Donnerstag, 12. Februar 2015

"Die Zeit", Steigbügelhalter der amerikanischen Neocons

 Der Zeit gehen offensichtlich die Journalisten aus. Jetzt müssen schon die Sportreporter ran um die Vision des Herrn Joffe, von dem weltumspannenden atlantischen Reich, dem neoliberalen Superstaat unter Führung seiner US-amerikanischen Freunde, andere sagen Hintermänner, herbei zu schreiben.

 Steffen Dobbert ist so eine arme Wurst. Vielleicht, ich kenne mich da nicht so aus, ein passabler Fußballreporter, der unter Umständen gerade noch in der Lage ist, die Abseitsregel zu verstehen, schickt Joffe ihn in die Schlacht um die Ukraine.

 Was dabei herauskommt konnte man am Dienstag auf Zeit-online bewundern:
„Es braucht Waffen, um diesen Krieg zu beenden“,
schreibt Steffen Dobbert und ich bin mir nicht sicher ob er selbst begreift was er da von sich gibt. Plappert er nur unreflektiert etwas nach, von dem er weiß, dass es seinem Brötchengeber gefällt, oder schreibt er bewusst einen Text, dessen Inhalt ihm vorgegeben wurde? Es macht schon stutzig, dass aus den USA in den letzten Tagen vermehrt die Forderung kommt, die Ukrainischen Kämpfer mit Waffen zu beliefern und plötzlich springt die Wochenzeitung „Die Zeit“ auf diesen Zug auf.

 Oder vielleicht sollten wir nicht stutzen, sondern uns ganz einfach einmal die Gegebenheiten und Fakten ansehen: Vom 6. bis 8. Februar fand die Münchner Sicherheitskonferenz statt. An dieser Tagung, die früher einmal Wehrkundetagung hieß, ein Name der der Veranstaltung wohl um einiges gerechter wird, nahm auch Dobberts Chef, Dr. Josef Joffe teil. Joffe war aber nicht als akkreditierter Journalist in München. Er nahm vielmehr auf der anderen Seite, bei den Politikern und Wirtschaftslenkern Platz. Er war nicht Beobachter oder Berichterstatter, er war Teil der Veranstaltung.

 Allein schon diese Tatsache diskreditiert einen Journalisten, der seinen Beruf ernst nimmt. Joffe aber nimmt nicht nur auf der falschen Seite des Tisches Platz, er nimmt auch klar Partei. Joffe ist bei jenen, die mit dem Säbel rasseln. Joffe war und ist ein Verfechter aller Kriege, die von den USA geführt wurden mit dem Vorwand gegen den Terrorismus zu bkämpfen und für Freiheit und Demokratie. Er ist mitverantwortlich für hunderttausende Tote, für Millionen Flüchtlinge, für neu geschürten Hass, ja letztlich für das Erstarken vom Organisationen wie dem IS, die vermeintlich im Namen ihres Gottes Menschen die Köpfe abschlagen oder sie bei lebendigem Leibe verbrennen.

 Die Münchner Sicherheitskonferenz kann man als den Zeitpunkt sehen, der in der Ukrainepolitik einen Paradigmenwechsel darstellt. War bisher, zumindest offiziell, immer von einer friedlichen Lösung die Rede, so drängen die USA hier zum erstenmal massiv auf eine Ausweitung des Krieges und eine Lösung der Krise durch Gewalt. Besonders konservative Scharfmacher aus den USA, wie der Senator John Mc Cain, die "Fuck The EU" Staatssekretärin für Europa und Eurasien im US-Aussenministerium, Victoria Nuland oder die ehemalige Aussenministerin Madelein Albright führten das grosse Wort.

 Die Tagesschau am 6. Februar zeigt uns eine kopfschüttelnde Madelein Albright, just in dem Augenblick als Verteidigungsministerin von der Leyen auf der Bühne die Worte spricht:
„Die Bevölkerung in der Ostukraine leidet fürchterlich. Es sind jetzt schon viel zu viele Waffen in der Region.“
 Ein Bild, dass mehr aussagt als tausend Worte.

