Dienstag, 1. Mai 2018

Ein Film über ein Massaker am Golan zeigt uns, wie sehr wir dem Trommelfeuer der tägliche Propaganda erlegen sind

 Seit Freitag kursiert ein Video im Netz, dass bei You Tube bereits über 460.000 mal angeklickt  und bereits über 1.200 mal kommentiert wurde. Selbst die Tagesschau der ARD sah sich genötigt, dem von der Österreichischen Zeitschrift Falter ins Netz gestellten Film einen Sendeplatz einzuräumen.

 Das Video, das der Zeitschrift anonym zugestellt wurde, zeigt eine Begebenheit vom 29. September 2012 im Grenzgebiet zwischen Syrien und Israel, bei dem 9 syrische Sicherheitskräfte erschossen wurden. Es wurde aufgenommen von jungen Uno-Blauhelmsoldaten aus Österreich, die dort im Rahmen einer UN-Mission Dienst taten.

 Der Vorfall fand seinen Niederschlag auch in dem halbjährigen Bericht, des damaligen UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon zur Blauhelm-Golan-Mission UNDOF, vom 30. N0vember 2012.
"Am 29. September sah UNDOF, wie neun syrische Sicherheitskräfte durch 13 bewaffnete Mitglieder der Opposition aus einem Hinterhalt in der Pufferzone getötet wurden, in der Nähe der UNO-Position Hermon South im Gebiet Mount Hermon."
 Das Video zeigt, wie Uniformierte, der Kommentator spricht von Schmugglern, es könnten aber auch Terroristen oder israelische Soldaten sein, in dem bergigen Gelände einen Hinterhalt errichten. Etwa eine Stunde später nähert sich ein weißer Pickup diesem Hinterhalt. Bevor er diesen aber erreicht, muß er noch den Un-Kontrollpunkt passieren. Der Kommentator aus dem Off:
"In diesem Toyota sitzen syrische Geheimpolizisten, die die Österreicher kennen. Sie steigen aus am Wachtposten und unterhalten sich mit den Österreichern. Und diese Österreicher winken diese Polizisten am Wachposten vorbei."
Dann hört man einen der Österreicher sagen:
"Winkts nur, solangs es no kennts."
Ein anderer antwortet:
"Die kumma sicha umma zu uns."
Einer der jungen Österreiche scheint Bedenken zu haben:
"Normal musst das de Hund sagen, Oida."
Interessant die Titulierung "de Hund", die zeigt, dass die Blauhelme wenig Sympathie hegen für die Syrer. Und so erweisen sich die Bedenken eher als Sorge um die eigene Sicherheit:
"Toni, normal musst das sagen, weils wenn da einer überbleibt, kommt er umma und schießt uns ab."
Mutmasslich Toni antwortet:
"Hob i anna eh gesogt."
 Was er den Syrern gesagt hat geht aus dem Video nicht hervor. Eine Warnung vor dem Hinterhalt kann es aber schwerlich gewesen sein, denn kurze Zeit später hört man:
"Jetzt geht's gleich los wirst sehen",
so als habe man sich seinen Fernsehsessel zurechtgeschoben, das gekühlte Bier aufgezogen und die Beine hochgelegt in der freudigen Erwartung eines spannenden Fußballspiels, oder hier wohl besser eines lang erwarteten Actionkrimis.

Screenshot Falter

Plötzlich fällt jemand von der Ladefläche des Pickups:
"Ana is scho owagfoilln",
wird teilnahmslos kommentiert.

