Dienstag, 5. Februar 2019

Die Zyniker im Deutschen Bundestag und was ein sogenannter Reporter daraus macht

 In Caracas können die Anhänger von Staatspräsident Maduro wieder ruhiger schlafen. Droht ihnen doch, zumindest wenn man Benjamin Konietzny, seines Zeichens "Parlamentsreporter" des springerinfizierten Fernsehkanals "ntv" glauben mag, von der deutschen Partei "Die Linke" keine Gefahr mehr.
"Von den Linken hat Maduro nichts zu befürchten",
floss es dem "Parlamentsreporter" - und ich setze dieses Wort mit voller Absicht in die springerschen Anführungsstriche - aus der ziemlich krummen Feder.

 Die springerschen Anführungszeichen scheinen mir bei einem wie Konietzny angebracht, da selbst zu Zeiten eines Relotius beim Spiegel der Berufsstand des Reporters kaum auf das Niveau dieses Schreiberlings sinken kann. Wie würde ich den Berufsstand bezeichnen, dem Konietzny mit Fug und Recht angehören könnte, den man seinem Namen zufügen könnte ohne ihn in Anführungszeichen zu setzen? Was beschreibt die Tätigkeit des Mannes am besten?

 Betreibt er Journalismus? Sicher die Reputation dieses Berufsstandes hat in den letzten Jahren ausserordentlich gelitten, nicht zuletzt dank der eklatanten Fehlleistungen seiner Protagonisten.

 Sätze wie:
"Andrej Hunko (...) produziert - zurückgelehnt auf seinem Sitz - akustischen Gegenwind",
lassen doch stark an einem Intelligenzquotienten des Produtenten, oberhalb dem einer Amöbe zweifeln. Man ist versucht den Bundestagsabgeordneten zu fragen, ob es denn unbedingt sein muss seinen Gegenwind in den Bundestagssitz, nicht einfach, wie jeder zivilisierte Mitteleuropäer, heimlich still und leise wegzudrücken, um sich anschliessend vorwurfsvoll umzusehen, sondern zusätzlich zum unangenehmen Geruch die Umwelt noch akustisch zu belasten?

 Ist das was Konietzny absondert, Propaganda? Nein, dazu fehlt dem Mann von "ntv" doch einiges. Man mag verurteilen, wenn ein sich Reporter nennender Mensch Propaganda betreibt, anstatt zu "sagen was ist" wie es "Der Spiegel" seinen Bediensteten jeden Morgen bei Dienstantritt schon von der Wand des Empfamgs seines Verlagshauses herunter in großen Lettern, versucht einzubläuen. Aber Propaganda ist meist sehr intelligent gemacht, diabolisch Intelligent, wie uns dereinst Joseph Göbbels schmerzhaft lehrte.

 Was bleibt? - Hetze! Primitive, die niedersten Instinkte der Menschen ansprechende Hetze. Kostprobe gefällig?
"Im Bundestag sitzt eine Fraktion, deren Abgeordnete gute Beziehungen zu Regimen hält, die autoritär herrschen und Menschenrechte nicht respektieren. Wird sie dafür kritisiert und von den übrigen Fraktionen angegriffen, reagiert sie mit Gelächter, Ironie oder demonstrativer Gleichgültigkeit. Angesprochen auf ihre umstrittenen Verbindungen, versucht ihr Redner abzulenken und auf andere Verfehlungen des politischen Gegners hinzuweisen. Nicht von der AfD ist die Rede, hier geht es um die Linke."
 So funktioniert Hetze: Eine Gruppe von Menschen wird pauschal verunglimpft, in diesem Fall die Bundestagsfraktion der Partei "Die Linke". Und mit ihr 4.297.270 Bundesbürger die diese Partei in das deutsche Parlament gewählt haben. Es versteht sich von selbst, dass Konietzny für seine Anwürfe keine Begründung oder gar Beweise liefert. 

 Das ist ja das Wesen der Hetze, dass Menschen übelst verleumdet werden ohne jede Verbindung zur Realität: "Kanacken" stinken - Asylanten sind Messerstecher - "Zigeuner" stehlen - "Neger" haben große Geschlechtsteile - Ausländer schänden deutsche Frauen - und die Mitglieder der "Linken" pflegen "gute Beziehungen zu Regimen (...) die autoritär herrschen und Menschenrechte nicht respektieren."

 Aber die konietznysche Enzyklopädie der Linken hält noch weitere Erkennungsmerkmale für den suchenden Geist bereit. Wenn, zum Beispiel "Die Linke" angegriffen wird, man beachte die Homogenität der Linken, dann "reagiert sie mit Gelächter, Ironie oder demonstrativer Gleichgültigkeit".

 Fühlt sich "Die Linke" angegriffen, folgt sie der Logik des Schwarms, die ihrem Wesen ja schon genetisch innewohnt, seit der Erfindung des Kollektivs in den finsteren Gründungszeiten der Sowjetunion. Die Überlebensstrategie der Schwarmtiere wie z. B. der Stare oder verschiedener Fischarten ist es, vereinfacht ausgedrückt, die Aufmerksamkeit des Angreifers von sich ab und auf seine Nachbarn umzulenken.

 Die Linke, so weiß Konietzny: "Angesprochen auf ihre umstrittenen Verbindungen", reagiert ähnlich konfus und irrational und versucht durch einen ihrer "Redner abzulenken und auf andere Verfehlungen des politischen Gegners hinzuweisen."

 So bestens gerüstet sollte der geneigte Reziptient jetzt so weit sein, in das eigentliche Thema, die Tatsache behandelnd, das "Maduro nichts zu befürchten" hat "von den Linken", einzusteigen. Dazu ist es wichtig zu wissen:
"Die Lage in Venezuela spitzt sich immer weiter zu."
Was würden wir bloß machen ohne die schonungslose Aufklärungsarbeit des Herrn "Parlamentsreporters"?  (Haben sie die Anführungsstriche bemerkt?) Ahnungslos liefe unser Leben weiter ohne auch nur im entferntesten jemals die nächsten "Informationen" zu bekommen.
"Jede Woche kommen Dutzende Menschen ums Leben, Gegner des Regimes werden zu Hunderten inhaftiert."
"Too much informations" - zumindest in dieser gebündelten Form. Lassen sie uns deshalb dieses gewaltige Paket aufschnüren. Mir scheint es handelt sich hier um, im Kern zwei Informationen: einmal einer allgemeingültigen:"Jede Woche kommen Dutzende Menschen ums Leben", und einer spezifisch auf Venezuela gemünzten: "Gegner des Regimes werden zu Hunderten inhaftiert."

