzeiger bereits am 27. März die Geschichte von "Marat Wie-auch-immer" in aller epischen Breite und Länge verwurstet. Die Schweizer haben aber wenigsten noch so viel Anstand im Leib, dass sie nicht verschweigen, auf wen diese schöne Geschichte letztendlich zurück geht:
"Danach gab er (Marat, d. A.) dem amerikanisch finanzierten Sender Radio Free Europe ein langes Interview."
 Der jahrelang von der CIA finanzierte Propagandasender "Radio Free Europe" erschien den Machern von "ARD-aktuell" denn doch wohl ein bisschen zu dubios. So erfanden sie einfach das Treffen Marats mit der Speerspitze deutscher Falschinformationen und begabter Märchenerzählerin, Golineh Atai und aus dem uralt Propaganda-Märchen von "Radio Free Europe" wurde eine Scheinreportage in der es so richtig schön menschelt. Man sieht mit der nötige Chuzpe und dem Fehlen jeglichen Ehrgefühls macht ein deutscher öffentlich-rechtlicher Fernsehsender noch aus der Drittverwertung einer Story vier Minuten Sendezeit.

Kommentare:

  1. treffer, versenkt, ard! w.j. regt sich obligatorisch auf, weil er höchstselbst ein putin-troll ist. so wie er sich hier reinhaut für die belange putins, würde es mich nicht wundern, wenn sein name auf der liste sich befände, von der ben bidder heute auf spon berichtet:

    (...) Auf der Website finden sich auch ausführliche Steckbriefe prorussischer Kräfte. Kalaschnikows Adresse war dort angegeben, im Falle des Journalisten Busina sogar eine Handynummer. Beide Einträge waren erst vor wenigen Tagen angelegt worden. Der Autor nutzte das Pseudonym "404", im Internet ist das geläufig als Bezeichnung für einen "toten Link". Die Seite selbst trägt den makabren Namen "Peacekeeper" und führt insgesamt mehr als 9000 "Volksfeinde". Im "Fegefeuer" finden sich allerdings nicht nur Separatisten-Kämpfer und prorussische Politiker, sondern auch eine Internetnutzerin mit Wohnsitz in Deutschland, deren einziges erkennbares Vergehen offenbar das Teilen von "Anti-Maidan"-Propaganda ist.
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-mordserie-an-maidan-gegnern-a-1029075.html#ref=plista

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    1. Ich mag das ja, wenn Leute gleich persönlich werden und mit keiner Silbe auf die vorgetragenen Argumente eingehen. Ein gutes Indiz dafür, dass der Autor nicht so ganz falsch liegt. Danke für die Bestätigung!

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    2. > Ich mag das ja, wenn Leute mit keiner Silbe
      > auf die vorgetragenen Argumente eingehen.

      was willst du? das ist exakt die methode w.j.! nur ein beispiel: er ging hier bislang mit keiner silbe auf die vorhaltungen meinerseits bezüglich der von ihm praktizierten doppelmoral ein. darüber, dass putin in puncto tschetschenische unabhängigkeitskriege sich vor 15 jahren diametral anders verhielt als heute -- stichwort selbstbestimmungsrecht der völker, das putin seit einem jahr wie eine monstranz vor sich her trägt --, will w.j. kein wort verlieren. klar, warum. w.j. macht es wie russia today. ihm geht es darum, dem westen auf teufel komm raus eins reinzuwürgen. w.j. ist anti-amerikanist. umgekehrt: immer dann, wenn putin sich blößen gibt, vulgo inkohärent argumentiert -- also fast immer -- legt w.j. einen mantel des schweigens darüber. wie armselig ist das denn, bitte?

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    3. Kritisieren Sie auch so vehement die moralischen Doppelstandards des Westens? Oder ist es doch nur plumper Putinhass, der aus Ihren Beiträgen tropft?
      Menschen, die so einseitig argumentieren und andere als armselig bezeichnen, kann ich leider nicht ernstnehmen - zumal wenn sie in einem Beitrag das, was sie kritisieren, selbst vorführen.

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    4. > Kritisieren Sie auch so vehement die moralischen
      > Doppelstandards des Westens?