Screenshot Falter
Wenig später:
"A poar Tode beim Auto",
ruft einer und sein Kamerrad bestätigt:
"A poar Tode sans schon."
Ein eingeblendeter Text erklärt, das ein Krankenwagen angeboten wird. Der wird offenbar abgelehnt:
"Do hot kaner überlebt, Oida, kannst glei abblasen."
Darauf hat einer der Burschen scheinbar eine neue Erkenntnis:
"Obwohl einer lebt, glaub ich, schon no."
Worauf er zur Antwort bekommt:
"Ja, aber der überlebt des ned."
 Einmal unbeachtet der vordergründigen Diskussion, die nun allenthalben ausbricht, ob es die Statuten eines UNO-Blauhemeinsatzes gestattet hätten, die Syrer vor dem Hinterhalt zu warnen, oder ob das schon eine Verletzung der Neutralität gewesen wäre, oder der Diskussion ob die syrischen Uniformierten Polizisten oder Angehörige des Geheimdienstes waren, ob die Männer im Hinterhalt Schmuggler, Terroristen, Freiheitskämpfer oder Israelis waren, besonders erschreckend ist die Sprache der jungen Österreicher.

 Sie zeigt uns erschreckend eindeutig, was die Propaganda mit Menschen zu machen imstande ist.  Die Syrer werden als Hunde bezeichnet. Und man lehnt sich zurück und beobachtet ohne jede Regung, ohne jedes Mitleid, wie neun Menschen erschossen werden. Nicht einmal die Hilfe eines Krankenwagens gewährt man den Opfern. Die einzige Sorge gilt der eigenen Sicherheit und für die ist es besser, wenn auch noch der letzte Überlebende stirbt.

 Man kann ihnen zugute halten, dass sie blutjung und sicherlich unerfahren und selbst voller Angst sind. Aber entschuldigt das wirklich ihre Gefühlskälte, ihre offensichtliche Verachtung für Menschen, die sie gar nicht kennen, von denen aber immer und immer wieder von der Politik und den Medien behauptet wird, alle Assadgetreuen seien Unterdrücker, Folterknechte und Mörder von Frauen und Kindern - unwertes Leben.

 Andererseits ist es ein Hohn hier von Befehlsnotstand zu reden. Die jungen Männer hätten eine andere Entscheidung treffen können, ohne dass es ihnen groß geschadet hätte. Den Hitlerschergen hat man, mit Recht, keinen solchen Befehlsnotstand zugebilligt. Jeder konnte und kann auch jetzt im Nachhinein erkennen was in diesem Fall Recht und Unrecht ist.

 Noch weit erschreckender aber als das Handeln, oder besser, nicht Handeln der jungen Soldaten, die sicherlich auch Angst hatten, sind allerdings einige der Kommentare, die das Video auf You Tube begleiten. Diese Kommentatoren sitzen in ihrem gut temperierten Wohnzimmer und morden fröhlich drauflos. Schliessich handelt es sich bei den Syrern um unsere Feinde.

 Rosalinde Kafko z. B. schreibt:
"Wer lügt jetzt? Der Falter: 'syrische Polizisten' oder der Standard 'syrische Geheimpolizisten'Und ob das Mitleid der doppelmoralischen Marxisten, falls derStandard die Wahrheit geschrieben hat, bei 'syrischen Geheimpolizisten' abgebracht ist, mag jeder nach dem Artikel in der Süddeutschen Zeitung selbst entscheiden."
 Da ist nichts mehr mit Eigenverantwortung, also dem Grundsatz, dass jeder Mensch nur für die Taten verantwortlich gemacht werden kann, die er selbst begangen hat. Beim Rosalindchen werden gleich mal alle "Geheimpolizisten" an die Wand gestellt und erschossen. Und überhaupt wer ist für alles Unglück dieser Welt verantwortlich? Genau - die Marxisten.

