Montag, 16. Februar 2015

Die immer schneller werdende Eskalation der Kriegstreiberei - FAZ spricht offen von möglicher Waffengewalt gegen Russland

Das Beste kommt immer zum Schluss:
„Wie viel ist uns unsere Freiheit wert, an die wir uns schon so sehr gewöhnt haben, dass wir uns die Notwendigkeit ihrer Verteidigung, im allerschlimmsten, buchstäblich „undenkbaren“ Fall auch mit Waffengewalt, überhaupt nicht mehr vorstellen können?“
 Lasst uns nun gen Russland ziehen mit der Waffe im Anschlag.

 Reinhard Mohr legt in der FAZ ein beredtes Zeugnis ab, über den Realitätsverlust und die Bunkermentalität, in der sich ein großer Teil der Medienschaffenden befindet. Und wie das im Bunker nicht anders sein kann werden die letzten Aufrechten von allen Seiten bedrängt. Von links von rechts, der Feind ist überall und Unterschiede kann man in so bedrängter Lage keine mehr machen.

 Ob die
 "famose Ex-ARD-Korrespondentin Krone-Schmalz",
 der
  "russophile Überzeugungstäter wie Matthias Platzeck", "Fachkräfte wie Sarah Wagenknecht", "Jakob Augstein
oder
"altkommunistische Linkspartei-Funktionäre und berufsmäßige Putin-Propagandisten den unzähligen Internet-Blogs", "bis zu Pegida"
sie alle sind vereint als willfährige Diener 
"von Putins dreister Propagandamaschinerie"
 Selbst das altehrwürdige ZDF, bisher eher bekannt als Hort konservativer Weltanschauung und vermeintlich fest in Händen der CDU/CSU, hat sich eingereiht in die
  "linksrechtsradikale "Querfront“. Vorauseilende Angst beim ZDF“
konstatiert der Autor, denn
„Dort geht man derart zurückhaltend und sensibel mit den Fakten des unerklärten russischen Krieges um, dass sie überhaupt nur mit Mühe zu erkennen sind.“
Ein besonderer Dorn im Auge sind Mohr dabei die
  „heute-Show“
und die
„notorischen Welt(ver)zweiflern im anderen Komödienstadl des ZDF unter dem Namen „Die Anstalt“.
 Mohr und die FAZ verzichten auf jegliche Differenzierung. Das hat Methode. Es geht nicht mehr um kritische Auseinandersetzung mit den anders Denkenden, es geht nicht um das Ringen um die bessere Alternative, um die richtige Sichtweise. Mohr will vernichten. Für ihn gibt es keine Unterschiede zwischen den Krakeelern, den Schreihälsen und jenen, die redlich bemüht sind um eine ausgewogene Berichterstattung.

 Warum auch? Mohr will keine ausgewogene Berichterstattung. Die hält er bestenfalls für falsch und nicht zielführend, schlimmstenfalls für Verrat an der Sache des Westens. Für ihn sind alle, die nicht stramm stehen, mit den Händen an der Hosennaht und "Jawoll" brüllen, wenn die Grossen der Medienbranche ihre Halbwahrheiten, ihre Lügen und Hetze gegen Russland verbreiten, nicht Gegenüber in einem Diskurs, sondern Feinde, Stachel im eigenen Fleisch, Nestbeschmutzer, wie man früher sagte.

