Dienstag, 21. Juni 2016

Die skurrilen Ansichten des Spiegelkolumnisten Jan Fleischhauer

  Man mag es nicht wirklich glauben: Jan Fleischhauer, sie wissen schon, der Mann vom Spiegel, der Autor vom "Schwarzen Kanal", der einer Selbstaussage zu folge, aus Versehen ein Konservativer wurde, darf sich auf Spiegel online ungestraft rassistisch äussern. Nun mag der ein oder andere der Meinung sein, der "Schwarze Kanal" an sich sei ein einziger Irrtum. Ein Irrtum des Magazins "Der Spiegel", weil "Der Spiegel" doch eigentlich ein liberales, seriöses Wochenblatt sei. Und weil so rassistische Bezeichnungen und Verallgemeinerungen, wie "der Russe" oder "der Türke" in einem liberalen Blatt nichts zu suchen haben.

 Aber ist "Der Spiegel" deshalb ein rassistisches Blatt? Sicher nicht. Fleischhauer, ein in die Jahre gekommener Yuppie, einer der seit frühester Jugend danach trachtet, nur ja nicht durch Gedanken aufzufallen, die sich durch eine gewisse Nonkonformität auszeichnen, die gedacht wurden statt nachgeplappert zu sein, offenbart in jeder seiner Kolumnen aufs Neue, dass es ihm nur darum geht mitzuschwimmen in der grossen Masse. Ein Mann des Stammtisches. Nicht des dumpfen  bierseeligen Stammtisches, sondern eher der munteren Prossecco-Runde, einer Spezies, die der irrigen Ansicht ist, die ganze Welt sei nur zu ihrem Vergnügen geschaffen. Fleischhauer will gar nicht provozieren. Er will bestätigen. Er liefert den Mitläufern, den meinungslosen Kriegsgewinnlern endlich ihr: "Ich hab's ja immer schon gewusst".

 Er ist das Sprachrohr der schweigenden Mehrheit, vermutet in jedem Linken einen potenziellen Zerstörer deutscher Seeligkeit, die man auch Selbstzufriedenheit nennen kann. Dabei mahnt er, so wie es deutsche Konservative immer schon getan haben, vor der heimlichen, stillen Infiltration des gesunden Volksempfindens durch ihm im Grunde fremde Ideen und Gedankengänge. Dem Deutschen ist es nun einmal fremd, sich in die Situation seiner Partner oder meinetwegen auch Gegner hineinzuversetzen. Er kennt nur überirdisch gut und abgrundtief böse.

 Abgrundtief böse, das ist z. B. Sarah Wagenknecht von der Linkspartei, ein Feindbild, an dem sich Fleischhauer besonders gern abarbeitet. Wenn die linke Linke der Bundeskanzlerin rät, sich bei ihren in letzter Zeit recht häufigen Türkeibesuchen, ausser mit dem türkischen Präsidenten Erdogan auch mit Oppositionspolitikern zu treffen, so ist dieses Anlass genug für Fleischhauer, in seiner Kolummne einmal die politischen Verhältnisse zurecht zu rücken:
"Wenn es um die Verteidigung der Freiheit geht, darf man als Demokrat nicht zurückweichen. Nur, wer hätte gedacht, dass ausgerechnet Sahra Wagenknecht in der ersten Reihe stehen würde."
Eine Sarah Wagenknecht in der ersten Reihe bei der Verteidigung der Freiheit? Ein für Fleischhauer schier unvorstellbares Bild.
"Man muss nur dort, wo der Name Erdogan steht, den Namen Putin einsetzen, um zu erkennen, dass Despot offenbar nicht gleich Despot ist",
beklagt Fleischhauer die fortgeschrittene Verwirrung des gesunden deutschen Volksempfindens.
"Wenn es um die Türkei geht, sind sich alle einig. Von links bis rechts reicht die Empörung über den unverschämten Herrscher am Bosporus. Wenn man eine Liste der größten Unsympathen erstellen müsste, stünde Recep Tayyip Erdogan ganz oben, noch vor Trump, Kim Jong Un und dem chinesischen KP-Chef, bei dem die Kanzlerin diese Woche zu Besuch ist."
 Fleischhauer versucht sich in Sarkasmus:
"Erst den deutschen Humor nicht verstehen, dann noch unsere Vergangenheitspolitik madig machen: Das ist schlimmer, als in die Ukraine einzumarschieren."
 Womit wir beim eigentlichen Feindbild sind: Dem ewigen Russen, eine Angst, die bei den Deutschen durch massive Propaganda seit den Tagen Adenauers, wahrscheinlich mittlerweile schon Eingang ins genetische Erbgut gefunden hat.