Die Zeichen stehen auf Krieg und Gewalt. Eine kopfschüttelnde Madeleine Albright bei der Münchner Sicherheitskonferenz.
Screenshot ARD-Tagesschau

Kaum ist er zurück, der Dr. Joffe, von seinem Egotrip in München, da müssen sie ran, die kleinen Helferlein, die Lohnschreiber, und müssen die widerwärtige Kriegstreiberei aus Washington, New York und Dallas als ihre eigene Erkenntnissen in die Welt hinausposaunen. Ich glaube nicht, dass Steffen Dobbert, auch nur ansatzweise dazu in der Lage ist, zu begreifen was er da schreibt, und was er da anrichtet.
"Waffen sind ein Synonym für Gewalt. Und nun braucht es weitere Waffen, um die Gewalt in der Ukraine zu beenden. Was im ersten Moment abwegig klingt, scheint nach fast einem Jahr Ukraine-Konflikt die einzige Option, um den Krieg in absehbarer Zeit zu beenden."
Und dann schafft sich Dobbert seine eigene Wirklichkeit:
"Manchmal braucht es Waffen, um die Waffen zum Schweigen zu bringen, so war es im Kosovo, in Mali, im Irak beim Kampf gegen den IS und in Nigeria bei der Abwehr der Boko-Haram-Kämpfer." 
Steffen Dobbert lügt. In keiner der genannten Weltgegenden herrscht Frieden. Er scheint zu glauben, nur weil das tägliche Morden nicht mehr in der Presse breitgetreten werde, fände es auch nicht mehr statt. Und er verdreht die Tatsachen:
"...die prorussischen Truppen nahmen bis heute etwa 1.000 weitere Quadratkilometer ein. Die Separatisten rücken dank russischer Waffen trotz der Friedensvereinbarung weiter vor, ganz einfach, weil sie es können."
Die Geländeverluste der ukrainischen Kampftruppen fussen auf ihrer Offensive zur Eroberung des Flughafens in Donezk, von dem aus sie besser die fast 1 Million Einwohner zählende Industriestadt mit ihrer Artillerie hätten beschiessen können. Dort sind sie krachend gescheitert und befinden sich seitdem auf dem Rückzug. Es ist, wieder einmal, die Folge einer jener unverantwortlichen Handlungen der Desperados, die zur Zeit in Kiew an der Macht sind.

 Manchmal verrät Dobbert, was er, was seine Auftraggeber eigentlich wollen. Mit Sicherheit ist keine Einigung  zwischen Partnern auf Augenhöhe geplant, bei den Minsker Gesprächen. Dobbert spricht von Druckmitteln, davon Putin zu einem Politikwechsel zu zwingen:
"Die Gespräche in Minsk können nur erfolgreich sein, wenn Merkel und Hollande konkrete Druckmittel zur Verfügung haben. Die Wirtschaftssanktionen gegenüber Russland sind dabei eine Option. Doch selbst wenn diese noch ausgeweitet würden, werden sie Putin nicht kurzfristig zu einem Politikwechsel zwingen."
Der Eindruck entsteht, Merkel und Hollande reisen zu Kapitulationsverhandlungen in die weissrussische Hauptstadt.

 Dobbert fährt fort mit seiner eigenartigen, nur aus der Position eines Hegemon zu verstehenden Argumentation:
"Die Ukraine ist ein eigenständiger international anerkannter Staat, in dem das Gewaltmonopol beim Staat liegt. Das heißt, die Ukraine hat ein Recht, Waffen zu benutzen, um sich zu verteidigen."
Natürlich hat die Ukraine das Recht Waffen zu benutzen um sich zu verteidigen. Aber 1. entsteht damit nicht automatisch die Pflicht der Ukraine auch Waffen zu liefern und 2.ist es wieder eine dieser Lügen, die die Geschichte auf den Kopf stellen, zu behaupten, die Ukraine verteidige sich. Die Clique in Kiew führt Krieg gegen das eigene Volk und hat diesen Krieg begonnen.