Dabei spielen bewiesene Tatsachen natürlich keine Rolle. Mohr stellt Behauptungen auf und verkauft sie dem Publikum als solche. Da ist der
"inzwischen so gut wie lückenlos belegten Abschuss der Passagiermaschine MH17 durch prorussische Separatisten eine völkerrechtswidrige"
und die, auch durch mantrahafte Wiederholungen, nicht wahrer werdende Behauptung von der
"Annexion der Krim durch Russland".
 Es ist für Mohr ebenfalls ein unumstössliches Faktum,
"dass es sich bei dem Krieg in der Ostukraine um eine von Putins Regime minutiös geplante Aggression gegen ein souveränes europäisches Land handelt."
Mohr bedient lieber deutsche Befindlichkeiten. Ein schier übermächtiger Gegner, durchtrieben und hinterhältig untergräbt er die ehernen Gewissheiten, des festen Glaubens vom ewig Guten des deutschen-atlantischem Strebens nach Freiheit und Demokratie.
"Für Putins Regime ist die planvolle Dekonstruktion aller Gewissheiten in diesen Kriegstagen ein probates Mittel, alte Mythen zu platzieren, Verantwortung zu leugnen und alle Schuld anderen aufzuladen. Sein Rache- und Eroberungsfeldzug in der Ukraine ist ein einziges Versteckspiel, ein Verwirrspiel im Namen seiner chauvinistischen Machtansprüche."
 Es ist ein Zeugnis der Gedankenwelt jener Realitätsverweigerer vom Schlage Mohrs, wenn dieser schreibt:
"Der wirkmächtigste Mythos dieser Strategie ist die Erzählung von der perfiden Einkreisung, ja Umzingelung Russlands durch den Westen. Russland, das Opfer, der Westen als Aggressor."
 Ist es Realitätsverweigerung oder einfach nur billigste, antirussische Propaganda? Mohr nimmt sich das Recht des Stärkeren. Der Vormarsch der Nato bis an die russischen Grenzen ist für ihn nichts weiter als ein Mythos. Die tiefgreifende Angst vieler Russen vor einer weiteren Aggression aus dem Westen wird von ihm nicht ernst genommen, ja verhöhnt. Dabei ist er selbst einer derer, die Angst machen. Befindet er sich doch im besten Einvernehmen mit allen Aggressoren der Weltgeschichte. Es gibt nur Schwarz oder weiß, oder um es mit George W. Bush, der diesen Satz zum Dogma US-amerikanischer  Aussenpolitik machte, zu sagen "Wer nicht für uns ist, der ist gegen uns". Einen Interessenausgleich gibt es nicht, weil ja schon die Berechtigung, ja die Existenz anderer Interessen als die des Westens verleugnet wird.

 Mohr verortet sich in der besten aller Welten, der des westlichen Kapitalismus. Wenn wir aber in der besten aller Welten leben, quasi am Endpunkt der Geschichte, den Francis Fukuyama bereits im Jahre 1992 verkündete, dann erwächst daraus das Dogma der Kritiklosigkeit. Wer sich in dieser Welt wähnt, praktisch in einem gottähnlichen Zustand, der setzt dann auch "Fehler des Westens" in Anführungsstriche und für den gibt "Legenden zum Besten" statt berechtigte Bedenken zu formulieren, wer auch nur vorsichtig anmerkt:
"mangelnde Sensibilität gegenüber den Sicherheits- und Prestigebedürfnissen des größten Landes der Erde hätten den tief gekränkten Herrscher im Kreml erst zu seinem gewiss problematischen Handeln veranlasst."
Für Mohr sind solche Einwände nichts weiter als ein Ausdruck einer
"Kultur intellektueller und moralischer Kapitulation ",
deren "mildere Formen" das wahre Problem darstellen.
"Viele von jenen etwa, die eben noch das zusammenwachsende Europa als historische Utopie gefeiert haben, reden nun von Russland als unserem „Nachbarn“, ohne und gegen den „es nicht geht".
Mohr setzt gern Begriffe, die er für unangebracht oder gar falsch hält in Anführungszeichen. Da befindet er sich in der unseligen Tradition der Springerblätter, die die Bezeichnung der weitgehend als Staat anerkannte DDR bis zuletzt in Anführungszeichen stellte. So dokumentiert er auch hier, dass er Russland nicht als Nachbarn Europas sieht und ihm so Alles, was man mit dem Wort Nachbar verbindet, eine gewisse Gemeinschaft, ein gegenseitiges Geben und Nehmen und nicht zuletzt ein friedliches Miteinander, verweigert.