 Der Russe, so weiss Fleischhauer, stand schliesslich:
"schon einmal mit dem Panzer im Wohnzimmer",
dem Gral deutscher Heimelichkeit.

 Dass weder ein Einmarsch Russlands in die Ukraine stattgefunden hat, noch dass der Russe es sich mit seinem Panzer in der deutschen Wohnstube bequem gemacht hat, wenn schon, dann war es die Sowjetarmee, zu der auch die jetzt vom Russen besetzte Ukraine gehörte, und das auch erst ,nachdem deutsche Panzer aus der halben Sowjetunion einen einzigen grossen Friedhof gemacht hatten, sind für Fleischhauer zu vernachlässigende Feinheiten. Schliesslich schreibt er ja keinen Bericht, der auf Fakten beruhen sollte, sondern eine Kolummne, die eher einer Parabel gleicht, in der das ahnungslose deutsche Rotkäppchen vor dem bösen russischern Wolf gewarnt werden soll. Da darf man schon mal Fakten verdrehen, verschweigen und neue dazu erfinden.

 Denn um mahnend den Zeigefinger zu erheben, darin ist Fleischhauer sich einig mit nahezu der gesamten deutsche Presse, ist es allerhöchste Zeit:
"Wenn die Deutschen darüber abstimmen könnten, müsste man die Sanktionen gegen Moskau aufheben und sie stattdessen gegen Ankara verhängen."
  Dabei sitzt doch der Feind nicht am Bosporus, sondern eindeutig an der Moskwa:
"Erdogan hat keinen Teil eines fremden Landes annektiert, er führt auch nicht heimlich einen kalten Krieg gegen die Deutschen."
 Auch hier sollte der Leser nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Es geht Fleischhauer um das Grundlegende. Wen kümmert's schon, dass Erdogan mit seinen Panzern bereits seit langer Zeit grosse Gebiete Syriens besetzt hat und dass er das kurdische Volk unterdrückt und abschlachtet? Im Angesicht der Botschaft, die Fleischhauer übermitteln will, vom bösen, aggressiven Iwan, und der Lehren die die Deutschen verinnerlichen sollen, ist Erdogan nichts weiter als ein dummer Clown, der schnell schon mal beleidigt reagiert:
"Er schwingt wilde Reden."
 Ein Phänomen:
"Anderseits ist Dünnhäutigkeit kein türkisches Problem, die Kränkungsbereitschaft verbindet Erdogan mit vielen mächtigen Männern",
 dass Fleischhauer geographisch verortet:
"Es gibt dabei auch eine regionale Komponente: Je weiter man nach Süden kommt, desto stärker kreist die Welt um Begriffe wie Ehre und Ansehen."
 Das beginnt schon beim bayrischen Operettenkönig Seehofer und und endet noch lange nicht bei den beleidigten Griechen und den italienischen und spanischen Supermachos an den Küsten des Mittelmeeres. Schliesslich weiss man ja, dass der Neger, ausser dass er gerne tanzt und wenig schafft, seine Unterlegenheit gegenüber dem weissen Mann von der Nordhalbkugel der Erde, gern beleidigt als Rassismus bezeichnet.

