Donnerstag, 5. März 2015

Die schamlose Kampagne mit dem Tod des Menschen Boris Nemzow

 In der Nacht zum Samstag ist in Moskau der Mensch Boris Nemzow erschossen worden. Ich schreibe hier bewusst "der Mensch" weil ich der Meinung bin, dass man mit der eindimensionalen Umschreibung "Kremlkritiker", wie sie der Mainstream ausnahmslos verwendet, dem Ermordeten nicht gerecht wird. Nemzow war unter anderem auch ein Kritiker der Politik Russlands und seines Präsidenten, Wladimir Putin. Er war aber auch Geschäftsmann, er war ein Mann mit vielen Affären, er war Parteiführer und er war auch einer derjenigen, die sich sehr deutlich gegen den islamistischen Terror geäussert haben.

 Aber diese eindimensionale Darstellung hat System. Sie soll den Leser, Zuschauer oder Zuhörer gleich in eine gewisse Richtung lenken, besser gesagt, drängen. Sie soll dem Publikum suggerieren, dass als Verantwortliche für die Tat, oder gar als Täter selbst nur die Führung in Moskau und letztendlich Präsident Putin in Frage kommen. Alle anderen Thesen über Täter und Motiv werden von vornherein ausgeschlossen.

 Eine Massenhysterie soll erzeugt werden. Man erinnere sich an die Bluttat des Anders Breivik auf der norwegischen Insel Utøya und in Oslo im Jahre 2011. Sofort hatten unsere Medien die Schuldigen gefunden: Islamistische Terroristen sollten die 85 Jugendlichen grausam "hingerichtet" haben. Ich erinnere beispielhaft an den ZDF-Terrorexperten Elmar Theresen.

 Und auch im Falle Boris Nemzow spielen wieder selbst ernannte Experten eine Rolle. Der Korrespondent der taz Klaus-Helge Donath hat denkwürdiges herausgefunden:
"Bereits am Wochenende waren unscharfe Bilder einer Überwachungskamera vom Tatort aufgetaucht. Unter anderem fuhr darauf ein Schneeflug unmittelbar während des Überfalls am Tatort mit auffällig wechselnder Geschwindigkeit vorbei. An einem Freitag gegen Mitternacht in einer seit Wochen schneefreien Stadt."
Die Tagesschau zeigte den Film der Überwachungskamera in ihrer 20.00 Uhr-Ausgabe. Die "auffällig wechselnder Geschwindigkeit", die Donath ausgemacht haben will, begründet sich einzig und allein dadurch, dass der Film in unterschiedlichen Geschwindigkeiten abläuft, was man deutlich daran erkennen kann, dass alle anderen Fahrzeuge, analog zu dem Strassenreinigungsfahrzeug, auch mal schnell, mal langsam durchs Bild fahren. Das unscharfe, dunkle Video erlaubt wohl nur einem "Experten" wie Klaus-Helge Donath, in Hinsicht auf das Fahrzeug, den Schluss zu ziehen, es handele sich um ein Schneeräumfahrzeug.

Nur "Experten" vom Range eines Klaus-Helge Donath sind in der Lage das grosse Fahrzeug, links im Bild, als Schneeräum-Fahrzeug zu identifizieren.
Screenshot ARD-Tagesschau

 Man könnte wohl laut auflachen über solche Expertenleistung, wenn es nicht so traurig wäre, mit welchen Taschenspielertricks die Menschen von den Medien an der Nase herumgeführt werden.

 Natürlich hat auch die ARD einen Experten zu bieten. Stefan Meister wird uns als Russlandexperte angepriesen. Am 02.März postet die ARD auf ihrer Tagesschau-Seite ein Interview mit Meister unter dem Titel "Niemand ist sicher". Für Meister steht bereits zu diesem frühen Zeitpunkt der Untersung fest:
"Der Großteil der Russen unterstützt Putin ausnahmslos, auch in dem Gefühl, dass man wieder wer ist. Dieser Teil folgt  auch gern den jetzt geäußerten Verschwörungstheorien: Dass die Amerikaner hinter dem Mord stecken. Oder die Islamisten. Oder die russische Opposition selbst."
Reflexartig werden alle anderen Ansätze der Ermittlungsarbeit, als die, die Täter im Kreml, also letzten Endes bei Putins zu suchen, als Verschwörungstheorien abgetan. Eine Anti-Maidan Demonstration wird von Meister flugs in eine Pro-Putin-Demonstration umetikettiert. Die Tagesschau berichtet am 21.Februar unter dem Titel "Russen protestieren gegen den Maidan":
"Bis zu 40.000 Menschen waren es nach offiziellen Angaben in Moskau. Auffallend: Sehr viele junge Leute waren dabei, einige Studenten gaben zu, genötigt worden zu sein, an dem Marsch teilzunehmen. "Wir sind hier unfreiwillig freiwillig", sagt einer von ihnen. "Es gab eine Verordnung vom Direktor, aus jeder Gruppe müssten fünf Leute kommen. Na, da stehen wir nun."
Obwohl also ein grosser Teil der Demonstranten, laut Tagesschau, mehr oder weniger gezwungen an dieser Demonstration teilnahmen, verortet Meister, zumindest, die Anstifter zum Mord an Boris Menzow bei den Teilnehmern:
"Die Demonstranten trugen auch Plakate mit einem Foto Nemzows und erklärten ihn damit für vogelfrei als Teil der "fünfte Kolonne des Westens" Die Stimmung ist nationalistisch, aufgeheizt und anti-amerikanisch."
Dem durchschnittlichen Europäer mag eine anti-amerikanische Stimmung unangebracht oder ungerechtfertigt und wenig hilfreich erscheinen, ansonsten ist ihm dieser Umstand allerdings egal, besonders wenn sie im fernen Moskau stattfindet. Nicht so Stefan Meister. Denn Meister steht in Lohn und Brot bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP).

 Diese "Gesellschaft", die sich international "Council on Foreign Relations" nennt, gilt seit jeher als Außenposten des US-Think Tanks "Council on Foreign Relations" in Deutschland. Zu den grossen Geldgebern der DGAP zählen das bundesdeutsche Aussenministerium, der "German Marshall Fund of the United States", die Rüstungskonzerne "Airbus Group", "Rheinmetall" und "Lockheed Martin".

 Die DAGP ist Mitglied im "Transatlantic Policy Network (TPN)". In dieser Organisation werden alle transatlantischen Gemeinschaften auf Kurs getrimmt. Weitere Mitglieder der TNP sind:

  • AmCham EU
  • Aspen Institute – Berlin
  • Aspen Institute – Italy
  • Atlantic Council of the United States
  • Brookings Institution
  • BRUEGEL
  • BusinessEurope
  • Carnegie Endowment for International Peace
  • Centre for European Policy Studies (CEPS)
  • Chamber of Commerce of the United States
  • Chatham House
  • Council on Foreign Relations
  • Center for Strategic and International Studies (CSIS)
  • European Policy Centre (EPC)
  • European Round Table of Industrialists (ERT)
  • European-American Business Council
  • European Institute
  • German Marshall Fund of the United States
  • Institut Français des Relations Internationales (IFRI)
  • TransEuropean Policy Studies Association (TEPSA)
  • US Council on Competitiveness
 Stefan Meister ist also keineswegs der unvoreingenommene, nur der Wissenschaft verpflichtete Experte, als der er uns vorgestellt wird. Und so verwundert es auch wenig, dass der "Experte" nicht gerade mit exklusivem Expertenwissen glänzt. Wer geglaubt hatte, Meister sei von der Tagesschau eingeladen um den Zuschauern, einer Nachrichtensendung entsprechend, neues Wissen zu vermitteln, der sieht sich getäuscht. Meister wiederholte längst bekannte Propagandafloskeln:
"Nemzows Ermordung ist das klare Signal: Niemand ist sicher, niemand ist unantastbar. Damit wird noch mehr Angst in der Gesellschaft verbreitet",
oder wenn er den russischen Präsidenten als Irren darstellt:
"Wie ernst kann man den russischen Präsidenten überhaupt noch nehmen? Ich bin skeptisch. Seine Äußerung entspricht den Gepflogenheiten."
 Dann nutzt Meister das Instrument der sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Er diskreditiert im vornherein schon alle Ermittlungsergebnisse, die die russischen Behörden vorlegen werden. Die können nun machen was sie wollen, die westliche Propaganda wird die vorgelegten Beweise als konstruiert und gefälscht verurteilen. Es sei denn, Putin selbst würde in Handschellen als Todesschütze vorgeführt; oder noch besser, wie einst Gaddafi in Libyen aus einem Wasserrohr gezogen und vom wütenden Mob zu Tode gefoltert:
"Ich bezweifele aber, dass wir jemals die Hintergründe dieses Mordes erfahren werden, wie bei vielen anderen Morden davor, die nie aufgeklärt worden sind."
Viele Foristen, auch hier im Blog, hätten die zweite Variante sowieso am liebsten. So weit haben es unter anderem, auch die selbst ernannten Experten schon gebracht. Den Hass den sie in der Gesellschaft Russlands diagnostizieren, den schüren sie hier in Deutschland.