 Der Allgemeingültugen scheint ein Bezug zu fehlen um glaubwürdig zu erscheinen. Worauf beziehen sich diese "Dutzende Menschen", die jede Woche ums Leben kommen? Auch wäre es von Vorteil, wenn der Autor uns die Todesursache mitteilen würde. Ich glaube gern, dass in Venezuela wöchentlich "Dutzende Menschen ums Leben" kommen. Bei einer Einwohnerzahl von, 2017, 31,98 Millionen Menschen nicht besonders verwunderlich. (Nur um mal ein paar Fakten einzustreuen: 1980 betrug die Einwohnerzahl noch nur 15,04 Millionen - eine, mehr als Verdoppelung in nur 37 Jahren, darunter auch ca. 5 Millionen Flüchtlinge aus Kolumbien). Ich wette, dass auch in Deutschland wöchentlich "Dutzende Menschen" den Tod erleiden, ohne das "Parlamentsreporter" von "ntv" darüber berichten. Es wäre also von allgemeinem Interesse, warum "ntv" explizit auf diese Zahl Bezug nimmt.

 Der zweite Teil des Satzes "Gegner des Regimes werden zu Hunderten inhaftiert" nimmt, so darf man vermuten ebenfalls Bezug auf die Worte "Jede Woche" zu Anfang des Satzes. Hierbei ist zu Fragen, woher Konietzny diese Zahl hat. Soweit bekannt ist, war er niemals in Venezuela. Somit kann die, übrigens sehr ungenaue Zahl "hunderte" - immerhin bewegt sie sich irgendwo zwischen 200 und 999 - nicht aus eigener Anschauung herrühren. Die Bekanntgabe seiner Quelle und die nähere Verifizierung erscheint mir bei einer Ungenauigkeit von - übers Jahr gerechnet 41.548 Inhaftierten oder eben nicht Inhaftierten, also dem Gegenwert der Einwohnerzahl einer Kleinstadt - keine ungerechtfertigte Forderung zu sein.

 Auch ist zu fragen, wie lang die Haftdauer, zumindest im Durchschnitt ist? Immerhin macht es einen Unterschied, ob jemand nur kurz in Haft kommt, für ein paar Stunden so wie Donald Trumps Handpuppe Guaido, oder ob die verhafteten Regierungsgegner für immer ohne Urteil und ohne Gerichtsverfahren in Drahtkäfigen schmoren müssen bis sie verfaulen, so wie die Häftlinge in Guantanamo.

 In Anerkennung der Sünden, die angeblich die Regierung Maduro den Bürgern des Landes angetan hat, weshalb sie auch unter grober Missachtung des Völkerrechts und der Charta der Organisation Amerikanischer Staaten OAS, von einer Chunta unter Führung des Präsidenten der Vereinigten Staaten, der übrigens niemals von der Mehrheit seiner Bürger gewählt worden ist - es fehlten ihm gegenüber seiner Gegenkandidatin 3 Millionen Stimmen, ein knappes Zehntel des Venezulanischem Volkes - trat Deutschlands Aussenministerdarsteller Heiko Maas vor den Deutschen Bundestag.

Diese Karikatur eines Aussenministers, diese umherlaufende Kleiderpuppe mit seiner Garderobe, für gewöhnlich eine Melange an Schwarztönen, überraschte das hohe Haus in einem Outfit aus braunem Anzug, hellblauem Hemd und stahlblauer Krawatte. Der Mann, der zweimal vergeblich versuchte Saarländischer Ministerpräsident zu werden und dabei das bisher schwächste Wahlergebnis für die Genossen in dem Bundesland einfuhr, war nicht nur als Wahlkämpfer eine sehenswerte Niete. Auch als Bundesjustizminister war er ein glatter Ausfall - aber immer top gekleidet.

 Ob Benjamin Konietzny trotz seiner offenbar beschränkten Möglichkeiten bemerkt hat, was für einen Stuss der Deutsche Aussenminister da vor dem hohen Haus vom Zettel abliest und sich nicht so recht getraut hat den Herrn Minister zu zitieren, oder ob es eben diesen beschränkten Mitteln geschuldet ist, dass der Reporter nicht einen Satz aus der Rede zitiert? Wir wissen es nicht. Sätze wie dieser lassen allerdings die zweite Vermutung als sehr nah an der Wahrheit erscheinen:
"Doch er (Maas) versucht klar zu machen, dass Maduro von der Bundesregierung in seiner jetzigen Form nicht mehr akzeptiert wird."
Laut Konietzny ist es also die Form Maduros, die die Bundesregierung drängt, ihm die Legitimation als Venezuelas Präsidenten abzuerkennen. Vielleicht hilft ja Sport. Maas läuft jedenfalls Marathon - mit den Beinen - im Kopf reicht's nicht ganz so weit.

 Um der verehrten Leserschaft aber die mit Lügen und Verdrehungen nur so gespickte Rede Maas' nicht vollends vorzuenthalten, hier die wichtigsten und unglaublichsten Aussagen einmal zusammengefasst. Das Protokoll der ganzen Aktuellen Stunde des Bundestages können Sie hier nachlesen.