 Also alles nicht ganz ernst zu nehmen, Hunde die bellen, beissen nicht. Eine Sicht der Welt, die es schon vorherigen westlichen Regierungen leicht machte, mit Despoten und Massenmördern südlich des Mittelmeeres gedeihlich zusammenzuarbeiten. Beispielhaft sei hier der Machthaber der Republik Kongo, Mobutu Sese Seko genannt, der zum Beispiel mit oppositionellen Politikern gern ein Exempel statuierte. Wikipedia beruft sich auf die britische Journalistin und Schriftstellerin  Michela Wrong: In The Footsteps of Mr. Kurtz: Living on the Brink of Disaster in Mobutu's Congo:
"Mulele wurde öffentlich gefoltert, Augen und Genitalien herausgerissen und die Gliedmaßen eins ums andere amputiert, während er noch lebte. Sein Rumpf wurde in den Kongo-Fluss geworfen."
 "Der Spiegel" selbst berichtet in einem Artikel aus dem Jahr 2006 von weiteren afrikanischen Despoten. Da ist zum Beispiel:
"Kaiser Bokassa aus Zentralafrika, vormals französischer Elitesoldat, konnte sich auf seine guten alten Freunde verlassen, als er 1979 vom Thron gejagt wurde. Bis er 1986 leichtfertig seiner alten Heimat einen Besuch abstattete und dort prompt verhaftet wurde, lebte er unangefochten in Frankreich. …Bokassa war ein notorischer Totmacher. …Kurz nach seiner Machtübernahme ließ er hundert Schulkinder, die gegen die Einführung von Schuluniformen demonstriert hatten, totprügeln. Einige Gefangene soll er buchstäblich aufgefressen haben."
oder:
"Charles Taylor, der ehemalige Staatspräsident von Liberia, den seine Landsleute "Charles, den Schlächter" nennen. …Charles Taylor hat in fast industriellem Ausmaß gemordet. Er ist verantwortlich für Kriegsverbrechen, die in Westafrika Hunderttausende Opfer gefordert haben. Allein der liberianische Bürgerkrieg, in dem er den Impresario spielte, kostete 250.000 Menschen das Leben. Nach dem Ende des Krieges in Liberia schürte Taylor Aufstände in den Nachbarstaaten Guinea und Sierra Leone. Die "Small Boys Units", die von ihm Waffen im Austausch gegen Diamanten bekamen, waren berüchtigt dafür, dass sie ihren Gefangenen Hände und Füße abhackten."
oder der ugandische Massenmörder Idi Amin., über den "Der Spiegel" zu berichten weiss:
"Amin wurde wegen seiner kriminellen Vergangenheit nie ernsthaft molestiert. Dass er politische Gegner an Krokodile hatte verfüttern lassen oder sie gezwungen hatte, sich gegenseitig mit Schmiedehämmern die Schädel einzuschlagen, wurde gern vergessen. Schwamm drüber. Auch im Westen blieb er nicht als Massenmörder, sondern eher als leicht verblödeter Faxenmacher in Erinnerung."
 Aber auch heute noch pflegt die westliche Wertegemeinschaft beste Beziehungen zu Massenmördern. Die saudischen Herrscher, die gerade einen Völkermord im Jemen begehen, die die Dschihadisten in Syrien unterstützen, die Dieben die Hände abhacken und Frauen öffentlich steinigen lassen, werden mit Waffen und allen Luxusgütern, die westliche Industrien zu bieten haben für ihre barbarischen Taten belohnt. In Ruanda stützt der Westen den Diktator Paul Kagame. Ihm wird vorgeworfen, im benachbarten Kongo Aufstände zu unterstützen, um an die Rohstoffe des Landes zu kommen. Kagame, so behauptet der kenianische Ökonom James Shikwati, habe mittlerweile mehrere Millionen Menschenleben auf dem Gewissen.