In die gleiche Kerbe schlägt "Die Zeit" am 28. Februar. Ein ungenannt bleiben wollender Autor schreibt unter der Überschrift "Ein neuer Schatten legt sich über Russland":
"Die Erfahrung mit politischen Morden in Russland lehrt, dass die genauen Motive und vor allem die Täter wohl auch in diesem Fall nicht bekannt werden. Dass Putin selbst die Ermittlungen überwachen will, hat schon jetzt Befürchtungen geweckt, es werde am Ende wohl höchstens ein Sündenbock gefunden, der für das Attentat herhalten muss. Die "schnelle, unvoreingenommene und transparente" Aufklärung, die US-Präsident Barack Obama fordert, dürfte im heutigen Russland eine Wunschvorstellung bleiben."
Auf Spiegel-online weiss Pavel Lokshin auch schon zu einer sehr frühen Stunde, am 28. Februar um 7.38 Uhr:
"Boris Nemzow war ein gnadenloser Kritiker des Systems von Wladimir Putin. Wer wirklich hinter seinem Tod steckt, kommt wohl nie ans Licht."
Etwas mehr Zeit hat sich Hannah Beitzer von "Süddeutsche.de" genommen. Darum fällt ihre "Analyse" auch etwas umfangreicher aus. "Tag der Angst" überschreibt sie ihren Artikel:
"Beweise, ja, die wären schön. Doch woher sollen sie kommen in einem Land, in dem Opposition offensichtlich nicht erwünscht ist? In dem die Massenmedien schon vor Jahren gleichgeschaltet wurden. In dem Behörden kremlkritische Medien drangsalieren. In dem die Polizei Demonstranten verhaftet und eingesperrt. In dem Putin-Gegner in umstrittenen Prozessen verurteilt, weggesperrt werden. In dem Journalisten, Menschenrechtler, Anwälte, Politiker ihr Leben für ihre Überzeugung lassen."
Ann-Dorith Boy von "faz.net" stellt ebenfalls jede Absicht des Kreml, den Mord aufzuklären in Abrede. Sie hat sogar schon eine feste Vorstellung davon, wie die Untersuchung ausgehen wird:
"Der russische Präsident hat angekündigt, die Aufklärung des Verbrechens persönlich überwachen zu wollen. Dies sollte jedoch niemanden zu der voreiligen Hoffnung verleiten, die Tat könnte tatsächlich aufgeklärt werden. Möglicherweise werden irgendwann Handlanger vor Gericht gestellt, wie im Falle der ermordeten Journalistin Anna Politkowskaja. Die wahren Drahtzieher blieben jedoch im Dunkeln." 
 Schon in der Nacht vom 27. auf den 28. Februar in der Sendung des Nachtmagazins der Tagesschau weiss die Korrespondentin Birgit Virnich:
"Er hat die Kugeln bekommen, weil er einer der wichtigsten Führer der Opposition ist."
Am Samstag des 28. Februar ist die Sprachregelung bereits festgeklopft. Boris Nemzow ist der Kremlkritiker, eine holzschnittartig eindimensionale Person, ohne persönlichen Hintergrund, ohne Familie, ohne Beruf, eine Figur, wie aus einem schlechten Comic. Jan Hofer beginnt die Sendung:
"Der prominente Kremlkritiker Boris Nemzow ist in Moskau auf offener Strasse erschossen worden."
 Im folgenden sät Anja Martini erste Zweifel an ernsthaften Ermittlungen der russischen Behörden. Nemzow ist noch keine zwölf Stunden tot, da beklagt sie bereits das Fehlen von Ermittlungsergebnissen:
"Die Täter sind noch immer auf der Flucht."
Die unvermeidliche Golineh Atai bringt es zu so früher Stunde bereits auf den Punkt:
"Ja der Kampf um die Deutung dieses Mordes hat begonnen." 
Atai nimmt diesen Kampf unmittelbar auf:
"Es gibt bereits Kreml-nahe Beobachter, die davon sprechen, dass dieser Mord eben auch dem Westen und der Opposition nützen könnte." 
Diese Argumentation wird nur erwähnt um sie sofort ad absurdum zu führen:
"Die rusissche Opposition findet diese Interpretation zynisch. Sie spricht davon, dass Boris Nemzow ermordet wurde, weil er die Wahrheit gesagt hatt und weil die russische Opposition, weil russische Oppositionelle in den vergangenen Monaten auch Opfer einer andauernden Hetze der russischen Staatsmedien geworden sind."
 Bereits jetzt, zu einem so frühen Zeitpunkt, sind bereits alle Eckpunkte, der in den Tagen darauf folgenden Propaganda festgelegt. Neben der eindimensionalen Darstellung der Person Nemzows, dessen Name in der Folgezeit der Begriff Kremlkritiker vorausgeschickt wird und der mit dem Namen Nemzow verbunden wird wie ein Titel, wie "Dr." oder "Prof.", hat die westliche Presse auch schon die Schuldigen und deren Hintermänner ausgemacht. Wohlgemerkt zu einem Zeitpunkt, als die einzige belastbare Tatsache die ist, dass Boris Nemzow in Moskau erschossen wurde.

Die Schützen, wenn auch noch nicht namentlich bekannt, aber Namen interessieren in diesem Zusammenhang auch nicht wirklich, sind von der russischen Propaganda irre geleitete schlichte Gemüter, durch ihrem Hass auf die Opposition zu allem bereit. Die Hintermänner, und damit letztendlich die Verantwortlichen, aber sitzen im Kreml. Es ist die Clique um Putin und letztlich Putin selbst.

In der 20.00 Uhr Tagesschau lässt Birgit Virnich diese Sichtweise durch Volkes Stimme aus Moskau untermauern:
"Auch wenn der direkte Befehl nicht aus dem Kreml kam, sitzen dort die Schuldigen",
lässt Virnich einen Mann sagen, während dieser mit einer Kopfbewegung auf das Gebäude des Kreml deutet.

 Die Tagesschau liefert nun ein Motiv für den Mord, dass dann allerdings auch auf eine direkte Täterschaft der russischen Administration im Kreml, ja Putins selbst hindeutet. Dieses Motiv wird in der Folgezeit immer wieder publiziert auch von anderen Medien. Der, des öfteren schon der Lüge überführte, ukrainisch Präsident Petro Poroschenko behauptet:
"Boris erklärte, dass er überzeugende Beweise für die Teilnahme des russischen Militärs in der Ukraine veröffentlichen werde. Jemand hatte Angst davor. Die Henker hatten Angst. Sie haben ihn getötet."
 Die ARD verschweigt, dass diese Erkenntnis keineswegs auf dem Mist des Petro Poroschenko gewachsen ist. Vielmehr gibt es für diese Behauptung nur eine Quelle: Den in Diensten US-amerikanischer Geheimdienste stehenden, ebenfalls mehrfach der Lüge überführten, ehemaligen georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili, der nachdem er sein Land in einen nicht zu gewinnenden Krieg mit Russland gestürzt hatte, vor dem eigenen Volk in die USA fliehen musste.

