Mittwoch, 13. Mai 2015

Erschütternd: Stephan-Andreas Casdorff, Chefredakteur des Tagesspiegels, ein Leben in geistigem Vakuum

 In der letzten Woche gab es zwei beachtenswerte Dokumente der Leistungsfähigkeit deutschen Spitzenjournalismus'. Beide befassten sich im weitesten Sinne mit dem Thema Muttertag und dabei im engeren mit der Mutter Wladimir Putins. So ist der deutsche Journalist: Schon seit alters her ist er ein entscheidender Verfechter der Sippenhaft.

 In dem ersten der zu betrachtenden Artikel legt der Chefredakteur des "Tagesspiegels", Stephan- Andreas Casdorff beredt Zeugnis darüber ab, wie die intellektuelle Leistung von einer Generation zur anderen, sich praktisch in nichts auflösen kann. Mit dem zweiten, dem Elaborat des Steffen Dobbert von der "Zeit", werden wir uns demnächst befassen.

 Stephan-Andreas, Sohn des Claus Hinrich Casdorff, jenem blitzgescheiten Gründer und jahrelangem Moderator der ARD-Sendung "Monitor" ist wohl mehr der rechten Gesinnung wegen, als seiner journalistischen Leistungen zum Chefredakteur avanciert.

 Mit Leistungen wie den Artikel "Wladimir Putin, seine Mutter und das Kriegsende" hätte man zur Zeit seines Vaters bestenfalls den Job eines Büroboten bekommen und auch dass nur wenn man der Inhaber eines großen Namens war und die Leitung eines überregionalen Blattes der Meinung war dem Vater etwas schuldig zu sein.

 Man sieht den kleine Stephan-Andreas förmlich vor sich: Auf dem überdimensionalen Schreibtisch in dem geräumigen Büro mit der gediegenen Einrichtung, der Laptop. Der kleine Stephan-Andreas muss etwas schreiben und er weiss nicht so recht was. Sein Blick wandert durch sein Büro und bleibt am Kalender hängen mit dem aktuellen Datum, dass seine Sekretärin, die gute Seele, jeden Morgen für ihn einstellt.
"Heute ist der achte Mai",
tippt er in die Tastatur. Na bitte, ein Anfang ist gemacht. Fehlt nur noch die Geschichte. Stephan-Andreas überlegt krampfhaft. "Früher," so sinniert er, "wenn sich Journalisten in solch hoffnungsloser Situation befanden, kauten sie ein wenig an ihrem Schreibgerät, einem Bleistift oder Füllfederhalter und schon sogen sie sich aus Diesem eine schöne Geschichte." Die Möglichkeit ist der heutigen Generation der Schreiberlinge genommen worden: Am Laptop zu saugen bringt, ausser einem leichten Kribbeln, das von der elektrischen Spannung herrührt, leider nichts.
"Wir wollen einen Moment inne halten",
fliesst es dem Chefredakteur in die Tastatur. Ein guter Satz. Am achten Mai hält man halt einen Moment inne. Schon seit Jahren. Aber eine Story, eine Story ist das immer noch nicht. Casdorff blättert in den Agenturmeldungen.
"Sie empfanden keinen Hass,"
liest er und schreckt wie elektrisiert hoch. Es wird gemeldet, auf der Website "Russkij Pionier" schreibt Putin höchstpersönlich. Da ist sie, die Story. Wie wild malträtiert er die Tastatur:
"Sie empfanden keinen Hass gegenüber dem Feind." Das schreibt der russische Präsident Wladimir Putin und erinnert an Worte seiner Mutter."
 Er hält kurz inne. Kann das sein? Der Rest einer Generation Russen fast vollständig ausgerottet von den deutschen Nazis, empfindet keinen Hass?
"Nicht nur Putin wundert das."
Auch dem kleinen Stephan-Andreas kommen erste Zweifel.
"Aber wie sagte seine Mutter: "Was will man denn von diesen Leuten? Sie waren fleißige Arbeiter wie wir auch. Man hat sie einfach an die Front getrieben."
 Casdorff schaut auf den kleinen Bildschirm vor ihm. Langsam findet er Gefallen an dem Gedanken, die Deutschen seien gar nicht Schuld an dem Morden und Schlachten während des zweiten Weltkrieges. "Man hat sie einfach an die Front getrieben". Keine Nazis, nirgends, bis auf die kleine Schar der Fronttreiber. Ein widerwillig in den Krieg getriebenes Volk.

 Plötzlich wie vom Schlag getroffen endet die Begeisterung des kleinen Stephan-Andreas. Putins Mutter? War man in deutschen Journalistenkreisen bisher nicht immer der Meinung gewesen, Putin sei gar kein Mensch, von einer Frau aus Fleisch und Blut geboren? War nicht ausgemacht Putin sei der Leibhaftige selbst, der Gott-sei-bei-uns, der Pferdefüssige?

 Für klein Stephan-Andreas ist es an der Zeit für eine geschwinde Umkehr. Posten, Büro und die, den Kalender aktualisierende, Sekretärin stehen auf dem Spiel.
"Ja, er ist ein Kind des KGB."
 Puh, gerade noch einmal gekriegt, die Kurve. Nicht einfach eine Ausgeburt der Hölle. Nein viel besser, vom KGB geboren, in einer finsteren, Sternen- und Mondlosen Nacht, in der draussen wilde Blitze zucken und lauter Donner einen jeden Christenmenschen die Ohren zuhalten lässt.