 Aber alle diese Schlächter und Massenmörder sind natürlich nicht gemeint wenn Fleischhauer bedauernd feststellt:
"Normalerweise kann sich jeder einigermaßen einflussreiche Despot darauf verlassen, dass sich in Deutschland jemand findet, der ein gutes Wort für ihn einlegt."
Auch der Kurdenkiller Erdogan nicht:
"Der Türke hat keine Fürsprecher. Vergeblich wartet man auf die ehemaligen ARD-Korrespondentin, die erklärt, warum wir mehr Rücksicht auf die türkische Befindlichkeit nehmen sollten. Es gibt auch keinen brandenburgischen Ministerpräsidenten im Vorruhestand, der die Tiefen der türkische Seele auslotet und vor übereilten Reaktionen warnt, wenn die Erregung hochkocht."
Fleischhauers Blick ist streng nach Osten gerichtet. Dort wo der russische Bär bereits die Zähne fletscht, wo:
"sich der russische Präsident als "Sammler russischer Erde" feiern ließ."
  In seiner Verzweiflung und Empörung identifiziert er Putins fünfte Kolonne. Er braucht keine Namen zu nennen, ist doch jedem klar wen er meint, den Hort der alten Komintern, der ewig Gestrigen, "Die Linke".
"Die Russen verfügen sogar über eine ganze Partei im Bundestag, die ihre Sache in der Öffentlichkeit vorträgt."
  Allerdings so will es scheinen, reicht der Einfluss einer Acht-Prozent-Partei wohl nicht aus ein ganzes Volk in die Irre zu führen. Eine Erkenntnis, die auch Fleischhauer zu schwanen scheint, zieht er doch einen Freund,
"der sich auf Ressentiments versteht",
zu Rate. Dieser Freund, der Verdacht drängt sich auf, dass es sich dabei um das Alter Ego Fleischhauers handelt,
"hat mir eine Erklärung angeboten, warum die Deutschen auf Erdogan anders reagieren als auf Putin."
Fleischhauer schämt sich ein wenig:
"Sie ist nicht schön, aber möglicherweise wahr. Vor dem Russen habe man Respekt und auch ein bisschen Angst".
Darf der Deutsche Angst vor dem Slaven, dem Russen haben? Der Deutsche, der laut Otto von Bismarck nichts fürchtet, ausser Gott? Ja er darf. Schliesslich, so haben wir ja schon oben erfahren:
"....stand der schon einmal mit dem Panzer im Wohnzimmer." 
Und wenn wir gerade einmal so schön dabei sind beim Pauschalieren, was den Türken vom Russen unterscheidet, muss man, wenn auch unter grösstem Bedauern thematisieren, was den Russen und den Deutschen verbindet:
"Außerdem ist der Russe Christ und liebt den Wald, damit kann jeder Deutsche etwas anfangen."
Da kann der Türke nicht mithalten:
"Er evoziert* nie das Bild eines Panzers, sondern immer nur das eines Dönerspießes."

*Fleischhauer greift hier tief in die Trickkiste des oberlehrerhaften Bildungsbürgers. Um den Lesern das aufwendige suchen im Internet zu ersparen hier die Erklärung des Begriffs, vom unwissenden Autor auch erst auf der Seite des Duden gegoogelt: 
aufrühren, auslösen, bewirken, entfesseln, erregen, erwecken, erwirken, herbeiführen, hervorrufen, induzieren, schüren, sorgen, veranlassen, verbreiten, wecken, zeitigen.

Kommentare:

  1. Eine leidenschaftliche Polemik, der Aufstand eines Anständigen seine gerechte Empörung fein und überzeugend begründet vorzutragen. Aber einem Herrn Fleischhauer, einem ausgemachten Lügenpressler-Mittelmaß, der statt so treffliche Argumente vorzutragen, Gefühlsschwall hinschmierte, so viel Aufwand zu widmen . . . ?
    Vom Kommunikations- und Medienphilosophen Marshall McLuhan stammt der Satz: „Moralische Entrüstung ist eine Methode, Idioten Würde zu verleihen."

    kostag@gmx.net

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  2. Vielsten, liebsten Dank für diese treffliche Filetierung des unerträglichen Spiegeltäters Fleischhauer. Dieser Aufsatz tat mir gut. Gruß - Hannes!