 Poroschenko und damit auch die Tagesschau berufen sich hier auf einen Fachmann, wenn es um politisch motivierten Mord geht. Im September 2007 warf der ehemalige Verteidigungsminister Georgiens, Irakli Okruaschwili, Saakaschwili vor, ihn zwei Jahre zuvor beauftragt zu haben, den georgisch-russischen Geschäftsmann Badri Patarkazischwili zu töten. Bei seiner Vernehmung durch die Staatsanwaltschaft widerrief Okruaschwili seine Behauptungen zwar, wiederholte sie aber nach seiner Flucht nach Berlin. Er sei zum Widerruf seiner Anzeige gezwungen worden, berichtete der Spiegel am 28. November 2007.

 Ein politischer Mord, eine These an deren Richtigkeit ab jetzt kein Zweifel mehr zugelassen wird. Es gibt nur noch diese eine Richtung der Berichterstattung. An vorderster Front, das Sturmgeschütz der ARD, wenn es um antirussische Propaganda geht, Golineh Atai:
"Seine (Nemzows) Gegner machen sich mal über seinen jüdischen Hintergrund lustig, mal drohen sie ihm mit dem Tod."
 Atai nennt Ross und Reiter. Ohne auch nur die geringsten Indizien in der Hand zu haben benennt sie die Schuldigen:
"Die neue Antimaidan-Bewegung brandmarkt ihn nun als Nationalverräter. Sein Parteivertreter (Michail Kasjanow) sagt, "Nemzow wurde ermordet, weil er die Wahrheit sagte. Faktisch ist unsere Gesellschaft gespalten. Der Geist der Intoleranz, der durch die Staatspropaganda gesät wurde, erzeugt Hass."Ein Hass, der," sagt Kasjanow, "extremistisch, chauvinistische Gruppen zum Mord angestiftet haben könnte"
 Zum Beweis für ihre kruden Verschwörungstheorien führt Atai eine völlig wirr zusammengestellte Liste von Fällen an, die nichts miteinander zu tun haben, ausser, dass sie von der westlichen Propaganda zu Beispielen von Justizwillkür in Russland aufgebauscht wurden:
"Nemsows Tod markiert eine lange Reihe der Repressionen. Er erinnert an das, bis heute nicht aufgeklärte Attentat auf die Journalistin Anna Politkowskaja, er erinnert aber auch an das Scheitern der Kremlkritiker in Teils absurden Prozessen, wie gegen den Antikorruptions-Blogger Alexej Navalny oder gegen den Oligarchen Michael Chodorkowsky, nun im Exil, oder gegen die Pussy Rita-Punkerinnen und den posthum angeklagten Anwalt Sergej  Macgnitzkij, der korrupten Steuerbeamten in die Quere gekommen war."
 Spiegel-online-Chefpropagandist Benjamin Bieder geht noch einen Schritt weiter als Golineh Atai. Er begnügt sich nicht damit die Drahtzieher in der eher anonymen Antimaidan-Bewegung zu verorten. Er macht Putin selbst, direkt verantwortlich:
"Der Kreml-Chef gibt den Ton vor für Kampagnen wie diese, seit er vor drei Jahren auf den Präsidentenposten zurückgekehrt ist. Ausgangspunkt war sein Auftritt nach dem Wahlsieg am 4. März 2012. Putin rückte Aktivisten und Anhänger der Opposition damals in die Nähe von Staatsfeinden, die "nur ein Ziel haben: die russische Staatlichkeit zerstören". Bei seiner Rede aus Anlass der Krim-Annexion ging er noch weiter und sprach von "National-Verrätern“.
Ähnlich sieht es bereits oben erwähnte Ann-Dorit Boy auf "faz.net":
"Die politische Führung Russlands hat über Jahre hinweg ein Klima geschaffen, in dem Andersdenkende marginalisiert, terrorisiert und praktisch zum Abschuss freigegeben wurden."
 Boris Nemzow wurde ermordet. Das steht fest. Alles Andere sind wilde Spekulationen. Die westliche Presse hat sich auf den Fall gestürzt, als habe sie geradezu darauf gewartet. Sie hat ihn schamlos für die eigenen Propaganda ausgenutzt, ohne Rücksicht auf die Würde des Getöteten. Sie hat vorverurteilt, obwohl sie sich doch so sehr der westlichen Werte rühmt, zu denen allerdings auch gehört, dass niemand für eine Tat verantwortlich gemacht werden darf, solange er nicht rechtskräftig verurteilt ist. Für Wladimir Putin scheint dieser eherne Grundsatz nicht zu gelten: Er ist schuldig, ohne Beweise, ohne Anklage und ohne Urteil.

Kommentare:

  1. Niemals (!) mehr werde ich in diesem Leben diesen Medien und diesen Hetzpolitikern ein Wort glauben.
    Käufer dieser Medien, Wähler dieser Parteien, Werbekunden dieser Medien- sind Extremisten!
    Ganz offensichtliche, koordinierte Aktivitäten für Kriegsvorbereitungen.

    Youtube this:
    Kriminalermittler Reitschuster hat den Nemzow-Mord aufgeklärt - es war Putin!
    und
    Marieluise Beck: Nationalbolschewismus, Repressionen, Faschismus in Putins Russland
    (Ey, die GRÜNEN, die aggressivste Kriegspartei überhaupt, aus der Opposition heraus, schon erstaunlich)
    und, rein zufällig auch noch
    http://www.bild.de/politik/inland/ursula-von-der-leyen/wild-punk-partys-mit-den-toten-hosen-40030380.bild.html

    Es stehen anscheinend unruhige Zeiten an.

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  2. Tja... im westen nichts neues.
    War doch mit dem Malaysia Flieger das gleiche.
    Schon merkwuerdig wie laut hier gebruellt wird. Wie leise es aber ist wenn in Amerika vor kurzem erst 3 Jurnalisten binnen 2 Tagen tragisch getorben sind/*worden*??? Welche an ner 9/11 docu gearbeitet haben.
    Wie es halt in den magischen Kram past....

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  3. Es ist einfach nur zum kotzen. Hoffentlich sinken die Klick- und Auflagezahlen unserer Qualitätsmedien weiter - wahrscheinlich wird daran aber auch Putin schuld sein.
    Im Ernst, was muss passieren, damit diese "Journalisten" zur Besinnung kommen?

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  4. Wenn man (Presse) die Psyche einer entscheidenden Gruppe innerhalb des Volkes versteht ,dann ist es möglich "die Masse genau nach dem Willen zu kontrollieren und zu lenken ohne das sie etwas davon merkt" Geistiger Umweltschutz

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  5. Es sind in der Regel immer diesselben deutschen Bullhorns die ihre Antirussische Propaganda seit Ausbruch des Ukraine Konfliktes verbreiten. Ich würde zugern mal mit dem Rest der Journalisten und Mitarbeiter im Umfeld dieser eingefleischten Transatlantiker reden, ob Sie das auch so sehen oder ob Sie geteilter Meinung sind , und warum Sie das schweigend hinnehmen ?
    Was die Hetze verursacht sieht man zb. hier.
    Medienhetze auf Allzeithoch - Griechin erhält Hassbrief eines Deutschen https://www.youtube.com/watch?v=TyBBsqvNpeM
    Es gibt genügend Beweise das die Ukraine Krise nichts mit einer angeblichen russischen Invasion zu tun hat , das der Feind genau aus der anderen Richtung aus Washington und Kiew kommt.
    Das die neue Macht in Kiew uns seit einem Jahr nur belügt ist auch sehr oft an klaren Hinweisen sichtbar geworden , jetzt erst hab ich wieder ein Video gesehen das die ukranischen Medien völlig schamlos ihre Berichterstattung fälschen.
    [eng subs] Ukrainian media about Volnovakha tragedy: what was shown on TV and how it was filmed
    https://www.youtube.com/watch?v=2W9UAMEk21s

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  6. "DIE ZEIT" verbreitet mal wieder Verschwörungstheorien für Strickjackenträger, die sich selten duschen, dafür den Postboten über dessen Arbeit belehren und dabei über ihren Brillenrand schauen. Die sich als gute, rechtschaffene Menschen sehen, weil sie ihre Ehefrauen nicht schlagen, aber Gewalt im Ausland so geil finden.

    http://www.zeit.de/politik/2015-03/putin-nemzow-hitler-mord-russland-fsb-moskau

    Der uuuuuh- originelles Niveau: ein Hitlervergleich.