      Guantanamo, Bagram, CIA-Entführungen, Drohnen-Krieg mal beiseite. Reden wir über die Ukraine. Nein, ich sehe in puncto Ukraine keine Verlogenheit des Westens. Aus der Ecke der Putinversteher kommt immer der Hinweis auf das Kosovo - kompletter Bullshit. Damals - wir erinnern uns - war Srebrenica gerade vier Jahre her, Milosevic schickte die Mörderbanden Arkans und Seselj ins Kosovo, Flüchtlingsströme en masse ergossen sich Richtung Albanien. Damals war militärische Nothilfe angesagt, es drohte Srebrenica Reloaded. Zum Vergleich: MILITÄRISCHE NOTHILFE-MASSNAHMEN AUF DER KRIM VON SEITEN MOSKAUS WAREN KOMPLETT ÜBERFLÜSSIG, WEIL NICHT *EINEM* RUSSEN ZUVOR EIN HAAR GEKRÜMMT WORDEN WAR! PUTIN VERARSCHTE DIE WELTÖFFENTLICHKEIT - UND DER WESTEN LIESS ES NUR DESHALB GESCHEHEN, WEIL RUSSLAND DIE GRÖSSTE ATOMMACHT DER WELT IST. EINE SCHANDE GALAKTISCHEN AUSMAßES!

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    5. Ok, ich verstehe. Doppelstandards gelten nur für Putin (ich hatte es ja schon vermutet).
      Ich lasse Sie jetzt allein und Sie können sich weiter in Ihrem Hass suhlen. Aber passen Sie bitte auf Ihr Herz auf.

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    6. Volltreffer!!! Jetzt hat W.J. seinen Nickname :-)

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  2. Deutschlands größte Medien-Troll-Zentrale:

    ARD Hauptstadtstudio
    Wilhelmstraße 67A
    10117 Berlin

    Von dort aus ziehen bezahlte Medientrolle durch die Welt um instruierte Propaganda zu verbreiten.
    Golineh A. ist eine dieser gekauften Trolle.
    "Ohne Geld, ohne Arbeit, ohne Liebe, in einer Stadt, wo ich nicht leben will, mit einem Leben, das ich nicht haben will."

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    1. ah, ein montagsspaziergeher. sei so ehrlich und schreib doch gleich "lü-gen-pres-se, auf die fres-se!"

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    2. Diffamierung in Reinstkultur. Berechtigter Kritik wird mit plumpen Beleidigungen und Unterstellungen begegnet. So weit sind wir also schon.

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    3. ach, anonoym, wie putzig. weißt du, was mein problem mit leuten wie dir ist? es ist komplett lachhaft, westlichen mainstream-medien die unabhängigkeit absprechen zu wollen, wenn man gleichzeitig rt deutsch für vertrauenswürdig hält. get a life! hier mal zu den fakten...

      Wie Putin Einfluss nimmt auf die Medienberichterstattung in Russland:

      -- Direkte staatliche Kontrolle. Der Staat kontrolliert direkt, wie beispielsweise die Rossijskaja gaseta oder die Nachrichtenagentur ITAR-TASS;

      -- Via staatliche Unternehmen. Die Medien sind in der Hand mehrheitlich vom Staat kontrollierter Firmen befindlich, wie beispielsweise die Tageszeitung Iswestija (über Gazprom-Media Teil des mehrheitlich vom Staat kontrollierten Konzerns Gazprom) oder die Nachrichtenagentur RIA Novosti, die zum staatlichen Medienkonzern WGTRK gehört;

      -- Via staatstreue Unternehmer. Unternehmer, die mit staatsnahen Firmen auf das engste verbunden sind, kaufen auf dem Medienmarkt eigene Medienimperien ein: Im Jahr 2007 beispielsweise erwarb Alischer Usmanow die Tageszeitung Kommersant, nach Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen bis dahin "eine der letzten Bastionen der unabhängigen Medien".

      -- Verstaatlichung von Druckereien.

      -- Repressalien und Einschüchterungsmaßnahmen. Haben in vielen Redaktionen zu Selbstzensur geführt.

      -- Zulassung von Journalisten. „Wenn der Präsident oder ein anderer Vertreter des Kremls eine Pressekonferenz gibt, werden nur Journalisten zugelassen, die regierungsfreundlich berichten. Darüber hinaus dürfen nur Fragen gestellt werden, die vorher mit dem Pressestab des Präsidenten abgesprochen wurden.“ (Grigori Pasko in einem Interview.)

      Unabhängige Medien sind auf Moskau und größere Städte beschränkt. Die finanzielle Situation der unabhängigen Medien ist äußerst schlecht. Aufgrund der geringen Kaufkraft der Bevölkerung und der schlechten Anzeigenlage – im Fall der Nowaja Gaseta beispielsweise durch Druck auf Anzeigenkunden – leiden sie unter chronischer Finanzknappheit. Dazu kommen noch (gleichfalls wie im Fall Nowaja Gaseta) durch staatliche Institutionen eingeleitete steuer,- straf- oder zivilrechtliche Verfahren.