 Vor lauter Eifer geraten dem geläuterten ehemaligen Sponti einige Fakten durcheinander:
"Mag sein, aber zwischen der Elbe und der Moskwa liegen, zumindest derzeit noch, Polen, Tschechien, die baltischen Staaten, Weißrussland und die Ukraine."
Vielleicht ist ihm das Gebiet der ehemaligen DDR so zuwider, weil dort die Menschen immer noch in großer Anzahl die Linke wählen, dass er es immer noch ausserhalb der deutschen Grenzen stellt, vielleicht glaubt er die Souveränität der Slowakei schon längst beim Vorstand der Volkswagen-AG in Wolfsburg, weil er sie in der Auflistung der Staaten zwischen Deutschland und Russland unerwähnt lässt. Sei's drum.

 Gänzlich kurios wird es aber, wenn Mohr selbst Opfer einer Kultur intellektueller unmoralischer Kapitulation wird:
"Es scheint, als lebten nicht wenige Zeitgenossen noch in den frühen vierziger Jahren, als Hitler dieses östliche „Zwischeneuropa“ zum Raum ohne Volk erklärte, um es dann zum Aufmarschgebiet gegen die Sowjetunion zu machen."
Allen Ernstes wirft er jenen, die sich für ein besseres, friedliches Verhältnis und ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis zu Russland einsetzen vor, sie planten einen erneuten Krieg gegen Russland. Er macht diejenigen zu Kriegshetzern und Okkupanten, die gegen die Aufrüstung des Westens in den Ländern, des von ihm so genüsslich bezeichneten "Zwischeneuropas" "des Raumes ohne Volk" seit Jahren protestieren. Er unterstellt Menschen die seit Jahren in Sorge sind um den Frieden in Europa seine eigenen, lüsternen Kriegsphantasien.

 Und so ruft er denn auch uns alle zu den Waffen:
"Wie viel ist uns unsere Freiheit wert, an die wir uns schon so sehr gewöhnt haben, dass wir uns die Notwendigkeit ihrer Verteidigung, im allerschlimmsten, buchstäblich „undenkbaren“ Fall auch mit Waffengewalt, überhaupt nicht mehr vorstellen können?“

Kommentare:

  1. Vielen Dank für die Analyse des furchtbaren Mohr-Artikels.

    Ich erlaube mir den Hinweis, dass der Satz von Bush "Wer nicht für uns ist, der ist gegen uns" entweder falsch zitiert ist oder Bush ihn andernorts noch mal viel drastischer und schlimmer formuliert hat: "Either you're with us or you're with the terrorists."

    https://www.youtube.com/watch?v=cpPABLW6F_A

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  2. Mohr ist ein widerlicher Kriegstreiber. Seine Untaten begeht er aber nur aufgrund der Gewissheit, dass er nicht mit der Waffe in der Hand an der Front stehen muss. Sterben sollen die Anderen. Menschen wie Mohr klebt Blut an den Händen. Manchmal wünschte ich, dass das Märchen von Gott und der Hölle doch Realität wäre.

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  3. Interessant ist auch, dass die Leserkommentare unter dem "Gastbeitrag" vorsorglich ausgeschaltet wurden. Da hat die Redaktion wohl geahnt, was an Reaktionen auf diese Kriegshetze wohl kommen wird...

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    1. Faz hat alle Kommentare zur Ukraine schon seit Monaten vorsorglich deaktiviert

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  4. Es ist die Pure angst der Scriptoren vor einer anderen Weltordnung!!!!!!!

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  5. Mohr hat völlig recht. Wenn der Westen nicht eingreift, blüht der Ukraine folgendes Schicksal:

    1940 wurden die drei baltischen Länder Estland, Lettland und Litauen nach zwanzig Jahren Unabhängigkeit durch die Sowjetunion völkerrechtswidrig annektiert. Massendeportationen und Hinrichtungen schwächten in der Folge die lokalen wirtschaftlichen und kulturellen Eliten.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Russifizierung

    Der Geschichtsrevisionist Putin in Sewastopol: Es gehe Russland darum, “historische Gerechtigkeit” wiederherzustellen. Ach echt? Wer legt denn fest, was “historisch gerecht” ist udn was nicht? Stünde den Deutschen dann nicht Königsberg zu? Oder doch den Polen? Putin hat die Büchse der Pandora geöffnet. Russland drückt seinen Nachbarn sogenannte territoriale Konflikte auf, mit dem Ziel, die Staaten derart zu schwächen, dass sie als Bündnispartner des Westens ausfallen. Der ukrainische Premier Jazenjuk hat völlig recht, wenn er eine Mauer an der Grenze zu Russland errichten lassen will. Die Ukraine hätte bald eine EU-Außengrenze. Die gilt es vor der weiteren Infiltration von Kreml-Gesocks zu schützen.