    Die gleiche Wochenhetz-Doofmann-Lektüre, die intensiv für den Kampf der Islamisten in Syrien plädierte und Libyen bombardieren wollte, mit grandiosen Erfolgen. Und Steinbrück (Deutsche Bank AG) förderte, fast schlimmer als die Rebellen in Syrien. Was macht der eigentlich, haha!

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  7. W.J. schrieb am 29. Januar 2015 um 11:32:
    > Entschuldigung, die ständigen Meldungen über immer
    > wieder neue russische Truppen, die in die Ostukraine
    > eindringen, langweilen nur noch. Wo sind denn diese
    > Truppen?

    Na, z.B. in Debalzewo. Geben Sie auf, W.J., es hat keinen Sinn mehr, Fakten zu leugnen. Folgender Artikel beweist endgültig, dass reguläre russische Armeeverbände im Donbass aktiv sind und EINSATZBEFEHLE bekamen! Nehmen Sie das endlich zur Kenntnis, Herrgott nochmal! Sie beleidigen meine Intelligenz...

    Ein russischer Soldat entlarvt die Putin-Lüge

    Dorzhi Batomunkuev (20) hat die Militär-Identitätsnummer 2.609.999 und gehört der 5. Panzer-Brigade aus Ulan-Ude an, Hauptstadt der russischen Teilrepublik Burjatien im südöstlichen Sibirien. Er hat nach einem Bericht der „Novaya Gazeta“ im Juni 2014 einen Dreijahresvertrag bei der Armee unterschrieben. Im Krankenhaus von Donezk gab er der Zeitung ein Interview. Inzwischen wurde er in ein Militärhospital in Rostow am Don verlegt. Bereitwillig gibt der sibirische Soldat Auskunft, wie er in die Ukraine gekommen ist: Noch als Wehrdienstleistender sei er im Oktober 2013 nach Rostow am Don verlegt worden. Die Vorgesetzten hätten etwas von einem Manöver gesagt, doch die Soldaten wussten Bescheid, spätestens, als die Panzer-Kennzeichen übermalt wurden: Es geht in die Ukraine. Die „Khokhols“ (ursprünglich ein Haarschnitt, heute als abfällige Bezeichnung für Ukrainer verwendet) bombardieren, wie die erfahrenen Zeitsoldaten den jüngeren einschärfen.

    Am 8. Februar kam der Befehl – und alles ging schnell. „Wir sind Soldaten, du nimmst die Tasche und dein Gewehr, ab in den Panzer und los geht’s.“ Auf dem Weg zur Front hätten Russen aller Altersgruppen sie gesegnet, mit Kreuzzeichen. Das habe die Soldaten seiner Einheit, die überwiegend dem mongolischen Volksstamm der Burjaten angehören, als Buddhisten besonders amüsiert. Erstes Ziel nach der Grenzüberquerung war Donezk. Im Radio hörten sie eine Diskussion, ob russische Truppen in der Ukraine sind. „Alle sagten nein, nein, nein. Aber wir waren doch da: 300 Mann nur aus Ulan-Ude. 31 Panzer gehörten zu unserem Bataillon.“ Seine Einheit beteiligte sich an der Einkesselung der strategisch wichtigen Stadt Debalzewo (Verkehrsknotenpunkt), die die Separatisten trotz der in Minsk verhandelten Waffenruhe noch einnehmen wollte.

    „Wir hatten den Befehl zu schießen, um zu töten. Ich habe einen großartigen Panzer, einen T-72B, der besonders für Nachteinsätze geeignet war. Wir haben all unsere Ziele getroffen“, sagt Batomunkuev. Nach einer langen Denkpause fügt er hinzu: „Es ist beängstigend. Man versteht schon, dass auf der anderen Seite Menschen sind wie wir, dasselbe Fleisch und Blut. Aber es sind eben auch Feinde, die Unschuldige getötet haben, die ohne Krieg nicht leben können. Wie diese polnischen Söldner.“ „Haben sie polnische Söldner in der Ukraine gesehen?“, fragt die Reporterin ungläubig. „Nein. Aber es wurde uns gesagt, dass sie da sind.“ Seine Meinung zu Putin – der Soldat versucht ein Lachen: „Ein ganz schöner Trickser ist er, so viel steht fest. Sehr schlau, dass er der ganzen Welt erzählt, dass keine Truppen da sind.“

    http://www.bild.de/politik/ausland/ukraine/dieser-russische-soldat-kaempfte-fuer-putin-40010550.bild.html

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    1. Äh, BILD? Als Quelle? Als Beweis? Gibt es Pferde auf dem Mars? Sollte ein Mann Brüste tragen?

      Mein Lieber, SPRINGER- die klassische Hetzpresse, für klassische Hetzbereite. Wie Dich.
      Egal, ob Griechen, Hundequäler, Schiedsrichter oder jetzt Russen- Leute wie Du hoffen auf die Lügen-Attacken von SPRINGER, lesen Bild und Welt und wollen dann die Läden der Gehetzten beschmieren oder die alle gleich
      vertreiben oder umbringen.

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    2. herr, schick hirn! sie hirnakrobat sollten den artikel lesen und nicht nur den link sich angucken. dann wüssten sie, dass "bild" einen aktuellen artikel aus der "nowaja gazeta" aufgegriffen und fast eins zu seins übersetzt hat. bei der gazeta arbeiten die letzten aufrechten, unabhängigen. ana politkowskaja schrieb für die zeitung. sie wurde ermordet, weil sie wiederholt über russische kriegsverbrechen in tschetschenien berichtet hatte. aber das geht den putinverstehern natürlich am allerwertesten vorbei, is klar..

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  8. "Die schamlose Kampagne mit dem Tod des Menschen Boris Nemzow"

    Pah, *Sie* haben´s gerade nötig, von Schamlosigkeit zu schreiben! Wissen Sie, was schamlos ist? Zitat Premier Medwedew: "Ich bin erschüttert von dem brutalen, zynischen Mord an Boris Jefimowitsch Nemzow. Es ist ein großer Verlust für unsere Gesellschaft, deren Freiheit und Werte er immer verteidigt hat." VERLOGENER GEHTS NICHT!
    Wenn überhaupt, dann hat Nemzow die freiheitlichen Werte des Westens GEGEN jene, die in Russland gelten, verteidigt und starb bei der Ausübung eben dieser Verteidigungsbemühungen! Der Oppositionsaktivist Ilja Jaschin berichtete dem Radiosender Echo Moskwi, zuletzt habe Nemzow an einem Report gearbeitet, der eine direkte russische Verwicklung in den Separatistenaufstand in der Ostukraine belegen sollte. Dies habe ihm der Politiker zwei Tage vor seinem Tod mitgeteilt.

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    1. "Wenn überhaupt, dann hat Nemzow die freiheitlichen Werte des Westens GEGEN jene, die in Russland gelten, verteidigt und starb bei der Ausübung eben dieser Verteidigungsbemühungen! "

      Du hattest garantiert noch nie vorher von Nemzow gehört. Und rotzt jetzt so dümmliche Sätze raus wie ein 14-Jähriger bei einer betrunkenen Jungen Union-Versammlung, der vom Kampf für Menschenrechte palavert.
      Spende der ukrainischen Armee halt Geld, oder kämpf' selber mit. Alles andere wäre vor dem Hintergrund Deiner
      Worte feige, genau wie das Verhalten der Schreibtischtäer-Journalisten die unbedingt Kriege wollen.