      Mehrere nicht gelenkte Medien in Russland verloren wie der TV-Sender Doschd in der dritten Amtszeit von Präsident Putin die nationale Reichweite. Gleichzeitig müssen sich Blogger, deren Blog täglich 3000 Mal gelesen wird, ab Mai 2014 als "Nachrichtenmedien" registrieren lassen.

      Der Soziologe Nikolai Wakhtin strich in Bezug auf die "öffentlichen Sprachlosigkeit der Russen" die Rolle der Medien heraus: „Hätten wir ein anderes Fernsehen, hätten wir bei uns auch eine ganz andere Staatlichkeit."

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    4. Putzig sind lediglich die Schlussfolgerungen, die Sie aus meinen wenigen Worten entnehmen, und welche dann die Grundlage für Ihre Überlegungen meine Person betreffend darstellen. Aufpassen, man verheddert sich schnell im Wahn, wenn der Kontakt zur Realität verloren geht.

      Nur nebenbei, einige der ach so verfolgten Kritiker haben in der "Ich bin ein toller Präsident"-Fragestunde mit Putin sogar kritische Fragen gestellt. Passt natürlich nicht in Ihr Weltbild, aber dies ist die Realität. Vielleicht überdenken Sie Ihren pathologischen Russen- bzw. Putinhass mal, dann könnten Sie auch ein ernsthafter Diskussionspartner werden.

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    5. @jewgeni: Denken sie doch einfach mal über folgendes nach. Egal wo etwas publiziert wird, haben sie doch heutzutage die Möglichkeit, diese heisst übrigens Internet, an weitere Informationen zu kommen. Jeder der dies nicht macht tappt in eine Propagandafalle. Egal ob west oder ost. Ihre Aufzählung von Abhängigkeiten kann vom Osten doch locker mal mit der Sendung "Die Anstalt" gekontert werden. Da wurden doch so klar die Abhängigkeiten im Westen dargelegt, dass sogar eine Nichtvertreitung (und das bei der so gerühmten Pressefreiheit) beantragt wurde. Spätestens seit Göbbels sollten Menschen etwas kritischer auf Pressestimmen reagieren. Sehen sie sich aber mal den Vortrag von R. Parry - AU Moscow 2015 Part 2 ab 07:00 - an. Danach können sie für sich entscheiden ob sie gemäss der Westpropaganda einfach alle Kritiker als Putintrolle abtun (das sind aber dann ganz viele ehemalige hochrangige Regierungsleute die Russland da bezahlen müsste) oder ob sie ebenfalls kritischer beurteilen.

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  3. Putin pochte am Donnerstag ausdrücklich darauf, der Donbass müsse selbst über sein Schicksal bestimmen dürfen, unabhängig von der Zentralregierung in Kiew. "Das entscheidende Wort, wie und mit wem sie leben wollen, liegt bei den Menschen, die in diesen Gebieten liegen".
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/separatistengebiete-in-ukraine-putin-deutet-anerkennung-an-a-1029376.html

    UND DAFÜR SIND DSCHOCHAR DUDAJEW UND ASLAN MASCHADOW GESTORBEN?? PUTIN SOLLTE SICH IN GRUND UND BODEN SCHÄMEN, WEIL SEIN GEFORDERTES SELBSTBESTIMMUNGSRECHT NUR FÜR ETHNISCHE RUSSEN IM AUSLAND GILT! WEHE DEM VOLK, DAS AUF DEM TERRITORIUM DER RUSSISCHEN FÖDERATION - WIE WEILAND DIE TSCHETSCHENIEN - SICH ERDREISTEN WÜRDE, MOSKAU LEBEWOHL ZU SAGEN! DAS IST DIE WAHRHEIT, DIE DIE PUTINVERSTEHER - WIE ES IHRE ART IST - HARTNÄCKIG IGNORIEREN! SHAME ON YOU, W.J.!

    P.S.: CONGRATS ZUM SIEG DER ARMINIA ÜBER DIE PREUSSEN AUS MÜNSTER.

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  4. ich wünsche putin, dass möglichst viele angehörige der folgenden ethnien sich demnächst erheben und volksrepubliken auf dem gebiet der russischen föderation ausrufen, die der mussolini für arme dann allesamt anerkennen muss, will er nicht vollends als lachnummer darstehen. das wäre ein spaß!