    W.J., Sie sollten bei RT Deutsch anheuern. Deren oberster Chef ist Dmitri Kiseljow...

    Der 59-jährige Journalist ist dem russischen Zuschauer seit Anfang der 1990er Jahre als Moderator politischer Sendungen vertraut. Kiseljow diente schon verschiedensten Herren, tut sich in letzter Zeit jedoch als ein besonders beißwütiger Parteigänger Putins hervor. Er ist ein Zyniker, der beste Bildungsvoraussetzungen mitbringt, und sich zum Sprachrohr des Pöbels macht. In einer Live-Schaltung aus Kiew widmete ihm ein ukrainischer Journalist in einer Überraschungsaktion einen „Oskar“ für die unverschämtesten Lügen über die Ereignisse in der Ukraine. Auch bei der staatlichen Schwulenhatz fällt dem Leiter von Russland heute eine Schlüsselrolle zu. Im Sommer plädierte er dafür, Schwulen das Spenden von Blut und Sperma zu verbieten und ihre Herzen nach einem Autounfall zu vergraben oder gleich zu verbrennen. In einer Eloge zum 60. Geburtstag Präsident Putins sah er unter den Vorgängern des Kremlchefs im 20. Jahrhundert nur einen, der von der „Größe seines Schaffens“ Putin vergleichbar wäre: Sowjetdiktator Josef Stalin.
    http://www.taz.de/!129179/

    "Wer die Angst der russischen Führung vor der Nato für berechtigt hält, übernimmt damit auch einen Teil der alten sowjetischen und neuen russischen Propaganda: dass die Nato ein Bündnis sei, vor dem man sich hüten müsse."
    ----Berthold Kohler, FAZ-Herausgeber

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    1. Wenn es um "historisch gerecht" geht, dann sind es doch eher die Preußen, die einen Anspruch auf Königsberg hätten?
      Bis heute wird auch behauptet, dass das Bernsteinzimmer Friedrich I. eine Schenkung war. Das ist aus "historischer Sicht" aber nicht richtig. Die Hausgesetze der Preußen lassen keine Schenkung zu, deshalb war es ein Unterpfand und keine Schenkung.

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  6. "Sie reicht von Putins dreister Propagandamaschinerie (...) bis zur heute-Show im ZDF, in der Putin allenfalls vorgehalten wird, dass er die Nato auf den Plan gerufen hat."

    Mohr irrt gewaltig. Die heute-show zieht über Putin regelmäßig her. Dankenswerterweise. Bestes Beispiel: Carolin Kebekus als grenzdebile RT-Deutsch-Moderatorin: https://www.youtube.com/watch?v=vobf77C3Wz4

    In puncto "Die Anstalt" hat Mohr wieder recht. Das furchtbar devote Rangeschleime der professionellen Putinversteher Uthoff und von Wagner geht auf keine Kuhhaut. Unter Priol wäre so etwas nicht denkbar gewesen. Zum Glück gibt es ja noch Dieter Nuhr im Ersten.

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  7. Tja, sehr dumm für den Putinversteher W.J., dass eben gerade Debalzewo an die Separatisten gefallen ist. Mitten im “Waffenstillstand”. Dazu auf SpOn ein geistreicher Kommentar...

    Putin will die Ukraine nicht erobern, er will sie zerstören, um an einer demokratischen Bewerbung vor den Toren Russlands ein Exempel zu statuieren.
    Man sollte sich das vor Augen halten:
    1. Putin fordert in Minsk die Aufgabe Debalzewos.
    2. Als er sich nicht durchsetzen kann, verzögert er die Feuerpause um eine Einnahme möglich zu machen.
    3. Putin greift mit modernsten (nur Russland gehörenden) T-72B3 Panzern ein.
    4. Als es bis zur Feuerpause nicht reicht, wird im Hagel der Desinformationen weiter gekämpft.
    5. Während der Feuerpause wird die Eroberung einer mit 8000 Soldaten besetzen Stadt als Erfolg gemeldet.
    Man muss hier nicht mehr diskutieren, Moskau und die Separatisten haben eine Linie überschritten. Ab jetzt kann sich sowohl die EU als auch die Ukraine auf keine Vereinbarung mehr verlassen.