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    2. > Du hattest garantiert noch nie vorher von Nemzow
      > gehört. Und rotzt jetzt so dümmliche Sätze raus

      Tu mir den Gefallen und lauf vor einen Bus.

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    3. Stimme "Anonym" zu. Wann immer den Russlandversteher die Argumente ausgehen, schallt es grenzdebil "Lü-gen-pres-se!" Wie armselig. Apropos schamlos: Die Ermittler des Nemzow-Mordes verfolgen unter der strengen Aufsicht von Putin abstruse Theorien, bei denen das Model Anna Duritskaja eine Rolle spielt:

      ► Die Nemzow-Lebensgefährtin könnte ihren Freund in eine Falle gelockt haben.

      ► Oder: Nemzow wurde Opfer eines Eifersuchtsdramas um das schöne Model – ein unbekannter Verehrer könnte hinter dem Mord stecken.

      ► Oder: Durizkaja selbst griff zur Pistole, weil Nemzow sie zur Abtreibung in der Schweiz gezwungen haben soll.

      Totaler Bullshit, red herrings der übelsten Sorte. Durizkajas Mutter Inna findet das auch: „Alles Lüge, es gab keinen Streit. Boris war ein wundervoller Mann, die erste große Liebe meiner Tochter.“ (Quelle: BILD)

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    4. Quelle: schon wieder Bild, Haha.

      Genau. Aber geil, oder? "schönes Model". "Abtreibung". "Gewalt". Und irgendwie "Putin" in den Zusammenhang lügen. Sowas gefällt BILD-Konsumenten so gut, dass sie sich damit nicht nur ernsthaft geistig beschäftigen. Sondern auch noch als Wahrheit verbreiten.

      Das ist noch schlimmer als für SPRINGER diese Geschichten zu erfinden, die lachen ja selbst über die Dämlichkeit ihrer Leser innerhalb der Redaktion.


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    5. > Quelle: schon wieder "Bild"

      ich vertraue lieber "bild" als diesem üblen blog, auf dem lediglich die russische propaganda nachgekaut wird. rt deutsch ist an lächerlichkeit nicht zu überbieten. man muss sich nur die kleingeister angucken, die da " den fehlenden part" moderieren. intellektuell eine einzige zumutung. aber für putin-fanboys scheint´s zu reichen.

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  9. > Die schamlose Kampagne mit dem Tod des
    > Menschen Boris Nemzow

    Der Titel des Postings ist Ausdruck blanken Hohns. Über den Tod Nemzows, der bekanntlich mit dem Westen kungelte, ein Freund John McCains und der Kiewer "Faschisten-Junta" war, vergießt W.J. öffentlich Krokodilstränen - als ob der hiesige Webmaster auf "den Menschen Boris Nemzow" irgendetwas gegeben hätte. Verlogener gehts kaum IMO.

    P.S.: Schön, wenn es denn so käme...

    Russlands Elite lässt Putin fallen

    Der russische Politologe Boris Kagarlizki erwartet den Sturz von Präsident Wladimir Putin. Auch wenn der Kremlchef unter der Bevölkerung hohe Popularität genieße, sei lediglich wichtig, wie sich die Elite zum Präsidenten verhalte, sagte Kagarlizki der Zeitung "Neues Deutschland". "Das sind etwa 300 Personen. Früher haben diese 300 Putin unterstützt, jetzt unterstützen sie ihn nicht. Sie wollen, dass er zurücktritt." Kagarlizki leitet das Moskauer Institut für Globalisierung und soziale Bewegungen, hieß es weiter. Hinter dem Mord am Oppositionspolitiker Boris Nemzow vermutet Kagarlizki "jenen Teil des russischen Geheimdienstes, der will, dass Putin zurücktritt und Russland sich mit dem Westen versöhnt. Dieser Teil des russischen Geheimdienstes unterstützt die liberale Fraktion in der Regierung." Es gebe auch keinen Zweifel, dass Putin aus dem Mord keinen Nutzen ziehe. "Der Mord nützt der Opposition. Man hat Putin eine Leiche vor die Tür gelegt."

    http://www.oe24.at/welt/Russlands-Elite-laesst-Putin-fallen/179543618

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    1. hast recht. w.j. scheint putin zu lieben für dessen gegnerschaft zum westen. putins glühender anti-amerikanismus gefällt den linken und neuerdings auch den rechten, siehe dügida-naziaufmarsch in düsseldorf, wo jeden montag transparente wie "deutschland - raus aus eu und nato" hochgehalten werden). elsässers querfront-strategie scheint aufzugehen. linke und rechte faschisten gehen montags spazieren gegen nazis in kiew -- wie gaga ist das denn, bitte? "wirr ist das volk" -- in der tat.

      +++ EILMELDUNG +++

      Und schon wieder müssen Tschetschenen für russische Verbrechen herhalten...

      Putins Ermittler lenken Verdacht auf Islamisten

      Die russischen Behörden melden Fortschritte bei der Aufklärung des Mordfalls Nemzow. Doch es ist wie in der Vergangenheit: Wieder stammen die Verdächtigen aus dem Nordkaukasus. Der Verdacht liegt nahe, dass die von Kreml-Chef Wladimir Putin ernannten Ermittler den Verdacht auf islamistische Rebellen lenken wollen. Die drei namentlich genannten Verdächtigen sind Saur D. und die Brüder Ansor und Schagid G. Ihre Familien sollen in den 1960er Jahren aus der Nordkaukasusrepublik Tschetschenien ins benachbarte Inguschetien übergesiedelt sein. Saur D. wurde in der Regionalhauptstadt Magas in der Teilrepublik Inguschetien gefasst, wie ein Behördensprecher der Agentur Interfax sagte. Ansor G. sei auf dem Weg zu seiner Mutter im Norden von Inguschetien festgenommen worden. Saur D. und Ansor G. besitzen den Angaben zufolge eine Wohnung in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny. Beide sollen einen Hintergrund in den Sicherheitskräften haben. So soll Saur D. rund zehn Jahre im Bataillon „Sewer”, einer Spezialeinheit des tschetschenischen Innenministeriums, gearbeitet und einen Führungsposten innegehabt haben. Ansor G. arbeitete Berichten zufolge für eine private Sicherheitsfirma in Moskau. Über Schagid G. sowie die zwei weiteren Festgenommenen war zunächst nichts Näheres bekannt. Im Nordkaukasus kommt es immer wieder zu Anschlägen von Extremisten. Eine der Theorien der Behörden zum Mordmotiv ist ein islamisch-extremistischer Hintergrund, weil Nemzow Drohungen aus diesem Milieu erhalten haben soll.

      Oppositionelle befürchten, dass Nemzow wegen seiner Kritik an der russischen Regierung getötet wurde – und der Täter möglicherweise vom Kreml beauftragt worden war. Diese Spur wird jedoch nicht verfolgt.

      http://www.bild.de/politik/ausland/boris-nemzow/aktuelle-nachrichten-zu-den-ermittlungen-in-fall-nemzow-40069486.bild.html

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  10. Ich habe im Zusammenhang mit einem anderen Post schon einmal gesagt, dass dieser Account keine Zweigstelle von Bild, Spiegel und Co ist. Ab sofort wird jeder Kommentar, der Artikel oder grosse Teile von Artikeln aus Bild und Co hier per Copy and paste publiziert, gelöscht.

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    1. Bitte den Schritt überdenken.
      Die Leser, die Deine Beiträge schätzen, können Propaganda gut identifizieren.
      Die Kriegshetz-Journaille wie SPIEGEL, BILD, ZEIT und SZ lassen in der Tag keinen Diskurs zu, kritische Kommentare werden wie Bücher in der NS-Zeit sofort vernichtet oder gar nicht zugelassen.
      Du hast hier echt die Chance, Dich davon abzusetzen.

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    2. "Ab sofort wird jeder Kommentar, der Artikel aus Bild und Co hier publiziert, gelöscht."

