Dienstag, 19. Februar 2019

Afghanistan und die tägliche Dosis Desinformation durch die Tagesschau

 Dr. Gniffke sah sich wohl genötigt ein Ereignis zu thematisieren, dass mit Sicherheit so ziemlich niemanden mehr interessiert, und das im Laufe der Jahre dramatisch an Nachrichtenwert verloren hat. Die Tagesschau widmete fast 2 Minuten ihrer wertvollen Sendezeit dem Abmarsch sowjetischer Truppen vor 30 Jahren, im Jahre 1989, aus Afghanistan.

 In einer Zeit, in der die Bevölkerung Haitis mit landesweiten Demonstrationen ums blanke Überleben kämpft, in der die USA das kleine aber rohstoffreiche Venezuela mit Sanktionen und der Androhung einer militärischen Invasion zu ihrem Vasallenstaat machen, in einer als Nahostkonferenz getarnten Versammlung von 60 Staaten unter der Führung der USA und Israel ein Krieg gegen den Iran vorbereitet wird, bringt die Tagesschau eine 30 Jahre alte Kamelle.

 Die, auf den ersten Blick, Widersinnigkeit bekommt sehr schnell Methode wenn man sich die Muße gibt und den Beitrag einmal genau, Wort für Wort und Bild für Bild, analysiert.

 Lauschen wir den Worten der Anmoderation des Filmbeitrages der Sprecherin Susanne Holst:
"Afghanistan ist ein seit Jahrzehnten geschundenens Land. Die Spuren sind überall zu sehen, wie hier in Kabul, Überreste alter sowjetischer Panzerfahrzeuge. Die Rote Armee war 1979 in das Land einmarschiert. Heute vor dreißig Jahren zogen sich die letzten Truppen nach einem verlustreichen Krieg zurück. In Russland, aber auch in Afghanistan wurde heute daran erinnert."
Russische Panzer, verrostet, zerstört, zeigt uns die Tagesschau. 18 Jahre sind Us-Amerikaner, Briten, Franzosen, Deutsche, Polen und viele mehr mit Panzern Hubschraubern und allem anderen Kriegsgerät in Afghanistan. Haben wir unsere trümmer alle so sauber weggeräumt, dass nicht übrig geblieben ist, das die Tagesschau uns zeigen könnte?
Screenshot Tagesschau

  Susanne Holst berichtet von einem Ereignis, dass jetzt bereits 40 Jahre zurückliegt und sie weist uns auf Spuren hin, die überall noch im Lande zu sehen seien, beispielhaft zeigt uns die Kamera scheinbar ausgebrannte vor sich hinrostende Panzerwracks, laut Aussage ein Bild "alter sowjetischer Panzerfahrzeuge" in Kabul. Die Erklärung, 1979 sei die Rote Armee in das Land, Afghanistan einmarschiert. Heute, gemeint ist der 15. Februar 1989, vor dreißig Jahren zogen sich die letzten Truppen der Sowjeta zurück.

 So weit, so gut - aber liebe Tagesschau, das sind laut Adam Riese gerade einmal 10 Jahre. Was geschah in den anderen 30 Jahren? Glauben wir der Tagesschau - nichts. Sie berichtet jedenfalls nicht von Ereignissen in diesen 30 Jahren. Das erinnert an die 12 Jahre von 1933 bis 1945, die in vielen deutschen Geschichtsbüchern, Firmengeschichten, Lebenserinnerungen und Vereinschroniken auf wundersame Weise verschwunden sind.