 In Ermangelung eines eigenen Redekonzeptes schien man im Aussenministerium einfach die Rede von Maas' US-Kollegen, Mike Pompeo ins Deutsche übersetzt zu haben. Besser hätte dieser einen militärischen Angriff der USA auf das kleine Südamerikanische Land auch nicht begründen können:
"Die Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit werden von Nicolas Maduro mit Füssen getreten. (Wobei der Minister von seinen Worten dermaßen überzeugt scheint, dass er diesen einfachen Satz vom Blatt ablesen muss) und 
sein Regime, dass sich zynischerweise auf Bolivar beruft hat ganz Venezuela mittlerweile an den Abgrund geführt.
  • Das staatliche Gesundheitssystem ist kollabiert. Im erdölreichsten Land der Welt sind Masern und Diphterie wieder tödliche Realität. 
  • Die Inflationsrate soll in diesem Jahr, laut IWF, 1,3 Millionen Prozent betragen. 
  • 80% der Haushalte können sich nicht mehr verlässlich mit Nahrungsmitteln versorgen. 
  • 12 % der Menschen sind laut der Welternährungsorganisation unterernährt, darunter viele Neugeborenen und Kinder. 
  • Mehr als 12.500 Personen sind in diesem Zusammenhang mit Protesten gegen die Regierung seit 2014 verhaftet worden. 
  • Tödliche Gewalt gegen Demonstranten ist an der Tagesordnung, ob durch Sicherheitskräfte oder regierungsnahe Milizen. 
  • Die Vereinten Nationen sprachen gestern von vierzig Toten und 850 Verhafteten allein seit Beginn der jüngsten Proteste. 
In dieser Situation, meine sehr verehrten Damen und Herren, kann man nicht neutral bleiben. Sind wir auch nicht. Wir stehen auf der Seite der Bürgerinnen und Bürger Venezuelas und deren Recht auf ein Leben in Freiheit und Würde.
  • Über drei Millionen Bürgerinnen und Bürger Venezuelas haben diesem Elend mittlerweile den Rücken gekehrt und sind in die Nachbarländer geflohen. 
  • 5.000 sind es nach UNO-Angaben pro Tag im Moment. 
  • Und die Krise Venezuelas ist längst zu einer Bedrohung für die Stabilität der gesamten Region geworden. 
Nein, dem stehen wir nicht neutral gegenüber. Wir stehen auf der Seite der Nachbarländer, die Hunderttausende dieser Menschen aufgenommen haben und versorgt haben. Wir lassen sie dabei auch nicht alleine. Es ist höchste Zeit das die Venezulanerinnen und Venezulaner frei und fair über ihre Zukunft entscheiden können und dazu haben sie unsere volle Unterstützung.
Diese sarkastische, zynische Rede, so glaubt man, ist wohl kaum zu überbieten.

 Irrtum, zumindest von ihrem Unterhaltungswert her, kann sich die Rede des Berufsatlantikers Jürgen Hardt (CDU) aus der bergischen Klingenstadt Solingen, durchaus mit dem kleinsten Aussenminister aller Zeiten messen. Capital dichtete dereinst:
"Die Scharfmacher aus Solingen".
Ob sie damit auch den ehemaligen Zeitsoldaten, Offizier bei der Bundeswehr (Marine), Oberleutnant zur See, Schiffsicherungsoffizier und technischer Taucher (Fregatte Augsburg), Staubsaugervertreter (Vorwerk), Präsidiumsmitglied der "Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik" (DGAP) und des Stiftungsrates der "Stiftung Wissenschaft und Politik" (SWP) gemeint hat, ist urkundlich nicht nachweisbar - liegt aber auf der Hand.

Die Rede des Herrn MdB Hardt in ihrer blumenreichen Sprache zeichnet Bilder , die direkt aus der Stadt der filmischen Verzerrung realer Lebensumstände, Hollywood, stammen könnte. Was dem Aussenminister wegen seiner, vom Spickzettel in stockender Intonation abgelesenen Rede, eher einem Stakkato ähnelnden Aufzählung von Vorwürfen an Maduro nicht gegeben war, die Abgeordneten emotional von den Stühlen zu reissen, Hardt ist ganz nah dran.
"Hunger, Menschen die aus Mülltonnen leben müssen.Menschen, die ihre kranken Eltern über die Grenze nach Kolumbien schieben, in wackeligen Rollstühlen, weil sie im eigenen Land, in Venezuela keine medizinische Versorgung mehr bekommen."
 Ein schönes Bild, Hollywood würde die Szene sicher in ein düsteres Blau hüllen. Ein Mensch am Ende seines Lebenszyklus, in Lumpen gehüllt, wie er apathisch seinem Schicksal gegenüber, in einem Rollstuhl dessen verzogene Räder eher einer in ihrer Mitte zusammengeschnürten, den Hunger sybolisierender Acht ähnlich, als einer vollen satten, runden O, werden unter dem feisten Grinsen korrupter Generäle von ihren ausgemergelten Nachkommen mit letzter Kraft über die Grenze, des sich im Glanz US-amerikanischer neoliberaler Zuwendungen sonnenden Kolumbien, gen Westen in die untergehende Sonne geschoben.
"Dieses reichste, ölreichste Land der Erde, dieses, gemessen an der Größe der Bevölkerung wohlständigste Land Südamerikas, das es sein könnte, ist in einer Situation, dass es die elementarsten Lebensfunktionen seiner Bevölkerung nicht aufrechterhalten kann."
 Ein Fest für Germanisten:Venezuela, nicht nur das ölreichste, sondern auch das reichste Land - ein wohlständigstes Land - das es sein könnte.

 Und was bitte sind die elementarsten Lebensfunktionen einer Bevölkerung? Ist es die Kommunikation, Empathie, Solidarität, die Beachtung wesentlicher Regeln des Zusammenlebens? Hardt sagt es uns nicht - wir können nur rätseln, was es dringlich erscheinen läßt alle Regeln des Zusammenlebens der Völker unter dem Beifall solcher Lohnfedern wieKonietzny, ausser Kraft zu setzen.
"Und das Geld, dass verdient wird stopfen sich 4.000 Generäle und eine Junta um Maduro in die Taschen. Im übrigen habe ich mir erzählen lassen, Venezuela hat mehr Generale als die ganze Nato."
 Die Zahl 4.000 tauchte erstmals in einem Artikel auf dem Online-Portal "Bloomberg" am 06. Mai 2016 auf:
"Venezuela has more than 4,000 generals, compared with fewer than 50 in 1993."
 Sie wurde weder von Bloomberg noch von einem der vielen Abschreiber verifiziert. Interessant auch, dass immer wenn in der internationalen Presse von den angeblich 4.000 Generalen die Rede ist, genau diese Formulierung gebraucht wird. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass immer nur abgeschreiben wurde, ohne auch nur einmal ernsthaft zu recherchieren, ob diese Zahl auch stimmt. Ein typischer Fall von factsetting.