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    1. stimme dir zu, jochen. w.j. sollte mal stellung nehmen zu folgender meldung:

      Das Bild von der heimlichen, aber begrenzten „Militär-Unterstützung“ durch Moskau gerät ins Wanken. Treffen die Informationen zu, die der Vorsitzende der Heinrich-Böll-Stiftung, Ralf Fücks (63), in seiner mehrtägigen Reise durch die Konfliktregion gesammelt hat, dann kämpfen die ukrainischen Regierungstruppen in Wahrheit bereits gegen die russische Armee. Nur noch zehn bis 15 Prozent der pro-russischen Rebellen stammten aus der Region, berichtete Fücks in einem Interview der Nachrichtenagentur AFP. Die anderen „Separatisten“ seien entweder russische Söldner oder reguläre russische Armee-Einheiten. Der Grünen-Politiker und Vorsitzende der Grünen-nahen Böll-Stiftung beklagte, dass aktuell nur 300 Kilometer der 840 Kilometer langen Grenze zu Russland von der Ukraine kontrolliert werde. Der große Rest sei „offen wie ein Scheunentor“ für den ständigen Nachschub von Waffen und Kämpfern.

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    2. Sicher können Sie mir anhand der verwackelten, unscharfen Videobilder, auf die sich alle beziehen, erklären warum es sich dabei um T-72B3-Panzer handelt und nicht um Panzer des Typs T-72B, die von den ukrainischen Kämpfern benutzt werden.

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  8. @ heinzi63
    Den besonderen Unterhaltungswert der Erkenntnisse des Ralf Fücks kann daran erkannt werden, dass sie einzig und allein von der (Bild sprach zuerst mit den Toten) veröffentlicht wurden. Keiner der sonst so gern seine Artikeln aus Versatzstücken anderer Autoren zusammensetzenden Journalisten mochte Fücks zitieren. Scheinbar hatte man Angst sich der absoluten Lächerlichkeit preis zu geben.
    Was nun den Vorsitzenden der Heinrich-Böll-Stiftung selbst angeht, so muss man konstatieren, dass der Mann einer ganz besonderen Gattung der Familie der Friedenstauben angehört, nämlich der Unterart Natofriedenstauben. Diese Unterart bringt den Völkern, die darauf bestehen auf ihre Art zu leben, die Heilsbotschaft des Westens, Demokratie, Freiheit und Menschenrechte, indem sie auf alles schiesst, was sich bewegt und indem sie, am liebsten kleine, wehrlose Nationen aus mehreren tausend Metern Höhe in Schutt und Asche bombt. Die einzigen, die diesen Feuersturm überstehen sind winzige Mikroben. Die haben dann die Chance, sich in Jahrmillionen durch Evolution zu einem neuen, besseren Menschenstamm zu entwickeln.
    Als junger Mann war Fücks Mitglied des Kommunistischen Bundes Westdeutschlands, KBW. Eine Gelegation dieser obskuren Vereinigung, einer Sekte ähnlicher, als einer politischen Partei, reiste im Jahr 1978 in das vom Massenschlächter Pol Pot regierte Kambodscha und traf dort mit dem Chefideoöogen Nuon Chea zusammen, der im August letzten Jahres vom kambodschanischen Völkermordtribunal, wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.
    Der KBW löste sich 1985 auf. Das millionenschwere Vermögen, den ehemaligen Mitgliedern abgepresst, (Einnahmen über 900 DM mussten abgegeben werden ebenso wie Erbschaften und eigenes Vermögen) wurde in eine Stiftung überführt, die die Genossen Fücks und Co als Morgengabe mit zu den Grünen nahmen. Dort versickerte das Geld im Laufe der Zeit. Ausser Fücks gehörten dem KBW weitere geistige Himmelstürmer wie Reinhard Bütikhofer, Winfried Kretschmann, Winfired Nachtwei, Krista Sager und Joscha Schmierer an. Allen ist gemeinsam, dass sie heute in schönen Posten, warm und trocken in Büros sitzen und ihren Sendungswahn immer noch dadurch ausleben, dass sie fremden Völkern ihren Glauben mit Feuer und Schwert, mit Mord und Totschlag bringen.
    Schlägt man dieser Tage die Zeitungen auf, so kann man das Wirken ihres Tuns bewundern. 25 Jahre nach der Bombadierung Serbiens und der Abspaltung des Kosovo durch die Nato kommen derzeit die meisten Flüchtlinge, die deutschen Boden erreichen aus eben jenem Kosovo. In Syrien und im Irak treibt der IS sein Unwesen und im, von Gaddafi befreiten Libyen wurden gerade, ebenfalls vom IS, koptische Christen auf grausame Weise ermordet.