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  3. Fleischhauer, der Fleischer u. Schlachter aus dem Süden
    Es ist sehr erstaunlich, mit welcher Vehemenz sich der Fleischer vor Erdogan wirft u. dem verdummten Leser gleich wieder die Putin-Brille vorsetzt. Erstaunlich, daß hier solche Fäden gesponnen werden.
    Da geht der Schreiberling, gerüstet mit dem Gemüt eines Fleischerhundes, wie folgt heran: "Damit man mich nicht falsch versteht: Ich hege keine besondere Sympathie für Erdogan und seine Leute." Um dann noch die Steigerung folgen zu lassen: "Wäre ich sein Berater, würde ich ihm dringend den Besuch eines Anger-Management-Seminars empfehlen"

    Ein Anger-Management-Seminar!! Was Fleischer weiß - und wissentlich nicht ausführt sind: Beschneidung der Pressefreiheit, Beschneidung der Meinungsfreiheit u. Freiheitsrechte (siehe Gezi-Park, siehe gewaltsames Vorgehen gegen eine Homosexuellen-Demo).
    Einschub 1: die westliche Wertewelt hat erstaunlich leicht das Vorgehen der türk. Sicherheitskräfte bei den Abläufen im Gezi-Park akzeptiert - erstaunlich, denn beim Maidan haben Merkel u. Konsorten laut gebrüllt.
    Einschub 2: die westliche Wertewelt hat erstaunlich kritiklos das Vorgehen der türkischen Sicherheitskräfte gegen die Teilnehmer der Gay-Pride-Parade vorgenommen - erstaunlich, denn wenn es um die Rechte der Minderheiten geht ist vom dt. Bundestag der Aufschrei u. das Fingerzeigen auf Russland voll in Mode (aber Freiheitsrechte in der Türkei sind halt nicht soviel Wert wie Freiheitsrechte in Russland, scheint am geografischen Verschiebebahnhof, bzw. Wirrungen vom Fleischer orientiert zu sein)

    Was der Fleischer auch nicht aufzählt: Handel der Türkei mit Ölverkäufen vom IS, das Offenhalten von türkischen Grenzen zu Syrien (um Waffen, Terroristen, Söldner passieren zu lassen), den aufgedeckten Waffenhandel der Türkei mit in Syrien tätigen Terroristen (hier wurden die Reporter verhaftet, nicht die Verantwortlichen des Waffenhandels, aber diese Tatsache paßt ja nicht in die Fleischerwelt), völkerrechtswidrige Verletzungen der Souveränität von Syrien und Gemetzel an der kurdischen Zivilbevölkerung - hier kann der Fleischer nicht abstreiten, daß der Schlächter Erdogan im Kampf gegen die PKK das Töten von Männer, Frauen u. Kindern befohlen u. zu verantworten hat.

    Und dann kommt der geistige Vergleich vom russ. Panzer und vom Dönerspieß. Mehr Menschenverachtung als die vom Spiegel-Fleischer kann nicht öffentlich an den Tag gelegt werden.

    Und bitte nicht vergessen: ein Anger-Management-Seminars vom Fleischer für den Schlächter

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  4. "Aber ist "Der SPIEGEL" deshalb ein rassistisches Blatt? "

    Aber mit Sicherheit! Mainstream-Medien hetzen gegen alles und jeden unter dem Vorwand der "Toleranz". Kinderbildern oder hübsche Lesben gehen immer. Der SPIEGEL toppt alle an Primitivität. Die SPIEGEL-Leser sind so dermaßen verblödet dass es weh tut. Aber ohne diese Dummheit funktioniert keine "Ab jetzt wird zurückgeschossen", 1939. Oder "Tötet Gaddhafi", 2011.

    Um dann für den Krieg zu trommeln, gegen die ekelhaften Russen, die primitiven, hässlichen Brexit-Anhänger. Gegen Deutsche, die gegen Merkel sind. Gegen Trump, bei dem sich der SPIEGEL Mühe gibt diesen noch primitiver darzustellen, als es die eigenen Redakteure oder Leser sind.
    Und am Liebsten gegen Kollektive, die einem bösen Mann folgen, sonst funktioniert kein Hass oder Krieg.