Als alter Militär handelt Hardt - es ist übrigens eine Ente, dass der Sitz des Verteidigungsministeriums, der Bonner Stadtteil Hardthöhe nach Jürgrn Hardt benannt wurde -nach der Devise der preussischen Militärs "Viel Feind - viel Ehr."

Zum guten Schluß hat Hardt noch einen Rat an alle Zweifler und Faktenfanatiker:
"Und alle , die behaupten, dass sei ein von aussen gesteuerter Konflikt in diesem Lande, die sollten sich vor Augen führen, dass dieses Land unweigerlich kurz vor dem Abgrund steht und zwar aufgrund des Handelns des Präsidenten und nicht aufgrund äusserer Einflüsse."
Also merke: Es ist wie es ist, weil es ist wie es ist!

 Unserem Reporterlein Benjamin Konietzny aber geht es ja nur in zweiter Linie um die Verhältnisse in Venezuela, ihm geht es darum am Beispiel Venezuelas wieder einmal die Unzuverlässigkeit, die Ignoranz und die Flegelhaftigkeit der linken Schmuddelkinder nachzuweisen. Vaterlandslose Gesellen!

 Besonders die Abgeordnete Heike Hänsel hat es ihm angetan:
"... ihr Unverständnis für die Ausführungen des Außenministers mit Kopfschütteln und Zwischenrufen zum Ausdruck zu bringen."
und schlimmer noch:
Sie hatte Maduro im Mai zum Wahlsieg gratuliert."
 Schaut man aber nun im Protokoll der aktuellen Stunde nach, ist während der Vorlesung des Herrn Maas nicht ein einziger Zwischenruf Hänsels vermerkt.
Sehen wir uns die Anmerkungen der Stenographen einmal an:
  1. (Beifall bei der SPD und der CDU/CSU)
  2. (Zuruf von der AfD: Sozialisten!)
  3. (Zuruf von der AfD: Nie wieder Sozialismus!)
  4. (Beifall bei der SPD, der CDU/CSU und der FDP – Zuruf von der AfD: Ohne Sozialismus!)
  5. (Beifall bei der SPD und der CDU/CSU)
  6. (Zuruf von der AfD: Reiner Sozialismus!)
  7. (Beifall bei Abgeordneten der SPD, der CDU/ CSU und der FDP)
  8. (Beifall bei der SPD, der CDU/CSU und der FDP)
  9. (Beifall bei der SPD und der CDU/CSU)
  10. (Beifall bei der SPD und der CDU/CSU)
  11. (Beifall bei der SPD und der CDU/CSU)
Elf Anmerkungen. Die Mehrzahl sind den Beifallkundgebungen der Regierungsfraktionen CDU/CSU und SPD geschuldet, also reine Pflichtübungen.

Von vier Zurufen wird berichtet - ausnahmslos von der AFD. Weder die Abgeordnete Hänsel noch ein anderes Mitglied der Fraktion "Die Linke" hat Ewähnung im Protokoll gefunden. Von so viel Disziplin bei den anderen Abgeordneten, besonders bei dem FDP-Mann Alexander Graf Lambsdorff kann da wohl kaum gesprochen werden:
  1. (Beifall bei der LINKEN)
  2. (Alexander Graf Lambsdorff [FDP]: Klassisch sowjetische diplomatische Schule!)
  3. (Alexander Graf Lambsdorff [FDP]: So lernt man in Moskau! – Armin-Paulus Hampel [AfD]: Venezuela heißt das Land!)
  4. (Beifall bei der LINKEN)
  5. (Armin-Paulus Hampel [AfD]: Venezuela heißt das Thema!)
  6. (Beifall bei der LINKEN – Ulrich Lechte [FDP]: Wir haben da noch einen demokratisch gewählten Präsidenten, Herr Korte!)
  7. (Alexander Graf Lambsdorff [FDP]: Haben wir nicht gehört! – Jürgen Hardt [CDU/CSU]: Aber nicht der SED-Parteivorstand!)
  8. (Beifall bei der LINKEN)
  9. (Beifall bei der LINKEN)
  10. (Beifall bei der LINKEN – Peter Weiß [Emmendingen] [CDU/CSU]: Nein! – Ulrich Lechte [FDP]: Sie haben Maduro doch gratuliert! – Peter Weiß [Emmendingen] [CDU/ CSU]: Nein! Artikel 233!)
  11. (Alexander Graf Lambsdorff [FDP]: Maduro ist der Putschist!)
  12. (Beifall bei der LINKEN – Ulrich Lechte [FDP]: Das Parlament hat geputscht – in Anführungszeichen!)
  13. (Beifall bei der LINKEN)
  14. (Alexander Graf Lambsdorff [FDP]: An die Seite von Peru und Kolumbien!)
  15. (Beifall bei der LINKEN)
  16. (Dr. Johann David Wadephul [CDU/CSU]: Noch nie ist eine Diktatur so verteidigt worden!)
  17. (Beifall bei der LINKEN)
  18. (Beifall bei der LINKEN – Alexander Graf Lambsdorff [FDP]: Manche Grüne reden noch größeren Unsinn als Sie!)
  19. (Beifall bei der LINKEN – Ulrich Lechte [FDP]: Die Putsche kommen vom Parlament!)
  20. (Beifall bei der LINKEN – Ulrich Lechte [FDP]: Der Mann ist gewählt! – Peter Weiß [Emmendingen] [CDU/CSU]: Auf der Seite des Rechts! Auf der stehen wir!)
 An 20 protokollierten Zwischenrufen und Beifallsbekundungen war Graf Lambsdorff sechsmal beteiligt. Zum Teil mit so themenorientierten und qualifizierten, wie qualifizierenden Bemerkungen wie:
"Klassisch sowjetische diplomatische Schule! - So lernt man in Moskau! - Maduro ist der Putschist! - Manche Grüne reden noch größeren Unsinn als Sie!"
Hart am Thema, der Herr Lambsdorff. Da ist man doch glatt versucht ausnahmsweise einmal eine Mitglied der AFD zuzustimmen. Der Mann dessen Name Programm zu sein scheint, Armin-Paulus Hampel:
"Venezuela heißt das Thema!"
Aber Konietzny strickt eifrig weiter, an der Saga von dem unartigen Mädchen Heike Hänsel:
"Linken-Abgeordnete Hänsel, die Guaidó kürzlich auf Twitter als US-gestützten "Putschpräsidenten" bezeichnete, quittiert die Ausführungen der anderen Parlamentarier weiter mit Kopfschütteln und Zwischenrufen."
Über die Körperbewegungen der einzelnen Abgeordneten berichten die Stenographen des Bundestages grundsätzlich nicht, dafür haben wir so kompetente Chronisten wie unseren "ntv"- Mann.
"Andrej Hunko (...) produziert - zurückgelehnt auf seinem Sitz - akustischen Gegenwind".
 Aber die Zwischenrufe werden im Sitzungsprotokoll vermerkt. Wenn man aber das Protokoll der Aktuellen Stunde zum Thema Venezuela nachliest, so stellt man fest, dass kein einziger Zwischenruf der Abgeordneten Hänsel dort vermerkt ist. Wohingegen Konietzka gar von "Zwischenrufen" spricht. Wem soll man mehr Glauben schenken, den vereidugten Stenographen, oder dem eher windig daherkommenden Benjamin Konietzny?


