Donnerstag, 10. November 2016

Hasskommentar des Carsten Luther auf "Zeit-online" - nur Wählerbeschimpfung oder Handlungsanweisung für einen Putsch?

 Es gibt eine alte Weisheit unter den Fußballtrainern dieser Welt: Gib keine Interviews kurz nach einem verlorenen Spiel. Zu gross ist die Gefahr, Dinge zu sagen, die aus der abgeklärten Situation nach einer durchschlafenen Nacht und etwas zeitlichem Abstand, dumm und wenig hilfreich erscheinen.

 Diesen alten Grundsatz hätte sich auch Carsten Luther von "Zeit-online" zu eigen machen sollen. Sein von Enttäuschung und Wut getriebener Kommentar wäre dann vielleicht um einiges disziplinierter und sachlich fundierter ausgefallen. Allerdings muss auch die Frage erlaubt sein, wie ein Artikel, in dem der nächste Präsident der Vereinigten Staaten als ein
"totalitärer Blender und betrügerischer Dilettant, epochales Desaster, sexuell übergriffiger Rassist, pathologischer Lügner, nervöser Egomane, pubertierender Rotzlöffel,  Serienbankrotteur, Rechnungspreller und Steuertrickser, irrationaler, affektgetriebener empathieloser Selbstdarsteller"

bezeichnet wird, überhaupt online gestellt wird, ohne dass er durch die diversen "Filter", die bei der Zeit eingebaut sind, zumindest entschärft worden wäre. Es verwundert ein wenig - es sei denn, diese Hassrede, die als Kommentar getarnt daherkommt, ist von der Leitung der Zeit genauso gewollt worden. Eine Reaktion des Etsablishments auf eine für dieses Klientel ungewohnte Niederlage. Eine Reaktion der wahren Herrscher der Welt, der Banken, der Grossindustrie und der international agierenden Unternehmen.

 Denn ohne Zweifel war Hillory Clinton die Kandidatin derer, die die Welt unter sich aufgeteilt haben. Das soll natürlich nicht bedeuten, dass Donald Trump der Kandidat der kleinen Leute, der Retter der Unterdrückten und der Entrechteten auf diesem Globus war und nun deren,auf einem Schimmel reitender und das Schwert der Gerechtigkeit schwingender Erlöser ist. Trump hat es nur verstanden, die Wut und die Verzweiflung der Übervorteilten, der ungerecht Behandelten und der Vergessenen für sich zu nutzen.

 Die "Deutschen Wirtschafts Nachrichten" schrieben am 8. November:
"Die Hälfte von ihnen lebt von Monat zu Monat, ohne jegliche finanzielle Reserve. 56 Prozent aller Amerikaner ist nicht ausreichend kreditwürdig, wie das Time Magazine berichtet. Dennoch stieg die Privatverschuldung in den letzten drei Jahren dort um 22 Prozent an. …Etwa die Hälfte der amerikanischen Hausbesitzer, kann sich die Hypotheken-Raten nicht mehr leisten. …Gleichzeitig nahmen die Kredite aufs Eigenheim im ersten Quartal um 8 Prozent zu. …Hinzu kommt die exorbitante Summe an Studentenkrediten. Insgesamt sind derzeitige und ehemalige US-Studenten mit 1,08 Billionen Dollar verschuldet, wie die Federal Reserve New York berichtet. Davon sind Kredite im Umfang von 124,3 Milliarden Dollar vom Ausfall bedroht, da ihre Tilgung seit mehr als 90 Tagen überfällig ist."
und in einem weiteren Bericht über die Lage der US-amerikanischen Rentner:
"Viele Amerikaner aus den geburtenstarken Jahrgängen erkennen, dass sie für das Alter nicht vorgesorgt haben. Ihre Renten sind mickrig, viele Firmenrenten wegen der Niedrigzinsen sogar in Gefahr. Zugleich haben sich die meisten Mit-Fünfziger bis ins hohe Alter verschuldet und erkennen nun, dass sie bis ans Lebensende für ihren Schuldendienst arbeiten müssen. …Aus einem Bericht der US-Großbank Citigroup geht hervor, dass die Betriebsrenten vieler großer Unternehmen unterfinanziert sind. Bei den 500 Unternehmen des S&P-Index belaufe sich das Gesamtdefizit mittlerweile auf 375 Milliarden Dollar. …Besonders bedenklich sei die Schieflage bei den 25 größten Unternehmen des Index – dazu gehören Konzerne wie General Electric, General Motors, Boeing und Exxon Mobil: hier fehlten 225 Milliarden Dollar an Einlagen zur Bezahlung künftiger Rentenansprüche der Arbeiter.
Die Unterfinanzierung der Betriebsrenten ist eine logische Folge der Ausschüttungs-Politik der meisten betroffenen Firmen. Diese hatten in den vergangenen Jahren nicht nur massiv Aktien zurückgekauft, sondern auch hohe Dividenden ausgeschüttet. Beides kommt den Aktionären der Unternehmen – meist Banken oder andere Großkonzerne zugute – vernachlässigt aber die Bildung von Rücklagen für die Betriebsrenten."
 Diese Menschen fühlen sich übervorteilt und von der Politik allein gelassen. Man hat Hillary Clinton einfach ihren Schwenk hin zu den sozialen Themen, zu einer Politik der sozialen Gerechtigkeit nach ihrem Sieg bei den Vorwahlen über Bernie Sanders nicht abgenommen, ihn als das gesehen was er wohl auch war: Ein taktisches Lippenbekenntnis, um die Sanders-Anhänger hinter sich zu scharen.