      ...weil nicht sein kann, was nicht sein darf -- dass w.j.´s leserschaft durch die lektüre eben jener mainstream-presseberichte vom rechten (sic) glauben abfällt, der da lautet: putin ist ganz ein lieber kerl, der will bloß spielen, vulgo frieden. muahahaha, w.j., Sie machen sich zum gespött der leserInnen Ihres blogs, ist Ihnen das eigentlich klar? unliebsames einfach nixen, die methode erdogan. wie arm. sire! geben Sie gedankenfreiheit, mensch! es sollte den kommentatoren unbenommen bleiben, das zu posten, was sie wollen -- solange die nettikette beachtet wird, selbstredend.

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    3. Den Pöbelton gibst Du den Mainstream-Medien auch?
      Inhaltlich darfst Du dort sowieso kein Quentchen abweichen, ist Dir in diesem Falle aber egal- weil Du denen den derzeitigen Bösen ja auch abnimmst, bevor demnächst auch noch die Gelbe Gefahr dazukommt, die Du dann sicher auch hasst.

      Wie spät ist es eigentlich gerade bei den Azov-Leuten? Oder hälst Du Krieg nur vorm Computer für die gerechte Sache, bist aber selbst viel zu feige?

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    4. > hälst Du Krieg nur vorm Computer für die gerechte Sache

      du nennst das, was in diesem thread abgeht, "(informations)krieg"? ojee, gehts auch ne nummer kleiner? ein tipp zur güte: mehr kaffee in den cognac, dann klappts auch mit dem kommentieren.

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  11. > Ab sofort wird jeder Kommentar, der Artikel oder grosse Teile von
    > Artikeln aus Bild und Co hier per Copy and paste publiziert, gelöscht.

    selten so einen schwachsinn gelesen. SIE POSTEN DOCH HIER AUF IHREM BLOG HÖCHSTSELBST, ZITAT, "GROSSE TEILE VON ARTIKELN AUS BILD & CO PER COPY AND PASTE", UM SIE DANN IN DIE TONNE ZU KLOPPEN. andreas hauß macht es ähnlich. niggemeier auch. DAS, WAS SIE MACHEN, HEISST MEDIENJOURNALISMUS. DA KOMMT MAN OHNE DAS POSTEN DES CORPUS DELICTIS, DEN ZU BESPRECHENDEN ARTIKEL, EBEN NICHT AUS. gleiches gilt hin und wieder für kommentare. nehmen Sie den artikel in "bild", der den der "nowaja gazeta" über den russischen soldaten im donbass zum thema hatte. der wurde hier von einem kommentator - ich sage dankenswerterweise - in stellung gebracht, bewusst gegen IHRE PRO-RUSSISCHE AUSLEGUNG der fakten. DAS NENNT MAN DISKURS, SCHON MAL GEHÖRT?? UND SIE WOLLEN DIE WENIGEN KOMMENTATOREN, DIE BEI IHNEN MITMACHEN, AUCH NOCH DAFÜR BESTRAFEN, DASS SIE SICH IN IHRER KNAPP BEMESSENEN FREIZEIT MIT IHREN ERGÜSSEN BESCHÄFTIGEN? GEHTS NOCH? ein bisschen demut, w.j., stünde Ihnen gut zu gesicht.

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  12. @ Anonym 8. März 2015 um 21:17
    Es ist ja jetzt nicht so, dass ich kritische Kommentare nicht zulasse. Selbst übelste Pöbeleien und persönliche Beschimpfungen der Anti-Putin -Trolle sind nicht gelöscht worden, wie jeder sehen kann. Allerdings ist einfaches Paste and Copy von Artikeln von Bild & Co nicht Sinn und Zweck der Kommentarfunktion. Wer Bild lesen will, der soll auf die Seiten von Bild & Co gehen. Warum soll ich Texten, über ihre Qualität will ich gar nicht streiten, deren Verbreitung im Original schon ins millionenfache gehen, hier auf meiner Seite auch noch Platz einräumen?
    Um es noch einmal deutlich zu sagen: Wer hier mit eigenen Beiträgen kommentieren will, auch kritisch, der ist jederzeit willkommen. Ganze Texte, einfach aus Bild & Co kopiert, werden jedoch gelöscht.

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  13. (von@ Anonym 8. März 2015 um 21:17)
    Okay, verstanden.

    Es geht nicht darum, dass man die STÜRMER und Völkischen Beobachter von heutzutage nicht zitieren darf- sondern um ganze Textpassagen, in denen deren Lügen und Hetzen einfach verbreitet werden.

    Alles klar, weg damit- in den Mülleimer mit den Passagen oder für spätere Schulbücher aufheben, weil eine so manipulierende Presse zwar historisch die Norm ist, aber noch immer ein Großteil der Bevölkerung denkt, dass wären "Nachrichten".

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  14. DIT is mal ne Story. Habe in deutschen Medien noch nichts gefunden. SHAME ON THEM. Doch, das kann man verallgemeinern: Schande auf die "Journalisten", die sich aber auch gar nichts mehr trauen.

    Denn John McCain, der Fronthetzer in der Ukraine, Syrien und Libyen hat jetzt nachweislich mit ISIS-Leuten kooperiert.

    http://www.washingtontimes.com/news/2015/mar/3/frank-gaffney-jr-us-backed-rebel-reportedly-leads-/

    Das Ganze war in Syrien noch nicht ganz klar bewiesen- nur, dass er mit Terroristen kooperierte, die dann bei Al Kaida landeten.

    Johnny- entweder Amerika wird in Gewalt und Terrorismus untergehen- oder Du wirst demnächst verhaftet.

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    1. was schreiben Sie da für einen bullshit, mann?! sie machen maccain dafür verantwortlich, dass abdelhakim belhadj zu isis rüber gemacht hat? warum geben Sie nicht auch auch bernard-henri lévy die schuld dafür?? echt gaga, Ihr beitrag. da können sie auch gleich willy brandt dafür verantwortlich machen, dass der ex-genosse lafontaine bei "die linke" gelandet ist. hier der unverfängliche text:

      belhadj, the former head of the al Qaeda-linked Libyan Islamic Fighting Group, and a major player in the U.S.-backed overthrow of Gadhafi, has reportedly joined the Islamic State and is leading its forces there. If Belhadj has gone over to Islamic State, it will represent a major boost to Islamic State’s efforts to co-opt and bring in Libya’s existing jihadist forces under their banner, which now reportedly includes as many as 3,000 fighters.
      http://www.washingtontimes.com/news/2015/mar/3/frank-gaffney-jr-us-backed-rebel-reportedly-leads-/#ixzz3Tv4O8yuC

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    2. McCainBuddy von IS und Al Kaida-Leuten. Und sein libyscher Freund war schon seit Jahren als Al Kaida-nah bekannt.

      Kann aber verstehen dass sich jetzt viele Leute ärgern. Terroristen-Aussenpolitik kommt nicht ganz so gut an, insbesondere, wenn man es noch auf andere Länder absieht. Die EU rutscht ebenfalls nochmal eine Stufe tiefer, sie hat mit McCain kooperiert.
      Und die Medien schweigen- sie können nach den Hetzkampagnen der letzten Jahre auch keine Kehrtwende mehr machen.

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  15. So ein Zufall! Putin ehrt Nemzows Todfeind, den Massenmörder Kadyrow „für Erfolge in gewissenhafter Arbeit und aktive gesellschaftliche Tätigkeit.”!! MAN GLAUBT ES NICHT!! Ramsan Kadyrow, der tschetschenische Machthaber von Putins Gnaden, forderte schon vor Jahren, Nemzow „einzusperren“. Er lobte jetzt einen aus Tschetschenien stammenden Tatverdächtigen als „tief religiösen Mann". Und er befehligt eine Sicherheitstruppe, der Menschenrechtsorganisationen Entführungen von Zivilisten, Totschlag und Folter vorwerfen. Zu Wochenbeginn hat er von Putin den „Orden der Ehre“ erhalten. „Für Erfolge in gewissenhafter Arbeit und aktive gesellschaftliche Tätigkeit.” Sechs Tage nach der Beerdigung des Oppositionspolitikers – Nemzow und Kadyrow waren sich spinnefeind!!!! Zwei Tage, nachdem der Öffentlichkeit Tatverdächtige aus dem Nordkaukasus präsentiert wurden, die Kritiker für Bauernopfer halten!!!!! und dann auch noch das...