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  5. Ergänzung zur dt. Pressewelt
    Es wird ja viel diskutiert u. die Qualität, Seriösität, Glaubwürdigkeit u ähnliche Merkmale, welche den Journalismus auszeichnen - oder besser gesagt auszeichnen sollten.
    In diesem Zusammenhang wurde in einem anderen Blog auf passend vorgebracht, die Bezeichnung "Qualitätsjournalismus" nicht zu nutzen, sondern nur den Begriff des Journalismus zu nutzen. Diese Überlegung ist angesichts der Zustände von "Demokratiefernsehen" und "Mainstreammedien" mehr als nur berechtigt.

    Wer sich im Rahmen der sogen. Medienkompetenz orientiert, wird schnell feststellen, daß objektive Berichterstattung von den genannten Medien, weder Fernsehen, Funk oder Print vorgebracht wird, vielmehr ist den Vorgängen in der Ukraine ein Feindbild aufgebaut wurden: Russland bzw. Putin.
    Der Verlauf dieser Kampagne hat den Modus der Progagandaberichterstattung schon sehr lange erreicht u. geht teilweise in den Modus der Hetze über. Hier hat sich eine Allianz von Politik u. Armee (dt. Bundesregierung, EU, Nato) gefunden und in zahlreichen Medienorganen wird diese Allianz wohlwollend begleitet u. dem Nachrichtenkonsumenten eingetrichtert.

    Im Rahmen dieser Kooperation Politik/Armee/Journalisten sind die Feindprofile sauber gesteckt, hierzu gehören: Terroristen (siehe IS), Iran, Syrien (Assad), Russland (Putin).
    Die Guten sind: logischerweise die westl. Wertegemeinschaft (USA, EU, Deutschland, Nato). Dazu kommen dann Terrorgruppen wie Al-Kaida u. dessen Filialstelle Al-Nusra, "gemäßigte Aufständische" (welche noch nie von Politik u. Medien genau benannt u. definiert wurden), Türkei (Erdogan), Saudi-Arabien u. andere Golfstaaten) und sogenannte "Freiwilligenbatallione" in der Ukraine u. die Regierung, welche mit solchen Gruppierungen zusammenarbeitet

    Anmerkung zu den "Freiwilligenbatallionen" in der Ukranine: es stört weder die europäische, noch die dt. Politik (Ausnahme wird hier wohl die vom Fleischer höhnisch erwähnte Linkspartei sein), daß diese Gruppierungen unter Wolfsangel, SS-Runen u. anderen Symbolen aus der NS-Zeit sich öffentlich als Faschisten u. Nazis darstellen u. auch entsprechendes Gedankengut verlautbaren. Aber
    das ist alles egal, dt. Politik u. Medien begeistern sich vielmehr darüber, daß die ukrain. Pilotin aus russ. Haft entlassen wurde - da ist es doch nur störend, der dt. Bevölkerung erklären zu müssen, daß diese Frau Angehörige in einem Nazibatallion ist.

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    1. Fortsetzung
      Aber Spiegel stellt sich nur repräsentativ für das Gro der dt. Medienwelt dar. Was dem Schüren des Feindbildes dient wird veröffentlicht, was am Image u. den Zielen der westl. Wertegemeinschaft störend wirkt, wird entweder gar nicht oder nur als Randnotiz behandelt.
      Aktuelles Beispiel: die angeblichen russ. U-Boote vor Schweden waren gar nicht von Russland, vielmehr werden ein schwedisches u. ein dt. U-Boot als Sichtung benannt. Aber es wurde mit soviel medialen Dreck in Richtung Russland geworfen, daß dieser Mist hängenbleibt (Lügen- oder Lückenpresse, hier soll sich jeder seine eigene Meinung bilden).