 Ist es nur Wut und Enttäuschung über einen schon so sicher geglaubten Sieg bei den Wahlen, oder ist es die Art von Reaktion, die uns in den nächsten Wochen Monaten und vielleicht Jahren erwartet, mit der diejenigen zurückschlagen werden, die sich in ihrem asozial ungerechten und weite Teile der Menschheit entwürdigendem Tun gestört fühlen? Die, die immer Demokratie sagen, wenn alles in ihrem Sinne geschieht, wenn die breite Masse, dumm und verblendet die schmale Bandbreite ihrer Kandidaten, mögen sie sich nun als links oder rechts bezeichnen, wählt und die immer dann Populismus schreien, wenn die Kälber nicht mehr ihren eigenen Schlächter wählen.

 So gibt sich denn auch Carsten Luther gar nicht mehr die Mühe, seine antidemokratische Haltung zu verschleiern. Trump, so wütet er gleich im ersten Satz
"hat es geschafft, sich ins Weiße Haus wählen zu lassen."
So als hätten die Wähler in den USA nur eine Weisung Trumps, ihn zu wählen umgesetzt, statt frei und unabhängig ihre Entscheidung getroffen zu haben. Die Könige in den sich selbst als aufgeklärte Monarchien bezeichnenden Ordnungen des neunzehnten Jahrhunderts liessen Abgeordnete in ihre Scheinparlamente wählen. Und auch Diktatoren von rechts und links bedienten und bedienen sich immer wieder dieser Scheinlegitimation. Nun, so scheint es, zumindest wenn man Luther und der Zeit glauben will, hat der Immobilienmogul Trump, dieser "betrügerische Dilettant" dieser "pubertierende Rotzlöffel,  Serienbankrotteur, Rechnungspreller und Steuertrickser" die grösste und älteste Demokratie der Welt, so hat man uns die USA schliesslich jahrelang verkauft, und auch Luther schwärmt
"von der grossen Demokratie der Vereinigten Staaten",
zu einer Bananenrepublik umfunktioniert, in der die Bürgerinnen und Bürger den Wünschen und Forderungen eines "sexuell übergriffigen Rassisten, pathologischen Lügners und nervösem Egomanen" folgendermassen wählen:
"Indiskutabel für alle, die an Demokratie und Menschenrechte oder wenigstens an den gesunden Verstand der Menschen im Allgemeinen, der Amerikaner im Besonderen glauben."
Dabei war doch alles so einfach, die Wählerinnen und Wähler hätten doch nur tun müssen, was man ihnen gesagt hatte von den Mainstreammedien, den Chefs von Apple, Goldman Sachs, Exxon, Google und den anderen Multimilliarden-Dollar-Unternehmen:
"Verdammt, sie hatten nur einen Job: diesen Mann zu verhindern!"
So sieht es aus, das Demokratieverständnis eines Carsten Luther und der Wochenzeitung "Die Zeit": Die Menschen sollen tun, was ihnen befohlen wird! Statt dessen:
"Trumps fanatische Anhänger interessierte nicht, was wahr und richtig ist",
oder besser gesagt, was ihnen als wahr und richtig eingebläut wurde.

 Wie denn auch? Erstens sind die Menschen, die Trump ihre Stimme gaben, keine Wähler, also nicht so Richtige, so wie Luther und die Zeit sie sich wünschen, sondern "fanatische Anhänger", und zweitens nicht interessiert an der Wahrheit - jedenfalls nicht an der Wahrheit des Carsten Luther und seiner Brötchengeber und diese Wahrheit, das steht mal fest, ist einzig und allumfassend wie die ewige Wahrheit der unzähligen Religionen dieser Welt.

 So sind denn auch Trumps Wähler, die immerhin für die Mehrheit der Wahlmänner stimmten, nicht nur
"fanatische Anhänger ...eines pubertierenden Rotzlöffels"
 sondern sie sind auch
"fraglos Teil eines antidemokratischen Aufruhrs, (…) dessen Antreiber nicht mehr an viel glauben, was einen modernen Staat zusammenhält".
Und als Antidemokraten haben sie sich unzähliger Verfehlungen und Verbrechen schuldig gemacht:
"Sie haben ihm (Trump) zugejubelt, wenn er gegen Minderheiten hetzte. Sie haben geklatscht, wen auch immer er beleidigte, erniedrigte oder lächerlich machte. Sie haben alle Lügen und inhaltlichen Leerstellen ignoriert. ...Einige bereiteten sich am Schießstand auf den Wahltag vor."
 Trumps Wähler haben sich entschieden, zur dunklen Seite der Macht zu wechseln:
"Der Traum von einem Amerika, in dem jeder die gleiche Chance hat, bedeutet ihnen nichts mehr. Ihr entfesselter Hass richtet sich wahlweise gegen Schwarze, Muslime, Hispanics, Frauen, Journalisten – die Liste kann nur unvollständig sein."
 Aber dieser Wechsel von der strahlend hellen Seite, mit den Glaspalästen der Banken, den Milliardengewinnen durch einen Knopfdruck, den Millionenverdiensten, nicht in einem Leben, nicht in einem Jahr, sondern in einem Monat, einem Tag oder gar einer Stunde, der Welt der Villen mit dutzenden Schlafzimmern, Bädern und Swimmingpools, die mehr Wasser verschlingen als ein Mensch in seinem ganzen Leben trinken kann, den privaten Yachten, die grösser sind als ein Fussballfeld führt direkt ins Verderben.
"Sieg oder Untergang – darauf hat Trump seine Anhänger eingeschworen."
Carsten Luther lässt Trump den Hitler machen, der Millionen Menschen Tod, Verderben, Krankheit, Hunger und Tod brachte und für den es auch nur
"Sieg oder Untergang",
gab, denn:
"das ist der Weg aller totalitären Bewegungen."
Man muss kein Freund der Politik des Donald Trump sein, aber man sollte den Willen der Wähler der USA respektieren. Man kann ihre Entscheidung kritisieren. Wer sich allerdings zu einer solchen Reaktion wie Carsten Luther hinreissen lässt, der ist um keinen Deut besser als der so vehement Populist gescholtene Trump.