 Die Tagesschau scheint diese liebgewordene Tradition deutscher Geschichtsschreibung fortsetzen zu wollen. Denn der nun eingeblendete Beitrag von Peter Gerhardt von der Gedenkfeier der Afghanischen Regierung
"30 Jahre ist es her, dass die Sowjetunion ihre Soldaten abgezogen hat. Doch das Land ist seitdem nicht zur Ruhe gekommen. Regierungschef Abdullah Abdullah sagte in seiner Rede, dass Afghanische Soldaten heute gegen den Terror kämpften und dabei ihr Leben riskierten."
Also nichts ist gewesen, nichts ist passiert in den letzten 30 Jahren in Afghanistan. Zumindest die Tagesschau und Peter Gerhardt scheint nichts bekannt zu sein:
"Es war eine geschlagene Sowjetarmee, die 1989 Afghanistan verliess. Neun Jahre Krieg, besiegt von den Mujaheddin, die von den USA unterstützt wurden."
Nun ein Zeitsprung:
"Auf den zurückgebliebenen Trümmern spielen heute die Kinder."
Wie in einer Zeitmaschine - eben noch abrückende Sowjets auf ihren Panzern, nun im hier und jetzt des Jahres 2019 auf Trümmern sowjetischer Kriegsmaschinen arglos spielende Kinder. Dazwischen ? Nichts?

 Halt eine Kleinigkeit war dann doch wohl noch:
"Vielen Afghanen, wie hier in Kundus, ist nicht zum Feiern zumute. Die radikalislamischen Taliban drängen zurück an die Macht."
 Irgendwann in diesen vielen Jahren müssen die radikalislamischen Taliban an der Macht gewesen sein, denn sonst würden sie ja nicht an diese zu "zurückdrängen" Wie sie an die Macht gekommen sind, ob und wie sie wer vertrieben hat, oder ob sie wie viele Weltreiche vergangener Zeiten von selbst still und leise die Bühne der Weltgeschochte verlassen haben, wir erfahren es nicht.
"Das konnten auch die USA und ihre Verbündeten nicht verhindern, die jetzt schon seit achtzehn Jahren im Land sind."
 Irgendwann dann in dieser dunklen, mysteriösen Zeit zwischen 1989 und 2019, um genau zu sein, vor 18 Jahren, also 2001, sind dann die USA ins Land gekommen und haben ihre Verbündeten gleich mitgebracht. Auch wenn wir nicht erfahren wie und mit was die USA ins Land gekommen sind,  welche Verbündete sie mitgebracht haben und wieviele. Aber auch ihre von Edelmut geprägten Bemühungen die Rückkehr der bösen Taliban, der Terroristen, wie Abdullah Abdullah sie nennt, konnten auch sie nicht verhindern.

 Ganz so, wie 1939 der zweite Weltkrieg "ausbrach", wie es immer noch verharmlosend heißt, genauso sind die USA und ihre Verbündete im Land. Es gibt kein eingereist, kein eingeflogen oder gar wie die bösen Sowjets - einmarschiert. Nein die USA sind nicht gekommen, sie sind da, mitsamt ihren Verbündeten.

 Ein "Da Sein", dass wohl, dem aufmerksamen Zuschauer und natürlich auch der aufmerksamen Zuschauerin wird es nicht entgangen sein, laut einem vorherigen Beitrag über die Münchener Sicherheitskonferenz - ich finde immer noch den vormaligen Namen dieses elitären Zusammentreffens der Weltkriegstreiber, Wehrkundetagung, wesentlich treffender - nicht ganz frei von Konflikten zu sein scheint.

 Von einer Mission spricht die Autorin des Berichts aus München im Zusammenhang mit dem "Da Sein" der Bundeswehr in Afghanistan. Sie zitiert die zuständige Ministerin Von der Leyen, die von einer Verlängerung des Mandats der Bundeswehr für die "Afghanistan-Mission" um ein weiteres Jahr durch den Bundestag spricht.

 Was aber bedeutet eine Mission im Zusammenhang mit einem Mandat des deutschen Militärs auf dem Boden eines fremden Landes?