    AUCH GEEHRT WURDE DER MÖRDER ALEXANDER LITWINENKOS!

    Andrej Lugowoi bekam ebenfalls einen Orden für „Dienste am Vaterland”. Scotland Yard verdächtigt den Ex-Agenten und heutigen Duma-Abgeordneten, im November 2006 den Ex-Geheimdienstler und späteren Putin-Kritiker Alexander Litwinenko mit dem Strahlengift Polonium 210 vergiftet zu haben. London beantragte vergeblich seine Auslieferung.

    P.S.: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, ist auf den Orden, mit denen russische Soldaten für ihren Krim-Einsatz ausgezeichnet wurden, sogar ein noch früheres Datum als Beginn der Operation eingraviert: der 20. Februar. Der Einsatz endete mit der Annexion der Krim am 18. März und wird vom Westen als Bruch des Völkerrechts verurteilt.

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  16. An alle Transatlantiker: Die beste Medizin ist: Die Dinge zu sehen wie sie sind und nicht wie sie sein sollten!

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  17. > Die beste Medizin ist: Die Dinge zu sehen wie sie sind

    exakt. gelenkte demokratien, wie in russland und der türkei, sind scheiße. ich bin froh und dankbar, im rechtstaat deutschland leben zu dürfen. das solltet ihr auch, werte putinversteher. falls nicht: macht euch vom acker.

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    1. So ist es. Wer sich von den deutschen Medien nicht belügen lässt- soll sich dann nicht mehr kritisch äussern dürfen.
      Foren werden verboten, Opposition ist "rechtsradikal" oder "verschwörungstheoretisch" oder wird öffentlich wegen des Aussehens an den Pranger gestellt. Bei opponierenden Alt-Politiker bringen SPIEGEL, BILD und Co. dann die Verfehlungsgeschichte: Fremdgehen, Alkohol, Pädophilie, Bestechlichkeit, Nazi-Facebookfreund.
      Das ganze Schmutz-Repertoire für Sabber-Hetze-Leserschaft.

      Genau die Einstellung- entweder ihr macht mit, oder ihr fliegt raus oder werdet vernichtet.
      Rechtsstaat Deutschland bekommt noch so richtig Spaß in den nächster Zukunft.

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    2. Sie sind echt ein Nullchecker vor dem Herrn, leben in einem Paralleluniversum ohne Rückfahrkarte. Tragischer Fall. HERRGOTT NOCHMAL, WACHEN SIE AUF! Verglichen mit den Zuständen in Russland, geht es uns hier Gold in puncto Meinungs- und Pressefreiheit! Wären Sie homosexuell wie ich, würden Sie Russland hassen für die dort grassierende Homophobie. Die USA sind diesbezüglich um Lichtjahre toleranter.

      Zurück zum Thema des original posts: Der Mord an Nemzow war ein Inside Job. Daran kann es jetzt keinen Zweifel mehr geben. Es gibt einfach Gleichzeitigkeiten, die tief blicken lassen. Folgendes ist geschehen:

      Dass die russischen Ermittler im Mord an Boris Nemzow so schnell eine Spur in den Kaukasus gefunden haben, überrascht nicht. Interessant ist, wohin sie führt: direkt in die Führung einer Einheit der tschetschenischen Sicherheitskräfte, die einst als Leibgarde des dortigen Präsidenten Ramsan Kadyrow gegründet worden ist. Eine solche Verstrickung klingt insofern plausibel, als man Kadyrow und seinen Leuten angesichts ihrer Geschichte jedes Verbrechen zutraut.
      http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/ramsan-kadyrow-russische-spur-13471347.html

      Derselbe Kadyrow, der einen aus Tschetschenien stammenden Tatverdächtigen als „tief religiösen Mann" lobte.
      Derselbe Kadyrow, der schon vor Jahren forderte, Nemzow “einzusperren”.
      Derselbe Kadyrow, dessen Privatarmee Zivilisten entführt, foltert und ermordet.
      Derselbe Kadyrow, der die Menschenrechtsaktivistin Natalja Estemirowa, die 2009 mit mehreren Kopf- und Brustschüssen tot aufgefunden wurde, persönlich bedroht hatte.
      Derselbe Kadyrow, der von Putin zu Wochenbeginn den „Orden der Ehre” erhielt – “für Erfolge in gewissenhafter Arbeit und aktive gesellschaftliche Tätigkeit”.

      IM KLARTEXT: PUTIN EHRT KADYROW UNMITTELBAR NACHDEM DIESER DEN MUTMASSLICHEN NEMZOW-MÖRDER SAUR DADAJEW ÜBER DEN KLEE LOBTE* – EIN SCHELM, WER BÖSES DABEI DENKT.

      (*Kadyrow via Instagram: “Ich kannte Saur als wahrhaften Patrioten Russlands. Dadajew war einer der furchtlosesten und heldenhaftesten Soldaten der 46. Sondereinsatzbrigade des russischen Innenministeriums. Dort hat er in der Vergangenheit als stellvertretender Bataillonskommandant gedient. Ich bin fest davon überzeugt, dass Saur Dadajew Russland aufrichtig ergeben ist.”)

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    3. es kommt noch doller: dadajews geständnis ist nichts wert, back to square one. folgende meldung kam gerade rein:

      Hauptverdächtiger im Mordfall Nemzow: Geständnis unter Folter

      Der Hauptverdächtige im Fall des ermordeten Kreml-Kritikers Boris Nemzow ist bei seinen Vernehmungen nach Angaben der russischen Menschenrechtskommission gefoltert worden. „Es gibt Grund zu der Annahme, dass Saur Dadajew unter Folter gestanden hat“, sagte Andrej Babuschkin, Mitglied der Menschenrechtskommission beim Kreml, am Mittwoch. Der Tschetschene weise „zahlreiche Verletzungen“ am Körper auf, sagte Babuschkin, der den Hauptverdächtigen am Dienstag in seiner Gefängniszelle besucht hatte. Nach den Festnahmen haben Weggefährten des Oppositionspolitikers massive Zweifel an einem angeblichen islamistischen Tatmotiv geäußert. Die „schwachsinnige Version” diene dazu, die Rolle des Kremls herunterzuspielen, teilte Nemzows langjähriger Mitarbeiter Ilja Jaschin in Moskau mit. Auch Nemzows älteste Tochter hatte in einem Interview den Kreml im Zusammenhang mit dem Mord an ihrem Vater schwer beschuldigt.

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    4. > Menschenrechtskommission beim Kreml

      Ist das nicht ein Oxymoron?

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    5. Na, wieder auf "H". Wie Hetze?
      Gerüchte verbreiten?

      Gleiche Aufregung bei den USA die institutionalisiert und systematisch bewiesenermaßen foltern?
      Oder eher wie die deutschen Medien- gezielt Hass und Schwarz-Weiß-Denken verbreiten- um die Deutschen immer kriegsbereiter zu machen?
      (Gelingt übrigens nicht, Glaubwürdigkeit deutscher "Journalisten" in Deutschland bricht nach allen Umfragen massiv ein)

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    6. bullshit. obama hat am ersten tag seiner administration die cia angeweisen, ihre geheimgefängnisse aufzulösen. der erlass bedeutete eine klare revision der politik von obamas vorgänger george w. bush. das könnten Sie auch mal anerkennnen. der anti-amerikanismus der putinversteher ist pathologisch ZUM QUADRAT imo.

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  18. Ohoh, mit den ID's oben und der Syntax steht auch fest das hier EIN Typ unter verschiedenen Namen immer dieselben Lügen verbreitet, genau wie die Medien, die dieser Nerd verbreitet, auf dem gleichen Niveau. Peinlich "Jewgeni". Ignore.