 Dobbert ist, wie gesagt Sportreporter, ein an sich ehrenwerter Berufstand, wenn der sich ausschliesslich mit seinem Fachgebiet beschäftigt. Aber hier begibt sich Dobbert auf für ihn, deutlich zu glattes Eis. Und so verrät er sich denn auch durch die Sprache. Wer hier das Sagen hat und wer hier, wen oder was verteidigt, das verrät uns Dobbert ein paar Zeilen später. Da stellt er nämlich die Frage:
"...wie die Ukraine am besten gegen Russland verteidigt wird.
Müsste es nicht heißen: wie die Ukrainer sich verteidigen, oder: wie die Ukrainer ihr Land verteidigen? Stattdessen wird bei Dobbert die Ukraine verteidigt. Er wählt nicht die aktive Form "sich verteidigen" sondern die passive "wird verteidigt".
 Die EU sollte bei der Beantwortung dieser Frage eine zentrale Rolle übernehmen, da sie seit Beginn des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine zu vermitteln versucht. Und weil es bei den Völkerrechtsbrüchen Putins um die Verteidigung von europäischen Werten geht, mitten in Europa."
 Diese Aussage macht klar, werm Dobbert die aktive Rolle zugedacht hat: Der EU, denn schliesslich muss sie nicht nur die Ukraine verteidigen, sondern vor allen Dingen die "europäischen Werte". Er fordert also eine aktive Teilnahme der EU an einem innerukrainischem Konflikt, das verstösst eindeutig gegen das Völkerrecht. Es hat etwas von der Argumentation der untergegangenen, stalinistischen Sowjetunion, die ja gern schon mal, zur Verteidigung des Sozialismus, mit ihren Panzern die Grenzen befreundeter Staaten niederwalzte, wenn Dobbert jetzt gern mit europäischen Waffen und machen wir uns nichts vor, in der Folge auch mit europäischen Soldaten, die von keinem internationalen Recht geschützten, europäischen Werte verteidigen will.

 Was wäre die Folge von Waffenlieferungen an die Ukraine? Dort gibt es zur Zeit nur veraltete, noch aus den Zeiten der Sowjetunion stammende Waffensysteme. Wenn aber wie gefordert, Panzerabwehrraketen, Radarsysteme und Drohnen geliefert werden, dann müssen die ukrainischen Kampfverbände  an diesen Waffen ausgebildet werden, wie haben das bei den Waffenlieferungen an die Peschmerga in Syrien und dem Irak gesehen. Dobbert sieht da keine Gefahr:
"Ein bedeutendes Argument gegen die Aufrüstung der ukrainischen Armee ist die Befürchtung vor einer Gewalteskalation. Doch erstens gibt es dafür keine Belege."
Er träumt sich seine Welt schön:
"Angesichts der wirtschaftlichen Lage seines Landes und der wachsenden Kriegsmüdigkeit vieler Russen wäre es vielmehr für Putin noch schwerer, den Krieg im Nachbarland zu rechtfertigen." 
Berichte aus Russland zeigen, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Die überwiegende Mehrheit der russischen Bevölkerung fühlt sich vom Westen bedroht und bedrängt und ist durchaus bereit weitere Opfer zu bringen und ihrem Präsidenten den Rücken zu stärken.
"Zweitens verschleiert die Warnung vor einer Eskalation, was seit Monaten im Donbass geschieht: Die Lage ist bereits eskaliert."
Ein Argument, wie es dämlicher nicht sein kann. Als ob eine Situation, die eskaliert ist,  nicht noch weiter eskalieren könnte. Entweder ist Dobbert selbst so dumm, oder er hält seine Leser für absolut blöde.

 In seinen Schlusssätzen zieht Steffen Dobbert ein Fazit:
"Die prorussischen Truppen nehmen gerade Dorf für Dorf ein. Solange sie auf dem Schlachtfeld den Grenzverlauf kontrollieren können, werden sie keine Zugeständnisse am Verhandlungstisch machen. Ihre militärische Macht verhindert eine politische Lösung. Es ist Zeit, daran etwas zu verändern."
Er macht klar, dass er eine Lösung der Krise durch Krieg will. Die immer wieder beschworene Lösung am Verhandlungstisch, soll das Ergebnis von kriegerischen Handlungen seitens der EU und der USA sein: eine Kapitulationserklärung, nicht nur der Rebellen sondern auch, und vor allen Dingen, Russlands. Die letzten, die dass versucht haben, Napoleon und Hitler sind am Widerstandswillen und an der Leidensfähigkeit des russischen Volkes krachend gescheitert.