Henry Kissinger, laut der wohl sozialistischer Umtriebe unverdächtigen Konrad-Adenauer-Stiftung:
"Kontrolliere das Öl und du kontrollierst die Staaten, kontrolliere die Nahrung und du kontrollierst die Bevölkerung"

Kommentare:

  1. Klasse Artikel!

    TEIL 1
    Wo liegt denn der Hase im Pfeffer mit diesem unsäglichen Bundestag. Das Problem ist, daß wir keine Opposition haben. Als Opposition in Frage kämen allein AfD und Die Linke. Aber die AfD ist kein Opposition. Denn so ähnlich wie man die Grünen als "FDP mit Fahrrad" verspottet, müßte man die AfD als "FDP mit Springerstiefeln" bezeichnen.
    Und Die Linke macht auch kein Opposition, wie gerade diese Sitzung des Bundestages doch zeigt.

    Hier hätte es doch wenigstens einmal einen Redner der Die Linke auftreten müssen.
    Was hätte der/die sagen können?
    1.) Dieser Redner hätte darauf hinweisen müssen, daß es Sache der Regierung und der sie tolerierenden Partien wäre, sich nicht über die Auswanderung in fremdem Ländern zu mokieren, sondern sich endlich einmal der seit 30 Jahren bedrohliche Entvölkerung Ostdeutschlands anzunehmen. (hier ein FAZ-Artikel vom letzten Jahr: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mehr-wirtschaft/bevoelkerungsschwund-trifft-den-osten-hart-15627304.html 9.

    2.) Dann wäre die völlig Rückgratlosigkeit der Bundesregierung zu geißeln:
    a) Erstes Beispiel für diese devote Rückgradlosigkeit ist dieses primitive Nachplappern der US-Propaganda gegen Venezuela, die dazu führe, daß hier Mitgefühl mit den Bürgern Venezuelas allein geheuchelt werde. Denn läge die Bevölkerung dieses fernen Landes der Regierung und der sie tragenden Parteien wirklich an Herzen, hätte man doch das Regime in Washington zur Aufhebung der Sanktionen zu drängen. Dasselbe gelte übrigens auch für die Sanktionen gegen die syrische Bevölkerung. Auch diese sei allein von Washington angeordnet worden - und devot krieche die Bundesregierung hinterher.
    Auch rangiere Venezuelas im "UN's Human Developing Index" ( http://hdr.undp.org/en/composite/trends) - trotz der Sanktionen! - in der Kategorie "High Human Development" immer noch vor den Nahbarländern Brasilen, Ecuador, Peru, St. Lucia, Dominikanische Republik, Surinam. Erst recht rangiere Venezuela vor den Nachbarländern in der Kategorie "Medium Human Development": Das wären Bolivien, El Salvador, Nicaragua, Guatemala, Honduras.
    Ob denn die Bundesregierung jetzt die Präsidenten auch dieser Länder die Anerkennung entziehen wolle? Nein, natürlich nicht! Und warum nicht? Weil das (Folter-)Regime in Washington das nicht will.
    (Der Redner sollte allerdings nicht den Eindruck einer Verteidigung der Maduro-Regierung machen, weil das derzeit kontraproduktiv wäre, und ja auch nicht sein/ihr Thema ist, da ja die bundesdeutsche Kriecherei gegeißelt werden soll.

    b) Der IFN-Vertrag: Keine Weltregion ist von Ausstieg Washingtons aus diesem Verrag derart von einer nuklearen Zerstörung bedroht, wie gerade Europa. Hier hätte die Bundesregierung doch in Washington vorstellig werden müssen und - zusammen mit den aktivierten anderen europäischen Ländern - richtig "Druck" machen müssen.
    Aber nein: Hier kriecht man wieder einmal - auf kosten der Sicherheit der deutschen Bürger. Den "Aufrechten Gang" kennt die Bundesregierung - und ihre Partien - offenbar gar nicht!

    Jörg

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  2. TEIL 2
    c) Als der US-Botschafter in Berlin erpresserische Drohbriefe an diverse Firmen versandte, die am "North-Stream 2"-Projekt beteiligt sind, hätte die Bundesregierung diesen Botschafter sofort zur "persona non grata" erklären und ausweisen müssen. Dies um anzuzeigen, daß sie die Interessen Druschlands verteidigen werde. Deshalb ja gerade hatte die US-Regierung entschieden, diese Droh- und Erpressungsbriefe nicht vom Außenamt in Washington (Secretary of State) anzusenden, wie es normal gewesen wäre, sondern von ihrem kleinen/unbedeutenden Botschafter in Berlin. Dies damit, wäre die Bundesregierung verteidigungsbereit gewesen und hätte einmal ein wenig Zähne gezeigt, der Schaden (Botschafteraustausch) begrenzt geblieben wäre. Aber nein! Die Bundesregierung machte überhaupt nichts und setzte ihren schleimigen Kriechgang fort. Verkennend, daß eine "gegenseitige Beziehung" nicht von Unterwürfigkeit lebt, sondern - im Gegenteil - von dieser beschädigt wird.