Kommentare:

  1. Die Reaktionen unserer Politiker und Systemmedien sind derart absurd und hilflos, daß ich am Tag nach den Wahlen beim Sehen der Nachrichten laut losgrölen mußte. Vielleicht ist etwas Angst im Spiel, daß es hier genauso passieren könnte, was bis vor kurzem noch unvorstellbar war.
    Jedenfalls war es ein Lehrstück gelebter, westlicher Demokratie und anderer Werte; angefangen bei den Medien im Vorfeld der US-Wahlen, wo Hillary als die einzig wahre Präsidentin dargestellt wurde, bis zum großen Katzenjammer nach diesem Zirkus.
    Immerhin weiß nun auch der Unbedarfteste, was er von Meinungsumfragen und Wahlprognosen zu halten hat.

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  2. Schon bemerkenswert, was da für ein Gejaule und Geheule herrscht. Aber es ist äusserst amüsant, dem Gejammere zuzuhören - Schadenfreude ist die schönste Freude ! Andererseits ist natürlich die Erinnerung an das Schicksal von JFK nicht verblasst, was das Handeln von The Donald schon limitieren dürfte. Was dieser Schmierling da ablässt trifft aber offenbar auf Zustimmung von weiter oben, oder hat sich hier nur ein Fenster im Elfenbeinturm geöffnet und man hat sich den Frust von der Seele geschmiert ?

    MfG

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  3. Es ist unvorstellbar, wie sich dieser Carsten Luther ausdrückt. Er hat mit Sicherheit keine normale Kinderstube gehabt, sondern wurde als antiautoritherer Knilch und Egoist erzogen. Eigentlich kann er da nichts dafür, sondern seine möglicherweise grünen 68er Eltern. Er ist sich ganz sicher auch nicht der Konsequenzen seines Verhaltens bewusst, wird Zeit, dass man ihm diese Konsequenzen angedeihen lässt. Vielleicht hilft schon das Umschwenken auf Trump, damit auch hier im Land wieder eine andere Regierungsform eingeführt wird, und damit diese Randgruppenfixierung ein Ende hat.

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  4. ZeitOnline - der mediale Ausschuß im Lager der US-Lobbyisten
    Es ist erstaunlich, was unter der Flagge eines Kommentars in Verantwortung der Zeit-Verantwortlichen an die Öffentlichkeit gebracht wird.
    Die Zeit-Verantwortlichen zeigen unstrittig auf, daß Objektivität u. Glaubwürdigkeit keinen Wert haben, vielmehr sind Propaganda, Hetze und Halbwahrheiten das Programm.

    Wie bereits im vorherigen Beitrag, wo lt. ZeitOnline die bösen Russen sich in den US-Wahlkampf ein- mischen ist die Beweiskette unwiderlegbar. Beruft sich doch ZeitOnline als Flaggschiff für eine freie u. öffentliche Presse auf Angaben von US-Geheimdiensten.
    Auch den Redakteuren bei dieser 'Zeitung' dürften noch folgende Vorgänge in Erinerung sein: Hufeisen- plan (Serbien), Hussein als Terroristenunterstützer/Produktion von Nuklearwaffen/ Massenvernichtungswaffen (Irak): alles Lügen u. Täuschungen von Geheimdiensten woraus sich die Bombardierung in Ex-Jugoslawien u. der völkerrechtswidrige Angriffskrieg der US-Armee u. der Koalition der Willigen ergaben. Aber für ZeitOnline sind die US-Geheimdienster eine glaubwürdige Quelle.
    Und was führt die Zeit über sich selbst aus? "Die Wochenzeitung steht für gründlich recherchierte Hintergrundberichte" und "..hat mit ZEIT ONLINE eine der großen Websites für Qualitätsjournalismus im Portfolio"

    Ich gehe davon aus, daß die Zeit(lichen) diese Lügenkonstrukt auch noch selbst glauben.

    Zum Trump-Vorgang wurden gestern erst einmal die Fotos im bedrohlichen Rotton gehalten (gehört halt so zum Qualitätsjournalismus), desweiteren wurde zu den Rotfotos erst einmal richtig Schwarzmalerei betrieben.

    Und dann kam noch der Artikel, welcher die dt. Qualitätspresse richtig bewegt: "Not my president". Da laufen in den USA einige tausend Demonstranten herum u. sind nicht mit dem Wahlergebnis zufrieden (Demo-
    ratieanhänger wie die Zeit-Schreiberlinge...) und ZeitOnline, FAZ, NDR-Info machen darauf Schlagzeilen.
    Und das wo sich diese "Demokratenanhänger" noch nicht einmal im einstelligen Prozentbereich der US-Be-
    völkerung bewegen. Das sind keine Nachrichten mehr, sondern Beeinflussung u. Meinungsmanipulation von ZeitOnline u. anderen "Qualitätspresse"organen. (Nennt sich in Dt. auch Mainstream oder freie Presse).