      Um ein Bild vom Fleischer u. seinem Propagandamodus zu schaffen: nach dem erneuten medialen Angriff gegen Putin lehnt sich Fleischer entspannt im Schwimmbecken der Spiegelredaktion zurück, weich umspielt vom Blut der getöteten kurdischen Männer, Frauen u. Kinder aus Gebieten wie Diyarbakir, Nusaybin und Cizre (Anmerk. verletzte u. tote Kurden haben in der westl. Wertegemeinschaft keine großen Wert).
      Fleischer nimmt sich etwas von am Beckenrand liegenden Schnittchen, denn warum sollte sich Fleischer zurückhalten, wenn Saudi-Arabien u. Folgschaft mit dem Krieg u. Wirtschaftsembargo das Gesundheitswesen im Jemen stark beschädigen, wenn Unterernährung u. Hungertod Männer, Frauen u. Kinder betrifft u. andere Konsequenzen sich abzeichnen bzw. bereits eingetreten sind.
      Vielmehr erfreut sich Fleischer nachher auf den Rückweg nach Hause, vielleicht erfreut er sich auch an dem Anblick von spielenden Kindern. Denn diese Kinder haben ja einen (westl.) Wert(gemeinschaft) - im Gegensatz zu den getöteten Kindern im Jemen: zerfetzt, verstümmelt, getötet durch den erbarmungslosen Krieg der "Guten" unter der Führung von Saudi-Arabien. Zumal der Wert dieser Kinder auch seitens der UN keinen großen Wert haben, denn Saudi-Arabien wurde nicht umsonst von der Liste der Schande gestrichen.

      Fleischer u. Spiegel stehen exemplarisch für das neuempfundene Bewußtsein im Journalismus. Da wird durch Blut von Unschuldigen gewatet, aber Putin ist böse. Da wird zwischen zerfetzten Körpern ein leicht beschreitbarer Weg gesucht, aber wichtiger ist die Frage: was kann heute über Putin medial serviert werden. Da wird über die Gräber von hunderttausender Toten getanzt u. maschiert, aber der eheutige Propagandartikel über Putin muß raus.

      Aber keine Angst: dieser menschenverachtende Umgang ist nicht nur medial zu verfolgen. Das wird noch gesteigert von der UN (hier hat Saudi-Arabien, der "Gute" seine Streichung von der Liste der Schande erpreßt), der EU, der dt. Bundesregierung. Hier sind es insbesondere Merkel u. Steinmeier, welche einen eloquenten Totentanz veranstalten u. sich nahtlos in die Liste zur Verteidigung der Werte der westl. Wertegemeinschaft einreihen.
      Aber wie oben ausgeführt: ein totes Kind in Syrien, im Jemen, im kurdischen Grenzland hat weder medial noch politisch einen Wert. Welchen Wert sollen dann hunderte, tausende oder zehntausende Kinder haben? Wirtschaftliche u. militärische westl. Werte stehen weit über fehlender Bildung, med. Versorgung, Freiheit, dem Recht auf Kindheit, dem Recht auf körperliche Unversehrtheit, dem
      Recht auf das Leben.

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    2. Noch eine Ergänzung: bei wikipedia unter "Humanitäre Aspekte der Militärintervention im Jemen 2015/2016" nachschlagen.

      Und dann ergibt sich folgende Fragestellung: wer hat in Deutschland öffentlich diese Zustände angeklagt/beklagt/öffentlich angeprangert und ein Eingreifen gegen die Verantwortlichen gefordert?
      ARD/ZDF??
      FAZ/Die Welt/SZ/Die Zeit/Spiegel/Focus/Bild?
      Der dt. Bundestag?
      Bundesaußenminister Steinmeier?
      Bundeskanzlerin Merkel?
      Bundespräsident Gauck?

      Die genannten Medien u. Politiker tragen auf einem Schild Völkerrecht, Menschenrechte, Freiheitsrechte und dergleichen vor sich her u. verlautbaren dieses öffentlich. Allerdings gelten diese Rechte nur, wenn Putin oder Assad eine Rolle spielen. Nur hier lassen sich Vertriebene, Verletzte u. Tote wunderbar instrumentalisieren.

      Ansonsten spielen Gauck, Merkel, Steinmeier, dt. Bundestag u. die Mainstreammeidien wunderbar gleichförmig auf der Klaviatur des Todes u. der Menschenverachtung.