    d) Nachdem der Libanesische Regierungschef in Riad vom mörderischen, menschen- und frauenverachtenden Regime in Riad gefangengenommen worden war, hatte Siegmar Gabriel es gewagt, dies zu kritisieren. Und er sprach von "politisches Abenteurertum", "brandgefährliche Entwicklung" bei seinem Auftritt in New York.
    Nur ganz wenige Tage vor der Ermordung von Khashoggi durch die saudische Diktatur legte aber unser heutiger Außenminister Maas wieder einmal den "Kriechgang" ein und entschuldigte sich! Hier seine peinlich-ekligen Wort: "In den zurückliegenden Monaten hat es in unseren Beziehungen Mißverständnisse gegeben, die in scharfem Kontrast zu unseren sonst starken strategischen Verbindungen mit dem Königreich Saudi-Arabien stehen. Und wir bedauern das aufrichtig" ( https://www.heise.de/tp/features/Saudi-Arabien-erst-Business-dann-Moral-4204537.html ).

    Aber Die Linke ist nicht anders als die anderen Parteien - und irgendwo wollen die im Pentagon fehlenden 21 Billionen (US: "trillion") Dollars ja weggesteckt werden. Und zu den Orten, wo das weggesteckt wird, gehören meiner Vermutung nach auch längst die rückwärtigen Körperteile der Abgeordneten der Die Linke.

    Übrigens: Zur Unfähigkeit und Korruption in unserer Politkaste sehr schön "Die Anstalt" am Beispiel der "Deutsche Bahn AG" - zum download dort den button "Jetzt besuchen" drücken: https://www.0815-info.news/Web_Links-Die-Anstalt-vom-neunundzwanzig-dot-Januar-zweitausendneunzehn-view-798.html .

    Jörg

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  3. warum lässt denn maduro keine hilfslieferungen, medikamente und lebensmittel, für die darbende zivilbevölkerung ins land? die grenze zu kolumbien hat er dichtgemacht. mir scheint, der typ schert sich einen feuchten kehrricht um d schicksal seines volkes. ein klepotkrat à la janukowitsch imo.

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    1. @ ragnhild7
      Leider fällst Du sehr leicht auf Propaganda herein. Jetzt lerne aber bitte auch mal ein bißchen. Für die Zukunft wirst Du das sehr gut gebrauchen können!

      Nehmen wir mal Deinen Satz: "warum lässt denn maduro keine hilfslieferungen, medikamente und lebensmittel, für die darbende zivilbevölkerung ins land?"
      1.) Selbstverständlich kann man jederzeit (unter Beachtung der Zollbestimmungen - wie auch bei uns)"'hilfslieferungen, medikamente und lebensmittel'" nach Venezuela einführen. Jegliche Gegenbehauptung ist haltlose Propaganda.

      Richtig ist allein, daß die Brücke "Tienditas nahe der kolumbianischen Grenzstadt Cúcuta" wegen der aggressiven Haltung Kolumbiens gesperrt wurde.
      Falsch ist, daß dort eine "Hilfslieferung" wartet. Noch nicht einmal das propagandistische Verschwörungsmagazin "Der Spiegel" behauptet dies.
      Im heutigen Spiegel ( http://www.spiegel.de/politik/ausland/venezuela-regierung-laesst-grenzbruecke-fuer-humanitaere-hilfe-blockieren-a-1251975.html ) heißt es lediglich z. B. (Hervorh. von mir): "Präsident Maduro will damit offenbar die Einfuhr von Hilfsgütern verhindern, die im Nachbarland bereitstehen sollen."
      Das heißt: Da steht vor der Brücke keine "Hilfslieferung"!
      Oder BBC ( https://www.bbc.com/news/world-latin-america-47143492 ): "Venezuelan soldiers have blocked the crossing ahead of a delivery arranged by opposition leader Juan Guaidó, who has declared himself interim president".

      Auch mußt Du, ragnhild7, Dich doch mal fragen, warum "Hilfslieferungen" ausrechnet über einen langen Landweg durch Kolumbien hindurch, dann über die Grenze nach Venezuela und dann wieder auf einem langen Straßenweg durch Venezuela hindurch gefahren werden sollen. Denn das bitterarme (viel ärmer als Venezuela!) Kolumbien kann keine "Hilfsgüter" entbehren. Wenn "Hilfsgüter" kommen, dann also doch von woanders her! Und dann nicht über Land per Lkw, sondern per Schiff oder Flugzeug direkt(!) in einen der Häfen und Flughäfen Venezuelas(!) - nicht Kolumbiens!.
      Und wie gesagt eine konkrete(!) Hilfslieferung gibt es derzeit gar nicht. Auch auf dem Foto im Tweet dieses mörderischen Pompeo ist kein "Hilfslieferung" zu sehen! Alles nur Hetze!

      2.) Auch mit Deiner Formulierung, ragnhild7, von der angeblich "darbende zivilbevölkerung" fällst du auf Propaganda herein!
      Auf https://www.moonofalabama.org/2019/01/these-media-claims-about-venezuela-are-lies-or-misconceptions.html lesen wir, daß es mit dem angeblichen 'Elend' in Venezuela auch nicht so weit her ist: “The Bolivarian Republic of Venezuela is not even as messy as its neighbors are. Despite the current problems the UN’s Human Developing Index ranks Venezuela higher than most of them”. Venezuelas rangiert im "UN's Human Developing Index" ( http://hdr.undp.org/en/composite/trends) - trotz der die Venezuelaneer quälenden Sanktionen! - in der Kategorie "High Human Development" immer noch vor den Nahbarländern Brasilen, Ecuador, Peru, St. Lucia, Dominikanische Republik, Surinam. Erst recht rangiere Venezuela vor den Nachbarländern in der Kategorie "Medium Human Development": Das wären Bolivien, El Salvador, Nicaragua, Guatemala, Honduras.