    Noch einige Auszüge, welche die Qualitäten der Zeit und ZeitOnline belegen:
    "Das Ende der Aufklärung"
    "Not my president"
    "Die Ameribellion"
    "Der Ernstfall"
    "Tausende protestieren gegen Trump" (Anmerkung: das bei 318 Mio US-Bürgern)
    "US-Wahlergebnis: Die Zukunft den Zombies" (wobei das Lesen von ZeitOnline auch schon eine Art Zombie- Dasein beinhalten muß bei soviel "Qualitätsjournalismus")

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  5. Ich sage nur eins: Ich freue mich schon auf unsere Wahlen 2017 in Deutschland, denn ich glaube fest daran, dass unsere sogenannten "Eliten" ebenfalls die größte Wahlklatsche der Nachkriegszeit erleben werden. Und sie wissen es! Das ist der Grund, warum ihnen die Düse geht. Sie wissen, was auf sie zu kommt, und haben keinen Plan, wie sie dieses Debakel noch abwenden sollen.

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  6. Na ja, ob die Wahlentscheidung der Amerikaner wirklich frei war, darf bezweifelt werden, da sich gerade Hinweise verdichten, nach denen Russland an der Meinungsfindung der US-Wählerschaft offenbar aktiv beteiligt war:

    Moscow had contacts with Trump team during campaign, Russian diplomat says – Washington Post
    https://www.washingtonpost.com/world/moscow-had-contacts-with-trump-team-during-campaign-russian-diplomat-says/2016/11/10/28fb82fa-a73d-11e6-9bd6-184ab22d218e_story.html?tid=sm_tw

    Putin’s closest political advisor Sergey Markov: “Maybe we helped a bit with WikiLeaks” – The Guardian
    https://www.theguardian.com/us-news/2016/nov/09/putin-applauds-trump-win-and-hails-new-era-of-positive-ties-with-us?CMP=share_btn_tw

    Augstein bringt es - wie ich finde - heute gut auf den Punkt:

    Trump, Putin, Erdogan, Netanyahu, bald Le Pen – diese Leute werden sich alle gut verstehen. Trumps Sieg ist der letzte Beweis dafür, dass die liberale Demokratie in einer existenziellen Krise ist. Trump ist kein Demokrat. Er ist ein Faschist. Seine Sprache, seine Frisur, seine Gesten, der ganze Mann – eine lächerliche Figur. Aber wer sich Aufnahmen von Benito Mussolini ansieht, wird auch ihn für eine lächerliche Figur halten. Vom “Führer” nicht zu sprechen. Der britische “Economist” hat gerade gemeldet, ein Viertel der seit 1980 geborenen US-Amerikaner glaubt nicht mehr, dass die Demokratie eine gute Staatsform ist. Jetzt erleben wir eine rechte Revolution. Nach dem Versagen der liberalen Demokratie blüht uns nun ein autoritäres Zeitalter.
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-wahl-donald-trumps-wahl-ist-das-ende-des-westens-a-1120608.html

    Verloren hat Hillary vor allem deshalb:

    Female Trump Voters Don't Care If He's a Sexual Predator
    http://nymag.com/thecut/2016/10/women-who-support-trump-dont-care-if-hes-a-sexual-predator.html

    Da kann man dann schon mal Wählerschelte betreiben, wenn diese Frauen einen Groper-in-Chief haben wollen.

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    1. "Moscow had contacts with Trump team during campaign"

      Ach, wirklich? Und mit Clintons Team auch, denn die Russen haben sich - anders als unsere "Regierung" - selbstverständlich mit den Aussagen, Plänen und Richtungen sowie den möglichen Ansprechpartnern im Falle des Wahlsieges einer der beiden Kandidaten beschäftigt. Das ist übliche Routine und überhaupt nichts besonderes.

      Vielmehr ist oberpeinlich, dass unsere Regierung das nicht tat und daher momentan im Dunkeln tappt bzgl. Trumps Plänen für seine Politik. Man sieht ja gerade sehr schön, wie sie rumeiern. Herrlich!

      "Putin’s closest political advisor Sergey Markov: “Maybe we helped a bit with WikiLeaks”"

      Markov ist Mitglied in der Staatsduma und alles andere als "Putin's closest advisor". Man sollte sich schon selbst darüber informieren statt Käseblätter wie The Guardian zu lesen. Wozu haben wir denn dieses Internet? Ebenso könnte man behaupten, Sahra Wagenknecht sei "Merkels engster Berater", weil Wagenknecht MdB ist.

      Augstein ist ein kluges Köpfchen. Aber nur mit dem Satz: Trump und Putin verstehen sich - dann schweift er wieder in den üblichen transatlantischen Irrsinn ab. Oh ja, nach der Zeitenwende ist gegenseitiges Aufeinander-Zugehen von RU und USA auch die einzige Möglichkeit für die USA, weiter auch nur mitreden zu dürfen am Tisch der multipolaren Weltordnung, die längst angebrochen ist. Täte Trump das nicht, würden die USA in der Bedeutungslosigkeit versinken. Ihm scheint das - anders als unseren transatlantischen Speichelleckern - mehr als klar zu sein, seinen Äußerungen in den Reden nach zu urteilen. Haben Augstein und die anderen nicht angesehen? Na, so ein Pech! Hätten sie mal sollen.

      Was den Mussolini-Vergleich angeht: er hat sich wohl nicht getraut, Adolf Nazi zu nehmen, hmmm? Also wenn schon angeblich vorgebliche Demokraten als Faschisten bezeichnet werden, dann sollte der Autor wenigstens die Scheindemokratin Clinton als das bezeichnen, denn dann hätte er vollkommen Recht. Diese hatte es ja unzählige Male bewiesen, u.a. bei der durch sie maßgeblich betriebenen Ermordung Gaddhafis und auch bzgl. ihrer Absichten ggü. Syrien und Iran.

      Alles in allem: Aus Deinem Kommentar spricht die schiere Verzweiflung eines Ewiggestrigen. Und Grund zur Verzweiflung ist durchaus berechtigt bei den Antidemokraten der nunmehr vergangenen Tage.