Für den Begriff Mission bietet uns der Duden vier Erklärungen an:
[mit einer Entsendung verbundener] Auftrag; Sendung[ins Ausland] entsandte Personengruppe mit besonderem Auftrag, diplomatische VertretungVerbreitung einer religiösen (besonders der christlichen) Lehre unter Andersgläubigen bzw. unter Nichtgläubigen
Für den Begriff Mandat sind ebenfalls derer viere:
Auftrag, etwas für jemanden auszuführen, jemanden in einer Angelegenheit juristisch zu vertretenAuftrag, den Abgeordnete durch eine Wahl erhalten habenauf einer Wahl beruhendes Amt eines Abgeordneten mit Sitz und Stimme im Parlament; Abgeordnetensitz(im Auftrag des früheren Völkerbundes) von einem fremden Staat in Treuhand verwaltetes Gebiet
 Was mag das Mandat des Deutschen Bundestages für den Einsatz der Bundeswehr sein? Zweifelsfrei handelt es sich um einen Auftrag des Parlaments an die Streitkräfte, dergestalt, dass Letztere eine Mission zu erfüllen haben, was wiederum ein anderes Wort für Auftrag darstellt.

 Man sieht schon an dieser sinnfreien Doppelung, dass es hauptsächlich darum geht, das eigentliche Tun der deutschen Soldaten in Afghanistan vor der gemeinen Bevölkerung zu verbergen. In früheren Zeiten hat man sich da noch etwas mehr Mühe gegeben. Damals hat man die wahre Tätigkeit der Bundeswehr mit mühsam erdachten Lügen zu verbergen versucht: Brunnen wolle man bohren und den afgahanischen Mädchen eine Schulbildung ermöglichen, indem man Schulen baue, so hieß es in den frühen zweitausender Jahren.

 Späterhin kam dann ein Vorgänger von der Leyens auf die gloreiche Idee, den Deutschen weismachen zu wollen, man verteidige am Hindukusch die Freiheit der bundesrepublikanischen Bürger. Eine Erklärung, die sich nicht wirklich durchgesetzt hat. Nur Spötter machen davon heute noch Gebrauch.

 Heute, im Jahre 18 des Kampfes gegen den Terror ist man klüger. Heute verzichtet sowohl die Politik, als auch die über sie berichtende Presse auf lästige Erklärungen. Die Bundeswehr in Afghanistan - eine gottgegebene Tatsache, basta. Den Rest überläßt man den Trollen und Putinfans.

 So kommt es denn auch, daß das zählen der Opfer des "Da Seins" von den Mainstreammedien gerne anderen überlassen bleibt.

Das "Costs of War" Projekt des "Watson Institut for International and Public Affairs" der Brown University in Providence, Rhode Island, USA schreibt bereits 2016 in seinem Bericht "Update on the Human Costs of War for Afghanistan and Pakistan, 2001 to mid-2016" von Neta C. Crawford:
"Nach fast fünfzehn Kriegsjahren beträgt die Gesamtzahl der Toten im Kriegsgebiet Afghanistan und Pakistan fast 173.000 Tote und mehr als 183.000 Schwerverletzte."
In dem Bericht "Human Cost of the Post-9/11 Wars: Lethality and the Need for Transparency" vom November 2018 macht die gleiche Autorin eine Rechnung der Todesopfer vom Oktober 2001 bis zum Oktober 2018 auf:

                                                                           Afghanistan      Pakistan

US-Militär                                                            2.401

Zivilisten US-Verteidigungsministerium                 6

US-Militärdienstleister                                       3.937                       90

Nationales Militär u. Polizei                             58.596                  8.832

Verbündete                                                          1.141

Zivilisten                                                            38.480                23.372

Gegnerische Kämpfer                                       42.100                32.490

Journalisten                                                              54                       63

Hilfsorganisationen                                                409                       95

Total                                                                  147.124                 65.942


17 Jahre bloßer Anwesenheit, will man der Tagesschau glauben, haben somit zu 213.066 Todesopfern geführt. Dazu kommen 20.431zum Teil schwer Verletzte Soldaten allein bei den US-Streitkräften. In 2017 waren 4,78 Millionen Menschen aus Afghanistan auf der Flucht, 2,61 Millionen Flüchtlinge, 1,84 Millionen Binnenflüchtlinge und 330.000 Asylsuchende.

 Die Tagesschau und DR. Gnifke wollen nicht, dass wir diese Zahlen erfahren, sie wollen nicht, dass wir über einen sinnlosen blutigen Krieg nachdenken, der nunmehr fast 18 Jahre andauert und bei dem wir keine Zuschauer sind, sondern Mitwirkende, Vertreibende, Tötende.