      Ja, im - auch von der Bundeswehr! - militärisch angegriffenen/zerstörten Syrien gibt es eine "darbende zivilbevölkerung". Aber die BRD und die andern EU-Staaten haben (ohne die UNO!) von sich aus(!) "Sanktionen" erlassen, um die Einfuhr von Lebensmitteln und insbesondere von dringend benötigten Medikamenten nach Syrien zu verhindern!
      Hier wäre Dein Protest doch einmal nötig, ragnhild7!

      Oder warum tweetest Du dem von Dir offenbar angehimmelten Pompeo nicht einfach mal, daß er mit dem Völkermord im Jemen (ja, auch eine "darbende zivilbevölkerung") aufhören soll?

      Löschen
    2. @ragnhild
      "ein klepotkrat à la janukowitsch imo" Wie süß: gleich noch ein Nachschlag in Sachen Ukraine.

      Da kommen Sie zumindest nicht in den Verdacht als "Putintroll zu agieren. Vielmehr drängt sich der Verdacht auf, daß Sie Ihren Kenntnisstand von irgendeiner "atlan- tischen Brücke oder einer Organisation wie "Integrity Initiative".

      Jetzt ein Nachschlag in Sachen "Qualitäts"-Journalismus in Deutschland: warum wurde die Propagandamaschinerie der Integrity Initiative seitens ARD/ZDF/Deutschlandfunk/
      FAZ/Zeit/Welt/Spiegel ignoriert?
      Da braucht es keinen Aluhut, um die Vorgehensweise dieser "Qualitätsmedien" inter-
      pretieren zu können.

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    3. @Flaneur
      Sehr, sehr treffender Kommentar, Flaneur.

      Zum Stichwort "Qualitäts"-Journalismus" nicht verpassen: James Corbetts "Fake News Award" (allerdings auf Englisch) - https://www.corbettreport.com/episode-351-the-2nd-annual-real-fake-news-awards/

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  4. Gruß von der Demokratiefront der "Westlichen Wertegemeinschaft"

    Wie führt Kurt Gritsch am 07.02.2019 in Telepolis richtig aus:
    "Guaidó ist als Präsident noch weniger legitimiert als Maduro
    Fakt ist, dass Maduro als offiziell gewählter Präsident zumindest durch die Stimmen eines Teils der venezolanischen Bevölkerung legitimiert ist, während sein Kontrahent abgesehen von seiner Wahl ins Parlament und zum Parlamentspräsidenten nur von einigen ausländischen Staaten unterstützt wird. Diese können aber niemals eine demokratische Legitimation bieten, denn eine solche kann nur innenpolitisch erfolgen."

    Aber warum sollten sich ein US-Prädsident Trump, eine Kanzlerin Merkel, ein Außenminister Maaß oder die anderen "Demokraten" der EU sich an demokratischen Werten orientieren?

    Mediale Aufarbeitung dieser "Westlichen Wertegemeinschaft"?
    Nicht in den 'Mainstreammedien', 'Demokratiefernsehen' oder der 'Qualitätspresse' - hier ist vielmehr Tolerierung bis Unterstützung für die neue Kreuzzugtechnik der "Westlichen Wertewelt'
    zu spüren.

    Umso wichtiger, daß Blogs wie dieser eine Aufklärungsarbeit leisten.

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  5. Sehr, sehr guter Artikel und im Gegensatz zu Anderen ohne Kritik, da es schon mal wichtig ist, dass sich überhaupt Menschen gegen etwas stellen, was man als Mainstream oder auch neoliberal verseucht bezeichnen muß.

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  6. Noch eine Perle aus dem Qualitätsjournalismus: Reinhard Veser
    Sein aktuelles Qualitätsprodukt: Hetze, Hetze - und das in bekannter Endlosschleife

    Zitat aus seinem Kommentar: "Streit um Gaspipeline : Nord Stream 2 stoppen!" vom 08.02.:
    "Doch Russland ist kein befreundetes Land mehr. Seine Führung wähnt sich in einer Art Krieg mit dem Westen – Äußerungen aus dem Kreml, die das belegen, gibt es in großer Zahl. In der Ukraine trägt sie ihn mit Waffengewalt aus, in England durch Geheimdienstler, die Anschläge auf Kremlgegner verüben, in Deutschland und anderen Ländern mit Hackerattacken auf demokratische Institutionen."

    Beschuldigungen u. Anschuldigungen in geballter Form - Beweise werden nicht geliefert - wäre ja auch ein Novum im Bereich vom dt. Qualitätsjournalismus.

    Beim Veser stelle ich mir vor, daß dieser eine spritzwassergeschützte Tastatur hat, damit sein Speichel beim Schreiben keine Schäden hinterläßt.

    Ansonsten fällt mir beim Veser nur eines ein: gebt diesem Mann seinen Sportpalast in Berlin - dann kann er mit seiner Kriegs- u. Hetzpropaganda in den Spuren von einem anderen Propagandisten agieren.




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  7. Was Mutti Merkel und die Wunderwaffe Heiko Maas und deren "Germans to the front" angeht,
    so hat der Karikaturist Klaus Stuttmann die passende Einstufung:
    https://www.stuttmann-karikaturen.de/karikatur/6981

    Bilder sagen manchmal mehr als Worte...

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    1. Sogar dem bekannten US-amerikanischen anti-MSM blog "Moon of Alabama" (Name geht auf ein Stück von Brecht zurück) kommt bei Haiko Maas die kalte Kotze hoch:
      https://www.moonofalabama.org/2019/02/us-asks-more-countries-to-occupy-northeast-syria.html#more

      Jörg

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  8. Noch ein Veser-Nachschlag im o.a. Kommentar: "... bis zum Bruch des INF-Vertrags hat es (Anmerk. gemeint ist Russland) auch gezeigt, dass es Abkommen und Regeln gern missachtet."

    Veser als Redakteur der politischen Redaktion der FAZ zeigt hier unzweifelhaft auf, daß er im Trump-Stil auf die Wahrheit verzichten kann: stellt er es doch so dar, daß Russland den INF-Vertrag gebrochen habe.

    Hierzu liegen Anschuldigungen von der US-Regierung vor (Huch, Trump ist jetzt doch ehrlich?)
    aber Beweise wurden nicht vorgelegt u. jenseits der dt. "Qualitätspresse" wird ausgeführt, daß die russ. Regierung zur Überprüfung eingeladen hat, aber weder von der US-Regierung, noch von Merkel oder sonstigen Verantwortlichen wurde hierauf eingegangen.