      Viel Glück - ihr werdet's brauchen!

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    2. "Was den Mussolini-Vergleich angeht: er hat sich wohl nicht getraut, Adolf Nazi zu nehmen, hmmm?"

      Hat er doch. Augstein schrieb: "Wer sich Aufnahmen von Mussolini ansieht, wird auch ihn für eine lächerliche Figur halten. Vom ´Führer´ nicht zu sprechen."

      Hier mal ein paar Gründe, warum Hillary die eindeutig bessere Wahl gewesen wäre:
      -- Trump ist ein climate change denier; er will das Pariser Klimaschutzabkommen einkassieren
      -- Trump sagte im Wahlkampf, er wolle Angehörige von Terroristen töten lassen.
      -- Trump will alle möglichen Foltermethoden wieder einführen. Zitat:
      “Folter funktioniert. Sagt mir nicht, das würde nicht funktionieren. Folter funktioniert, in Ordnung, Leute? Waterboarding ist zwar eine gute Methode, aber nicht stark genug, um Terroristen zu verhören.”
      http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-02/us-wahlkampf-donald-trump-folter
      Obama wollte Guantanamo schließen; unter Trump und seinem neuen National Security Adviser General Flynn wird der Stützpunkt wieder zu altem Leben erweckt - gruselig.
      -- Hillary wollte dank Bernies Einfluss eine massive Erhöhung des Mindesteinkommen; Trump nicht
      -- Hillary wollte eine staatliche Krankenversicherung wie in Deutschland und Kanada einführen, die alle BürgerInnen einschließt (“single payer model”). Ihr ging Obamacare nicht weit genug; jetzt, da Trump am Ruder ist, wird Obamacare abgewickelt, die private Versicherungswirtschaft jubelt
      -- Hillary hat sich wie kein anderer US-Politiker mit der Waffenlobby angelegt und forderte scharfe Waffengesetze (“assault rifle ban”). Die NRA unterstützt Trump.
      -- Trump will das Atomabkommen mit dem Iran einkassieren. Die Folge: atomares Wettrüsten im Nahen Osten.
      -- Er will Japan, Südkorea und Saudi-Arabien erlauben, eigene Atomwaffen zu besitzen, wenn die USA im Gegenzug als Schutzmacht nicht mehr tätig sein muss. Die Konsequenz: Araber und Perser würden sich mittelfristig atomar auslöschen; die Krise im Südchinesischen Meer würde mit den Atommächten China, Japan, Nordkorea, Südkorea und Japan so sicher wie das Amen in der Kirche eskalieren.

      Das alles negieren rechte wie linke Trump-Fans. Ich finde es traurig, zu sehen, dass diese Leute absolut kein gutes Haar an Hillary lassen und gleichzeitig die Gefahr, die von Trump ausgeht, in toto ausblenden.
      Und dann war da noch das “Access Hollywoord” tape. Er sagte da, wenn man – wie er – Macht und Einfluss habe, dürfe man Frauen ungefragt und ungestraft ans Geschlechtsteil fassen. Spätestens nach dieser Nummer hätte Trump Toast sein MÜSSEN, unwählbar sein MÜSSEN – ganz gleich, was Hillary auf dem Kerbholz hatte. Die Tatsache, dass der RNC, geführt von Reince Priebus, Trump nicht zum sofortigen Rücktritt bewegen wollte (obwohl er es gekonnt hätte), ist der eigentliche Skandal. Trump ist als Groper-in-Chief die größte Schande, die ich mir für ein Land – gleich für welches – vorstellen kann. Ich kann nur hoffen, dass er den Koffer mit den Atom-Codes Mike Pence überlässt – der ist wenigestens nicht jähzornig. Es bleibt übrigens alles beim Alten:

      Politico reports Trump is considering a Goldman Sachs executive as Treasury Secretary
      https://twitter.com/amandacarpenter/status/796385458112626688

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    3. @Heuwagen
      "Augstein bringt es - wie ich finde - heute gut auf den Punkt:

      Trump, Putin, Erdogan, Netanyahu, bald Le Pen – diese Leute werden sich alle gut verstehen. Trumps Sieg ist der letzte Beweis dafür, dass die liberale Demokratie in einer existenziellen Krise ist. Trump ist kein Demokrat. Er ist ein Faschist. Seine Sprache, seine Frisur, seine Gesten, der ganze Mann – eine lächerliche Figur. Aber wer sich Aufnahmen von Benito Mussolini ansieht, wird auch ihn für eine lächerliche Figur halten. Vom “Führer” nicht zu sprechen. Der britische “Economist” hat gerade gemeldet, ein Viertel der seit 1980 geborenen US-Amerikaner glaubt nicht mehr, dass die Demokratie eine gute Staatsform ist. Jetzt erleben wir eine rechte Revolution. Nach dem Versagen der liberalen Demokratie blüht uns nun ein autoritäres Zeitalter.
      http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-wahl-donald-trumps-wahl-ist-das-ende-des-westens-a-1120608.html

      Was genau verstehen Sie unter "Faschist"
      Und inwiefern stufen Sie Trump als "Faschisten" ein?

      Da bin ich doch sehr auf Ihre Ausführungen gespannt. Sie sollten sich hier auch etwas umfassender äußern, denn Pressezitate in Hülle u. Fülle hat hier der 'jewgeni' bereits untergebracht.
      Da sollten Sie doch befähigt sein, Ihre Zitat auch inhaltlich auszufüllen.