 Ähnlich denkt auch "Food for Thought", übersetzt "Stoff zum Nachdenken". Den Kommentator, der nicht nur bei der Wahl seines Pseudonyms einen gewissen Anspruch postuliert, sondern sich auch noch des englischen bedient, schreckt auch in seinem Text nicht vor der eigenen Lächerlichkeit zurück und bedient sich des zur Zeit so hippen Denglischs. Er beginnt seinen Beitrag mit einem mittlerweile feststehenden Begriff für die alle syrischen Uniformierten:
"Assads Schergen den Tipp zu geben, dass sie in ein Hinterhalt hineinlaufen, IST EIN KRIEGSAKT, denn es wird hier Intel gesharet, es wird zusammengearbeitet, ES WIRD PARTEI ERGRIFFEN."
 Intelektuell reichlich unterernährt weiß auch "Stoff zum Nachdenken" sofort, dass die erschossenen neun syrischen Uniformierten selbstverständlich "weißgott wie viele in den Gefängnissen schon gefoltert haben", und schwingt sich behände zum Ankläger, Richter und mit besonderer Wonne zum Scharfrichter auf:
"Wenn ich mich nicht irre, sind die getöteten keine Zivilisten, sondern Militärs in einem sich im Krieg befindlichen Land, außerdem Geheimpolizisten, und damit Schwere Jungs, die weißgott wie viele in den Gefängnissen schon gefoltert haben."
In schöner alter Tradition und im Angesicht besonderer Niedertracht hängt er den Österreichischen Soldaten einen Orden um den Hals:
"Ich nominiere diese Helden daher für das Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik, in so einer schwierigen Situation WEITERHIN NEUTRAL GEBLIEBEN und KEINE PARTEI ERGRIFFEN ZU HABEN. Bravo, Jungs!"
 Genau wie "Stoff zum Nachdenken" tarnt sich auch der "Kämpfer des Licht", "Warrior of Light", hinter einem englischen Pseudonym. Das hat wohl zwei Gründe: Erstens ist er der deutschen Sprache nicht wirklich mächtig und zum zweitens ist das mit dem Licht bei ihm so eine Sache. Seine geistigen Fähigkeiten scheinen zumindest erheblich unterbelichtet:
"Danke Bundesheer! Ich bin mir sicher, Österreichische Soldaten wussten genau mit welchem Abschaum die zutun haben, was für verbrechen Assad geheim Polizisten begangen haben, und deswegen nicht gewarnt! und das gut so! natürlich FPÖ/Putin fan boys werden das sicher nicht toll finden,  die sind ja bekannt dafür das die Assad/Putin lieben."
Ein Beitrag der belegt, dass die FPÖ kein Monopol auf Schwachsinn besitzt.

Markus Winter macht den Eindruck, als wenn er sich vor seiner Meinungsäusserung etwas Mut angetrunken hat:
"Also ich sehen 9 Assadanhänger die von anderen Bergmenschen übern Haufen geschossen werden ? Naja das ist Krieg oder ? verdient haben diese Kriegstreiber es sowieso alle warum muss man da so einen tralala darum machen ? Assad gehört weg, genau wie alle Religiösen Extremisten."
 Wie sagt doch der Volksmund? Kinder und Besoffene ....

Breschen Gsaelz fasst sich militärisch kurz:
"Syrische Geheim"Polizisten" = Assads Schlächter und Massenmörder. Um die ist es nicht schade."
Unwertes Leben - Kopf ab!

 Monte Carlo ist die ganze Geschichte vollkommen egal. Ihm geht es darum, daheim in Österreich wieder einmal ordentlich aufzuräumen:
"So stellt man sich die linkslinken Schmierfinken vor:Im Schmutz anderer zu wühlen sich als Lebensaufgabe zu machen, ist typisch für diese Spezies. Produktive Arbeit scheint in deren Kreisen ein Fremdwort zu sein. Merke --> die schäbigste Art, sich selber zu erhöhen, ist, andere nieder zu machen. Das dürfte aber die Lebensleitlinie der linken Hetzer sein."
 Blackburn hat selbst im Golan gedient. Er kennt sich bestens aus mit der menschlichen Spezies da unten:
"Die 9 'Polizisten' waren keine normale Polizei sondern syrische Geheimpolizei die unter anderem bekannt für Dinge wie Entführung, Folter und Mord sind. Schmuggler und Geheimpolizei bringen sich tagtäglich gegenseitig um."  
 Wie's die Hotten Totten nun mal schon seit Urzeiten mach, sie bringen sich tagtäglich gegenseitig um. Da steht der europäische und besonders der österreichische Herrenmensch weit drüber. Gegenseitig umgebracht haben wir uns schließlich noch nie, besonders nicht zwischen 1914 und 1918 und dann noch einmal etwas gründlicher zwischen 1939 und 1945.