 18 Jahre sind unsere Soldaten daran beteiligt, dass ein kleines Land verwüstet wird. Ein Land, das der Bundesrepublik niemals den Krieg erklärt hat, das uns nicht einmal gedroht hat. Insofern ist es natürlich mehr als großer Blödsinn, wenn ein Bundesminister behauptet, die Bundeswehr verteidige unsere Freiheit am Hindukusch.

 Niemals haben die Taliban, im Gegensatz zu Al Quaida und IS anderen Ländern Gewalt angedroht. Nicht einmal an dem so gern als Kriegsgrund reklamierten Angriff auf die USA am 11. September 2001 war auch nur ein Afghane, geschweige denn ein Taliban beteiligt.




Kommentare:

  1. Einen sehr passenden Artikel zu Afghanistan ist auf 'Jürgen Hübschens sicherheitspolitischer Blog' aufgeführt

    Unter "Das deutsche Engagement in Afghanistan- bleiben oder gehen?"
    https://sicherheitsbulletin.wordpress.com/2019/01/21/das-deutsche-engagement-in-afghanistan-bleiben-oder-gehen/ ist eine detailierte Analyse zu "Die Heimat wird am Hindukush vertei-
    digt" vorgenommen wurden.

    Hier kann ich mich nur dem Fazit von Hübschen anschließen:
    "Wer sich letztlich mehr um sich selbst und die Sicherheit der Deutschen in Afghanistan kümmert als um die einheimische Bevölkerung, für die man ja eigentlich vor Ort ist und nicht bereit ist, auch eigene Verluste zu akzeptieren, der sollte ehrlich sein und sein Afghanistan Engagement beenden, weil diese Mission gescheitert ist."

    AntwortenLöschen
  2. Noch einige Ergänzungen:
    -das mit den Brunnenbauen und Schulen für Mädchen wurde sehr schnell als Marketingstrate-
    gie eingesetzt - seltsam, daß medial nicht analog zum Rückzug in die eigenen Bundeswehr-
    camps berichtet wurde, daß Brunnenbauen u. Mädchenschulen eine untergeordnete Priorität
    erlangten
    (Anmerkung: dieses ist nicht als Kritik an die Bundeswehrsoldaten gerichtet, denn diese haben in der Vergangenheit Gesundheit u. Leben risikiert und tun es noch heute - und wer- den von Politikern verheizt, welche nicht die eigene Gesundheit u. das eigene Leben aufs
    Spiel setzen)

    -Schauspieler in Billig-Top-Manier mit Täuschung und Lügenkonstrukten haben abdient (siehe die CSU Wunderdroge Guttenberg), aber weder von der Leyen noch eines Ihrer Kinder werden
    Gesundheit u. Leben in Afghanistan riskieren - aber von der Leyen ist ein Anhänger vom
    "weiter-so"

    -und was haben viele in der "westlichen Wertewelt" auf einmal gegen die Taliban? Haben doch die US-Entscheidungsträger die Taliban ausgerüstet und ausgebildet

    -und immerhin kam die afghanische Wirtschaft durch die "westliche Wertewelt" richtig in
    Schwung, siehe den Bericht "Ein trauriger Rekord auf Qantara.de:
    "Afghanistan ist seit mehr als 25 Jahren das Hauptanbaugebiet von Schlafmohn und der Hauptlieferant von Opium, Heroin und Morphin. Im vergangenen Jahr wuchs die Gesamtanbaufläche für Schlafmohn in dem Land um 63 Prozent auf 328.000 Hektar und erreichte damit einen neuen Rekord."