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  19. > EIN Typ verbreitet immer dieselben Lügen

    du erinnerst mich an die montagsspaziergänger, die nicht müde werden, "lügenpresse, auf die fresse!" zu skandieren. ich halte es zumindest für denkbar, dass du bei den nazis auch mitmarschierst. hättest du vielleicht mal die güte, ZUR SACHE repliken zu posten? versuch mal auf folgenden ausschnitt aus einem faz-artikel neueren datums zu reagieren, ohne ständig abzulenken. ich bin hier der einzige, dessen quellen und arguemente sichhaltig sind. was hast du drauf, außer dumm rumzunölen?

    Die Behauptung, dass die Opposition bereit sei, ihre eigenen Leute umzubringen, um den Mord der russischen Führung in die Schuhe zu schieben, wird weiterverbreitet. Es ist eine Vorstellung, die zum Arsenal verdeckter Kriegsführung gehört – wie Partisanen, die sich die Uniform des Gegners anziehen, um in seinem Namen ein Gemetzel anzurichten. Tatsächlich sagt dieses Denken viel über Putin und seine Umgebung aus. Der russische Inlandsgeheimdienst FSB wird verdächtigt, diese Taktik selbst 1999 im Vorfeld des zweiten Tschetschenien-Kriegs angewendet zu haben. Damals wurden Wohnhäuser in Moskau und zwei Provinzstädten in die Luft gesprengt, es gab mehr als 300 Tote. Die Tat wurde den tschetschenischen Separatisten angelastet, um die öffentliche Stimmung für den Tschetschenien-Krieg zu bereiten-

    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/boris-nemzow-das-eigentliche-opfer-heisst-putin-13469759.html

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    1. Herr Jewgenij, ich halte zu Ihnen. Wissen Sie, was mich fuchsteufelswild macht? Andi Hauss postet einen Link zum Lufthansa-Käptn im (Un)Ruhestand, Peter Haisenko, (“Zweifel sind ausgeschlossen: Nachdem der Beschuss der MH 17 durch eine ukrainische SU 25 unzweifelhaft nachgewiesen ist, erübrigt es sich darauf näher einzugehen, warum ein Beschuss mit einer Boden-Luft-Rakete vom Typ BUK auszuschließen ist”), lässt aber die SZ unerwähnt, die heute in der gedruckten Ausgabe EIN FÜR ALLE MAL DIE FAKTENLAGE ZU MH17 KORREKT BESCHREIBT! Bereits gestern wurdr folgender Artikel online gestellt. Er bringt alles, was die Putinversteher über den Abschuss geschrieben haben, ins Wanken...

      Süddeutsche.de - 10. März 2015 15:00

      MH 17 wurde vom Boden aus abgeschossen

      Von Hans Leyendecker und Demian von Osten

      Der Abschuss der malaysischen Maschine mit der Flugnummer MH 17 über der Ostukraine am 17. Juli 2014 kann nicht aus der Luft verursacht worden sein. Das sagt der russische Chefentwickler des Kampfjets Su-25 , Wladimir Babak, in einem Interview mit WDR, Süddeutscher Zeitung und NDR. Russische Medien hatten in den vergangenen Monaten immer wieder die These vom Abschuss der Maschine durch ein ukrainisches Kampfflugzeug vertreten. Auch das russische Verteidigungsministerium hatte behauptet, dass sich zum Zeitpunkt des Abschusses eine ukrainische Maschine vom Typ Su-25 in der Nähe der Boeing befunden habe. Der russische Flugzeugkonstrukteur des Kampfjets Su-25, Wladimir Babak sagt nun, er gehe davon aus, dass die Boeing 777 von einer Buk Boden-Luft-Rakete abgeschossen worden sei - und nicht von einem Kampfjet. Die Boeing sei offenkundig in 10 050 Meter Höhe von einer Rakete getroffen worden und dann auseinandergebrochen. Die ukrainische Su-25, die vom russischen Verteidigungsministerium ins Spiel gebracht worden war, sei aber "ein Tiefflieger. Babak sagt, er und sein Team hätten das Flugzeug "so konstruiert, dass es auf niedrigen und mittleren Höhen eingesetzt werden kann". Er sei der Chefkonstrukteur und befasse sich mit der Su-25 "schon seit 35 Jahren", das Flugzeug sei sein "Lieblingskind". Zwar könne die Maschine für "kurze Zeit " höher fliegen, aber es brauche schwere Raketen um eine Boeing zu zerstören. Eine Su-25 könne eine Boeing möglicherweise auf einer Höhe von drei oder vier Kilometern abschießen. Doch auf einer Höhe von zehn oder elf Kilometern sei das nicht möglich, dabei stürze die Su-25 sehr wahrscheinlich ab. "Ich glaube, man hat die Su-25 ins Spiel gebracht, um Spuren zu verwischen. Anders kann ich es mir nicht erklären. Wir verstehen nicht, wie eine Su-25 die Boeing hätte abschießen können". Babak meint zudem, eine Luft-Luft-Rakete hätte die Boeing nur beschädigt, und nicht auseinanderbrechen lassen, was aber passiert war. Die vom russischen Generalstab lancierte Verdächtigung, ein ukrainisches Kampfflugzeug könnte mit dem Abschuss der Boeing zu tun haben, scheint damit endgültig widerlegt zu sein.

      Der ukrainische Kampfpilot Wladyslaw Woloschyn, der - wie im russischen Fernsehen zu sehen war - angeblich die Boeing abgeschossen hatte, bestreitet jede Tatbeteiligung. Der Pilot sagt im Interview, Äußerungen von ihm seien in russischen Medien verdreht worden. Ein angeblicher Überläufer hatte dort verdeckt berichtet, dass Woloschyn nach dem Abschuss der MH17 gesagt habe: "Das war ein schlechter Tag". Tatsächlich habe er diesen Satz einmal gesagt, aber am 23. Juli, nachdem Separatisten Kampfjets mit zwei seiner Kollegen abgeschossen hätten. Am 17. Juli, als die MH17 abgeschossen wurde, sei er überhaupt nicht in der Luft gewesen. Das internationale Rechercheteam Bellingcat meint, den Abschussort der Rakete gefunden zu haben: Im Süden der Stadt Snischne, im Oblast Donezk. Anwohner bestätigten einem Team von WDR, SZ und NDR in Gesprächen dort die Anwesenheit einer Buk, und sogar das typische Abschussgeräusch.

      http://www.sueddeutsche.de/politik/krieg-in-der-ukraine-mh-wurde-vom-boden-aus-abgeschossen-1.2386385

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  20. Super Beitrag, weiter so, Springertrolle einfach ignorieren.
    Als Einer der sich einigermaßen in russischer Politiklandschaft auskennt und viele russische Staatsbürger kennt, kann ich jedes Wort unterschreiben.

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  21. ojee, was kommt als nächstes? erhält putin den gaddafi-menschenrechtspreis aus den händen jean zieglers?

    Militär-Parade | Putin und der irre Kim feiern Sieg über Nazi-Deutschland!

    Wie gefährlich wird die neue Allianz zwischen Russland und Nordkorea?

    Mit dem Westen liegt Russlands Präsident Wladimir Putin (62) im Clinch, umso stärker bemüht sich der Kreml um den Osten. Jetzt bezeichnete Moskau 2015 sogar als das „Jahr der Freundschaft“ mit der Diktatur Nordkoreas. Wie das russische Außenministerium am Mittwoch verkündete, hätten Russland und Nordkorea eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Höhepunkt des symbolisch ausgerufenen „Freundschaftsjahres“: Nordkorea-Diktator Kim Jong-un (31) wird am 9. Mai Moskau besuchen – zu Putins Protz-Parade zum 70. Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland.

    http://www.bild.de/politik/ausland/wladimir-putin/kim-und-putin-feiern-gemeinsam-parade-40146948.bild.html

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  22. Ein Hinweis auf einen ähnlichen Medienkritik-Blog:

    https://propagandaschau.wordpress.com/

    Auch hier wird der Lügen-Trash von "Nachrichten" der zwangsfinanzierten Staatsmedien saftig kommentiert.
    (mein gesamtes persönliches Umfeld sieht diese Propaganda auch immer kritischer)

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