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  9. > Schlägt man dieser Tage die Zeitungen auf, so kann man
    > das Wirken ihres Tuns bewundern.

    In der Tat.

    > 25 Jahre nach der Bombadierung Serbiens

    strebt das Land mit Verve in die EU. Bereits 2009 hatte Serbien die EU-Mitgliedschaft beantragt. Seit 2012 besitzt das Land den Status eines Beitrittskandidaten. Serbien! Ex-Restjugoslawien! Südslawen! Das hat den Ostslawen Putin natürlich derart gefuchst, dass er dort nun jede Firma aufkaufen lässt, die nicht bei drei auf den Bäumen ist. Sein Traum vom panslawischen Reich mit ihm und dem Patriarchen Kyrill an der Spitze (von dessen Ländereien Putin seine garantiert nicht-vergifteten Lebensmittel bezieht) würde für Europa zum Albtraum. Daher:

    "Action is still needed to put Putin and his thugs back in their cage."
    -----David Gergen on CNN, July 24, 2014

    Der Anteil russischstämmiger Einwohner in den baltischen Staaten ist höher als in der Ukraine und Georgien. Der einzige Grund, warum Putin den Balten bislang *keinen* territorialen Konflikt aufgedrückt hat, ist deren NATO-Mitgliedschaft. Merke: Wäre die Ukraine 2014 Mitglied der NATO gewesen, hätte Putin von der räuberische Landnahme der Krim so sicher wie das Amen in der Kirche die Finger gelassen. Vor der geballten Artikel-5-Feuerkraft des atlantischen Bündnisses zieht selbst der Mussolini für Arme den Schwanz ein.

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    1. Da sind die Serben sicherlich froh, dass der Westen in seiner grossen Güte und Weitsicht, sie durch seinen Bombenterror 1989 zum Besseren bekehrt hat. Jetzt sind sie in der komfortablen Lage, dass ihnen das, nach dem Bombardement durch die Nato, verbliebenen Volksvermögen nicht durch Russland abgekauft, sondern von der EU abgepresst wird.
      Naja und die Sache mit den Slawen, ob Süd- oder Ostslawen, dafür haben wir Deutschen ja schon vor 75 Jahren die passende Lösung gefunden. Leider hat man uns die Sache nicht zu Ende führen lassen. Helle Köpfe hatten allerdings schon 1944 - 45 die grandiose Idee, die Endlösung gemeinsam mit den Westmächten anzustreben. Zu Mussolini ist zu sagen, das selbst der levantische Feigling weder Arsch noch Schwanz in der Hose hatte. Wie soll es bei seinem slawischen Abklatsch für Arme da anders sein
      Lasst uns also gen Osten ziehen und den Slawen, sowohl Süd als auch Ost, einschliesslich ihres hinterfotzigen, verschlagenen, pferdefüssigen Anführers endlich beibringen, das sie ihr jämmerliches Dasein, bestenfalls als unsere Schuhputzer zu fristen haben.