Kommentare:

  1. Hätten Sie mal die Güte, auf folgende Meldung von heute einzugehen?

    In einer Talkshow: Russischer Geheimdienstler Strelkow erzählt, wie die Krim wirklich annektiert wurde

    Am 27. Februar 2014 stimmte das Regionalparlament der Krim ab und entschied sich für die Unabhängigkeit von der Ukraine. Schon am 16. April wählte die Bevölkerung der Krim in einem Referendum den Anschluss an Russland. So zumindest lautete die offizielle Version von russischer Seite.

    In der Talkshow „Polit-Ring“ schilderte Igor Girkin, ein russischer Agent mit dem Kampfnamen „Strelkow“, jetzt, wie es wirklich war.

    Sein Gesprächspartner Nikolai Starikow behauptet, die Politiker der Krim, die Sicherheitsorgane und die Bewohner hätten die Abspaltung unterstützt. Strelkow schüttelt nur den Kopf und fällt Starikow ins Wort: „Was Sie da erzählen ist völliger Blödsinn. Über welche Sicherheitsorgane, die die Seite gewechselt haben, reden Sie da überhaupt?“

    Strelkow muss es wissen: Laut eigenen Angaben war er seit dem 21. Februar 2014 selbst auf der Krim, als ein Kommandant der sogenannten „Volkswehr“. Nur sechs Tage nach seiner Ankunft, am 27. Februar, besetzte er mit seiner Truppe das Regionalparlament.

    Dort wurde eine russische Flagge gehisst. Es sollte eine demokratische Abstimmung stattfinden, zur Unabhängigkeit der Krim.

    „Die Abgeordneten wurden von der Volksmiliz eingesammelt, um sie ins Parlament zu treiben, damit sie abstimmen,“ klärte Strelkow seinen Gesprächspartner auf. Von Unterstützung der Bevölkerung, der Politiker und der Sicherheitsorgane keine Spur.

    Nach dem erfolgreichen Coup auf der Krim zog Strelkow mit rund 50 Kämpfern weiter in die Ostukraine und wurde dort zum Anführer der Separatisten und „Verteidigungsminister der Volksrepublik Donezk“. Im August 2014 trat Strelkow dann überraschend von dem Posten des Verteidigungsministers zurück.

    Der Coup, sagte Strelkow jetzt, habe aber nur auf der Krim funktioniert, weil dort die Präsenz russischer Truppen groß genug war. „Hätte es in den anderen Regionen auch so eine Unterstützung gegeben, hätte es genau so einen Sieg wie auf der Krim gegeben,“ erklärte der Geheimdienstler seinem verdutzten Gesprächspartner.

    Strelkow steht damit in offenem Widerspruch zum Kreml. Noch im ARD-Interview behauptete Putin, die russischen Soldaten auf der Krim hätten nur die Sicherheit der Bevölkerung garantiert und sich nicht in die Politik eingemischt.

    Strelkow, der von der EU als Mitarbeiter des russischen Militärgeheimdienstes GRU identifiziert wird, aber ließ keine Zweifel: Er habe die Abstimmung über die Unabhängigkeit der Krim orchestriert und die Abgeordneten, die seine Volksmiliz finden konnte, zur Abstimmung getrieben.

    Laut der norwegischen Zeitung „Aftenposten“ wäre die Wahl aber auch ohne Zwang nicht rechtskräftig gewesen, da trotz des Drucks von Strelkow und seinen Männern nur 36 Abgeordnete im Parlament erschienen – und das Parlament somit überhaupt nicht beschlussfähig war.

    Nur durch den Druck auf die Abgeordneten lässt sich überhaupt erklären, wie der pro-russische Abgeordnete Sergey Aksyonov plötzlich Premierminister der Krim wurde: Bei der letzten Wahl vor der russischen Übernahme der Krim stimmten nämlich nur drei von 100 Abgeordneten des Regionalparlaments für den Kandidaten der Partei „Russische Einheit“.