"Ich sollte noch ein wenig nachlegen, ein wenig dicker auftragen", denkt der Chefredakteur. Er schaut ein wenig an die Decke, denkt nach. Dann aber sausen die Finger nieder auf die Tastatur:
"Ausgebildet als kalter Krieger. Putin weiß, wie man Legenden erfindet."
 Alles nur gelogen, erdacht von Putin, der hässlichen Ausgeburt des KGB. Der kleine Stephan-Andreas faltet die Hände hinter dem Kopf und lehnt sich zurück in seinem Leder bezogenen Chef-Schreibtischsessel. Ein wunderschöner Arbeitstag geht zu Ende. Er gerät in eine versöhnliche Stimmung:
"Aber die Worte der Mutter sollten wir einfach stehen lassen",
murmelt er und mit dem Gedanken:
"Heute ist der 8. Mai",
und der Gewissheit, alles getan zu haben was er kann, dämmert er leise dahin.

Kommentare:

  1. Hatte ich auch zufällig gelesen, ohne ein intensiver Medien-Junkie zu sein. Über Google News drauf gestossen.
    Und ebenfalls den Kopf geschüttelt.
    Weniger über den Verfasser dieser Peinlichkeit, mehr darüber, dass es vermutlich Leute gibt, die für den Tagesspiegel Geld ausgeben. Die wirklich dafür arbeiten um dann von dem Lohn so einen Mist zu erwerben.

    AntwortenLöschen
  2. Viel interessanter als dieser Schreiberling ist doch die unglaubliche menschliche Größe und Klugheit seiner Mutter, die jene Nazibestien, die nichts als verbrannte Erde hinterließen und jene, die sich dabei schämten, so derart differenziert betrachtete und nicht pauschal verurteilte.

    AntwortenLöschen
  3. > Erschütternd: Stephan-Andreas Casdorff

    nee, erschütternd ist, dass luxemburgs amtierender ministerpräsident -- wäre er bürger russlands -- in lagerhaft sich befände.

    Schwuler EU-Regierungschef Luxemburgs Premier Bettel heiratet langjährigen Freund

    Xavier Bettel hat als erster Regierungschef in Europa einen Ehemann: Der luxemburgische Premier hat seinen langjährigen Partner Gauthier Destenay geheiratet. Ein Foto des glückliche Paares auf den Stufen des Standesamts gibt es auf SpOn. Ist W.J. genauso homophob wie Putin? Denkbar wäre es.

    AntwortenLöschen
  4. hallo, herr jungmann,

    ich habe mir den kommentar von casdorff in gänze durchgelesen. danke für die verlinkung. okay, der gute ist stilistisch ein wagner-epigone. das mag infantil rüberkommen, inhaltlich kann ich an dem text aber nichts anstößiges feststellen. im gegenteil.

    >> 27 Millionen Sowjetbürger starben im Zweiten Weltkrieg.
    >> Es gab keine einzige Familie, in der nicht jemand gefallen ist.
    >> Das schreibt jetzt der russische Präsident Wladimir Putin auf
    >> der Website "Russkij Pioner". Und: "Sie empfanden keinen
    >> Hass gegenüber dem Feind."

    selbstverständlich ist diese generalisierte aussage totaler schwachsinn, angesichts der faktenlage:

    "Für die Russen waren wir Freiwild"
    Historiker streiten, wie viele Frauen bei Kriegsende Opfer sexueller Gewalt wurden: Eine halbe Million oder doch zwei Millionen? Und was waren die Motive hinter der systematischen Vergewaltigung?
    http://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article138008854/Fuer-die-Russen-waren-wir-Freiwild.html

    der apodiktische satz "sie (die russen) empfanden keinen hass gegenüber dem feind" ist ähnlich gaga, als würde man behaupten, alle russen seien alkoholabhängig und neigten zur gewalt. beide aussagen sind ob ihrer pauschalität grundfalsch.

    AntwortenLöschen
  5. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

      Löschen
  6. Absolut nervig diese Natotrolle!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

      Löschen
  7. Irgendwann hat jeder Spass ein Ende. Bei der nächsten Drohung oder Veröffentlichung aus meinem nächsten Lebensumfeld werde ich Strafanzeige stellen.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. mach dich mal locker, alter. niemand droht hier. gut, außer putin: „wenn ich wollte, könnten russische truppen in zwei tagen nicht nur in kiew, sondern auch in riga, vilnius, tallinn, warschau oder bukarest sein.“

      Löschen
    2. Warum versteckst du dich hinter immer neuen Pseudonymen, du elender Feigling. Zeig dich doch offen und steh zu dem Blödsinn den du hier und anderswo verzapfst. Intellektuell unterste Schiene, keinen Anstand und unsäglich feige, ein äusserst angenehmer Zeitgenosse.

      Löschen
    3. > Warum versteckst du dich hinter immer neuen Pseudonymen?

      weil ich es darf.

      § 13 Abs. 6 Telemediengesetz: „Der Diensteanbieter hat die Nutzung von Telemedien anonym oder unter Pseudonym zu ermöglichen.“ Der Nutzer soll ein Pseudonym verwenden dürfen, um zu verhindern, dass man auf seine wahre Identität schließen kann.
      http://de.wikipedia.org/wiki/Pseudonymit%C3%A4t_im_Internet

      namen sind schall und rauch. es sollte ja wohl um die sache gehen, findste nicht?

      Löschen
  8. Nee, nicht weil du's darfst, sondern weil du zu feige bist, zu deinen kruden Beiträgen zu stehen. Du möchtest nicht, dass die Leute wissen was für ein Schwachmat du bist. Ach übrigens, welche Sache? Du bist doch gar nicht in der Lage sachlich zu diskutieren. Copy and Paste ist deine Welt und wilde Beschimpfungen, sonst nur heisse Luft.

    AntwortenLöschen