Michel Roerig gibt den Wissenden. Schneidig kurz behauptet er:
"Syrische 'Polizisten' foltern und ermorden seit Jahren tausende Assad-Gegner !!!"
Jo gebraucht wesentlich mehr Worte als sein Vorredner ist aber durchaus gleicher Ansicht:
"Jetzt ist ein Haufen der gruseligen Spezialpolizei von Assad drauf gegangen. Diese Schergen sind Profis im Foltern und Töten und dürften nach den Hag so ziemlich alle Kriegsverbrecher sein. Ev sind die an den Giftgaseinsätze gegen die Zivilbevölkerung beteiligt gewesen (sie wurden Hunde genannt, also nicht gerade best friends). Also ehrlich gesagt: halb so wild."
 Allerdings fügt er seinen Äusserungen noch einen zweiten Aspekt hinzu. Den der absoluten moralischen Überlegenheit der europäischen Herrenrasse:
"Wir sollten jetzt nicht Moralapostel spielen, es ist eine blutrünstige und rückständige Zivilisation dort, die mit unseren Werten wenig am Hut hat." 
 Man möge sich diesen kulturellen Hochmut einmal in Ruhe auf der Zuge zergehen lassen. Wir Europäer, die sich über Jahrhunderte mit allem was uns zur Verfügung stand, gegenseitig den Schädel eingeschlagen haben, die das Schießpulver, Kriegsschiffe, bis an die Zähne bewaffnete Flugzeuge, Bomben, Raketen,  Flammenwerfer, Chemie- und Biowaffen und nicht zuletzt die Atombombe erfunden haben, nur um uns gegenseitig zu vernichten, sprechen im Zusammenhang mit dem wesentlich vor uns zu einer Hochkultur entwickeltem Nahen Osten von einer "blutrünstigen und rückständigen Zivilisation".

Paul will eigentlich auch keine Einzelheiten wissen. Die könnten nur sein eindimensionales Weltbild durcheinanderbringen:
"Syrische Geheimpolizisten? Holla, dann gut gemacht Österreicher!" 
 Manfred Zahmer weiß wohl tief in seinem Innersten, dass etwas faul ist an dem Gleichnis Assads Polizisten = allesamt Folterer und Mörder. Darum biegt er sich die Wahrheit so hin, dass sie für ihn eine erträgliche, wenn auch nur seine Logik hat:
"Angenommen es sind diese Art von Spezialeinheit der Polizei, die von heute auf morgen normale Familienmitglieder in Foltergefängnisse verschleppen, weil sich diese politisch organisiert haben und auf freiheitliche Grundwerte pochen. Ich vergleiche diese Art von Polizei mal mit der Gestapo im dritten Reich. Vielleicht sind diese "Geheimen Staatspolizisten" zusätzlich in krumme Geschäfte verwickelt. In einer Gegend und Situation, in dem derzeit Gewalt das letzte Wort hat, nicht so unwahrscheinlich."
 So kann man wunderbar hetzen und trotzdem noch, auch als empfindliche Seele, ruhig schlafen.

Ähnlich legt sich Ekehard Marskchewski die Sache zurecht um ruhigen Gewissens zum Sippenmord aufrufen zu können:
"Wer wurde hier eigentlich getötet? Syrische Geheimpolizisten. Was war die syrische Geheimpolizei im Jahre 2012, was ist sie heute? "Brutale Hiebe auf alle Körperteile, ausgerissene Zehennägel, Stromschläge gegen Genitalien, Verätzungen durch Säure: Die Liste der Foltermethoden der syrischen Geheimdienste, die Human Rights Watch in einem aktuellen Bericht vorlegt, ist lang und brutal. Beobachter befürchten, dass sie nur einen Bruchteil der Realität abbilden", schreibt die Süddeutsche Zeitung (SZ) am 3. Juli 2012 im Vorspann zu einem Artikel "Wie Assats Folterknechte aufflogen" - also kurze Zeit vor dem beschriebenen Vorfall."
 Persönliche Schuld, so wie unsere "westlichen Werte" für ein Urteil es doch angeblich verlangen, kann auch er nicht nachweisen.