    Der Insider Strelkow weicht in seinen Interviews immer wieder von der Darstellung des Kremls und der Separatisten, für die er gekämpft hat, ab. Wie die „NZZ“ berichtete, war Strelkow schon im Frühling enttäuscht über den fehlenden Rückhalt für die Separatisten in der Bevölkerung: „Ich hätte nie gedacht, dass sich in der ganzen Region nicht einmal 1000 Männer finden, die bereit sind, ihr Leben zu riskieren“, sagte er demnach in einer Internet-Botschaft.

    http://www.bild.de/politik/ausland/krim/agent-strelkow-so-wurde-krim-annektiert-39730656.bild.html

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    1. Sind Sie das, Herr Dobbert? Ich kann nachvollziehen, dass dieser Artikel ihre Gefühle verletzt, allerdings sehe ich Parteiergreifung mit Drängen auf eine gewaltbasierte Beendung des Konfliktes als Zeichen von Realitätsverlust. Ich möchte Sie daran erinnern, dass die meisten Menschen an Ihrem Leben hängen. Bitte rufen Sie sich in den Sinn, wie wichtig Ihnen Ihr eigenes Leben ist. Vielleicht gibt es ja sogar Menschen in Ihrem sozialen Umfeld, deren Leben Ihnen ebenfalls am Herzen liegt. Manche Menschen dort könnten Ihre besten Freunde sein, wenn Sie sie kennen würden. Menschen denen es egal wäre wer in der Regierung sitzt, solange sie ein halbwegs selbstbestimmtes Leben ohne Not führen dürften.
      Wenn Sie das Gewicht der dortigen Menschenleben begreifen erfüllen sie die notwendige Grundlage sich gewissenhaft zu informieren und werden begreifen das die kriegstreibende Propaganda Zeichen eines Realitätsverlustes ist, der Politiker und Journalisten schon seit langem befallen hat.

      Guten Abend.

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    2. > Ich kann nachvollziehen, dass dieser Artikel ihre Gefühle verletzt

      Nein, er beleidigt meine Intelligenz. Wie alles von Ihnen.

      Gute Nacht.

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    3. Zitat:
      "Strelkow, der von der EU als Mitarbeiter des russischen Militärgeheimdienstes GRU identifiziert wird, aber ließ keine Zweifel..."
      Und der soll glaubwürdig sein, glaubwürdiger als Putin? Wieso, weshalb, warum... wer nicht fragt bleibt dumm!
      Im Krieg ist die Wahrheit das erste Opfer. Unstrittig wahr ist, es ist Krieg in der Ukraine... und viele wollen da mitmischen.
      Jgdl. Streitschlichter in Schulen wissen, zum Streitschlichten gehört strikte Neutralität. Sie moderieren nur. Denn Streithähne müssen selbst die Lösung finden.
      Ist der "Westen" - iE die EU und die USA - in dem Streitschlichtungsverfahren etwa neutral?
      Sind deren offensichtlichen Bestrebungen, sich im ukrainischen Bürgerkrieg einzumischen, etwa keine Völkerrechtsverletzungen?
      Sind ihre Sanktionen gg Russland etwa völkerrechtskonform?
      Mit welchem Recht verhängt der Westen Sanktionen gg Russland, aber nicht gg die pro-EU-Putschisten in Kiew?
      Mit der Stärke des Rechts oder dem Recht des Stärkeren?

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    4. Ojeeminee, der pöse-pöse Westen soll an allem Schuld sein. Zum Piepen, wie ihr Putin auf dem Leim geht. Aufwachen, Leute! Im heutigen SPIEGEL widerspricht der russische Top-Diplomat Wladimir Lukin, den Putin vor einem Jahr als Sondergesandten nach Kiew geschickt hatte, Ihrer Darstellung, wonach die Protestbewegung auf dem Maidan von westlichen Geheimdiensten gesteuert worden sei. “In der Ukraine war eine revolutionäre Situation entstanden”, sagt Lukin, damals Putins Menschenrechtsbeauftragter, “die Menschen waren vor allem unzufrieden mit ihrem Leben und der bodenlosen Korruption”. Lukin ließ sich im SPIEGEL erstmals von einem westlichen Medium zu den Vorgängen auf dem Maidan vor einem Jahr interviewen.