      Und wenn Sie Augstein hier über den Klee loben: inwiefern finden Sie inhaltlich seine Äußerungen passend und inhaltlich ausgewogen (sprich nicht nur seine Anklage gg. die faschistischen Ausuferungen, sondern aucjh den anderen Inhalt).
      Und wie stehen Sie zur Ausführung von Augstein, wenn dieser ausführt: "Angela Merkel hat am Mittwoch die Werte aufgezählt, für die der Westen stehe: Demokratie, Freiheit, den Respekt vor dem Recht und der Würde des Menschen, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung oder politischer Einstellung. "Auf der Basis dieser Werte", sagte Merkel, "biete ich dem künftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika Donald Trump eine enge Zusammenarbeit an."?"

      Und es wäre sehr hilfreich , wenn Sie hier Stellung beziehen könnten u. Ihre Meinung auch vertreten argumentativ (sprich über Medienzitate hinaus) könnten.

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    4. @Flaneur:
      Zu Ihrer Information, Heuwagen ist das neue Alter Ego Jewgenis. Sie waren also schon auf der richtigen Fährte.
      Ich habe die Beiträge des Obertrolls nur nicht gelöscht, weil schon darauf reagiert wurde.
      Allerdings wird ab jetzt wieder der ganze Müll, den er hier abzuladen versucht umgehend dem Papierkorb übergeben.

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    5. @W.J.
      Es war nicht schwer, das jewgani-Gen hinter Heuwagen zu analysieren (wobei eine Analyse bei der Inhaltsleere nicht erforderlich ist).
      Den einzigsten Zweck, den jewgeni erfüllt, ist das Aufzeigen vom Mainstream-Müll
      und der fehlenden Medienkompetenz, da Personen wie jewgeni nicht befähigt sind,
      den eigens zitierten Müll zu verstehen.

      Der Heuwagen ist hier nur ein geistiges Strohfeuer - wobei unten Anonym (20.06. Uhr )ebenfalls mit dem jewgeni-Gen hausieren geht.

      Noch eine Anmerkung: wiederum eine sehr gute Analyse in diesem Blog zur ZeitOnline, deren Schmierfinken (nennen sich selbst Journalisten) und der Propagandaschine der Zeit-Verantwortlichen.
      Journalismus ist ja mittlerweile durch Propaganda ersetzt - willkommen bei der
      selbsterkorenden "freien Presse" und dem "Qualitätsjournalismus"

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    6. Hm, Einflußnahme ... Die gab es bei der Clinton natürlich nicht.

      https://www.washingtonpost.com/graphics/politics/superpac-donors-2016/

      Okay, die Israelis dürfen das.

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  7. Carsten Luther und ZeitOnline: Lektüre für die Latrine

    Auf der Blogseite 'Der Honigmann sagt' wurde ein anderer Nachweis des dt. "Qualitätsjournalismus" von der Zeit und Luther gewürdigt.

    Unter dem Artikel "Endlich – Fatwa gegen Russen-Propaganda!" wurde dort eine Zusammenfassung aus der Mischung von Qualitätsmedien-Mainstreammedien-Demokratiefernsehen über den Sender RT Deutsch) aufgelistet. Hierzu gehören Ausführungen von Süddeutsche Zeitung, Handelsblatt, Zeit, Bild, taz, die ZDF-Satiresendung Heute-Show, Wolf Biermann, Günther Jauch, ARD, FAZ (eigene Anmerkung: ergo das Sahnehäubchen auf dem Haufen vom deutschen "Qualitätsjournalismus").

    Zitat aus dem Blog: " Im Internetportal der „Zeit“ wettert Carsten Luther in einem ausführlichen Rundumschlag über RT Deutsch: „Insgesamt ist es haarsträubend, was dort als Journalismus verkauft wird, nun auch auf Deutsch (…). Propaganda mit dem Holzhammer."
    Das ist schon Realsatire: angesichts der dt. "Qualitätsmedien" kann unzweifelhaft folgende Beschrei-
    bung auf deren Arbeit reflektiert werden: „Insgesamt ist es haarsträubend, was dort (dt. Mains- streammedien) als Journalismus verkauft wird, nun auch auf Deutsch (…). Propaganda mit dem Holzhammer."

    Wie wird der Blog passend geschlossen? "Gruß an die dümmliche Volksverblödung der Gazetten"

    Es geht wirklich nichts über die dt. Medien-Gülle: Propaganda, Hetze, Meinungsmache - da paßt noch viel rein in den medialen Gülletank und dessen Ausschuß (Fernsehen, Funk, Zeitung, Internet).

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  8. Nur die Narren können jubeln über diesen Wahlausgang. Erinnert an 1933. Aus Patriotismus wird blanker Nationalismus. Die Russen ubd ihre Vasallen sollten sich nicht zu früh freuen. Auch Stalin ging einst einen Pakt mit den Teufel ein.

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    1. @Anonym
      "Nur die Narren können jubeln über diesen Wahlausgang. Erinnert an 1933. Aus Patriotismus wird blanker Nationalismus. Die Russen ubd ihre Vasallen sollten sich nicht zu früh freuen. Auch Stalin ging einst einen Pakt mit den Teufel ein."

      Wow, mit zwei inhaltsleere Zeilen zeigen Sie unzweifelhaft einen erheblichen Mangel im Bildungswesen Ihrer Person auf.
      Die Russen u. deren Vasallen werden angesichts solcher Intelligenz vor Lachen kaum in den Schlaf kommen, da ist eine militärische Konfrontation nicht zu befürchten.

      Das jewgeni-Gen läßt sich auf der nach unten offenen Skala bis zum Erdkern senken.