    Im Bezug auf "weapons-of-mass-destruction" und die damit verbundenen Lügen verstehen sich US-Regierungen gut. Bestes Beispiel Colin Powell im UN-Sicherheitsrat. Immerhin hat Powell
    noch bunte Bilder präsentiert - seitens der US-Regierung ist hier nichts zu erkennen. Und die Nato-Mitgliedsstaaten schweigen, die Bundesregierung schweigt, die dt. Qualitätspres-
    se schweigt.

    Aber Veser zeigt dem FAZ Publikum, daß die Russen die Bösen sind - ein Lichtblick, daß die Leserkommentare nicht seinem substanzlosen Anschuldigungen folgt.

    Propaganda, Hetze, Beschuldigungen ohne Beweise: Merkmale des dt. Qualitätsjournalismus
    - hier vertreten durch die FAZ

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  9. Ich fiel ja heute morgen beinahe aus den Pantoffeln!
    Thema ist die von unserem blog-Chef sehr schön sezierte "Hetze", und insbesondere die von ihm herausgearbeitete Primitivität der Hetze. Denn gerade die Primitivität zeigt wie fest die Hetzer im Sattel sitzen. Ein Bemühen um Sublimität, Finesse, Hinterhältigkeit haben sie nicht mehr nötig. Auch bei Orwells "1984" zeigen doch die primitiven "Haßversammlungen" wie fest das Regime im Sattel sitzt.

    Und nun geht es mir um die Hetze gegen ein Projekt: Das Projekt "North-Stream 2".
    Und was mich heute morgen schockte war der in meinem (bürgerlichen) Pressesammler angezeigt BILD-Artikel mit der Überschrift: "PUTINS PIPELINE-PATEN, Eine Geschichte über Geld, Abhängigkeiten und Agenten". Hier der link: https://www.bild.de/bild-plus/politik/ausland/politik-ausland/die-nord-stream-projekte-putins-pipeline-paten-in-deutschland-60033720,view=conversionToLogin.bild.html
    Erst wenn man sich den link ansieht, erfährt man, daß North-Stream 2 eigenartiger Weise unter "politik-ausland" läuft.
    :
    Und dann gibt es bei BILD etwas Text, und weiterlesen kann man denn nur mit "Abo". Aber das habe ich nicht, und das brauche ich nicht. Denn dieser kurze "click-bait"-Text reicht schon:
    "Für die einen sind es nur zwei Gasleitungen – für die anderen ist es die längste Waffe der Welt: das Mega-Projekt „Nord Stream“, 2500 Kilometer lang.
    Gas und Öl sind nach den Worten von Kreml-Führer Wladimir Putin „für Russland eine Waffe“. So wird Gas eingesetzt, und so wird auch um die Gaswege gekämpft: mit allen Mitteln.
    Eine Geschichte über Geld, Abhängigkeiten und Agenten…
    "

    Der "North-Stream 2" gebe ich jetzt kein Chance mehr. Das Projekt - obwohl absolut im Interesse der BRD! - wird nun abgebrochen werden.

    Gründe:
    !.) Das Regime in Washington ließ die Erpressungs- und Drohbriefe an die am North-Stream 2-Projekt beteiligten Firmen vom US-Botschafter in Berlin ausgehen - und nicht, was normal gewesen wäre, vom US-Außenamt (Secretary of State) in Washington. Dies um der berliner Regierung die Möglichkeit zu geben, falls sie sich wehren wollte, den US-Botschafter als "persona non grata" auszuweisen. Ja, Washington hätte dann auch den dortigen deutschen Botschafter ausgewiesen (das ist so üblich). Aber der Schaden (Austausch zweier Botschafter) wäre doch begrenzt geblieben. Aber schon die Tatsache, daß die BRD-Regierung dies nicht tat und auch sonst nicht groß Kritik übte, war ein schlimmes Zeichen.

    2.) Die französische Macron-Regierung stellt sich jetzt gegen North-Stream 2.
    Auffällig schon, daß die deutschen Medien dies nicht attackierten.

    3) Und nun dieser BILD-Artikel!
    Wir werden es in den kommenden Tagen erleben, daß alle Springer-Blatter, die Süddeutsche, die Zeit, Spiegel, Frankfurter Rundschau FAZ der Staats- und Privat-Funk diesem Hetz-Modus folgen werden.
    Das Projekt "North-Stream 2" ist tot.

    Um mal einen Vergleich zu machen: Für mich ist klar, daß Syrien aufgeteilt werden wird. Dies allein weil Moskau nicht das geringste gegen die (völkerrechtswidrigen!) Bombenangriffe Israels in Syrien - oft gegen die Hisbollah (angeblich "Iranische Streitkräfte") - unternimmt (eine Analyse hier: https://eurasiafuture.com/2018/11/21/russias-non-denial-about-brokering-irans-withdrawal-from-syria-is-a-big-deal/ ).

    Jörg

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  10. Schon in der "Kurnaz-Affäre" entblößte Frank-Walter Steinmeier seinen unmenschlichen Charakter. Daß dieser Mann auch noch zum Bundespräsidenten gewählt wurde, zeigt die Verkommenheit unser Polit- und Parteien-Kaste.
    Jetzt schlägt der Unmensch Steinmeier - derzeit auf einer Südamerika-Rundtour - wieder zu: Auf der Internetseite des ZDF ließt sich das dann so:
    "Staatskrise in Venezuela - Steinmeier verlangt freie Wahlen"
    ( https://www.zdf.de/nachrichten/heute/staatskrise-in-venezuela-steinmeier-verlangt-freie-wahlen-100.html )
    Von Steinmeier übelwollend suggeriert wird, daß es "freie Wahlen" angeblich in Venezuela nicht gegeben habe. Dabei hat Venezuela das "beste Wahlsystem der Welt":
    Former US President Carter: Venezuela’s Electoral System “Best in the World” -
    https://www.globalresearch.ca/former-us-president-carter-venezuelan-electoral-system-best-in-the-world/5305779

    Jörg

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