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    5. @17:43

      Weiter aus dem von Ihnen angesprochenen Artikel:

      "In einem Telefonat am Freitag, dem 21. Februar 2014, dem Tag des Abkommens und der Flucht Janukowytschs, habe er dem Präsidenten von weiterem Blutvergießen abgeraten. "Sie haben all die Tage keinen Schießbefehl erteilt, dann macht es jetzt schon gar keinen Sinn mehr", habe er Janukowytsch gesagt."

      Was sagt uns das über die Maidan-Schützen und alle vorherigen Berichte über die angeblichen Schütze der Polizei?

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  2. Das Strelkow seine eigene Rolle in der Geschichte möglichst hochhalten möchte, ist verständlich. Es ist auch sehr bezeichnend, dass ihm jetzt auf einmal jedes Wort seitens der Transatlantiker geglaubt wird ;)

    Herrn Dobbert hier empfehle ich auch folgende Umfrage der GFK zur Krim-Abspalltung, die zweifelsfrei nicht von der russischen Regierung in Auftrag gegegeben worden ist:

    http://www.gfk.com/ua/documents/presentations/gfk_report_freecrimea.pdf

    http://humanistenteam.de/gfk-group-umfrage-auf-der-krim/

    Bewertung der Krim-Bewohner, wie die Ukrainischen Nachrichten über ihr Leben berichten
    45% komplette Lüge
    35% mehr Lügen als Wahrheit
    4% mehr Wahrheit als Lüge
    1% Absolute Wahrheit

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  3. Die Artikel von W.J: erfüllen den Tatsachenbestand nach StGB § 130 Volksverhetzung. Hier werden die kausalen Ursachen auf den Kopf gestellt. Fakt ist Russland hat die Krim annektiert. In der Ostukraine geht es weiter. Die Paralellen zu 1938 sind unverkennbar. Wenn die internationale Staatengemeinschaftet nicht einschreitet, wird das Baltikum das Polen von 1939.

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    1. Unter uns ist anscheinend ein Jurist. Ich wünsche viel Spass bei den Strafanzeigen. Selten so herzhaft gelacht.

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    2. Volksverhetzung? Starke Worte! Mit Staats- bzw. Völkerrecht kennen SIE sich aber mit Sicherheit nicht aus, ebenso wenig mit Geschichte.
      Oder aber, das wäre allerdings schlimm, Sie verfälschen absichtlich die Tatsachen, genauer gesagt, Sie lügen!
      Bitte unterlegen Sie ihre Ihre Behauptungen. Das beginnt natürlich damit, dass Sie sich intensiv und vorurteilsfrei mit dem Völkerrechtsbegriff Annektion auseinandersetzen. Hierzu müssten Sie allerdings ansatzweise zur Selbstreflexion übergehen, das ist wohl die größte Aufgabe.

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  4. "Wie die US-Eliten den Sturz von Russlands Präsidenten Wladimir Putin im Sinn haben"
    http://www.contra-magazin.com/2015/02/foreign-affairs-warum-putins-tage-gezaehlt-sind/ ,
    eine Übersetzung des "Council of Foreign Affairs" (US Think Tank) . Eine quasi Politik des Außenministeriums der USA .

    Das ist ganz schön harter Tobak ! Die USA möchte abwarten bis die Kosten des Ukraine Krieges Russland soweit geschwächt haben bis die Oligarchen ihn aus den Weg räumen werden, das dabei die Ukraine und die EU zum Opfer fallen können ist offenbar egal. Und wie zu erwarten wünschen sich die US Think Tanks wieder einen neuen Säufer in Moskau den man mit Dollars kaufen kann. Und wenn das alles nicht hilft denkt das "Council of Foreign Affairs" daran einfach die nächsten Satelliten Staaten Russlands zu bewaffnen, Kasachstan und Weißrussland.....