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  9. Mediale Weiterverblödung
    Und ZeitOnline legt noch nach. Unter dem Artikel "Die Schuldfrage" wird ausgeführt: "Donald Trumps Sieg hängt eng mit den betriebseigenen Regeln der Medien zusammen. Zeitungen, Fernsehen, Facebook: Wir müssen dieses toxische Kommunikationsklima entgiften" kommt Bernhard Pörksen, Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen zu Wort.

    Sein Artikel beginnt mit "Es gibt prinzipiell zwei Möglichkeiten, um ein erschreckendes Ereignis wie Donald Trumps Wahlsieg zu erklären.." und somit wird die Attacke gegen Trump begonnen. Den restlichen Inhalt der Ausführungen wird
    den Erwartungen mehr als gerecht.

    Erstaunlich ist aber folgende Ausführung vom Professor: "Es gab verstörende Falschmeldungen in endloser Folge, die tausendfach auf Facebook kursierten. Es gab das jeweils aktuelle Twitter-Gewitter, das Donald Trump auf seine 13 Millionen Follower niederfahren ließ. Es gab den von einem Hobbyfotografen mit dem Handyvideo dokumentierten Schwächeanfall der Präsidentschaftskandidatin, der plötzlich weltweit Aufsehen erregte. Mal tauchten längst vergessen geglaubte E-Mails auf, die Hillary Clinton in Bedrängnis brachten; dann lieferte Julian Assange – eine Art Wahlkampfhelfer der Trump-Familie – neue Enthüllungen von der Hinterbühne, die den Pauschalbefund des Verlogenen und Korrupten verstärkten. Schließlich kursierte das Video sexistischer Ausfälle, das Donald Trump kurzfristig tatsächlich in Bedrängnis brachte."

    Im Einzelnen aufgeführt: der gute Professor ereifert sich an
    -dem Aufzeigen von Clintons Schwächeanfall (es wurde schon mehr der Eindruck eines Zusammenbruchs erweckt), aber dem Professor scheint der Gesundheitszustand einer Präsidentschaftskandidation egal zu sein
    -an den eMails von Clinton, dem Professor scheint es egal zu sein, daß die ehemalige First Lady u. Außenministerin sich der Kontrolle vom eMail-Verkehr über den unsicheren eigenen Kanal entzog u. Clinton wird nicht umsonst diesen Weg des unkontrollierbaren eMail-Verkehrs gewählt haben (aber egal)
    -und werden noch von wikileaks Informationen veröffentlicht, aber daß die Demokratische Partei noch innerhalb des eigenen Präsidentenvorwahlkampfs zugunsten von Clinton eingreift ist dem Professor egal (wahrscheinlich gehört diese Manipulation zur "Demokratischen" Partei und dem Demokratieverständnis vom Professor wird diese Vorgehensweise dann auch gerecht
    Und im Aufbaustil packt der Professor diese Ausführungen schön ein in Trumps Twitter-Vorfall und in Trumps sexistische Ausfälle. Somit steht Trump hier am Anfang u. am Ende von diesem Absatz und Clinton gerät in den Hintergrund.

    Nochmals zur Erinnerung: dieser Professor läuft unter der Titulierung "Medienwissenschaftler" und will dem Leser den Trumpschen Wahlkampf u. Medienmanipulationen bzw. dessen Spiel mit den Medien
    Und selbst? Hier fährt der liebe Professor der Medienwissenschaften ebenfalls einen Manipulationskurs durch seinen Aufbau dieses Absatzes. Welch eine Chupze.

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    1. Mediale Weiterverblödung, Fortsetzung
      Und weiter im Text führt der Professor aus "Welche Rolle spielen Social Bots, russische Hacker, bezahlte Trolle?" (wobei zzu den russischen Hackern auf den ZeitOnline Artikel "Hacking: USA werfen Russland Wahlbeeinflussung vor" ein Link gesetzt ist.
      Was genau führt dieser 'russ. Hackingbericht' aus? "Man (Anmerkung das US-Das Heimatschutzministerium und das Büro des nationalen Geheimdienstdirektors) sei überzeugt, dass Russland hinter den Angriffen auf Computersysteme politischer Organisationen und Institutionen stehe."
      Zur Verdeutlichung: Man SEI ÜBERZEUGT - sprich es gibt eine Anschuldigung, aber keine Beweise (wenn diese Beweise vorliegen würden, dann würden die auch präsentiert werden).

      Und was macht der "Professor für Medienwissenschaften"? Er stellt diese unbewiesene Beschuldigung als Tatsache dar. Dieser"Professor für Medienwissenschaften unterscheidet sich in Wahrnehmung u. Glaubwürdigkeit u. Meinungsmanipulation nicht großartig von Trump, dessen Vorgehensweise er ankreidet.

      Nun ja, mit einem Satz hat der Professor Recht, wenn diese Aussage auf seine Ausführungen reflektiert wird:
      "Schmutzige Psychologie ersetzt Politikberichterstattung"

      Ergänzung zu diesem "Professor"(siehe wikipedia): er betätigte sich für Süddeutsche Zeitung, Die Welt, Die Tageszeitung, Hamburger Abendblatt, Frankfurter Rundschau, Die Zeit, der Freitag, Die Weltwoche, Der Spiegel, Cicero, Wiener, Gehirn & Geist, Journalist.

      Noch Fragen zu dieser "Koryphäe" der Medienwissenschaft?

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    2. Nun, die "Beweise" erschöpfen sich wohl darin, daß im Header einer E-Mail an die Demokraten, deren Inhalt ein Schadprogramm war, mit dem sich Unbekannte Zugang zu den Rechnern der Demokraten verschaffen wollten (konnten?) eine E-Mail-Adresse mit der Domain yandex.com als Absender stand.