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    2. Zwei Bundestagsabgeordnete der Linkspartei trafen in Donezk den Separatistenführer Alexander Sachartschenko. Auf ihrer Internetseite "Novorossia.su" veröffentlichten die Rebellen ein Foto vom vergangenen Samstag, auf dem Sachartschenko mit den Außen- und Europapolitikern Wolfgang Gehrcke und Andrej Hunko aus Berlin posiert. Auf Hunko, der in der Friedensbewegung aktiv ist, wirkte der Warlord des Donbass "entschlossen und zielstrebig.” Und weiter: “Ich fand ihn auch nicht extrem unsympathisch." Ahahahaha! Was für Flachpfeifen! Lassen sich von einem Warlord instrumentalisieren. Ich lach mich schlapp. Zu dem Vorgang ein feiner Kommentar, aufgelesen im SpOn-Forum:

      Es ist und bleibt mir ein Rätsel, was ausgerechnet Linke an diesem extrem nationalistisch-aggressiven Russland finden. Russland ist schon lange nicht mehr "links" im Sinne von mehr Menschenrechte - es unterstützt in Westeuropa enorm viel rechte Parteien, der französische Front National ist da an erster Stelle zu nennen. Putins Russland verfolgt Schwule und Nicht-Regierungsorganisationen, unterdrückt die Meinungsfreiheit ist sich für Annexionen und verdeckte Kriege im Nachbarland nicht zu schade. Das alles unter Angabe von völkischen Motiven. Von ganz links nach ganz rechts ist der Weg offenbar nicht so weit wie gedacht.

      Vorgestern im ZDF ("Mensch Putin!") der unverdächtige Schmidt-Eenboom: "In Dresden hat Putin seine Frau regelmäßig geschlagen." W.J., Sie verteidigen einen häuslichen Gewalttäter. Das sollte Ihnen meines Erachtens zu denken geben.

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    3. putin verdrosch nicht nur gattin ludmilla, er wollte auch einen “le-monde”-Journalisten kastrieren lassen (“ich werde anregen, die operation so auszuführen, dass dort nie wieder etwas wächst”). man glaubt es nicht.... und so jemand hat die hand auf 8000 sofort einsetzbaren Atomsprengköpfen (quelle: sipri)!!! sorry, leutz, aber wem bei dieser vorstellung nicht mulmig zumute ist, dem ist imo nicht zu helfen.

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  10. Der fast schon somatisch zu nennende Putin- und Russlandhass in den Köpfen einiger Menschen ist mir unbegreiflich. Leute, schaltet mal das Gehirn ein!

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    1. was gabs denn zu abend in der außenwohngruppe?

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    2. @Anonym: Der mittlerweile offen als Putinversteher sich bekennende Jakob Augstein meinte im April letzten Jahres auf SPIEGEL ONLINE, Putin verhalte sich wie ein, Zitat, "verhaltensauffälliger Schulhofschläger." Sehr treffend formuliert. Ein verhaltensauffälliger Schulhofschläger, bewaffnet mit 8000 sofort einsetzbaren Atomsprengköpfen. Wenn da kein Hass aufkommt, was dann?

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    3. @Manfred Kersting: Wenn bei Ihnen Hass entsteht, aufgrund einer Zuschreibung von Augstein (Sie kennen Putin sicherlich nicht persönlich, nehme ich an) und der Tatsache, dass Russland Atomwaffen besitzt, dann sollten Sie dringend Ihren moralischen Kompass neu justieren. Hassen Sie denn Obama auch? Da findet sich bestimmt auch eine passende Aussage irgendeines Journalisten.

      Aber Ihr Beitrag beweist, mit welchen irrationalen Argumenten die Debatte geführt wird, solange es nur ins eigene, von Spiegel & Co gehirngewaschene Weltbild passt.

      @heinzi0815, ein Tipp fürs Leben: Bitte nicht von den eigenen traurigen Lebensumständen auf Andere schließen.

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  11. Der Kriegsführer (in der Ostukraine tobt bereits der Krieg) sitzt in Moskau! Was wollen Sie uns weiter erzählen W.J.? Ihre von Bauernschläue nur so strotzenden Artikel, passen 1 zu 1 zur russischen Propaganda. Sind Sie deren Sprachrohr? Dann stellt sich der Verdacht der Honorierung. Ich hoffe nur, dass im Ernstfall der BND und CIA auf Sie zukommt.

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