    Fazit: Brunnenbauen u. Mädchenschulen sind Geschichte,
    -dafür gab es über 200.000 Tote,
    -die Ausbildung von afgh. Militär u. Polizei hat in 17 nicht funktioniert,
    -Demokratie wird durch Vetternwirtschaft, Wahlbetrug u. Warlords ersetzt
    -die Bundeswehrsoldaten sind im Überlebensmodus in eigenen Lagern
    -der Drogenanbau blüht - und die Taliban finanzieren sich damit

    Aber wahrscheinlich werden Gniffke, die ARD-Framing-Fans, die übrigen Mitglieder der dt.
    Qualitätspresse, ein Großteil der Volksvertreter hier entschieden dagegen sein, diese Wahrheiten der Öffentlichkeit zu präsentieren

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich möchte noch bemerken, daß die Opium-Produktion auch eine Einnahme-Quelle der CIA ist. Es gibt genügend Beweise dafür.

      Löschen
  3. Danke für diesen wichtigen und wertvollen Beitrag. Ich vermute, daß die aktuelle "Gegnerschaft" Deutschlands zu Russland die Motivation dieses "Nachrichtenbeitrags" ist: Wiederholt wurde von transatlantischen Kreisen betont, daß die Deutschen "unverständliches" Wohlwollen, um nicht zu sagen freudschaftliche Gefühle gegenüber dem russischen Volk aufweisen und dies sehr bedauerlich sei. Durch den Hinweis auf lange zurückliegende "Sünden" der Sowjetunion soll den Deutschen das Wohlwollen gegenüber Russen ausgetrieben werden und durch den Hinweis auf die damalige Niederlage des sowjetischen Militärs soll den Deutschen die Angst vor einem Krieg gegen Russland genommen werden. Es handelt sich bei diesem "Nachrichtenbeitrag" somit um psychologische Kriegsführung gegen die Deutschen und Herstellung der Kriegsbereitschaft.

    AntwortenLöschen
  4. Dem Lob von Flaneur iund Anonym schließe ich mich an: Wieder einmal ein prima Artikel!

    TEIL 1
    Ich wende mich jetzt aber erst einmal der Rechtslage zu:
    Wenn die BRD mit Militär in Afghanistan einfällt ist das zunächst einmal ein strafbarer "Angriffskrieg". .
    Ein "Angriffskrieg" ist es aber dann nicht, wenn ein Fall von "Selbstverteidigung" (von der UNO anerkanntes Recht) vorlag. Zur "Selbstverteidigung" zählt auch der Angriff auf einen Bündnispartner. Deswegen berief sich George W. Bush auf den Art. 5 des Nato-Vertrages ("Bündnisfall" - https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCndnisfall ). Und alle Bundesregierungen seit damals begründen den Bundeswehreinsatz in Afghanistan damit.

    Aber ein "Verteidigungsfall" lag niemals vor!
    Vorab dies: Der prächtige Kabarettist Georg Schramm wies einmal in einem seiner Auftritte darauf hin, daß ein "Verteidigungsfall" ja hieße, daß sich die BRD im Krieg befände. Dann aber griffen doch die sog. "Notstandsgesetze" der BRD, wonach alle Bundestagswahlen in Kriegszeiten ausfallen. D. h. eigentlich müßten noch (seit 2001 bis heute) "Rot-Grün" bzw. Schröder-Fischer regieren!