      Yandex ist das russische Google. Und man kann sich da, wie bei Google, auch einen E-Mail-Account zulegen. Dumm nur, daß man als Russe nur die Domain .ru bekommt, nicht aber .com. Auch nicht, wnen man die Seite Yandex.com von innerhalb Russlands aufruft. Um in Russlands eine .com-Adresse zugewiesen zu bekommen, muß man also einen ziemlichen Aufwand unter der Oberfläche treiben, Proxys verwenden, etc.. Und daß jemand, der sowas tut, um seine Spuren zu verwischen, dann trotzdem eine yandex-Adresse verwendet, statt etwa googlemail.com oder einen beliebigen anderen, weltweit verfügbaren Account, ist doch eher unwahrscheinlich.

      Die naheliegendste Lösung ist daher, daß der Angreifer die Spur nach Russland bewußt legen wollte, aber kein Russisch konnte, und deshalb die internationale Seite von Yandex benutzte, bei der man automatisch .com zugewiesen bekommt.

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  10. "Einige bereiten sich am Schießstand auf den Wahltag vor"...

    Soso... Wenn die waffenvernarrten USAner Clinton (aus)gewählt hätten, hätte das sicher keinen gejuckt, wenn deren Wähler dasselbe tun, so wie zuvor schon bei Obama, Bush, Clinton, Bush, Reagan...

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  11. Deutsche Demokraten im deutschen Bundestag
    Wie führt die Seite 'Die Spoekenkiekerei' kaum Nachvollziehbares aus dem Berliner Reichtstag aus:
    "The Day After Trump
    Guten Tag,liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich wünsche Ihnen einen guten Tag in schweren Stunden, in denen die Welt, glaube ich,nicht einfacher geworden ist. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich bin in diesen schweren Stunden sehr froh über unsere politische Kultur in unserem Land und in unserem Haus, und ich hoffe, dass wir das auch als Reichtum verstehen und daran festhalten werden.“

    Mit diesen Worten eröffnete Bundestagsvizepräsidentin Claudia „Fatima“ Roth (Grüne) die Sitzung des Deutschen Bundestag am 9. November 2016, am Tag nach der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA durch die amerikanischen Bürger. Das Protokoll des Bundestages verzeichnet Beifall aus allen Fraktionen der Blockparteien."

    Passend wird auf der Blogseite dieser Demokratieauftritt im Reichstag noch kommentiert:
    "Was Roth von sich gegeben hat, ist kein Ausdruck politischer Kultur, sondern erbärmlich. Kein Wort des Respektes vor und der Anerkennung einer demokratischen Wahlhandlung, von einem Glückwunsch wollen wir besser gar nicht reden. Dass da noch geklatscht wird, ist Beleg für die Niveaulosigkeit einer lausigen Räuberbande, die sich im Reichstag verschanzt hat."

    Das ist der elendige Haufen der dt. Bundesregierung. Nennt sich übrigens Demokraten - und zeigen hier bei runtergelassenem Visier, was sie als "Demokraten" tatsächlich denken.
    Vielmehr sitzen nach diesem Vorgang die "Volksvertreter" mit runtergelassenen Hosen vor dem dt. Michel (aber interessiert sich vielleicht viel mehr für ein Länderspiel der dt. Fußballnationalmannschaft gegen San Marino).

    Aber diese "Demokraten" brauchen keine Befürchtungen vor dem dt. Michel zu haben, denn die Mainstreammedien und Qualitätsmedien werden einen Teufel tun, um das Demokratieverständnis der Abgeordneten der dt. Öffentlichkeit zu präsentieren.

    Dann doch lieber gleich zum Bullshitbingo

    ***Freie Presse................***Dt. Volksvertreter...............***Westliche Wertegemeinschaft
    ***Propaganda..................***Transatlantiker..................***Contra-Puntin-Einstellung
    ***Demokratiefernsehen.........***mehr dt. Militäreinsätze.........***Mainstreammedien
    ***Überwachungsstaat...........***Qualitätsmedien..................***Einschränkung d. Bürgerrechte
    ***Hillary Clinton Verehrer....***Kriegstreiber....................***FAZ,SZ,Zeit
    ***Drohnenmorde................***Mediale Meinungsmache............***Waffenexporte

    Bei dieser verkürzten Form einfach drei zusammengehörige Begriffe senkrecht, waagrecht oder quer miteinander verbinden (das richtige Kreuz auf dem Wahlzettel machen), aufspringen u. Bingo brüllen.

    (Beim Aufspringen bitte darauf achten, nicht in dem Blutsee auszurutschen, welcher nach Meinung von Frau Merkel, Herrn Steinmeier, Herrn Gauck und ähnlich denkenden Charaktären als Markenkennzeichen der "Westlichen Wertegemeinschaft" als unabdingbar zu gelten hat.)

    Bei diesem Spiel gibt es wenige Gewinner - aber sehr viele Verlierer. Zu den Verlierern gehören
    -zehntausende Tote in Libyen
    -hunderttausende Tote im Irak
    -hunderttausende Tote in Syrien

    Dazu kommen Verletzte, Verstümmelte, Vergewaltigte, Vertriebene, Flüchtlinge - aber wie führte die Roth aus: "Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich bin in diesen schweren Stunden sehr froh über unsere politische Kultur in unserem Land und in unserem Haus, und ich hoffe, dass wir das auch als Reichtum verstehen und daran festhalten werden.“
    Und die deutschen Abgeordneten klatschten hierzu...

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    1. Sehr harte Worte. Aber wie Dresden gezeigt hat beginnt erst ab einer gewissen Hemmschwelle welche überschritten wird überhaupt eine ,wenn auch erwartbare, Reaktion dieses Teils des von ihrer Arroganz benebelten Volksvertreter.

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