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    3. 22. Juni 2016 um 16:05

      Diese Politiker/Medien richten sich an Leute mit IQ<100 und Anstand=0.
      Um die eigene Macht/ die eigenen Finanzen abzusichern- darum geht es, da bedarf es Feindbilder und großer, aber einfacher Worte.

      Deren Rezipienten sind der MOB. Den muss man aufwiegeln, damit er gegen jegliche Opposition vorgeht. Das macht man heute nicht mit Begriffen wie "Rasse" und vorerst kaum mit "Nationalität".

      Das ist eher wie bei Stefan Raab früher- einem fanatisch-dummen Publikum eine angebliche Überlegenheit zu suggerieren. So kann man sogar extremistische Politik verkaufen.

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    4. Ergänzung zu den "russischen U-Booten in schwedischen Gewässern":

      Es ist ja nicht nur so, daß die Falschmeldung an sich mit Verve verbreitet wurde und immer noch wird, viel wichtiger für die Beurteilung unserer Medienlandschaft ist, daß die AUFKLÄRUNG ausgefallen ist.

      Wenn man nach aktuellen News-Meldungen sucht, findet man Berichte zum Interview des schwedischen Verteidigungsministers auf Telepolis, RTdeutsch, sputnik... nachdenkseiten falle mir noch ein und der Blaue Bote (also "verschwörungstheoretische Blogs") - aber keine EINZIGE Richtigstellung durch all jene Medien, die die Falschmeldungen verbreitet haben.

      So wird die Lüge zur Wahrheit und die Wahrheit zur feindlichen Propaganda, der man als aufgeklärter Bürger keinen Glauben schenken darf...

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    5. Jewgeni23. Juni 2016 um 10:14

      Ja, für Dich reichen noch solche Meldungen. WELT, MERKUR und SPIEGEL waren Medien, die weltweiden jeden nach Deutschland einluden. Ohne Bedingung.

      Die Tschechenen gehörten zum Teil der Willkommenskultur. Wurden sogar von Merkel und Co. bevorzugt.
      "Salafismus" wird in Deutschland ohnehin geduldet. Werden wir noch erleben, wieviele unter den Migranten sind, die Deutschland ja so willkommen hieß. Großer Fehler.

      Lächerlich, dafür Putin verantwortlich zu machen.

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  6. Noch eine Ergänzung zum Fleischer u. Anger-Management-Erdogan
    "Türkei erschießt elf Flüchtlinge aus Syrien, auch Frauen und Kinder! – Turkish border guards ’shot Syrian children‘" (Quelle netzfrauen.org)

    Dem Fleischer ist es egal, wenn an der türk.-syrischen Grenze Männer, Frauen u. Kinder erschossen werden. Es ist viel elementarer, daß Putin das Böse schlechthin ist. Da spielen tote Flüchtlinge an der türk-syrischen Grenze nun mal keine Rolle - mehr Menschenverachtung ist kaum möglich, da haben Erdogan, Putin u. Fleischhauer eine gemeinsame Basis.

    Und zur allgemeinen Wertschätzung des Tötens von Männer, Frauen u. Kindern: welche der dt. Politiker haben dieses Thema aufgegriffen? Mir kommt hier nur Maiziere in den Sinn, welcher ausführte, daß die türk. Vorgehensweise nicht zu kritisieren sei.
    Ansonsten herrscht Stillschweigen, von dt. Reichtstag bis zum Schloss Bellevue.

    Und die Mainstreammedien: halten diesen Vorgang auch unter der Decke, wenn es hochkommt dann wird als Pflichtteil ein kurzer Artikel verfaßt. Bestes Beispiel derzeit: die FAZ beschäftigt sich lieber mit "Beitrag Steinmeiers erscheint in Russland ohne Ukraine-Bezug", obwohl hier ein Fehler beim AA/dt. Botschaft als Grund genannt wird. Hauptsache die Hetzpresse gegen Russland wird am laufen gehalten (sarkastisch betrachtet kann ich nachvollziehen, daß hier kein Platz mit kritischer Betrachtung von erschossenen Flüchtlingen u. des Schweigens der dt. Politik stattfinden kann, es gibt halt andere Prioritäten!)

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