    Wie war das nochmal mit dem angeblichen Großmachtsstreben Putins was man uns seit Monaten eintrichtert ?

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    1. Ein gutes Beispiel für selektives Lesen. Wo steht in den zitierten Artikel auch nur eine Silbe davon, dass den Amerikaner egal ist, dass auch die EU zum Opfer fallen könnte? Das Streuen von Fehlinformationen und das Verfälschen von Kernaussagen gilt übrigens als Tatbestand nach StGB § 187 Verleumdung.

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    2. "Fuck the EU" von Nuland sagt es doch sehr deutlich, oder? Solche Freunde wünsche ich mir an meiner Seite.

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    3. "Das Streuen von Fehlinformationen und das Verfälschen von Kernaussagen gilt übrigens als Tatbestand nach StGB § 187 Verleumdung."

      Haha, sehr, sehr guter Witz.
      Sie lügen, dass Lügen verboten wäre?

      Zirkelschluss, Ihre Gedankengänge muss man erstmal haben.

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  5. Ganz so neu ist das Phänomen bei der ZEIT nicht. Da gibt es bspw Cathrin Gilbert, die sich zuerst als eifrige Schülerin Tom Kummers bei Bild und Spiegel in der Sportredaktion unmöglich gemacht hat und schliesslich in der ZEIT ein Medium fand, das es mit dem Journalismus nicht gar so genau nimmt.

    Tom Kummer war der berüchtigte "Borderline-Journalist", der vor einigen Jahren mit frei erfundenen Promi-Interviews u.a. den Chefredakteur des SZ-Jugendmagazins Jetzt! zuerst begeisterte und dann den Job kostete. Ganz ähnlich profilierte sich Gilbert der Bild mit Coups (erfundenen Exklusiv-Geschichten über Ronaldos Sexleben oder einem Zidane-"Interview"), die schliesslich selbst für das robuste Lügenblatt zu viel Stress machten. Beim Spiegel erfreute sie anschliessend die Leser mit ebenso anmassenden wie ahnungslosen Berichten über die deutsche Fussbalnationalmannschaft oder einem wohl ebenfalls sehr frei interpretierten Gespräch mit dem Torero Juan José Padilla oder einem mit Dirk Nowitzki und dessen Manager, das wieder einmal für viel Ärger sorgte.

    Dann kam sie zur ZEIT. Dort durfte sie, als eine ihrer ersten Übungen, anlässlich angeblicher Verletzungen des Iran-Embargos durch deutsche Unternehmen die politische Konstellation im Nahen Osten analysieren, was ihr weitgehend faktenfrei, dafür aber hoch emotional gelang.

    Nachdem ich kürzlich das Ulfkotte-Interview von Ken Jebsen über die Praktiken bei der FAZ gehört habe, nehme ich an, dass weder Gilbert noch Dobbert ihre Artikel selbst geschrieben haben, sondern nur ihren Namen hergaben für fertig ins Haus gelieferte Propagandaartikel aus der Neocon-PR-Maschine, die Joffe unauffällig ins Blatt heben wollte. Vermutlich war von den regulären Politik- oder Wirtschaftsredakteuren niemand bereit, den eigenen Ruf mit einem solchen Mist zu beschädigen.

    http://www.bildblog.de/971/ueber-ein-voellig-okayes-interview/
    http://www.bildblog.de/1170/machs-noch-einmal-ronaldo/
    http://www.bildblog.de/2098/ronaldinhos-geliebte-sieht-aus-wie-eine-ente/
    http://www.hellojed.de/wp/?p=151
    http://www.spiegel.de/sport/fussball/trainertaktik-loews-scheu-vor-dem-schnitt-a-702913.html
    Spiegel 2012#41: 'Lass los'
    http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelblog/ein-interview-mit-basketballstar-dirk-nowitzki-und-holger-geschwindner-a-860393.html
    Spiegel 2012#15, S. 130: „Eine Explosion im Kopf“
    "Iran - Wenn das die Israelis wüssten"
    http://www.zeit.de/2013/07/Iran-Raketenprogramm-Exporte

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