    Tataren 5.554.601
    Ukrainer 2.942.961
    Baschkiren 1.673.389
    Tschuwaschen 1.637.094
    Tschetschenen 1.360.253
    Armenier 1.130.491
    Mordwinen 843.350
    Awaren 814.473
    Weißrussen 807.970
    Kasachen 653.962
    Udmurten 636.906
    Aserbaidschaner 621.840
    Mari 604.298
    Deutsche 597.212
    Kabardiner 519.958
    Osseten 514.875
    Darginer 510.156
    Burjaten 445.175
    Jakuten 443.852
    Kumyken 422.409
    Inguschen 413.016
    Lesgier 411.535
    Komi 293.406
    Tuwiner 243.442
    Juden 229.938
    Georgier 197.934
    Karatschaier 192.182
    Zigeuner 182.766
    Kalmücken 173.996
    Moldauer 172.330
    Laken 156.545
    Koreaner 148.556
    Tabassaranen 131.785
    Adyge 128.528
    Komi-Permjaken 125.235
    Usbeken 122.916
    Tadschiken 120.136
    Balkaren 108.426
    Griechen 97.827
    Karelier 93.344
    Türken 92.415
    Nogaier 90.666
    Chakassen 75.622
    Polen 73.001
    Altaier 67.239
    Tscherkessen 60.517
    Litauer 45.569
    Nenzen 41.302
    Abasinen 37.942
    Ewenken 35.527
    Chinesen 34.577
    Finnen 34.050
    Turkmenen 33.053
    Bulgaren 31.965
    Kirgisen 31.808
    Jesiden 31.273
    Rutulen 29.929
    Chanten 28.678
    Letten 28.520
    Agulier 28.297
    Esten 28.113
    Vietnamesen 26.206
    Kurden 19.607
    Ewenen 19.071
    Tschuktschen 15.767
    Schoren 13.975
    Assyrer 13.649
    Gagausen 12.210
    Nanai 12.160
    Mansen 11.432
    Abchasen 11.366
    Araber 10.630
    Zachuren 10.366
    Paschtunen 9.800
    Nagaibaken 9.600
    Korjaken 8.743
    Wepsen 8.240
    Dolganen 7.261
    Rumänen 5.308
    Niwchen 5.162
    Inder 4.980
    Selkupen 4.249
    Serben 4.156
    Krimtataren 4.131
    Perser 3.821
    Magyaren (Ungaren) 3.768
    Udinen 3.721
    Bergjuden 3.394
    Mescheten 3.257
    Schapsughen 3.231
    Itelmenen 3.180
    Bessermenen 3.122
    Kumandiner 3.114
    Ultschen 2.913
    Tschechen 2.904
    Uiguren 2.867
    Sojoten 2.769
    Mongolen 2.656
    Teleuten 2.650
    Talyschen 2.548
    Telengiten 2.399
    Taten 2.303
    Kamtschadalen 2.293
    Samen 1.991
    Eskimos 1.750
    Udegen 1.657
    Karakalpaken 1.609
    Tubalaren 1.565
    Spanier 1.547
    Hemşinli 1.542
    Jukagiren 1.509
    Keten 1.494
    US-Amerikaner 1.275
    Tschuwanzen 1.087
    Italiener 862
    Tschelkanen 855
    Tofalaren 837
    Japaner 835
    Nganassanen 834
    Franzosen 819
    Dunganen 801
    Kubaner 707
    Orotschen 686
    Tschulymer 656
    Slowaken 568
    Negidalen 567
    Aleuten 540
    Engländer 529
    Mittelasiatische Zigeuner 486
    Karaimen 366
    Oroken (Ulta) 346
    Ischoren 327
    Tasen 276
    Enzen 237
    Mittelasiatische Araber 181
    Krimtschaken 157
    Russinen 97
    Woten 73
    Bucharische Juden 54
    Georgische Juden 53
    Kereken 8
    Andere 42.980 0,03 %
    Keine Angaben 1.460.751
    (Quelle: Wiki)

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    1. Besonders gespannt bin ich auf die Volksrepublik "Andere" und "Keine Angaben". Wahre Blödheit kennt halt keine Grenzen.

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    2. Hoffentlich sind es nicht 83 statt der angegebenen 73 Woten, denn dann könnte Putin gleich kapitulieren.

      Ich verstehe auch nicht, warum Jewgeni unter zwei verschiedenen Namen postet. Oder hat der Schreibstil (erste Hälfte des Beitrags normal, zweite Hälfte in Großbuchstaben) irgendetwas mit der Herkunft zu tun, ist dies eine neue stilistische Form? Keiner weiss es....