    1.) "Ein "Bündnisfall/Verteidigungsfall" lag jedoch niemals vor. Denn die von George W. Bush verbreitete Verschwörungstheorie, Bin Laden habe in einer afghanischen Höhle den Angriff von 911 geplant, ist schlicht gelogen (so wie Hitlers "Sender-Gleiwitz-Verschwörungstheorie", um Polen zu überfallen)!
    Auch wurde Bin Laden nie vom FBI oder der CIA wegen 911 gesucht. Im Gegenteil: Bin Laden, der nicht nur gesundheitliche Probleme hatte, sondern ganz offensichtlich auch ein Mitarbeiter der CIA war, suchte noch im Jahr 2001, ein kuwaitisches Krankenhaus auf, um eine Nierenspülung vornehmen zu lassen. Ganz offensichtlich wurde sein Transport von der CIA bereitgestellt. zumindest kann man ausschließen, daß die CIA von Bin Landens Aufenthalt in Kuwait nichts wußte.
    Die verlogene Wikipedia schreibt zu "Osama Bin Laden": "Bis zum Beginn des Krieges der USA gegen das Talibanregime bestritt er seine Beteiligung daran. Danach räumte er immer deutlicher seine Führungsrolle dabei ein". Richtig ist aber allein dies: Damals erschienen ein oder zwei Videos, in den ein angeblicher "Bin Laden" sich zum Angriff von 911 bekannte. Dieses/diese Video(s) wurde auf zahlreichen damaligen blogs jedoch völlig überzeugend als Fälschungen entlarvt. Schließlich veröffentlichte Bin Laden selbst ein Video im Internet, in welchem er nicht nur jeglichen Zusammenhang seiner Person mit 911 energisch bestritt, sondern in welchem er sogar den Angriff von 911 unmißverständlich verurteilte.
    Bin Laden verstarb dann noch im selben Jahr, Ende 2001. Dies wurde nur wenige Jahre nach 2011 in diversen blogs nachgewiesen (hab' ich leider nicht abgespeichert). Zuletzt (vor vielleicht 5-10 Jahren) erklärte dies eine damalige (weibliche!) pakistanische Ministerpräsidentin im Pakistanischen Fernsehen: Nach Kenntnis des pakistanischen Geheimdienstes sei Osama bin Laden bereits Ende 2001 verstorben!
    Damit hätte ein angeblicher "Verteidigungsfall" - wenn man auf Bin Laden abstellt - bereits 2001 geendet.

    Jörg

    AntwortenLöschen
  5. TEIL 2
    Nun, gut, jetzt gibt es diese Show von 2011 des Obama-Regimes: Die verlogene Wikipedia schreibt: "Nach Angaben der US-Regierung wurde Bin Laden am frühen Morgen des 2. Mai 2011 pakistanischer Zeit[171] von Spezialeinheiten der Navy Seals im zweiten Stock seines Anwesens in Abbottabad erschossen".
    Daß dies allein ein "Fake" war (da Bin Laden ja schon seit 2001 tot war) kann man hier sehr schön nachlesen: https://www.pravda-tv.com/2017/12/usa-residiert-in-washington-die-korrupteste-regierung-der-geschichte/ .(schöner Artikel - aber vor "Pravda-TV" warne ich ansonsten, da es meiner Vermutung nach ein israelischer 'Kampfblog' ist).
    Nach dieser "fake"-Version wäre aber der "Verteidigungsfall" dann zumindest seit 2011 beendet gewesen (wenn man allein auf bin Laden abstellt).

    2.) Dies gilt auch, wenn man Afghanistan als "Angreifer" ansieht, da die Taliban-Regierung zwar bereit war, Bin Laden ausliefern, aber nur... dies verschweigt Wikipedia ... wenn man seine Beteiligung an 911 belegen könne. Mit dem Tod von Bin Laden war auch insofern der "Angriff" Afghanistans erledigt.

    3.) Hinzukommt, das heutzutage keine "Selbstverteidigung" erforderlich ist, nur weil es womöglich im Jahr 2001 einen "Angriff" gegeben hätte. In Art. 5 des Nato-Vertrages heißt es: "... Maßnahmen, einschließlich der Anwendung von Waffengewalt, trifft, die sie für erforderlich erachtet, um die Sicherheit des nordatlantischen Gebiets wiederherzustellen und zu erhalten". und weiterhin: "Die Maßnahmen sind einzustellen, sobald der Sicherheitsrat diejenigen Schritte unternommen hat, die notwendig sind, um den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit wiederherzustellen und zu erhalten". D. h.: Die Worte "erforderlich" und "notwendig" hätten schon im Jahr 2001 den "Bündnisfall" - und damit den Einsatz der Bundeswehr - entfallen lassen.

    Deutsche Staatsanwälte hätten also längst gegen die deutschen Kriegstreiber - auch gegen Oberst Klein - vorgehen müssen.
    Von keiner im Bundestag vertretenen Parteien habe ich jemals gehört, daß sie die rechtlichen Voraussetzungen des Art. 5 Nato-Vertrag überprüft, überprüft hat oder überprüfen will.