Gordi_k scheint mehr zu wissen als wir alle:
"Ich bin überrascht, wie viele Menschen mit der Armee und Polizei von Bashar al-Assad sympathisieren. Leute, die Chemiewaffen gegen eigene Bevölkerung einsetzen, haben sowas sehr wohl verdient."
 Er bestraft schon einmal vorsorglich. Schon im Herbst läßt er Menschen hinrichten für angebliche Taten (Einsatz von Chemiewaffen), die erst wesentlich später, angeblich, stattgefunden haben. So ist das mit vorbeugender Sippenhaftung - abschliessend steht man da und der einzige Mörder weit und breit ist man selbst.

 John Smith, sicherlich ein Pseudonym, hinter dem sich ein Mensch mit umfassenden Kenntnis zu seinem eigenen Schutz verbirgt. Weiß er doch scheinbar Dinge, die lebensgefährlich sein können. So weiß er auch, dass ausgerechnet diese neun syrischen Männer Giftgas auf schlafende Kinder geworfen haben:
"Nicht vergessen, diese Menchen werfen Giftgas auf schlafende Kinder. Sie verdienen nichts besseres."
 Man sieht an diesen Zitaten, wie es steht um die "westlichen Werte". Zum Glück äussern sich die meisten Kommentatoren wesentlich differenzierter als die hier aufgeführten. Aber es ist doch deutlich zu spüren, wie sehr das Trommelfeuer der täglichen Propaganda des Mainstreams die Hirne vernebelt, wie sehr im Dienst der "Freiheit und der Demokratie" genau diese Werte immer mehr verloren gehen. Schuld daran ist die Tatsache, das unsere Eliten, Politiker, Journalisten Wirtschaftslenker selbst zutiefst undemokratisch und der Freiheit des Geistes verpflichtet sind.

 Täglich versuchen sie uns, für ihre wenig honoren Zwecke und Ziele zu missbrauchen. Sie verkleistern unsere Gehirne und stellen Wahrheit und Lüge auf den Kopf. Sie verdrehen die Tatsachen bis niemand mehr weiß was Recht und was Unrecht ist.

 Ein kleiner Beweis aus den letzten Tagen: Tränenreich berichten uns Zeitungen, Funk und Fernsehen von zwei Terrorangriffen in Afghanistan. Dort haben Selbstmordattentäter etliche Menschen mit sich in den Tod gerissen. Sicher uneakzeptable, ekelhafte Schandtaten, da es wieder einmal nicht die wahren Verantwortlichen trifft, sondern die schuld- und hilflose Bevölkerung.

 Aber unsere Berichterstatter vergessen völlig, dass wir, der Westen 2001 unter fadenscheinigen Vorgaben dieses kleine wehrlose Land überfallen haben, dass wir uns mit den übelsten Verbrechern verbündet haben, dass wir Not und Elend über dieses bereits seit Jahren geschundene Land gebracht haben. Wir haben dieses Land, und diese im Grunde friedfertigen und freundlichen Menschen, den weltweiten Drogenkartellen zum Fraß vorgeworfen. Wir haben diesen Menschen versprochen ihnen Frieden, Freiheit und wirtschaftliche Prosperität zu bringen.

 Nichts davon haben wir gehalten. Mit dem angeblichen "War on Terror" haben sich Waffenproduzenten und Händler die Taschen gefüllt. Ganze Generationen von neuen Waffen sind entstanden und in Afghanistan getestet und zur Serienreife gebracht worden.

 Nicht zuletzt hält der Westen das Land seit fast siebzehn Jahre lang besetzt. Überzieht es seit 2001 mit Krieg. Ein Krieg der nun schon länger andauert als der Vietnamkrieg. Angeblich bekämpft der Westen die Taliban, sicherlich abscheuliche, religiöse Eiferer. Aber diese religiösen Fundamentalisten sind in den siebzehn Jahren nicht schwächer, sondern immer stärker geworden. Solch eine Entwicklung ist nicht möglich ohne die massive Unterstützung der Bevölkerung.