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    3. Eigentlich reicht es schon, wenn Jakutien versucht die Unabhängigkeit zu erlangen. Ohne Moskau könnten die Jakuten eine der reichsten Nationen der Welt werden bei all den Bodenschätzen.

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    4. @jewgeni: Tja da habe sie aber den Nagel auf den Kopf getroffen. Diese armen Völker. Könnten die doch nur frei entscheiden wie die Katalanen in Spanien. Shen sie doch einfach ein, dass es kein "Völker"Recht gibt. Es muss zur besseren Verständlichkeit eher "Landesgrenzenrecht" heissen. Was soll das für ein Recht sein, wenn der Mutterstaat zuerst eine Zustimmung für ein solches Referendum geben muss. Die Welt ist nicht schwarz und weiss!

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    5. Respekt. Lange gebraucht zum regergieren??
      Wieviel Dollar gibt es dafür?

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  5. Nachtrag: das in Wikipedia noch von "Zigeunern" und "Eskimos" gesprochen wird, hm.
    Die 1276 US-Amerikaner würden mich auch interessieren, was ist das für eine Ethnie?

    Und wer hat die überhaupt alle so genau gezählt? Krimtataren sollte es bestimmt jetzt auch mehr in Russland geben. Merkwürdige Liste...

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    1. Wikipedia ist schon lange nicht mehr die unabhängige Plattform, die es vielleicht einmal gewesen ist. Das Projekt Wikipedia free wird finanziert von den üblichen Verdächtigen: Georges Soros, dem National Endowment for Democracy, und der Bill & Melinda Gates Stiftung. Bitte einmal die Einträge dort daraufhin kritisch prüfen: Wer bezahlt, der bestimmt was gespielt wird.

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  6. Zum letzten Bild:
    Welches Wunder denn? Der Fernseher ist auf dem vorherigen Bild am rechten Rand zu erkennen und der Bildschirm des Laptops ist auf dem letzten Bild neben dem des Fernsehers zu sehen. Mal wieder kein Wunder in Sicht. Schade eigentlich :)

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    1. Das Wunder einer gestellten Stelle, würde ich vermuten. Im vorherigen Bild sieht es für mich zumindest so aus, als würde der Fernseher parallel zur Wand stehen und nicht wie im unterem Bild parallel zum Tisch. Also würde ich daraus schlussfolgern, dass der Fernseher für diese Szene extra umpositioniert wurde, um gewisse Aussagen zu verstärken. Die Berichterstatter wissen schon genau, wie sie ihre Aussagen mit gewissen Ausschnitten, Winkelaufnahmen etc. am besten untermauern. Ist ja schließlich deren Job.

      Meiner Meinung nach gibt es in dem Zeitalter des Internets auf jeden Fall Trolle, egal ob Ost, West oder wo auch immer. Ich finde es nur Interessant, dass die Berichterstatterin davon ausgeht, dass es diese nur im Osten geben würde.

      Und vor dem Krieg in der Ukraine hatte ich immer Vertrauen in die ARD und (fast) immer schön brav um 20.00 Uhr die Nachrichten eingeschaltet. Doof nur, dass ich Verwandschaft in der Ukraine habe, bzw. gehabt hatte (zum Glück sind die da raus), die ein Haufen Themen ziemlich anders erzählt haben. Und ich kann keinen Grund darin erkennen, wieso diese mich anlügen sollten, was sie denn alles erlebt hatten. Dazu nur so viel, ja es gibt und gab auch schon lange vor dem Konflikt Rechtsextreme, Stichwort Banderisten.

      Verdammt, jetzt wollt ich doch nur kurz nen Kommentar zum Fernseher abgeben und bin am abschweifen, wie mir gerade auffällt.

      Bitte vergesst nicht, dass das nur meine persönliche Meinung ist und jeder Mensch sich seine eigene bilden soll, aber auch die Journalisten spiegeln leider nur gewissen Meinungen (die ihren oder die ihnen Aufgetragenen) wieder. Egal ob Ost oder West. Das sieht für auf jeden Fall nicht nach objektivem Journalismus aus.

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  7. ist doch interessant mal zu sehen, wie so Trolle arbeiten, das wird in West wie Ost ähnlich sein : )))

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    1. Nö, im Westen kriegen Trolle eine Sozialversicherung :))

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  8. https://www.facebook.com/groups/1612893252260582/?fref=ts lol

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