    Jörg

    AntwortenLöschen
  6. Unser Admin hat ja oben sehr schön eine Methode der Manipulation der Öffentlich-rechtlichen (aber auch der restlichen MSM) aufgezeigt: weglassen, überspringen - bzw. mittendrin was rausschneiden und dann die beiden Randfetzen einfach in der Mitte zusammennähen.
    .
    Mit gesträubten Haaren stieß ich vorgestern im Internet auf das nun in der ARD angesagte "Framing" - Dazu gebt mal in die Suchmaschine: "Framing" und "ARD".
    Hier gleich mal ein paar links:
    https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/medienpolitik/Framing-ARD-Papier-sorgt-fuer-Diskussion,framing100.html
    http://www.spiegel.de/kultur/tv/framing-manual-elisabeth-wehling-ueber-das-umstrittene-ard-papier-a-1254023.html
    ... und noch ekliger: https://www.sueddeutsche.de/medien/ard-framing-manual-oeffentlich-rechtlicher-rundfunk-gebuehr-1.4336509

    Richtige Kritik mag keines der "gleichgeschalteten" oder "querfrontigen" Massenmedien üben.
    Und, ja, es ist richtig: Wir alle beschönigen schon mal. Aber der Hauptpunkt ist doch ein ganz anderer - und niemand spricht diesen an:

    Ein Beispiel: Gesetzt man wohnte an einer breiten, belebten Einkaufsstraße. Unten wimmelt es von Fußgängern, die unter unserem Balkon mal von rechts nach links, andere von links nach rechts, wieder andere von hier nach gegenüber, wieder andere von gegenüber nach hierher, und wieder andere diagonal über die Einkaufsstraße gehen. Und schließlich welche, die sich im fortlaufenden Zickzack durch die Straße bewegen.
    Und eines Tages gehen wir wieder auf den Balkon, um uns das Menschengewimmel anzusehen. Und da gehen alle in eine Richtung, im Gleichschritt und ja ... "die Reihen fest geschlossen". Wären wir da nicht alle extrem beunruhigt?! Und dies doch wohl zu Recht!
    .
    Das DDR-Fernsehen hatte übrigens schon das "Framing". Nein, das Wort "Framing" kannten sie noch nicht. Aber die gestanzten Sprachbrocken gab es auch schon da. Ein paar erinnere ich noch: "Das sozialistische Brudervolk (soundso)", "die glorreiche Sowjetunion", "das sozialistische Ausland", "...aus dem nicht-sozialistischen Ausland" usw.

    Übrigens: Ich glaube es war in einem Video von James Corbett über den 'Klima-Schwindel'. Und dort wurde auch die Person gezeigt und benannt, die damals als das Wort "Global Warming" - auf deutsch "Erderwärmung" - schleunigst verschwinden und ersetzt werden sollte, das neue "Framing" durchführte.
    Diese Person entwarf dann das neue Stanz-Wort "Climate Change" - in deutschen Sprachraum: "Klimawandel".
    Und "Global Warming"/"Erderwärmung" gibt es seitdem im MSM praktisch nicht mehr.

    Jörg

    AntwortenLöschen
  7. Zu Afghanistan:
    Bhadrakumar weist in diesem glänzenden Artikel https://indianpunchline.com/the-geopolitics-of-pulwama/ darauf hin, daß sich ein Block bildet, bestehend aus USA-Israel-Saudi Arabien-Pakistan. Und daß Afghanistan/Taliban in Kürze ebenfalls zu diesem Block gehören wird.

    Man muß konstatieren: Bedroht ist der Iran, der zum Block Rußland-China zählt. Und bedroht ist ebenfalls Indien.
    Trotz der Giftereien der indischen politischen Kaste - und der dortigen MSM - gegen China (eher eine indische Identitätskrise, da China, vor Jahrzehnten auch sehr arm, Indien weit hinter sich gelassen hat) wird diese Kaste umschwenken und sich China/Rußland beigesellen müssen.
    Chinas Versuch Pakistan mit massiven Investitionen (u. a. "Belt & Road") an sich zu binden, wird meines Erachtens scheitern.

    Jörg

    AntwortenLöschen