 Aber die Unterstützer der Taliban sind ebensowenig religiöse Eiferer, wie die Unterstützer der Vietcong in ihrer Mehrheit Kommunisten waren. Es sind Menschen die unter der Besatzung durch die Fremden leiden. Die täglich erfahren, dass sie nicht mehr Herr in ihrem eigenen Land sind. Menschen, die täglich der Willkür ausländischer Besatzer ausgesetzt sind.

 Von allem diesem könnten uns unsere Medien berichten. Aber was sie tun ist die Dämonisierung ihrer Feinde, die so mit der Zeit zu unseren geworden sind und die Verbreitung sinnloser Durchhalteparolen.

 Wir müssen lernen, dass Besatzung niemals Recht schafft und das jede Gesellschaft, jede Nation und alle Menschen das Recht haben, sich auszusuchen, wie sie leben wollen. Wenn dabei, in unseren Augen, Unrechtsysteme entstehen, dann müssen wir das aushalten. Freiheit und Demokratie können die Menschen sich nur selbst erkämpfen - wenn sie sie denn überhaupt wollen.

Kommentare:

  1. Dieser Vorfall erinnert mich an das Massaker von Srebrenica durch die serbische Armee unter General Mladic im Beisein der UN-Schutztruppe / Blauhelme aus den Niederlanden.

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  2. Bitte selber überprüfen:
    Der Lügenzyklus 1.5.2018-voltairenet.org/article200974.html
    Deutschland und die Uno gegen Syrien 28.1.2016 - voltairenet.org/article190087.html
    Vital Burger: Iran und Syrien - youtube.com/watch?v=7iKwUqTHYqE -
    ab Min 40 wird es extrem interessant !
    ansonsten bei Willy Wimmer erkundigen wegen dem 2010 (?) unterschriftsreifen Vertrag
    über die Rückgabe der Golanhöhen an Syrien (?)
    sollten die genannten Informationen stimmen (?) sind entweder die UN-Blauhelme
    uninformiert (?) gewesen oder es war DIE Gelegenheit (provoziert) die UN dort als Zeugen "wegzukriegen". Dieses "Spiel" auf unserem Rücken halte ich für Ekel erregend.
    mfG J.R.

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  3. Ich würde nicht überbewerten, wenn Soldaten von "die Hund'" reden, das tun sie auch unter- und übereinander, das ist schlicht Dialekt und nicht negativ gemeint. Sicher sind einige Kommentare auf Youtube arg, aber der Punkt ist, dass über ein transatlantisches Medium (Falter ist im International Consortium of Investigative Journalists, das von den Soros-Foundations und anderen finanziert wird) ein Ex-Minister ins Visier genommen wird- Und dieser wiederum wollte KEIN NATO-Statist sein und wurde deshalb unter Druck gesetzt. Die Staatsanwaltschaft Wien, die jetzt wegen Golan ermittelt, hat Anzeigen dazu immer ignoriert. Klar, denn da müsste man gegen die Handlanger fremder Geheimdiemste ermitteln. https://alexandrabader.wordpress.com/2018/05/01/tote-am-golan-trifft-oesterreich-schuld/

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  4. Habe Das schon mal geschrieben.
    Sollt dieses Video und die dazu gehörigen Komentare der Österreichischen
    Soldaten der Wahrheit entsprechen und dieser Vorfall sich tatsächlich so
    abgespielt haben. Gehöhren diese Feigen Schweine weggesperrt, für immer.
    Wenn Die sich in Erwartungsvoller Vorfreude auf dieses Gemetzel, das Sie
    hätten verhindern können auch noch im Recht gefühlt haben. Zeigt das doch
    die Ganze Abartigkeit der Propaganda verseuchten Aktionisten!

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  5. Es war doch jedem klar, das mindestens Schmuggler den Hinterhalt legten, also Banditen und Profi Verbrecher Clans in der Region. So tief ist überall die UN und Auslandsaufbau Hilfe gesunken

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